Portugal
Portugal ist der unterschätzte Star Europas: Spektakuläre Atlantikküsten, herzliche Menschen, fantastisches Essen und Wein – und das bei einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das in Westeuropa seinesgleichen sucht.
Hauptstadt
Lissabon
Sprache
Portugiesisch
Währung
Euro (€)
Zeitzone
UTC+0
Flugzeit ab DE
ca. 3 Stunden
Einreise
EU-Personalausweis
Top 5 Highlights in Portugal
Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.
Lissabon
Gelbe Straßenbahnen, Fado-Musik, Pastéis de Nata und Ausblicke von den Miradouros.
Algarve
300 Sonnentage, goldene Strände, bizarre Felsformationen und versteckte Grotten.
Porto
Die Portwein-Stadt: Ribeira, Livraria Lello, Dom Luís-Brücke und Francesinha.
Madeira
Blumeninsel im Atlantik: Levada-Wanderungen, ewiger Frühling und dramatische Klippen.
Sintra
Märchenhafte Paläste in mystischen Wäldern, nur 30 Minuten von Lissabon.
Hotels in Portugal
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Beste Reisezeit für Portugal
Empfohlene Reisezeit
Mai–Oktober
Sommer
25–32°C
Winter
10–16°C
Was kostet ein Urlaub in Portugal?
Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)
Budget
40–65€
Hostel, Streetfood, ÖPNV
Mittelklasse
65–120€
Hotel, Restaurant, Ausflüge
Luxus
120–250€
Boutique-Hotel, Fine Dining
5 Reisetipps für Portugal
Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.
Pastéis de Nata warm aus der Bäckerei – ein Muss!
Tram 28 in Lissabon früh morgens nehmen (weniger Touristen)
Mietwagen an der Algarve absolut empfehlenswert
Fado-Abend in Alfama ist ein unvergessliches Erlebnis
Portugal hat exzellenten und günstigen Wein
Essen & Trinken in Portugal
Diese Gerichte musst du probieren!
Entdecke Portugal
38 Regionen, Städte und Highlights in Portugal
Städte
Albufeira
Albufeira ist das pulsierende Herz der Algarve und vereint wie kaum ein anderer Ort an der portugiesischen Südküste traumhafte Sandstrände, ein lebhaftes Nachtleben und die Authentizität eines ehemaligen Fischerdorfes. Die Stadt an der Zentralalgarve hat sich vom verschlafenen Küstenort zum beliebtesten Urlaubsziel Südportugals entwickelt, ohne dabei ihren Charme komplett eingebüßt zu haben. Die weiß getünchte Altstadt mit ihren steilen Gassen, maurischen Bögen und Kachelfassaden erinnert noch heute an das historische Fischerdorf. Die Altstadt von Albufeira, die sich an einem Hügel über dem Hauptstrand Praia dos Pescadores erstreckt, ist ein Labyrinth aus engen, kopfsteingepflasterten Gassen, die zu kleinen Plätzen mit Restaurants und Bars führen. Die Rua São Gonçalo de Lagos und die angrenzenden Straßen bilden das Ausgehviertel, wo sich von Juni bis September das Nachtleben von dezenten Weinbars bis hin zu lautstarken Clubs erstreckt. Der berüchtigte Strip - eine Straße voller Bars und Diskotheken etwas außerhalb des Zentrums - zieht vor allem ein junges, britisches Publikum an und bietet Party-Atmosphäre bis in die Morgenstunden. Doch Albufeiras wahre Stärke sind seine Strände. In der Umgebung liegen über 20 Sandstrände, von breiten, gut ausgestatteten Hauptstränden bis hin zu versteckten Felsbuchten, die nur über Treppen in den Klippen erreichbar sind. Die Praia da Falésia östlich der Stadt beeindruckt mit ihren dramatischen, rot-orangen Sandsteinklippen über sechs Kilometern Länge - einer der spektakulärsten Strände Europas. Die Praia de São Rafael und die Praia da Coelha sind kleinere Felsbuchten mit türkisblauem Wasser, die zum Schnorcheln einladen. Bootstouren entlang der Algarve-Küste starten vom Yachthafen der Albufeira Marina und führen zu den berühmten Felsformationen, Höhlen und der legendären Benagil-Höhle mit ihrem Himmelsfenster. Delfinbeobachtungstouren sind ein weiteres Highlight - die Küste vor Albufeira beherbergt eine der größten Delfin-Populationen Europas. Von Deutschland aus fliegt man in knapp drei Stunden nach Faro und erreicht Albufeira in 40 Minuten. Das milde Algarve-Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr macht Albufeira auch in der Nebensaison zu einem lohnenden Reiseziel.
Cascais
Cascais ist Lissabons elegante Riviera – ein mondäner Küstenort an der Mündung des Tejo, der seit dem 19. Jahrhundert als Sommerresidenz der portugiesischen Königsfamilie dient und sich seinen aristokratischen Charme bis heute bewahrt hat. Nur 30 Kilometer westlich von Lissabon gelegen und per S-Bahn in 40 Minuten erreichbar, verbindet Cascais den Komfort eines Badeortes mit der Erreichbarkeit einer Großstadt und ist damit eines der vielseitigsten Reiseziele in der Region Lissabon. Die Altstadt von Cascais bezaubert mit kopfsteingepflasterten Gassen, pastellfarbenen Häusern, eleganten Plätzen und einer Fülle von Restaurants, Bars und Boutiquen. Der Fischerhafen, die Marina und die weitläufige Uferpromenade bis nach Estoril verleihen dem Ort ein mediterranes Flair, das an die Côte d'Azur erinnert. Das Kulturangebot ist für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert: Die Casa das Histórias Paula Rego, ein auffälliges rotes Museum des Architekten Eduardo Souto de Moura, zeigt Werke der bedeutendsten portugiesischen Künstlerin. Westlich von Cascais wartet die spektakuläre Boca do Inferno, der Höllenmund – eine von der Brandung ausgewaschene Felshöhle, in die das Atlantikwasser mit donnerndem Getöse schlägt. Noch weiter westlich liegt der Praia do Guincho, einer der besten Surfstrände Europas und Austragungsort internationaler Windsurfwettbewerbe. Die Guincho-Küstenstraße bis zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands, gehört zu den schönsten Küstenfahrten Portugals. Für deutsche Urlauber ist Cascais die perfekte Basis für einen vielseitigen Portugal-Urlaub. Die S-Bahn-Verbindung nach Lissabon ermöglicht Tagesausflüge ohne Mietwagen, die Strände sind fußläufig, und das Nachtleben bietet von gemütlichen Fado-Bars bis zu angesagten Clubs alles. Das Casino Estoril, einst Inspiration für Ian Flemings James-Bond-Roman Casino Royale, liegt nur einen Spaziergang entfernt.
Lagos
Lagos ist das Juwel der westlichen Algarve und vereint dramatische Felsenküste, goldene Sandstrände, eine lebhafte Altstadt und eine Surferszene, die in Europa ihresgleichen sucht. Die Stadt an der Südwestspitze Portugals war einst Ausgangspunkt der großen Entdeckungsfahrten unter Heinrich dem Seefahrer und hat sich ihren abenteuerlustigen Geist bis heute bewahrt. Für deutsche Urlauber, die mehr als nur Strandliegen suchen, ist Lagos die perfekte Algarve-Destination. Das absolute Highlight sind die Felsformationen der Ponta da Piedade - ein Labyrinth aus goldenen Sandsteinklippen, natürlichen Bögen, versteckten Grotten und smaragdgrünem Wasser, das zu den spektakulärsten Küstenlandschaften Europas zählt. Von den Klippen aus blickt man auf ein Meer aus Felssäulen und Höhlen, und eine Bootstour oder Kajaktour durch die Grotten offenbart eine unterirdische Welt aus Licht, Farbe und Wasser, die atemberaubend ist. Die Treppe hinunter zur kleinen Bucht am Fuß der Felsen führt zu einem der fotogensten Strände der Welt. Die Praia Dona Ana, mehrfach zum schönsten Strand Europas gewählt, ist von goldfarbenen Klippen eingerahmt und bietet kristallklares Wasser. Der Meia Praia, ein vier Kilometer langer Sandstrand östlich der Stadt, ist ein Paradies für Familien, Kitesurfer und alle, die Platz brauchen. Die Praia do Camilo, versteckt hinter 200 Stufen in den Felsen, ist ein intimer Geheimtipp. Die Altstadt von Lagos pulsiert vor Leben. Kopfsteingepflasterte Gassen, bunte Kachelfassaden, unzählige Restaurants, Bars und Boutiquen schaffen eine Atmosphäre, die tagsüber zum Bummeln und abends zum Feiern einlädt. Die Markthalle am Hafen bietet jeden Morgen fangfrischen Fisch, und in den Restaurants rund um die Praça Gil Eanes genießt man die Algarve-Küche auf höchstem Niveau bei moderaten Preisen. Von Deutschland aus fliegt man nach Faro in knapp drei Stunden und erreicht Lagos in einer Stunde Fahrzeit. Die beste Reisezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei Lagos dank seines milden Klimas auch im Winter mit Temperaturen um 16 Grad und viel Sonne ein angenehmes Reiseziel ist. Die Preise sind deutlich niedriger als an der spanischen Küste oder auf den Balearen.
Peniche
Peniche ist Portugals Surfhauptstadt und ein authentisches Fischerstädtchen auf einer windumtosten Halbinsel, etwa 90 Kilometer nördlich von Lissabon. Die Stadt ist weltweit bekannt als Austragungsort des MEO Rip Curl Pro, eines Etappenstopps der World Surf League, und zieht Surfer aus aller Welt an, die an den kraftvollen Wellen des Supertubos-Strandes ihr Können messen. Doch Peniche ist weit mehr als nur Surfen – die Stadt bietet eine faszinierende Mischung aus maritimer Tradition, einer bewegenden Geschichte und einem der spektakulärsten Naturerlebnisse Portugals: die Berlengas-Inseln. Die Festung von Peniche, die während der Salazar-Diktatur als politisches Gefängnis diente, ist heute ein eindrucksvolles Museum, das die dunkle Geschichte der portugiesischen Diktatur dokumentiert. Der Hafen ist einer der wichtigsten Fischereihäfen Portugals, und die Sardinenverarbeitung hat hier eine jahrhundertealte Tradition. Wer morgens am Hafen entlangspaziert, erlebt das geschäftige Treiben der Fischer, die ihren Fang anlanden – authentischer geht es kaum. Das absolute Highlight vor der Küste sind die Berlengas-Inseln, ein UNESCO-Biosphärenreservat, das per Boot in etwa 30 Minuten erreichbar ist. Die Hauptinsel Berlenga Grande beeindruckt mit kristallklarem Wasser, dramatischen Felsklippen und dem malerischen Fort São João Baptista, das über eine schmale Steinbrücke mit der Insel verbunden ist. Schnorcheln, Kajakfahren und Wandern auf den kargen Felsen sind die Hauptaktivitäten. Für deutsche Urlauber ist Peniche ein idealer Tagesausflug oder Zwischenstopp auf einer Portugal-Rundreise. Die Anreise von Lissabon ist unkompliziert, und die Kombination aus Surfkultur, Fischereitradition und dem Berlengas-Ausflug macht Peniche zu einem vielseitigen Reiseziel. Die zahlreichen Surfschulen bieten Kurse für alle Niveaus an, und das Nachtleben rund um die Surfszene sorgt besonders im Sommer für Stimmung.
Sesimbra
Sesimbra ist Lissabons liebster Strandfluchtsort – ein malerisches Fischerstädtchen an einer geschützten Bucht, eingebettet zwischen den grünen Hügeln des Arrábida-Naturparks und dem tiefblauen Atlantik. Nur 40 Kilometer südlich der portugiesischen Hauptstadt gelegen, ist Sesimbra der Ort, an dem die Lissabonner selbst ihre Wochenenden verbringen, wenn sie dem Trubel der Großstadt entfliehen wollen. Für deutsche Urlauber ist Sesimbra ein perfekter Geheimtipp, der authentisches Portugal mit spektakulärer Natur verbindet. Der Hauptstrand Praia da Califórnia erstreckt sich in einer geschwungenen Bucht direkt vor der Altstadt und bietet im Vergleich zu den offenen Atlantikstränden ruhigeres, wärmeres Wasser. Über der Stadt thront eine mittelalterliche Maurenburg aus dem 9. Jahrhundert, die einen atemberaubenden Panoramablick über die gesamte Bucht, die Küste und das Hinterland bietet. Der Aufstieg lohnt sich besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Bucht in goldenes Licht getaucht wird. Das eigentliche Juwel ist jedoch der Parque Natural da Arrábida, der sich westlich von Sesimbra erstreckt. Die Serra da Arrábida fällt steil zum Meer ab und verbirgt zwischen bewaldeten Hängen einige der schönsten Strände Portugals – allen voran die Praia de Galapinhos, die bereits zum schönsten Strand Europas gewählt wurde. Das kristallklare, türkisfarbene Wasser in den geschützten Buchten der Arrábida erinnert eher an die Karibik als an den Atlantik und ist zum Schnorcheln und Tauchen hervorragend geeignet. Die Fischertradition ist in Sesimbra allgegenwärtig: Der tägliche Fischmarkt am Hafen ist ein Erlebnis, und die Restaurants entlang der Uferpromenade servieren den frischesten Fisch, den man in der Region Lissabon finden kann. Schwertfisch, der hier als lokale Spezialität gilt, wird auf dem Grill zubereitet und ist ein absolutes Muss. Von Sesimbra aus starten auch Bootstouren zum Kap Espichel, wo dramatische Klippen und ein einsamer Leuchtturm warten.
Vilamoura
Vilamoura ist das glamouröse Herzstück der Algarve und vereint eine der größten Marinas Europas mit erstklassigen Golfplätzen, goldenen Sandstränden und einem pulsierenden Nachtleben. Der Ort an der Zentralalgarve wurde in den 1960er-Jahren als Tourismusprojekt aus dem Boden gestampft und hat sich seither zum elegantesten Ferienort Portugals entwickelt. Die Marina mit ihren über tausend Liegeplätzen ist das soziale Zentrum - hier flaniert man entlang luxuriöser Yachten, speist in Restaurants mit Hafenblick und genießt Cocktails in schicken Bars, während die Sonne hinter dem Atlantik versinkt. Vilamoura ist ein Paradies für Golfer. Sechs Championship-Golfplätze liegen innerhalb weniger Fahrminuten, darunter der Old Course, der als einer der besten Plätze Europas gilt, und der Victoria Golf Course, der regelmäßig Austragungsort der Portugal Masters ist. Die sanft hügeligen Fairways mit Blick auf das Meer, die von Pinien gesäumten Bahnen und das ganzjährig milde Klima machen Vilamoura zu einem der Top-Golfziele weltweit. Viele Hotels bieten spezielle Golf-Packages mit bevorzugten Startzeiten an. Der Praia da Marina und der Praia da Falésia sind die beiden Hauptstrände. Die Falésia-Klippen, die sich über sechs Kilometer in leuchtenden Rot-, Orange- und Ockertönen erstrecken, gehören zu den spektakulärsten Küstenlandschaften Europas. Am Fuß dieser Klippen erstreckt sich ein breiter, feinsandiger Strand, der selbst im Hochsommer nie überfüllt wirkt. Wassersportler finden in Vilamoura alles von Jetski über Parasailing bis hin zu Delfin-Beobachtungstouren. Die Altstadt Vilamouras existiert praktisch nicht - der Ort ist ganz auf den Tourismus ausgerichtet. Doch das nahe gelegene Loulé mit seiner maurischen Altstadt und der berühmten Markthalle bietet einen authentischen Kontrast. Die römischen Ruinen von Cerro da Vila, direkt neben der Marina gelegen, zeigen Mosaiken und Thermen aus dem 1. Jahrhundert und überraschen als archäologisches Juwel inmitten des modernen Ferienorts. Von Deutschland aus erreicht man Vilamoura in knapp drei Flugstunden nach Faro und einer kurzen 20-minütigen Fahrt. Die Saison erstreckt sich dank des milden Klimas praktisch über das ganze Jahr, wobei Golf und Strand von April bis November am besten genossen werden. Die Preise liegen über dem Algarve-Durchschnitt, bieten aber im europäischen Vergleich immer noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Lissabon
Lissabon, die auf sieben Hügeln erbaute Hauptstadt Portugals, ist eine der faszinierendsten Metropolen Europas. Die Stadt am Tejo vereint jahrhundertealte Geschichte mit pulsierendem modernem Leben, maurische Architektur mit zeitgenössischer Kunst und melancholischen Fado mit einer der lebendigsten Ausgehszenen des Kontinents. Die gelben Straßenbahnen der Linie 28 klettern durch die steilen Gassen der Alfama, dem ältesten Viertel der Stadt, wo Fadogesang aus den Fenstern dringt und Wäscheleine sich über die Gassen spannen. Das Belém-Viertel am Flussufer ist Lissabons monumentales Herz: Der Torre de Belém und das Jeronimos-Kloster, beide UNESCO-Weltkulturerbe, erinnern an die goldene Ära der Entdeckungen. In der Pastéis de Belém werden seit 1837 die berühmtesten Pasteis de Nata nach Geheimrezept gebacken — die Schlange ist lang, aber jedes Warten wert. Das Viertel LX Factory in einer ehemaligen Textilfabrik vereint Boutiquen, Galerien und Restaurants unter Industriecharme. Die Praça do Comércio öffnet sich grandios zum Tejo, und die Aussichtspunkte (Miradouros) von Santa Luzia, Graça und Senhora do Monte bieten bei Sonnenuntergang unvergleichliche Panoramen. Lissabon ist auch Tor zu den Stränden von Cascais und Sintra, die in 30 Minuten per Zug erreichbar sind. Die Stadt ist überraschend günstig für eine westeuropäische Hauptstadt, mit exzellentem Essen, kreativer Energie und einem Licht, das Fotografen und Künstler seit Jahrhunderten inspiriert.
Porto
Porto, die ungezähmte Schwesterstadt Lissabons, thront dramatisch an den steilen Ufern des Douro und verbindet raü Authentizität mit einer aufstrebenden Kreativszene. Das Viertel Ribeira, UNESCO-Welterbe seit 1996, stapelt seine bunt gekachelten Häuser wie ein lebendiges Mosaik übereinander — von den engen Gassen am Flussufer bis hinauf zur majestätischen Kathedrale Se do Porto, die seit dem 12. Jahrhundert über der Stadt wacht. Die Ponte Dom Luis I., ein Meisterwerk aus Stahl von 1886, verbindet Porto auf zwei Ebenen mit Vila Nova de Gaia, wo die legendären Portweinkellereien von Taylor’s, Sandeman und Graham’s zur Verkostung einladen. Ein Glas Tawny Port mit Blick auf die erleuchtete Altstadt bei Sonnenuntergang gehört zu den unvergesslichsten Momenten einer Portugal-Reise. Der Bahnhof Sao Bento beeindruckt mit über 20.000 blauweißen Azulejo-Fliesen, die Szenen der portugiesischen Geschichte darstellen — allein die Eingangshalle lohnt den Besuch. Die Livraria Lello, eine der schönsten Buchhandlungen der Welt, verzaubert mit ihrer geschwungenen roten Treppe und neogotischen Holzschnitzereien. Kulinarisch ist Porto die Heimat der Francesinha, eines üppigen Sandwiches mit Fleisch, Käse und einer würzigen Biersosse, das man am besten bei Capa Negra oder Cafe Santiago probiert. Die Markthalle Mercado do Bolhao, frisch renoviert, zeigt Portos kulinarische Seele mit frischem Fisch, Obst und regionalem Käse.
Faro
Faro, die Hauptstadt der Algarve, wird von den meisten Reisenden nur als Flughafenstadt wahrgenommen — ein Fehler, denn hinter den modernen Fassaden verbirgt sich eine charmante Altstadt mit jahrhundertealter Geschichte. Die von Stadtmauern umgebene Cidade Velha betritt man durch den mittelalterlichen Arco da Vila und findet sich auf einem kopfsteingepflasterten Platz vor der Kathedrale Sé, die seit dem 13. Jahrhundert über der Stadt thront. Von ihrem Glockenturm bietet sich ein Rundblick über die Terrakottadächer bis zur Lagune der Ria Formosa. Die Ria Formosa, ein 60 Kilometer langer Naturpark aus Lagunen, Gezeitenkanälen und vorgelagerten Barriereinseln, ist Faros größter Schatz. Bootstouren führen durch das artenreiche Feuchtgebiet zu menschenleeren Sandstränden auf den Inseln Ilha Deserta und Ilha de Faro. Hier brüten Flamingos, Seeläufer und der seltene Purpurreiher. Etwas makaber, aber faszinierend ist die Capela dos Ossos (Knochenkapelle), deren Wände vollständig mit menschlichen Knochen und Schädeln von über 1.000 Mönchen verkleidet sind. Die Fußgängerzone Rua de Santo António bietet Einkaufsmöglichkeiten, während der Mercado Municipal frische Meeresfrüchte und regionale Produkte anbietet. Faro ist ein perfekter Ausgangspunkt, um sowohl die touristischen Strände im Westen als auch das authentische Hinterland der Algarve zu erkunden.
Sintra
Sintra ist ein märchenhaftes Gesamtkunstwerk aus extravaganten Palästen, verwunschenen Gärten und mystischen Wäldern, das seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Nur 30 Kilometer westlich von Lissabon gelegen, thronen auf den nebelverhangenen Hügeln der Serra de Sintra einige der außergewöhnlichsten Bauwerke Europas. Der Palácio Nacional da Pena, ein kunterbuntes Schloss in Rot, Gelb und Violett, verbindet maurische, gotische und manülinische Stile zu einem architektonischen Unikat, das oft als das Neuschwanstein Portugals bezeichnet wird. Die Quinta da Regaleira fasziniert mit ihrem rätselhaften Initiationsbrunnen — einer 27 Meter tiefen Wendeltreppe, die spiralförmig in die Erde führt und von Freimaurer-Symbolik durchdrungen ist. Unterirdische Tunnel verbinden den Brunnen mit Grotten und einem künstlichen See. Der Palácio Nacional im Stadtzentrum mit seinen zwei markanten Schornsteinen war jahrhundertelang Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Das Castelo dos Mouros, eine maurische Festungsruine aus dem 8. Jahrhundert, bietet von ihren Zinnen einen atemberaubenden Blick über Sintra bis zum Atlantik. Die Region ist berühmt für ihre Queijadas und Travesseiros — traditionelles Gebäck, das man am besten in der historischen Konditorei Piriquita probiert. Sintra lässt sich perfekt als Tagesausflug von Lissabon erkunden, doch wer alle Paläste und den nahen Cabo da Roca — den westlichsten Punkt Europas — besuchen möchte, sollte mindestens zwei Tage einplanen.
Évora
Evora, das Herz des Alentejo, ist ein lebendiges Museum mit über 2.000 Jahren Geschichte und seit 1986 UNESCO-Weltkulturerbe. Die von mittelalterlichen Mauern umgebene Stadt bewahrt Schätze aus römischer, maurischer und christlicher Epoche auf engstem Raum. Der Templo Romano, oft fälschlich als Diana-Tempel bezeichnet, steht seit dem 2. Jahrhundert im Herzen der Stadt und zählt zu den besterhaltenen römischen Tempeln der Iberischen Halbinsel. Die Igreja de São Francisco beherbergt die berühmte Capela dos Ossos (Knochenkapelle), deren Wände und Säulen aus den Gebeinen von rund 5.000 Mönchen errichtet wurden — über dem Eingang warnt die Inschrift: „Wir Knochen, die wir hier liegen, warten auf eure.“ Die gotische Kathedrale Sé aus dem 12. Jahrhundert bietet vom Dach einen Rundblick über die Alentejo-Ebene bis zum Horizont. Evora ist auch eine lebendige Universitätsstadt: Die 1559 gegründete Universidade de Evora bringt Jugend in die historischen Gassen. Auf der Praça do Giraldo, dem zentralen Platz, trifft man sich in den Straßencafés unter Arkaden. Die Alentejo-Küche erreicht hier ihren Höhepunkt: Migas mit Schweinefleisch, Ensopado de Borrego und die berühmten Alentejo-Weine. Die Umgebung lockt mit Megalithstätten wie dem Cromlech dos Almendres — älter als Stonehenge — und den Marmorbrüchen von Estremoz. Evora ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise durch den Alentejo.
Coimbra
Coimbra ist die älteste Universitätsstadt Portugals und Heimat der 1290 gegründeten Universidade de Coimbra, deren historischer Kern seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hoch über dem Rio Mondego gelegen, prägt der Uhrenturm der Universität die Skyline, und schwarze Umhänge tragende Studenten ziehen durch die steilen Gassen der Oberstadt — eine Tradition, die seit Jahrhunderten das Stadtbild bestimmt. Die Biblioteca Joanina ist das Kronjuwel: Drei prachtvoll ausgestattete Säle aus dem 18. Jahrhundert beherbergen über 250.000 Bände in vergoldeten Regalen unter illusionistischen Deckenmalereien. Eine Kolonie von Fledermäusen schützt die Bücher nachts vor Insekten. Die Capela de São Miguel direkt daneben besticht mit einer der schönsten Barockorgeln des Landes. Coimbra hat seine eigene Form des Fado — ernster und intellektueller als in Lissabon, traditionell nur von Männern gesungen und tief in der studentischen Kultur verwurzelt. Im Mai feiert die ganze Stadt die Queima das Fitas, das Semesterende, mit einer Woche aus Musik, Umzügen und Fado-Konzerten. Die Altstadt (Alta) mit der romanisch-gotischen Sé Velha, dem Kloster Santa Cruz (Grabstätte der ersten portugiesischen Könige) und den verwinkelten Treppen bietet an jeder Ecke Entdeckungen. Der Jardim Botânico und das Portugal dos Pequenitos (Portugal im Miniaturformat) sind weitere Highlights. Coimbra liegt zentral zwischen Lissabon und Porto und ist ein idealer Zwischenstopp.
Braga
Braga, gegründet als Bracara Augusta durch die Römer, ist eine der ältesten Städte Portugals und das geistliche Zentrum des Landes. Die Stadt im grünen Norden vereint 2.000 Jahre Geschichte mit einer überraschend jungen, dynamischen Atmosphäre — dank der Universität zählt Braga zu den lebendigsten Städten des Landes. Die Kathedrale Sé de Braga, älteste Kathedrale Portugals, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und beherbergt eine Schatzkammer mit einzigartigen sakralen Kunstwerken. Das absolute Highlight liegt sechs Kilometer außerhalb: Das Heiligtum Bom Jesus do Monte, seit 2019 UNESCO-Weltkulturerbe, beeindruckt mit einer monumentalen Barocktreppe, die sich über 116 Meter Höhenunterschied den Berg hinaufschlängelt. Jede Ebene ist mit allegorischen Brunnen und Statuen geschmückt, die die fünf Sinne und die Tugenden darstellen. Wer die 577 Stufen scheut, nimmt den historischen Wasseraufzug von 1882 — den ältesten der Welt. Bragas Altstadt überrascht mit eleganten Barockkirchen an fast jeder Ecke, belebten Praças mit Straßencafés und einer exzellenten Gastronomie. Probieren Sie den Bacalhau à Braga oder das Pudim Abáde de Priscos, ein einzigartiges Dessert aus Speck und Karamell. Die Semana Santa (Osterwoche) in Braga ist die größte und eindrucksvollste religiöse Feier Portugals mit nächtlichen Prozessionen durch die Altstadt. Von Braga aus erreicht man den Nationalpark Peneda-Gerês in nur 40 Minuten.
Funchal
Funchal, die Hauptstadt Madeiras, schmiegt sich wie ein Amphitheater an die steilen Hänge über dem Atlantik und verbindet subtropische Ueppigkeit mit kosmopolitischem Flair. Die Stadt mit ihren 110.000 Einwohnern wurde 1421 gegründet und verdankt ihren Namen dem wilden Fenchel (funcho), den die ersten Siedler hier vorfanden. Der Hafen empfängt regelmäßig Kreuzfahrtschiffe, und die Uferpromenade bietet einen spektakulären Blick auf das tiefblaü Meer. Der Mercado dos Lavradores ist ein Fest für die Sinne: Unter Art-déco-Architektur türmen sich exotische Früchte wie Maracuja, Anona und Monstera Deliciosa neben Thunfisch, schwarzem Degenfisch (Espada) und Blumensträußen aus Strelitzien und Protea. Die legendären Korbschlittenfahrten von Monte starten an der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte: Zwei in Weiß gekleidete Carreiros steuern den Korbschlitten über zwei Kilometer bergab durch die Straßen — ein Erlebnis, das es nur in Funchal gibt. Der Botanische Garten (Jardim Botânico) vereint über 2.000 Pflanzenarten aus aller Welt auf Terrassen mit Panoramablick. Im Dezember verwandelt sich Funchal in ein Lichtermeer: Die Weihnachtsbeleuchtung und das Silvesterfeürwerk — laut Guinness-Buch eines der größten der Welt — ziehen Tausende Besucher an. Madeiras berühmter Poncha, ein Getränk aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrusfruch, wird in den Altstadt-Bars am besten serviert. Die Altstadt Zona Velha beeindruckt zudem mit kunstvoll bemalten Türen.
Lagos
Lagos an der westlichen Algarve ist eine Stadt, die Strandparadies, historischen Charme und lebhaftes Nachtleben mühelos vereint. Die von Stadtmauern aus dem 16. Jahrhundert umgebene Altstadt verbirgt verwinkelte Gassen mit Boutiquen, Restaurants und Bars, während vor den Toren einige der spektakulärsten Felsformationen der portugiesischen Küste liegen. Die Ponta da Piedade ist das Wahrzeichen der Stadt: Goldene Sandsteinklippen, von Wind und Wellen zu bizarren Säulen, Bögen und Grotten geformt, ragen aus dem türkisblaün Atlantik empor. Eine Bootstour durch die Grotten bei Sonnenuntergang gehört zu den unvergesslichsten Erlebnissen der Algarve. Der Meia Praia erstreckt sich über vier Kilometer und bietet Platz für Wassersport, während die kleinen Buchten wie Praia do Camilo und Praia de Dona Ana von Klippen eingerahmt sind. Historisch hat Lagos eine dunkle Seite: Der Mercado de Escravos an der Praça Infante Dom Henrique war Europas erster Sklavenmarkt und erinnert an die Schattenseiten der Entdeckungszeit. Heute pulsiert in der Altstadt das Leben: Die Rua da Larangeira und die angrenzenden Gassen bilden abends eine einzige Partymeile, was Lagos bei jungen Reisenden besonders beliebt macht. Die Stadt ist zudem Ausgangspunkt für Bootstouren zur Delfin- und Walbeobachtung und für Surftrips zur nahen Praia do Amado an der Costa Vicentina.
Tavira
Tavira gilt als die schönste Stadt der Algarve und verzaubert Besucher mit ihrem authentischen Charme, der sich wohltünd von den touristischen Hochburgen der Region abhebt. Die Stadt erstreckt sich malerisch an beiden Ufern des Rio Gilão, verbunden durch eine antike römische Brücke, und besticht durch über 30 Kirchen, deren Kuppeln und Türme die Silhouette prägen. Die maurische Burg auf dem Hügel bietet einen Panoramablick über das Labyrinth weißer Häuser mit ihren typischen Walmdach-Ziegeln. Die Ilha de Tavira, eine vorgelagerte Sandinsel im Naturpark Ria Formosa, ist über eine kurze Fährfahrt erreichbar und bietet kilometerlange, naturbelassene Sandstrände, die zu den schönsten Portugals zählen. Das Lagunengebiet der Ria Formosa selbst ist ein Paradies für Vogelbeobachter mit Flamingos, Löfflern und Seidenreihern. In der Altstadt laden verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster zum Flanieren ein. Der tägliche Fischmarkt an der Flusspromenade bietet fangfrische Meeresfrüchte, und in den umliegenden Restaurants genießt man gegrillte Sardinen und Cataplana zu fairen Preisen. Tavira ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Osten der Algarve — nach Cacela Velha, zur spanischen Grenze oder in die Salzgewässer, in denen das berühmte Flor de Sal geerntet wird.
Óbidos
Obidos ist ein mittelalterliches Bilderbuchdorf, das hinter vollständig erhaltenen Burgmauern eine Welt aus weißgetünchten Häusern, blaün und gelben Bordüren und Bougainvillea-überwucherten Gassen bewahrt. Seit dem 13. Jahrhundert wurde Obidos traditionell von den portugiesischen Königen an ihre Königinnen als Hochzeitsgeschenk überreicht — ein Brauch, der erst 1834 endete. Die begehbare Stadtmauer umrundet das gesamte Dorf und bietet einen spektakulären Rundgang mit Blick über die roten Ziegeldächer und die grüne Landschaft des Umlands. Allerdings sind die schmalen, teilweise ungesicherten Wege nichts für Schwindelanfällige. Die Hauptstraße Rua Direita führt vom Stadttor zur mächtigen Burg, die heute eine Pousada (historisches Hotel) beherbergt. Obidos ist berühmt für seinen Ginjinha — einen Saürkirschlikör, der an jeder Ecke in kleinen Schokoladenbechern serviert wird. Das Dorf veranstaltet über das Jahr hinweg bemerkenswerte Festivals: Der Mittelaltermarkt im Juli verwandelt Obidos in eine Zeitreise mit Ritterturnieren, Gauklern und mittelalterlicher Küche. Das Schokoladenfestival im März und das Literaturfestival Folio im Oktober machen den Ort zum kulturellen Hotspot. Im Dezember wird Obidos zur „Vila Natal“ — einem der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte Portugals. Obidos liegt nur eine Stunde nördlich von Lissabon und lässt sich perfekt als Tagesausflug oder Zwischenstopp auf dem Weg nach Nazaré einplanen.
Guimarães
Guimaräs ist die Wiege der portugiesischen Nation — hier wurde 1109 der erste König Portugals, Afonso Henriques, geboren, und hier erklärte er 1143 die Unabhängigkeit von León. Die Inschrift „Aqui Nasceu Portugal“ (Hier wurde Portugal geboren) an der alten Stadtmauer ist Pflichtfoto für jeden Besucher. Die perfekt erhaltene mittelalterliche Altstadt ist seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe und gehört zu den schönsten historischen Zentren des Landes. Das Castelo de Guimarães aus dem 10. Jahrhundert thront auf einem Hügel und bietet von seinen sieben Türmen einen weiten Blick über die Stadt. Direkt daneben beeindruckt der Paço dos Duques de Bragança, ein imposanter Palast im burgundischen Stil mit eindrucksvoller Sammlung flämischer Wandteppiche. Die Seilbahn (Teleférico da Penha) führt auf den Monte da Penha mit seinen Granitfelsen, alten Eichen und Panoramablick. Die Altstadt rund um den Largo da Oliveira und den Largo de Santiago ist ein Labyrinth aus Granitgassen, Arkadenhäusern und kleinen Praças mit Straßencafés. Die romanische Kirche Nossa Senhora da Oliveira und der gotische Kreuzgang des angeschlossenen Klosters sind architektonische Juwelen. Guimaräs ist auch eine lebendige Kulturstadt: Das Centro Cultural Vila Flor, die Plattform für zeitgenössische Kunst und die Universidade do Minho bringen jugendliche Energie in die historischen Mauern. Die Gualterianas im August sind das größte Stadtfest mit mittelalterlichem Markt und Prozessionen.
Aveiro
Aveiro, liebevoll das „Venedig Portugals“ genannt, besticht durch seine farbenfrohen Moliceiro-Boote, die gemächlich durch die Kanäle der Stadt gleiten. Die ehemaligen Seetang-Sammelboote sind heute mit humorvollen und oft frivolen Malereien verziert und nehmen Besucher auf einer 45-minütigäen Bootsfahrt durch die wichtigsten Wasserstraßen mit. Die Art-nouveau-Architektur entlang der Kanäle — mit farbigen Fliesen und geschwungenen Fassaden — verleiht Aveiro einen einzigartigen Charakter. Das Museu de Arte Nova dokumentiert die bemerkenswerte Jugendstil-Tradition der Stadt. Doch Aveiros größter Schatz liegt vor den Toren: Die Ria de Aveiro, eine 45 Kilometer lange Lagune, erstreckt sich zwischen Meer und Festland und bietet ein einzigartiges ökosystem aus Salzwiesen, Gezeitenkanälen und Fischerdörfern. Die Salinen von Aveiro produzieren seit Jahrhunderten feinstes Meersalz, das als Flor de Sal in der Gourmetküche geschätzt wird. Die Costa Nova, nur wenige Kilometer entfernt, ist berühmt für ihre bunt gestreiften Holzhäuser (Palheiros), die sich entlang des Strandes reihen — eines der meistfotografierten Motive Portugals. Kulinarisch ist Aveiro für die Ovos Moles berühmt: Eine traditionelle Süßspeise aus Eigelb und Zucker in essbaren Oblatenhüllen, die in fantasievollen Formen (Muscheln, Fässer, Fische) hergestellt wird. Die Universität bringt studentisches Leben in die Stadt, und die zentrale Lage zwischen Porto und Coimbra macht Aveiro zum idealen Zwischenstopp.
Regionen
Alentejo-Küste
Die Alentejo-Küste ist Portugals wilder Atlantiktraum – ein über 100 Kilometer langer, nahezu unberührter Küstenstreifen zwischen der Halbinsel Tróia im Norden und dem Cabo de São Vicente an der Algarve im Süden. Im Gegensatz zur touristisch erschlossenen Algarve hat sich die Alentejo-Küste ihre raue, ungezähmte Schönheit bewahrt: dramatische Steilklippen, einsame Sandbuchten, windgepeitschte Dünenlandschaften und dahinter eine weite, hügelige Landschaft mit Korkeichenwäldern und traditionellen Dörfern. Der gesamte Küstenabschnitt steht als Naturpark Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina unter strengem Naturschutz, was die Bebauung auf ein Minimum beschränkt hat. Das Ergebnis ist ein Paradies für Naturliebhaber, Wanderer und Surfer: Der Rota Vicentina, ein Netz aus Fernwanderwegen, führt direkt an den Klippen entlang und bietet atemberaubende Ausblicke auf den tosenden Atlantik. Besonders der Fischerpfad (Trilho dos Pescadores) gilt als einer der schönsten Küstenwanderwege Europas. Die kleinen Fischerdörfer entlang der Küste – Zambujeira do Mar, Porto Covo, Vila Nova de Milfontes – haben sich ihren authentischen Charme bewahrt. Hier gibt es keine Hotelketten, sondern familiengeführte Pensionen, einfache Fischrestaurants und eine Lebensart, die sich dem hektischen Rhythmus der modernen Welt entzieht. Der Alentejo ist zugleich Portugals wichtigste Weinregion für Rotweine, und die Kombination aus Küstenwanderung und Weinverkostung macht die Region einzigartig. Für deutsche Urlauber ist die Alentejo-Küste über Lissabon oder Faro erreichbar. Ein Mietwagen ist unverzichtbar, um die verstreuten Strände und Dörfer zu erkunden. Die Region eignet sich besonders für aktive Reisende, die Wandern, Surfen und authentische portugiesische Kultur verbinden möchten. Die Wassertemperaturen bleiben ganzjährig kühl, was die Region eher zum Surf- als zum Badeziel macht.
Comporta
Comporta ist Portugals bestgehütetes Geheimnis – ein verschlafenes Küstendorf südlich von Lissabon, das sich in den letzten Jahren vom Insider-Tipp der portugiesischen Oberschicht zum internationalen Sehnsuchtsort für naturverliebte Reisende entwickelt hat. Die Region erstreckt sich über eine schmale Landzunge zwischen dem Atlantik und dem Sado-Ästuar und überrascht mit einer Landschaft, die an die Karibik erinnert: endlose, nahezu menschenleere Sandstrände, türkisblaues Wasser und dahinter ausgedehnte Reisfelder und Pinienwälder, soweit das Auge reicht. Was Comporta so besonders macht, ist die bewusste Entscheidung gegen Massentourismus. Statt Hotelburgen dominieren hier strohgedeckte Strandbars, liebevoll restaurierte Fischerhäuser und minimalistische Boutique-Unterkünfte. Die Praia da Comporta und die Praia do Carvalhal gehören zu den schönsten Stränden Europas – kilometerlang, breit und selbst im Hochsommer nie überfüllt. Die Reisfelder im Hinterland verleihen der Region einen fast asiatischen Charme und sind Heimat zahlreicher Storchenpaare, die auf den Strommasten nisten. Für deutsche Urlauber ist Comporta ein ideales Ziel für einen entspannten Strandurlaub abseits der ausgetretenen Pfade. Die Anreise erfolgt über den Flughafen Lissabon, von dort sind es nur etwa 90 Minuten mit dem Mietwagen über die beeindruckende Ponte 25 de Abril und durch das Arrábida-Naturschutzgebiet. Die Region eignet sich hervorragend als Kombination mit einem Lissabon-Städtetrip. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September, wobei der Atlantik selbst im Hochsommer erfrischend kühl bleibt. Abends trifft man sich in den legendären Strandbars wie dem Comporta Cafe oder dem Sublime Comporta auf frischen Fisch und portugiesischen Wein.
Minho
Der Minho, Portugals grünster und traditionsreichster Norden, erstreckt sich vom Atlantik bis zur spanischen Grenze und bezaubert mit saftigen Flusstäälern, Granitdörfern und einer Kultur, die tief in Geschichte und Folklore verwurzelt ist. Die Region zwischen den Flüssen Minho und Douro ist die Wiege der portugiesischen Nation — in Guimaräs wurde 1143 das Königreich Portugal gegründet. Braga, die religiöse Hauptstadt des Landes, beeindruckt mit dem monumentalen Heiligtum Bom Jesus do Monte und über 30 Barockkirchen. Guimaräs bezaubert mit seiner perfekt erhaltenen mittelalterlichen Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) und dem Paço dos Duques de Bragança. Viana do Castelo an der Küste verbindet Jugendstil-Architektur mit dem Santuário de Santa Luzia, das einen Panoramablick über den Atlantik bietet. Der Minho ist die Heimat des Vinho Verde — eines spritzigen, leicht perlenden Weins, der nirgendwo besser schmeckt als in den Quintas zwischen den Reben. Die Festas und Romarias (Volksfeste) des Minho gehören zu den farbenfrohsten Portugals, allen voran die Festa de São João in Braga. Der einzige Nationalpark Portugals, Peneda-Gerês, liegt im Osten der Region und bietet Granitwildnis, Wasserfälle und frei lebende Garrano-Wildpferde. Die Küste von Viana bis Caminha überrascht mit windumtosten Stränden und dem charmanten Grenzort Valença mit seiner Festung über dem Rio Minho.
Ribatejo
Der Ribatejo, die Region entlang des Tejo zwischen Lissabon und dem Alentejo, ist Portugals Land der Pferde, Stiere und fruchtbarer Flussebenen. Der Name bedeutet wörtlich „am Ufer des Tejo“, und die Landschaft ist geprägt von weiten Schwemmland-Ebenen (Lezírias), auf denen Lusitano-Pferde und Kampfstiere (Touros Bravos) in einer fast unwirklichen Weite grasen. Santarém, die Hauptstadt der Region, thront auf einem Plateau über dem Tejo und wird als „Gotische Hauptstadt“ Portugals bezeichnet — nirgendwo sonst finden sich so viele gotische Kirchen auf so engem Raum. Im Juni verwandelt sich die Stadt während der Feira Nacional de Agricultura in ein Volksfest mit Stierkampf (auf portugiesische Art: zu Pferd und unblutig), Reitershows und regionaler Gastronomie. Tomar bezaubert mit dem Convento de Cristo, einem UNESCO-Weltkulturerbe, das einst Hauptsitz des mächtigen Tempelritterordens war. Das manülinische Fenster des Konvents gilt als Meisterwerk der portugiesischen Baukunst. Das Almourol-Schloss, malerisch auf einer Flussinsel des Tejo gelegen, ist eine der romantischsten Burgruinen des Landes. Für Naturliebhaber bietet das Naturschutzgebiet Paul do Boquilobo ein wichtiges Feuchtgebiet mit über 200 Vogelarten. Die Ribatejo-Küche ist deftig: Sopa da Pedra aus Almeirim, Fatacias (frittiertes Brot) und der leichte Ribatejo-Wein passen zum bodenständigen Charakter der Region.
Strände
Carvoeiro
Carvoeiro ist ein malerisches Fischerdorf an der Zentralalgarve, das sich seinen ursprünglichen Charme trotz wachsender Beliebtheit bewahrt hat. Die kleine Ortschaft schmiegt sich in eine natürliche Felsenbucht, und der Dorfstrand - die Praia de Carvoeiro - liegt eingebettet zwischen hohen, honigfarbenen Klippen, die dem Ort seine unverwechselbare Kulisse verleihen. Anders als das nahe, modern geplante Vilamoura hat Carvoeiro eine gewachsene Dorfstruktur mit weiß getünchten Häusern, engen Gassen und einer Kirchplatz-Atmosphäre, die an das Portugal vergangener Jahrzehnte erinnert. Das Markenzeichen von Carvoeiro sind seine spektakulären Felsbuchten. Die Küste östlich und westlich des Dorfes ist ein Labyrinth aus goldenen Klippen, verborgenen Grotten, natürlichen Felsbögen und winzigen Stränden, die nur über steile Treppenwege oder per Boot erreichbar sind. Der Algar Seco, eine bizarre Felsformation mit natürlichen Tunneln und einem natürlichen Fenster zum Meer, ist das meistfotografierte Motiv der Gegend. Die Höhle von Benagil, die größte Seehöhle der Algarve mit einem Oberlicht in der Decke, durch das Sonnenstrahlen auf den Sandstrand im Inneren fallen, liegt nur eine kurze Bootsfahrt entfernt. Der Boardwalk von Carvoeiro ist ein Höhepunkt für Wanderer. Der Holzsteg führt entlang der Klippen vom Algar Seco bis zum Leuchtturm von Alfanzina und bietet auf jedem Meter atemberaubende Blicke auf die zerklüftete Küste, das tiefblaue Meer und die verborgenen Buchten. Im Frühling blühen wilde Blumen zwischen den Felsen, und man kann Delfine sichten, die vor der Küste spielen. Die Gastronomie in Carvoeiro ist überraschend gut für ein Dorf dieser Größe. In den Restaurants rund um den Dorfplatz und entlang der Klippen genießt man fangfrischen Fisch, gegrillte Meeresfrüchte und portugiesische Klassiker mit Meerblick zu moderaten Preisen. Abends verwandelt sich die kleine Bar-Szene in eine gemütliche, aber lebhafte Ausgehmeile. Carvoeiro ist über den Flughafen Faro in etwa 50 Minuten erreichbar. Das Dorf eignet sich hervorragend als Basis für Ausflüge entlang der gesamten Algarve. Die Nähe zu den Höhlen von Benagil, dem Leuchtturm von Alfanzina und den Weinbergen des Hinterlands macht Carvoeiro zu einem vielseitigen Urlaubsort für Paare, Familien und alle, die das authentische Portugal an der Küste suchen.
Portimão
Portimão ist das pulsierende Herz der westlichen Algarve — eine lebhafte Stadt mit dem spektakulärsten Strand Portugals direkt vor der Haustür. Die Praia da Rocha, ein goldener Sandstrand unter dramatischen Klippen mit Felsnadeln und natürlichen Tunneln, ist das Postkartenmotiv der Algarve und zieht seit Jahrzehnten Sonnenanbeter aus ganz Europa an. Die Stadt selbst bietet mehr als nur Strand: Der Fischmarkt und die Restaurants entlang der Uferpromenade servieren frischesten Fisch und die berühmten Sardinen auf dem Grill — Portimão ist die Sardinenhauptstadt der Algarve. Das Museu de Portimão in einer ehemaligen Konservenfabrik erzählt die maritime Geschichte der Stadt. Die Klippen und Höhlen rund um Portimão gehören zu den fotogensten Landschaften Europas. Bootstouren zur Benagil-Höhle (einer der meistfotografierten Höhlen der Welt), Delfinbeobachtung und Kajaktouren entlang der goldenen Küste sind beliebte Aktivitäten. Der Autódromo Internacional do Algarve bringt MotoGP und Formel-1-Action in die Region. Von Faro aus erreicht man Portimão in einer Stunde, viele Charterflüge landen auch direkt in Faro. Die Algarve hat über 300 Sonnentage im Jahr — selbst im Winter angenehm mild.
Praia da Rocha
Praia da Rocha ist der legendäre Strand von Portimao und einer der bekanntesten Badeorte der gesamten Algarve. Der Name - Felsenstrand - ist Programm: Ein fast zwei Kilometer langer, breiter Sandstrand wird von gewaltigen, ockerfarben leuchtenden Felsbrocken und Klippen gerahmt, die wie von Riesenhand verstreute Skulpturen in der Brandung stehen. Diese einzigartige Kulisse aus goldenem Sand, monumentalen Felsen und tiefblauem Atlantik hat Praia da Rocha seit den Anfängen des Algarve-Tourismus in den 1960er-Jahren zu einem Sehnsuchtsort gemacht. Die Strandpromenade, die sich auf den Klippen über dem Strand erstreckt, ist das pulsierende Herz des Ortes. Hotels, Restaurants, Bars und Geschäfte reihen sich aneinander, und abends verwandelt sich die Meile in eine lebhafte Flanierzone mit Straßenkünstlern, Live-Musik und einem Nachtleben, das an der Algarve seinesgleichen sucht. Der berühmte Strip von Praia da Rocha zieht besonders in den Sommermonaten ein internationales Publikum an, das die Kombination aus Strand und Party liebt. Die Fortaleza de Santa Catarina, eine Festung aus dem 17. Jahrhundert am östlichen Ende des Strandes, bietet einen historischen Kontrast zum modernen Treiben. Von der Festungsmauer aus hat man einen grandiosen Blick über den gesamten Strand, die Flussmündung des Arade und bei klarem Wetter bis hinüber nach Ferragudo, einem charmanten Fischerdorf auf der anderen Flussseite. Eine kurze Fährfahrt bringt Besucher hinüber in diese ruhigere, authentischere Welt. Portimao selbst, die zweitgrößte Stadt der Algarve, liegt nur wenige Minuten entfernt und bietet mit dem frisch renovierten Fischerviertel, dem Sardinen-Museum und der Markthalle einen Einblick in die Kultur jenseits des Strandes. Die berühmten gegrillten Sardinen von Portimao sind eine Institution - jedes Jahr im August feiert die Stadt mit dem Festival da Sardinha eines der größten Gastro-Events der Region. Praia da Rocha ist über den Flughafen Faro in etwa einer Stunde erreichbar. Der Strand ist dank seiner Größe auch im Hochsommer nie beengt und bietet eine breite Palette an Wassersportmöglichkeiten. Familien schätzen die sanfte Brandung im geschützten östlichen Bereich, während Surfer und Bodyboarder am westlichen Ende auf ihre Kosten kommen.
Praia da Marinha
Die Praia da Marinha gilt als einer der schönsten Strände Europas und wurde vom Michelin-Reiseführer als eine der 100 schönsten Strände der Welt ausgezeichnet. Dieser Traumstrand an der zentralen Algarve zwischen Carvöiro und Benagil besticht durch seine dramatischen Sandsteinklippen, türkisblaüs Wasser und die ikonischen Felsdoppelbögen, die wie natürliche Kathedralen aus dem Meer ragen. Der Zugang erfolgt über eine steile Treppe die Klippen hinab, was den Strand vor Überfüllung schützt. Unten angekommen, offenbart sich ein goldener Sandstreifen, eingerahmt von schroffen Felsformationen und natürlichen Höhlen. Das kristallklare Wasser eignet sich hervorragend zum Schnorcheln — zwischen den Felsen tummeln sich Seepferdchen, Kraken und bunte Fische. Bei Ebbe lassen sich versteckte Felspools und benachbarte Buchten zu Fuß erkunden. Der Klippenwanderweg (Percurso dos Sete Vales Suspensos) führt von der Praia da Marinha westwarts über sieben hängende Täler bis nach Carvöiro — eine der spektakulärsten Küstenwanderungen Europas mit atemberaubenden Ausblicken auf Grotten, Felsbögen und einsame Buchten. Die nahe Benagil-Höhle, nur per Boot oder schwimmend erreichbar, ist mit ihrem natürlichen Oberlicht ein weiteres Naturwunder. Die Praia da Marinha hat keine Strandbar, also Proviant mitbringen. Parkplätze sind am Klippenrand vorhanden, frühes Kommen sichert einen Platz. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober.
Nazaré
Nazaré hat sich vom verschlafenen Fischerdorf zum Mekka des Big-Wave-Surfens gewandelt und zieht mit seinen monströsen Wellen Surfer und Schaulustige aus aller Welt an. Am Praia do Norte wurden Wellen von über 26 Metern geritten — Weltrekord. Ein untermeerischer Canyon, der Canhão da Nazaré, lenkt die Atlantikwellen zu einer ungähnlichen Kraft zusammen, besonders zwischen Oktober und März, wenn die Winterstürme peitschen. Der Leuchtturm Farol da Nazaré am Fort de São Miguel Arcanjo ist die beste Aussichtsplattform, um die Monsterwellen zu beobachten — und gleichzeitig ein Museum, das die Geschichte des Big-Wave-Surfens in Nazaré dokumentiert. An Wellenreichen Tagen versammeln sich Tausende auf den Klippen des Sítio, dem Oberstadtviertel, das man bequem mit der historischen Standseilbahn (Elevador da Nazaré) erreicht. Doch Nazaré ist weit mehr als Surfen: Die Altstadt am Hauptstrand bewahrt die Traditionen der Fischer, und ältere Fraün tragen noch die typischen sieben Röcke (Sete Saias). Am Strand trocknen Fische in der Sonne auf höelzernen Gestellen, und die Restaurants servieren den besten gegrillten Fisch der Region. Im Sommer ist der breite Sandstrand ein beliebtes Badeziel für Familien. Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Nazaré auf dem Sítio birgt eine Legende um eine wunderbare Rettung. Nazaré liegt nur 120 Kilometer nördlich von Lissabon und lässt sich perfekt mit einem Besuch in Obidos und Alcobaca verbinden.
Inseln
Faial (Azoren)
Faial ist die „Blaü Insel" der Azoren — benannt nach den Hortensienhecken, die im Sommer die gesamte Insel in ein leuchtendes Blau tauchen und die Wege, Felder und Gärten säumen wie ein botanischer Traum mitten im Atlantik. Die fünftgrößte Azoreninsel ist seit Jahrhunderten ein Knotenpunkt der transatlantischen Seefahrt und vereint vulkanische Dramatik mit kosmopolitischem Charme. Horta, die kleine Hauptstadt, ist eine der legendärsten Segelstädte der Welt: Seit den 1930er Jahren malen Segler, die den Atlantik überquert haben, ihre Wappen und Schiffsnamen an die Kaimaürn des Jachthafens — mittlerweile sind es über 10.000 Graffiti, die den Hafen in ein buntes Freilichtkunstwerk verwandeln. Im Peter Café Sport, der seit 1918 existierenden Institution, treffen sich die Segler bei Gin Tonic und erzählen von Sturmfahrten und Windstillen — eine Atmosphäre, die man nur an wenigen Orten der Welt findet. Das geologische Highlight ist die Caldeira, ein riesiger Einsturzkrater mit 400 Metern Tiefe und zwei Kilometern Durchmesser, dessen smaragdgrüner Boden mit Farnen, Moosen und Zedern bedeckt ist. Der Wanderweg um den Kraterrand bietet bei klarem Wetter einen Blick, der einem den Atem raubt: die gesamte Insel zu Füßen, der benachbarte Vulkan Pico (Portugals höchster Berg) thront über den Wolken, und ringsum nichts als der endlose Atlantik. Die Capelinhos an der Westspitze sind das jüngste Stück Europa: Bei einem Vulkanausbruch 1957-58 entstand eine neue Halbinsel aus Asche und Lava, die einen Leuchtturm zur Hälfte begrub und die gesamte Westküste veränderte. Diese mondartige Landschaft, ein faszinierendes Interpretationszentrum und der aus der Asche ragende Leuchtturm bilden eines der eindrucksvollsten geologischen Erlebnisse Europas.
Madeira
Madeira, die Blumeninsel im Atlantik, ist ein subtropisches Naturparadies 1.000 Kilometer südwestlich von Lissabon. Die vulkanische Insel ragt bis auf 1.862 Meter aus dem Meer empor (Pico Ruivo) und bietet eine überwältigende Vielfalt an Landschaften: Von den Lorbeerwaldgebieten, die als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt sind, über schroffe Steilküsten bis hin zu terrassierten Weinhängen und exotischen Gärten. Das Netzwerk der Levadas — historische Bewässerungskanäle aus dem 15. Jahrhundert — bietet über 2.500 Kilometer Wanderwege durch die spektakulärste Natur der Insel. Die Levada do Caldeiro Verde führt durch Tunnel und entlang steil abfallender Täler zu einem 100 Meter hohen Wasserfall. Die Wanderung vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo über die Bergkämme oberhalb der Wolken gehört zu den schönsten Europas. Die Hauptstadt Funchal besticht mit dem farbenfrohen Mercado dos Lavradores, den legendären Korbschlittenfahrten von Monte und einer lebhaften Restaurantszene. Madeiras Gastronomie glänzt mit schwarzem Degenfisch (Espada) mit Banane, Espetada (Rindfleischspieße auf Lorbeerholz) und dem berühmten Madeirawein, der in den Kellereien der Insel verkostet werden kann. Das Silvesterfeürwerk in Funchal ist weltberühmt. Wale und Delfine lassen sich ganzjährig vor der Küste beobachten. Dank des milden Klimas mit Temperaturen zwischen 17 und 25 Grad ist Madeira ein Ganzjahresziel.
Azoren
Die Azoren, Portugals vulkanisches Archipel mitten im Atlantik, sind ein Naturparadies für alle, die abseits ausgetretener Pfade reisen möchten. Neun Inseln bieten eine überwältigende Vielfalt aus smaragdgrünen Kraterseen, heißen Quellen, Walbeobachtung und hortensiengesäumten Straßen, die durch üppige Weidelandschaften führen — alles bei angenehmem Klima und weitgehend ohne Massentourismus. Sao Miguel, die Hauptinsel, beeindruckt mit den Zwillingsseen von Sete Cidades in einem gewaltigen Vulkankrater — ein See blau, der andere grün, eingerahmt von steilen, bewaldeten Hängen. Im Furnas-Tal dampfen Fumarolen aus der Erde, und der Cozido das Furnas, ein Eintopf, der stundenlang in der vulkanischen Hitze gart, ist eine kulinarische Einzigartigkeit. Die heißen Quellen im Terra-Nostra-Park mit seinem rostfarbenen Thermalwasser gehören zum Pflichtprogramm. Pico, überragt vom höchsten Berg Portugals (2.351 Meter), ist berühmt für seine UNESCO-geschützte Weinbaulandschaft: In mühsam von Hand errichteten Lavasteinmaürn (Currais) gedeihen Reben direkt am Atlantik. Faial mit seiner Hafenstadt Horta ist seit Jahrhunderten Treffpunkt der Transatlantik-Segler. Flores, die westlichste Insel, verzaubert mit Wasserfällen, die direkt ins Meer stürzen. Whale Watching ist auf den Azoren ein herausragendes Erlebnis: Über 20 Wal- und Delfinarten durchqueren die Gewässer, darunter Pottwale, Blauwale und riesige Schulen von Gemeinen Delfinen. Ehemalige Walfänger begleiten heute als Guides die Bootstouren. Wanderer finden auf allen Inseln markierte Wege entlang dramatischer Küstenlinien und durch Lorbeerwälder. Die Azoren sind ein Geheimtipp, der langsam entdeckt wird — wer Natur, Ruhe und Authentizität sucht, findet hier eines der letzten unverfälschten Reiseziele Europas.
Porto Santo
Porto Santo, die kleinere Schwesterinsel Madeiras, ist ein sonnenverwöhntes Juwel im Atlantik, das mit neun Kilometern feinstem goldenen Sandstrand überrascht — ein markanter Kontrast zum vulkanisch-felsigen Madeira. Nur 2,5 Flugstunden von Mitteleuropa und 15 Minuten von Funchal entfernt, bietet die Insel durchschnittlich 3.000 Sonnenstunden im Jahr und ist damit einer der sonnigsten Orte Europas. Der Strand erstreckt sich fast über die gesamte Südseite der Insel und ist für seine therapeutischen Eigenschaften bekannt: Der carbonatreiche, kalkhaltige Sand soll bei Rheuma und Gelenkbeschwerden helfen, weshalb Thalassotherapie-Zentren auf Porto Santo eine lange Tradition haben. Das türkisblaü, ruhige Wasser ist ideal zum Baden, Schnorcheln und für Familien mit Kindern. Christoph Kolumbus lebte auf Porto Santo, bevor er seine berühmte Reise antrat — sein Wohnhaus in Vila Baleira ist heute ein Museum. Die karge, hügelige Landschaft der Insel lädt zu Wanderungen ein: Der Pico do Facho (517 Meter) und der Pico Ana Ferreira mit seinen spektakulären Basaltsäulen bieten weite Ausblicke über den Atlantik. Mit nur 5.500 Einwohnern ist Porto Santo herrlich ruhig und unberührt vom Massentourismus. Golfer finden auf dem von Severiano Ballesteros entworfenen 18-Loch-Platz eine Anlage mit Meerblick. Die Fähre von Madeira braucht 2,5 Stunden und bietet oft Delfinsichtungen.
Gebiete
Algarve
Die Algarve, Portugals südlichste Region, ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas und verwöhn mit über 300 Sonnentagen im Jahr, spektakulären Felsenküsten und türtkisfarbenem Wasser. Die 200 Kilometer lange Küste teilt sich in die Barlavento (Westküste) mit ihren dramatischen Sandsteinklippen, versteckten Grotten und goldenen Buchten und die flachere Sotavento (Ostküste) mit weitläufigen Sandstränden und dem Naturpark Ria Formosa. Die Felsformationen bei Lagos, Benagil und Carvöiro gehören zu den meistfotografierten Landschaften des Landes. Die Benagil-Höhle mit ihrem eingestüerzten Kuppeldach, durch das Sonnenlicht auf den Sandstrand fällt, ist ein Naturdenkmal von unwirklicher Schönheit. Kajaktouren und Stand-Up-Paddling entlang der Klippen eröffnen Perspektiven, die vom Land aus unsichtbar bleiben. Abseits der Küste überrascht das Hinterland mit weißgetünchten Dörfern, Mandel- und Orangenhainen sowie der Serra de Monchique, einem grünen Gebirge mit Thermalbad. Silves, die ehemalige maurische Hauptstadt, thront mit ihrer roten Burg über der Landschaft. Die Algarve-Küche bietet Cataplana (Muscheleintopf aus dem Kupferkessel), gegrillte Sardinen und Mandeltorten. Golfer finden über 40 erstklassige Plätze. Von Faro aus sind alle Highlights schnell erreichbar, und mit dem Mietwagen lässt sich die ganze Vielfalt der Region in ein bis zwei Wochen erkunden.
Douro-Tal
Das Douro-Tal ist eine der ältesten Weinregionen der Welt — seit 1756 als Anbaugebiet demarkiert und seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe. Entlang des Rio Douro haben Generationen von Winzern steile Schieferhänge in spektakuläre Weinterrassen verwandelt, die sich wie ein riesiges Amphitheater über die Flusstäler erstrecken. Hier werden nicht nur die Trauben für den weltberühmten Portwein angebaut, sondern auch hervorragende Rot- und Weißweine produziert. Eine Flusskreuzfahrt auf dem Douro gehört zu den schönsten Reiseerlebnissen Portugals. Die Fahrt von Porto nach Pinhao oder Régua führt durch dramatische Schluchten, vorbei an weißen Quintas (Weingütern) und verschlafenen Dörfern. Die historische Eisenbahnlinie Linha do Douro schlängelt sich parallel zum Fluss und bietet vom Zug aus atemberaubende Ausblicke — besonders der Abschnitt zwischen Pinhao und Pocinho. Pinhao, ein winziger Ort am Flussufer, ist das Herzstück der Region: Der Bahnhof ist mit traditionellen Azulejo-Fliesen geschmückt, die den Weinanbau darstellen. Zahlreiche Quintas bieten Weinproben und Übernachtungen mit Panoramablick an. Im Herbst, zur Zeit der Weinlese (Vindima), pulsiert das Tal vor Aktivität, und manche Weingüter laden Gäste zum Traubentreten ein. Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober, wobei der Herbst mit seinen Farben von Gold, Rot und Orange das Tal in ein unvergleichliches Farbenmeer taucht.
Alentejo
Der Alentejo erstreckt sich über ein Drittel der Landesfläche Portugals und ist doch die am dünnsten besiedelte Region des Landes — ein weites Land aus goldenen Weizenfeldern, uralten Kork- und Olivenhainen, endlosen Horizonten und einer Stille, die Balsam für die Seele ist. Hier ticken die Uhren langsamer, und Besucher finden ein Portugal, das anderswo schon verschwunden ist. Die Hauptstadt Evora, UNESCO-Weltkulturerbe, ist das kulturelle Herz der Region mit einem römischen Tempel, einer gotischen Kathedrale und der berühmten Knochenkapelle. Doch der Alentejo reicht weit darüber hinaus: Die Marmorstädte Estremoz und Vila Viçosa glänzen im wahrsten Sinne des Wortes, Monsaraz thront als mittelalterliches Bilderbuchdorf über dem Alqueva-Stausee — Europas größtem künstlichen See — und Mertola verzaubert mit seiner maurischen Altstadt. Der Alentejo ist Portugals kulinarische Schatzkammer: Schwarzes Schwein (Porco Preto) aus Eichelweidefütterung, handgemachter Schafskäse, Alentejo-Brot mit Koriander und Knoblauch (Açorda) und erstklassige Weine aus aufstrebenden Anbaugebieten prägen die Tafel. Die Alentejo-Küste (Costa Vicentina) bietet wilde, unberührte Strände und dramatische Klippen. Im Frühling verwandeln Wildblumen die Landschaft in ein lila-gelbes Blumenmeer. Die Region eignet sich perfekt für Roadtrips, Weinreisen und alle, die das authentische Portugal abseits der Touristenpfade suchen.
Costa Vicentina
Die Costa Vicentina an der Südwestspitze Portugals ist einer der letzten unberührten Küstenabschnitte Europas. Der Parque Natural do Sudöste Alentejano e Costa Vicentina schützt über 100 Kilometer dramatische Steilküste, einsame Buchten und windgepeitschte Hochebenen zwischen dem Alentejo und der westlichen Algarve. Hier gibt es keine Hotelburgen, keine Strandpromenaden — nur die rohe Kraft des Atlantiks und eine Natur, die sich ihren wilden Charakter bewahrt hat. Der Rota Vicentina, ein Netzwerk aus Wanderwegen, ist der beste Weg, diese Küste zu erleben. Der Fishermen’s Trail (Trilho dos Pescadores) führt direkt an der Klippenkante entlang, vorbei an Storchennestern auf Felsen (die einzige Storchenkolonie weltweit, die auf Klippen brütet), versteckten Sandbuchten und durch Macchia-Landschaften, die im Frühling nach Rosmarin und Lavendel duften. Surfer finden in Arrifana, Amado und Carrapateira erstklassige Wellen, die mit den besten Europas mithalten können. Die kleinen Fischerorte wie Zambujeira do Mar und Odeceixe haben sich ihren verschlafenen Charme bewahrt und bieten schlichte Restaurants mit fangfrischem Fisch zu Preisen, die an der Algarve längst Geschichte sind. Im August verwandelt sich Zambujeira beim Sudöste Festival in eine Open-Air-Bühne. Die Costa Vicentina ist ideal für Naturliebhaber, Wanderer und Surfer, die das wilde, authentische Portugal suchen.
Serra da Estrela
Die Serra da Estrela ist das höchste Gebirge des portugiesischen Festlandes und mit dem Torre (1.993 Meter) der höchste Punkt des Kontinentallandes. Der Naturpark erstreckt sich über 1.000 Quadratkilometer und bietet eine überraschend alpine Landschaft mitten in Portugal: Gletscherseen, Granitwildnis, Höhlenflüsse und im Winter sogar eine bescheidene Skipiste — das einzige Skigebiet des Landes. Der Vale Glaciar do Zêzere ist das beeindruckendste Gletschertal der Iberischen Halbinsel: Ein sieben Kilometer langer, U-förmiger Trog, den Eismassen der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren geformt haben. Die Lagoa Comprida und die Covao dos Conchos (ein künstlicher Wasserfall, der in einem See zu verschwinden scheint) sind weitere spektakuläre Naturwunder. Im Frühling blühen die Höhen in Gelb und Lila, wenn der endemische Ginster und der Hochgebirgslavendel erwachen. Die Serra da Estrela ist auch die Heimat des gleichnamigen Käeses — Portugals berüehmtestem Käse, einem cremigen Schafskäse, der mit Distelkraut statt Lab hergestellt wird und als Delikatesse gilt. Die Cão da Serra da Estrela, eine der ältesten Hunderassen Europas, wurde hier seit Jahrhunderten als Hirtenhund gezüchtet. Die Granitdörfer Manteigas, Seia und Covilhã bieten Unterkünfte und sind Ausgangspunkte für Wanderungen. Die Serra eignet sich perfekt für Naturliebhaber, die ein Portugal abseits von Strand und Meer suchen.
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