Bolivien
Bolivien ist Südamerikas wildestes Abenteuer: Der Salar de Uyuni – der größte Salzsee der Welt – verwandelt sich in der Regenzeit in einen endlosen Spiegel. La Paz ist die höchstgelegene Regierungshauptstadt der Welt mit Seilbahnen als ÖPNV, die Yungas-Todesstraße bietet den Adrenalinkick per Mountainbike, und am Titicacasee trifft man auf uralte Aymara-Kultur. Bolivien ist rau, authentisch und unglaublich günstig.
Hauptstadt
Sucre (offiziell), La Paz (Regierungssitz)
Sprache
Spanisch, Quechua, Aymara
Währung
Boliviano (BOB)
Zeitzone
UTC-4
Flugzeit ab DE
ca. 16–18 Stunden (mit Umstieg)
Einreise
Reisepass (visafrei 90 Tage)
Top 5 Highlights in Bolivien
Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.
Salar de Uyuni
Der größte Salzsee der Erde: 10.000 km² weiße Fläche, Spiegeleffekt in der Regenzeit und Kakteeninsel Incahuasi.
La Paz
Höchste Regierungshauptstadt der Welt (3.640m): Hexenmarkt, Seilbahn-Netz und Blick auf den Illimani.
Tiwanaku
Prä-Inka-Ruinen (UNESCO) am Titicacasee – mysteriöses Sonnentor und 1.500 Jahre alte Hochkultur.
Yungas-Todesstraße
Die „gefährlichste Straße der Welt" per Mountainbike – 64 km und 3.600 Höhenmeter bergab durch den Nebelwald.
Titicacasee
Der höchste schiffbare See der Welt (3.812m) an der Grenze zu Peru – Isla del Sol und Aymara-Kultur.
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Beste Reisezeit für Bolivien
Empfohlene Reisezeit
Mai–Oktober (Trockenzeit)
Sommer
15–25°C
Winter
5–18°C
Was kostet ein Urlaub in Bolivien?
Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)
Budget
15–25€
Hostel, Streetfood, ÖPNV
Mittelklasse
25–55€
Hotel, Restaurant, Ausflüge
Luxus
55–130€
Boutique-Hotel, Fine Dining
5 Reisetipps für Bolivien
Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.
Höhenkrankheit ernst nehmen: La Paz liegt auf 3.640m – Coca-Blätter-Tee hilft bei der Akklimatisierung
Uyuni-Tour immer mit seriösem Anbieter buchen – billige Touren können gefährlich sein
Bolivianische Cholitas (Frauen in Tracht) nicht ohne Erlaubnis fotografieren
Nachts wird es im Hochland eiskalt – auch im Sommer warme Kleidung einpacken
Mercado Rodriguez in La Paz für günstigstes und authentischstes Essen
Essen & Trinken in Bolivien
Diese Gerichte musst du probieren!
Entdecke Bolivien
7 Regionen, Städte und Highlights in Bolivien
Städte
Cochabamba
Cochabamba ist die kulinarische Hauptstadt Boliviens und eine der angenehmsten Städte des Landes — in einem fruchtbaren Tal auf 2.558 Metern Höhe gelegen, mit ganzjährig mildem Frühlingsklima, das der Stadt den Beinamen Ciudad de la Eterna Primavera eingebracht hat. Die viertgrößte Stadt Boliviens mit rund 630.000 Einwohnern ist das Herz der Quechua-Kultur und ein idealer Ausgangspunkt für Abenteuer in den bolivianischen Anden und Subtropen. Der Cristo de la Concordia auf dem Cerro San Pedro ist mit 34,2 Metern (plus 6,2 Meter Sockel) höher als die berühmte Christusstatü in Rio de Janeiro und bietet einen atemberaubenden Blick über das gesamte Cochabamba-Tal. Eine Seilbahn (Teleferico) führt hinauf, oder man erklimmt die 1.399 Stufen zu Fuß. Sonntags kann man über eine Treppe im Inneren der Statue bis zu den ausgestreckten Armen hinaufsteigen. Der Mercado Campesino (La Cancha) ist einer der größten Freiluftmärkte Südamerikas: Ein scheinbar endloses Labyrinth aus Ständen, das sich über Dutzende Häuserblocks erstreckt und buchstäblich alles verkauft — von Llama-Wolle über frisches Obst bis zu traditioneller Medizin. Der Geruch von frisch gekochter Sopa de Mani und brutzelnden Saltenas zieht durch die Gängen. Das koloniale Zentrum rund um die Plaza 14 de Septiembre mit der Kathedrale, dem Erzbischofspalast und pastellfarbenen Arkadenhäusern bildet einen ruhigen Kontrapunkt zum chaotischen Markttreiben. Das Convento de Santa Teresa, ein aktives Karmeliterinnenkloster, öffnet seine Türen für Besucher und zeigt eine überraschend reichhaltige Sammlung kolonialer Sakralkunst. Der Toro Toro Nationalpark, ein Tagesausflug südöstlich von Cochabamba (4-5 Stunden), bietet eine surreale Landschaft: Dinosaurier-Fußabdrücke, tiefe Canyons, Tropfsteinhöhlen und Condor-Beobachtung in einer kaum besuchten, spektakulären Andenlandschaft.
Copacabana (Bolivien)
Copacabana ist das Tor zur Isla del Sol am bolivianischen Ufer des Titicacasees — des höchsten schiffbaren Sees der Welt (3.812m). Das verschlafene Wallfahrtsstädtchen mit seiner maurisch anmutenden Basilika am Seeufer ist der Ausgangspunkt für Bootsfahrten zur mythischen Sonneninsel, dem Geburtsort des Inka-Reiches laut Legende. Die Kombination aus spiritueller Atmosphäre, atemberaubender Bergkulisse und kultureller Tiefe macht Copacabana zu einem magischen Ort.
La Paz
La Paz, Boliviens Regierungssitz, ist die höchstgelegene Großstadt der Welt. Auf 3.640 Metern Höhe in einem atemberaubenden Canyon gebaut, erstreckt sich die Stadt von den schneebedeckten Gipfeln des Illimani (6.438 m) bis hinunter in die tropischeren Täler. Das modernste Seilbahnnetz der Welt ("Mi Teleférico") verbindet die verschiedenen Ebenen der Stadt und bietet dabei Panoramablicke, die ihresgleichen suchen. Der Hexenmarkt (Mercado de las Brujas) verkauft getrocknete Lamaföten und Zaubertränke für Aymara-Rituale. La Paz ist roh, chaotisch und faszinierend: Cholita-Fraün in Bowlerhüten und weiten Röcken prägen das Straßenbild, und die berüchtigte "Death Road" zieht Adrenalinjunkies aus aller Welt an. Von hier starten Touren zum Salar de Uyuni, dem Titicacasee und zum Amazonas-Tiefland — La Paz ist das Abenteuer-Tor Südamerikas.
Santa Cruz de la Sierra
Santa Cruz de la Sierra ist die größte und wirtschaftlich dynamischste Stadt Boliviens und das Tor zu den tropischen Tiefländern Südamerikas. Im Gegensatz zum Hochland-Image Boliviens liegt Santa Cruz auf nur 416 Metern Höhe in einer fruchtbaren Ebene am Rande des Amazonasbeckens — mit einem völlig anderen Klima, einer eigenen Kultur und einer überraschend modernen Infrastruktur. Die Plaza 24 de Septiembre ist das Herztück der Altstadt: Umgeben von der Kathedrale Metropolitana (erbaut 1770-1838), kolonialen Arkadengebäuden und lebhaften Cafes bildet der Platz den sozialen Mittelpunkt der Stadt. Abends versammeln sich hier Einheimische und Besucher unter den majestätischen Toborochi-Bäumen, während Straßenmusiker und Essensstände für Atmosphäre sorgen. Die Jesuitenmissionen von Chiquitos, UNESCO-Welterbe, liegen östlich der Stadt und gehören zu den besterhaltenen Missionskirchen Südamerikas. Sechs Kirchenkomplexe aus dem 17. und 18. Jahrhundert — darunter San Xavier, Concepcion und San Jose de Chiquitos — verbinden barocke europäische Architektur mit indigener Handwerkskunst. Die Missionen sind in 4-6 Stunden Fahrt erreichbar und bieten ein einzigartiges Kulturerlebnis. Der Biocentro Gümbe, ein ökologischer Freizeitpark vor den Toren der Stadt, beherbergt über 600 Schmetterlingsarten, Lagunen zum Schwimmen und tropische Gärten. Der Amboro-Nationalpark, nur 130 km westlich, vereint drei Oekosysteme — Amazonas-Regenwald, Andenhochland und Chaco-Trockenwald — mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt, darunter Brillenbären, Jaguare und über 800 Vogelarten. Die Camba-Kultur — so nennen sich die Bewohner des Tieflandes — ist lebhaft, gastfreundlich und fest verwurzelt in tropischer Lebensfreude. Das Karneval von Santa Cruz ist nach Rio der zweitgrößte Südamerikas.
Sucre
Sucre, die „Weiße Stadt" Boliviens, ist die konstitutionelle Hauptstadt des Landes und einer der bestgehüteten Reisegeheimnisse Südamerikas. Auf 2.810 Metern Höhe gelegen, bezaubert die UNESCO-Welterbestadt mit ihrer durchgehend weißen Kolonialarchitektur, einem angenehmen Frühlingsklima das ganze Jahr über und einer entspannten Atmosphäre, die im krassen Gegensatz zum hektischen La Paz steht. Die Plaza 25 de Mayo, das Herzstück der Stadt, ist von prächtigen Kolonialgebäuden umgeben: der Kathedrale, dem Casa de la Libertad (in dem Boliviens Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde) und dem Regierungspalast. An sonnigen Nachmittagen versammeln sich Einheimische unter den Palmen, Schuhputzer bieten ihre Dienste an, und Studenten der nahegelegenen Universität — einer der ältesten Amerikas — beleben die Szene. Sucre hat sich als Lern-Destination für Spanisch einen Namen gemacht. Dutzende Sprachschulen bieten erschwinglichen Einzelunterricht (oft unter 10 € pro Stunde), und die Kombination aus dem reinen bolivianischen Spanisch, dem angenehmen Klima und der sicheren, studentenfreundlichen Atmosphäre macht die Stadt zum idealen Ort für einen Sprachaufenthalt. Der Mercado Central ist ein kulinarisches Abenteuer. Auf zwei Stockwerken bieten Marktfraün in traditionellen Pollera-Röcken Salteñas (bolivianische Empanadas mit süßer, saftiger Füllung), Chicharrón (knuspriges Schweinefleisch) und Api (heißes Maisgetränk) an. Das Essen ist authentisch, köstlich und spottbillig. Ein einzigartiges Erlebnis bietet der Parque Cretácico — eine fast senkrechte Felswand am Stadtrand, in der über 5.000 Dinosaurierspuren aus der Kreidezeit erhalten sind. Es ist die größte Ansammlung von Dinosaurier-Fußabdrücken der Welt, und die Vorstellung, dass hier einst Tyrannosaurier und Sauropoden entlangspazierten, macht sprachlos. Die Umgebung Sucres bietet Wanderungen zu indigenen Gemeinschaften der Yampara-Kultur, deren traditionelle Webkunst zu den kunstvollsten Südamerikas gehört, sowie Ausflüge zu den Thermalquellen von Tarabuco.
Gebiete
Salar de Uyuni
Der Salar de Uyuni ist die größte Salzwüste der Welt — 10.582 km² blendendes Weiß auf 3.656 Metern Höhe in den bolivianischen Anden. In der Regenzeit (Januar-März) verwandelt sich eine dünne Wasserschicht auf dem Salz in den größten natürlichen Spiegel der Erde — der Himmel verschmilzt mit dem Boden zu einer surrealen Unendlichkeit, die jedes Gefühl für Perspektive auflöst. Die berühmten "Perspektiv-Fotos" — wo Menschen auf Dinosaurierspielzeug reiten oder aus Chipstüten klettern — sind hier ein beliebtes Ritual. Mitten in der Salzwüste liegt die Isla Incahuasi, bedeckt mit gigantischen Kakteen. Die Siloli-Wüste im Süden bietet den Árbol de Piedra (Steinbaum) und farbige Lagunen (Laguna Colorada mit Flamingos). Das Salz-Hotel Palacio de Sal, komplett aus Salzblöcken gebaut, ist eine der kuriosesten Unterkünfte der Welt.
Uyuni
Der Salar de Uyuni ist die größte Salzwüste der Welt und eines der surrealistischsten Naturwunder unseres Planeten. Auf über 10.000 km² erstreckt sich eine blendend weiße Fläche auf 3.650 Metern Höhe in den bolivianischen Anden. In der Regenzeit verwandelt sich der Salzsee in einen riesigen Spiegel, der Himmel und Erde verschmelzen lässt — ein Fotomotiv, das weltweit seinesgleichen sucht.
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Bolivien gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Südamerika und begeistert mit Abenteuer, Budget, Natur und vielem mehr. Die beste Reisezeit für Bolivien ist Mai–Oktober (Trockenzeit), wenn das Wetter ideal für Erkundungstouren und Erholung ist. Mit einem Tagesbudget ab 15–25€ (Budget) bis 55–130€ (Luxus) ist Bolivien für verschiedene Reisebudgets geeignet.
Von der Hauptstadt Sucre (offiziell), La Paz (Regierungssitz) aus lässt sich Bolivien hervorragend erkunden. Die Landessprache ist Spanisch, Quechua, Aymara, die Währung Boliviano (BOB). Ab Deutschland erreichst du Bolivien in ca. 16–18 Stunden (mit Umstieg). Ob du die kulinarischen Highlights wie Salteñas, Pique Macho, Silpancho probieren, die Top-Sehenswürdigkeiten besuchen oder einfach die Atmosphäre genießen möchtest:Bolivien hat für jeden Reisetyp etwas zu bieten.
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