Vlora & Llogara-Pass
Vlora — Tor zur Riviera
Vlora (auch Vlorë) ist die drittgrößte Stadt Albaniens und das nördliche Tor zur Riviera. Hier erklärte Albanien am 28. November 1912 seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich — das Unabhängigkeitsdenkmal auf dem Flaggenplatz erinnert daran. Vlora selbst ist keine Schönheit, aber hat einen langen Sandstrand (einer der wenigen Sandstrände Albaniens), eine lebendige Promenade und dient als Sprungbrett für die Küstenstraße nach Süden.
Kulturell interessant: die Muradiye-Moschee (16. Jh.) und das Unabhängigkeitsmuseum. Kulinarisch: Vlora ist Albaniens Fischhauptstadt — frischer Fisch und Meeresfrüchte vom Adriatischen und Ionischen Meer. Ein Fisch-Dinner an der Promenade: 8–15€.
Der Llogara-Pass — Spektakulärste Straße Albaniens
Die Nationalstraße SH8 führt von Vlora nach Süden und überquert dabei den Llogara-Pass auf 1.027 Metern Höhe — und dieser Moment, wenn man oben ankommt und plötzlich die gesamte Albanische Riviera unter sich sieht, ist einer der großen Wow-Momente des Balkans.
Der Pass trennt die Adriaküste von der Ionischen Küste. Auf der Nordseite: trockene Adrialandschaft. Auf der Südseite: steile Klippen, die direkt ins türkisblaue Ionische Meer abfallen. Der Llogara-Nationalpark auf der Passhöhe bietet Wanderwege durch Schwarzkiefernwälder, in denen manchmal Adler kreisen. An der Passhöhe gibt es mehrere Restaurants mit Panoramablick — perfekt für einen Stopp.
Blue Eye (Syri i Kaltër)
Das Blue Eye liegt zwar technisch im Süden (nahe Saranda), aber ist von der Riviera aus ein absolutes Must-See. Diese Karstquelle ist ein geologisches Wunder: Aus über 50 Metern Tiefe strömt kristallklares Wasser an die Oberfläche und bildet ein natürliches „Auge" — in der Mitte tiefblau, am Rand hellblau-grün. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig nur 12°C. Baden ist erlaubt, aber der Schock ist gewaltig. Der Ort liegt inmitten eines dichten Eichenwaldes, erreichbar über einen kurzen Waldweg. Eintritt: 100 Lek (1€). Am besten frühmorgens besuchen, bevor die Reisebusse kommen.