Praktisches A–Z
Einreise & Visum
Deutsche Staatsbürger
Deutsche können 90 Tage visafrei nach Singapur einreisen. Du brauchst:
- Reisepass mit mindestens 6 Monaten Gültigkeit (Personalausweis reicht NICHT).
- SG Arrival Card: Seit 2024 müssen alle Reisenden die SG Arrival Card elektronisch ausfüllen — maximal 3 Tage vor Ankunft über die ICA-Website oder die MyICA-App. Kostenlos, dauert 5 Minuten. Es gibt keinen physischen Einreisestempel mehr — alles elektronisch.
- Rück- oder Weiterflugticket: Kann verlangt werden.
Bezahlen
Singapur ist fast vollständig bargeldlos — Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden überall akzeptiert, sogar in vielen Hawker Centern (per QR-Code oder kontaktlos). Trotzdem: Ein paar Singapur-Dollar in bar dabeihaben für kleine Hawker-Stände und Märkte, die nur Bargeld akzeptieren. Geldautomaten (ATMs) überall. Kein Wechsel nötig — der Flughafen-Wechselkurs bei DBS/OCBC-ATMs ist fair.
Trinkgeld
Trinkgeld ist in Singapur nicht üblich und nicht erwartet. Restaurants berechnen meist 10% Service Charge und 9% GST (Goods and Services Tax) — erkennbar am "++" nach dem Preis auf der Karte (z.B. „15 SGD++" bedeutet 15 + 10% + 9% = ca. 18,30 SGD). In Hawker Centern: niemals Trinkgeld.
Sicherheit
Singapur ist eine der sichersten Städte der Welt — und das ist keine Übertreibung. Die Kriminalitätsrate ist extrem niedrig, Gewaltverbrechen gegen Touristen sind praktisch unbekannt, und du kannst dich zu jeder Tages- und Nachtzeit überall sicher bewegen.
Was zu beachten ist
- Taschendiebstahl: Kommt vor, ist aber selten. Normale Vorsicht genügt — Geldbeutel nicht unbeaufsichtigt lassen, in touristischen Gebieten (Orchard Road, Marina Bay) aufpassen.
- Betrug: Vereinzelt gibt es überteuerte Taxi-Fahrten (auf dem Taxameter bestehen) und Fake-Touren. Grab (App) umgeht das Taxi-Problem.
- Hitze: Die größte Gefahr in Singapur ist nicht Kriminalität, sondern die Hitze. Sonnenstich und Dehydrierung sind reale Risiken bei 33°C und 90% Luftfeuchtigkeit. Viel Wasser trinken (mindestens 2–3 Liter/Tag), Sonnencreme tragen, in der Mittagshitze (12–15 Uhr) klimatisierte Orte aufsuchen.
- Dengue-Fieber: Singapur hat ein ganzjähriges Dengue-Risiko (Übertragung durch Aedes-Mücken). Mückenschutz tragen, besonders morgens und abends. Die Regierung überwacht und bekämpft Dengue aktiv — die NEA-App zeigt Dengue-Cluster an.
Notruf: 999 (Polizei), 995 (Rettungsdienst/Feuerwehr). Nicht-dringend: 1800-255-0000 (Polizei-Hotline).
Packliste & Kleidung
Kleidung
- Leichte, atmungsaktive Kleidung: Baumwolle oder Funktionsstoff. Singapur ist ganzjährig heiß und feucht — alles, was nicht atmet, wird zur Tortur.
- Leichte Jacke oder Cardigan: Klingt verrückt bei 33°C, aber Singapurs Klimaanlagen sind eiskalt. In Malls, Restaurants, der MRT und im Kino herrschen oft 18–20°C — der Temperaturschock beim Betreten eines klimatisierten Gebäudes ist real. Eine leichte Jacke für Innenräume ist Gold wert.
- Bequeme, belüftete Schuhe: Sandalen oder leichte Sneaker. Flip-Flops sind in Singapur allgegenwärtig und gesellschaftlich akzeptiert — sogar in manchen Restaurants.
- Regenschirm oder leichte Regenjacke: Tropische Schauer kommen ohne Vorwarnung — ein Klappschirm in der Tasche ist Pflicht.
- Schultern und Knie bedeckende Kleidung: Für Tempel und Moscheen (Tücher werden meist am Eingang verliehen, aber eigene Kleidung ist respektvoller).
Was einpacken
- Sonnencreme (LSF 50+): Die Äquatorsonne ist intensiv — auch bei bewölktem Himmel.
- Mückenschutz: Dengue-Risiko! Ein DEET-haltiges Repellent ist empfehlenswert.
- Adapter Typ G: Singapur verwendet den britischen Stecker (Typ G) — ein Reiseadapter ist nötig. In den meisten Hotels werden Adapter kostenlos an der Rezeption verliehen.
- Wiederverwendbare Wasserflasche: Leitungswasser ist trinkbar und hervorragend. Auffüllen spart Geld und Plastik.
- Power Bank: Du wirst viel fotografieren — eine Power Bank ist sinnvoll, besonders für ganztägige Ausflüge.
Tipp
Der Singapur-Dresscode ist überraschend casual. Jeans, Sneaker und T-Shirt sind überall akzeptabel — sogar in den meisten gehobenen Restaurants (Smart Casual genügt). Nur Bars und Clubs in Marina Bay und Clarke Quay haben manchmal einen Dresscode (keine Flip-Flops, keine Shorts). Im Zweifel: ein Paar geschlossene Schuhe und eine lange Hose dabeihaben.
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