Was tun bei einem medizinischen Notfall im Ausland?
Die europäische Notrufnummer 112 funktioniert in allen EU-Ländern und verbindet dich mit Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei. Außerhalb Europas informiere dich vorab über die lokale Notrufnummer (USA: 911, Japan: 119, Australien: 000). Kontaktiere sofort die 24-Stunden-Hotline deiner Auslandskrankenversicherung — sie organisiert die Erstversorgung, vermittelt englischsprachige Ärzte und klärt die Kostenübernahme. Die deutsche Botschaft kann im Notfall konsularische Hilfe leisten, Angehörige benachrichtigen und bei der Organisation eines Krankenrücktransports unterstützen. Siehe auch Reiseversicherungs-FAQ.
Wie reagiere ich bei Naturkatastrophen im Urlaub?
Registriere dich vor der Reise bei der Krisenvorsorgeliste ELEFAND des Auswärtigen Amtes, damit die Botschaft dich im Notfall kontaktieren kann. Folge den Anweisungen der lokalen Behörden und begib dich bei Erdbeben unter stabile Möbel oder Türrahmen, bei Tsunamis sofort auf höher gelegenes Gelände. Halte dein Handy geladen, packe einen Notfallbeutel mit Reisepass, Medikamenten, Wasser und Bargeld und kenne den Weg zum nächsten Sammelpunkt oder zur Botschaft. Die meisten Hotels in erdbeben- und tsunamigefährdeten Gebieten haben Evakuierungspläne — mache dich bei der Ankunft damit vertraut.
Welche Gegenden sollte man in bestimmten Städten meiden?
Informiere dich vorab über Stadtviertel mit erhöhter Kriminalität — die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes und lokale Reiseforen (TripAdvisor, Reddit r/travel) geben aktuelle Hinweise. In vielen Großstädten sind die Gebiete rund um Bahnhöfe nachts weniger sicher (Frankfurt Bahnhofsviertel, Neapel Piazza Garibaldi, Johannesburg Hillbrow). Meide nachts unbeleuchtete Parks, verlassene Industriegebiete und Gegenden, die von Einheimischen gemieden werden. Google Maps zeigt über Nutzerfotos und Bewertungen indirekt die Belebtheit und Sicherheit von Vierteln — wenige Fotos und Bewertungen deuten auf Gegenden hin, die Touristen meiden.
Wie sichere ich meine Wertsachen im Hotelzimmer?
Nutze den Zimmersafe für Reisepass, Bargeld, Kreditkarten und Elektronik — wähle einen eigenen Code und teste ihn sofort. Wenn kein Safe vorhanden ist, nutze ein tragbares Kabelschloss (Pacsafe Travelsafe, ab 30 Euro) um deinen Rucksack an einem festen Gegenstand im Zimmer zu sichern. Fotografiere alle Wertsachen mit Seriennummern vor der Reise für den Versicherungsfall. Lass keine offensichtlichen Wertgegenstände sichtbar im Zimmer liegen — Reinigungspersonal sieht alles, und nicht überall sind die Sicherheitsstandards gleich.
Wie verhalte ich mich bei einer Polizeikontrolle im Ausland?
Bleibe ruhig und höflich, zeige deinen Reisepass und Führerschein auf Verlangen und folge den Anweisungen. In vielen Ländern ist es Pflicht, den Reisepass (oder eine beglaubigte Kopie) immer bei dir zu tragen — das Fehlen kann zu einer Festnahme oder Geldstrafe führen. Unterschreibe keine Dokumente in einer Sprache, die du nicht verstehst — bestehe auf einen Dolmetscher oder kontaktiere die deutsche Botschaft. Zahle niemals „Bußgelder" in bar an der Straße — in Ländern mit Korruptionsproblemen ist das oft ein Bestechungsversuch. Notiere Dienstnummern und Zeitpunkt der Kontrolle.
Wie schütze ich mich vor digitaler Kriminalität auf Reisen?
Nutze in öffentlichen WLANs immer ein VPN, das deine Verbindung verschlüsselt und Hacker aussperrt. Deaktiviere automatisches WLAN-Verbinden und Bluetooth wenn nicht in Gebrauch. Verwende für Online-Banking nur mobile Daten (nicht WLAN) und aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Konten. Achte an Geldautomaten auf Skimming-Aufsätze — wackle am Kartenlesegerät und verdecke die PIN-Eingabe. Melde verdächtige Kontoaktivitäten sofort deiner Bank und sperre die Karte im Zweifelsfall über die Banking-App.
Wie bereite ich mich auf Reisen in Krisengebiete vor?
Prüfe die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes — bei einer offiziellen Reisewarnung erlischt der Versicherungsschutz vieler Policen. Schließe eine spezielle Krisenversicherung ab, die Evakuierung, Kidnap-Verhandlung und Krisenberatung abdeckt (z. B. bei International SOS). Hinterlege deinen Reiseplan, Kopien aller Dokumente und Notfallkontakte bei einer Vertrauensperson in Deutschland. Registriere dich bei ELEFAND und der Botschaft des Ziellandes, halte die Notfallnummer der Botschaft griffbereit und informiere dich über Evakuierungswege.
Welche Betrugsmaschen gibt es weltweit und wie erkenne ich sie?
Der „Freundschafts-Armband-Trick" in Paris: Jemand bindet dir ein Band um, macht ein Foto und verlangt 20 Euro — Hand wegziehen und weitergehen. Der „Geschlossener Tempel"-Scam in Bangkok: Ein Fremder erzählt, der Tempel sei heute zu, und bietet eine Tuk-Tuk-Tour zu überteuerten Shops an. Der „Gefälschte Polizisten"-Trick in mehreren Ländern: Jemand in Uniform verlangt deine Brieftasche zur „Kontrolle" — echte Polizisten tun das nicht, bestehe auf die Mitnahme zur Polizeistation. Der „Taxi-Umweg": Vereinbare den Fahrpreis vor Fahrtantritt oder nutze taxierte Ride-Hailing-Apps. Grundregel: Wenn etwas zu gut, zu freundlich oder zu dringend klingt, ist es wahrscheinlich ein Scam.
Welche Impfungen und Gesundheitsvorbereitungen brauche ich für welche Region?
Südostasien: Hepatitis A+B, Typhus empfohlen; Malaria-Prophylaxe je nach Gebiet; Tollwut bei längerem Aufenthalt oder Tierkontakt. Ostafrika: Gelbfieber (oft Pflicht!), Hepatitis A+B, Typhus, Meningokokken; Malaria-Prophylaxe dringend empfohlen. Südamerika: Gelbfieber (Amazonas-Region Pflicht), Hepatitis A, Typhus; Malaria-Prophylaxe im Amazonas-Gebiet. Indischer Subkontinent: Hepatitis A+B, Typhus, Japanische Enzephalitis (ländliche Gebiete), Tollwut; Malaria-Prophylaxe je nach Region. Grundsätzlich: Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Polio auffrischen, Masern-Impfstatus prüfen. Beratungstermin beim Tropeninstitut: mindestens sechs Wochen vor Abreise. Weitere Tipps in Gesundheit auf Reisen.
Ist Barcelona sicher?
Barcelona ist grundsätzlich eine sichere Stadt, Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Das Hauptproblem ist Taschendiebstahl, besonders auf den Ramblas, in der Metro und am Strand, deshalb Taschen vorne tragen und das Handy nicht offen in der Hand halten. Mehr dazu: Barcelona von A bis Z.
Ist Belgien gefährlich?
Nein, Belgien gilt als sicheres Reiseland. Wie in allen Metropolen ist Taschendiebstahl das Hauptthema, vor allem in Brüssel am Bahnhof Brüssel-Midi, am Grand Place und in der Metro sowie in Antwerpen. Mehr dazu: Belgien von A bis Z.
Ist Bulgarien ein sicheres Reiseland?
Ja, Bulgarien ist ein sicheres Reiseland, Gewaltkriminalität gegen Touristen ist extrem selten. Aufpassen solltest du vor Taschendieben in Sofias Metro und an touristischen Hotspots sowie bei Taxis ohne Taxameter, der Notruf ist 112. Mehr dazu: Praktisches A bis Z für Bulgarien.
Ist Chile ein sicheres Reiseland?
Ja, Chile gilt als das sicherste Reiseland Südamerikas: Die Kriminalitätsrate ist deutlich niedriger als in Brasilien, Kolumbien oder Peru, und schwere Gewaltkriminalität gegen Touristen ist sehr selten. Mehr dazu: Sicherheit in Chile.
Ist Dubai gefährlich?
Nein, die VAE gehören zu den sichersten Ländern der Welt, Gewaltverbrechen gegen Touristen sind quasi unbekannt. Dubai und Abu Dhabi gelten als sicherer als die meisten europäischen Großstädte. Mehr dazu: Dubai Praktisches A bis Z.
Ist Hurghada sicher?
Ja, Hurghada ist für Touristen sicher: Die Resortzone hat eigene Security, und die Strände sind bewacht. Im Zentrum (El Dahar, Sekalla) gilt normale Vorsicht vor Taschendieben, beim Baden auf die Flaggen achten, denn das Rote Meer hat starke Strömungen. Mehr dazu: Hurghada.
Ist Kenia ein sicheres Reiseland?
Kenia ist für Touristen grundsätzlich sicher, aber nicht sorglos: Die allermeisten Safari-Reisenden erleben keinerlei Probleme, einige Vorsichtsmaßnahmen sind trotzdem wichtig. In Nairobi ist etwa das Stadtzentrum tagsüber sicher, nachts solltest du es meiden. Mehr dazu: Sicherheit in Kenia.
Ist Kuba ein sicheres Reiseland?
Ja, Kuba ist eines der sichersten Reiseländer Lateinamerikas, Gewaltkriminalität gegen Touristen ist äußerst selten. Das Risiko beschränkt sich auf Kleinkriminalität und Betrug. Mehr dazu: Kuba Praktisches A bis Z.
Ist Montenegro sicher?
Ja, Montenegro ist ein sicheres Reiseland, Gewaltkriminalität gegen Touristen ist extrem selten. Die größten Risiken sind Gelegenheitsdiebstähle in Budva und Kotor im Sommer sowie der Straßenverkehr auf engen Bergstraßen. Mehr dazu: Sicherheit in Montenegro.
Ist Panama ein sicheres Land?
In den touristischen Gebieten gilt Panama als sicher: Casco Viejo und die Touristenviertel werden als sicher eingestuft, Boquete und das Hochland als sehr sicher. In Panama City solltest du nachts Viertel wie El Chorrillo und Curundú meiden. Mehr dazu: Panama Praktisches A bis Z.
Ist Slowenien sicher?
Ja, Slowenien ist eines der sichersten Länder Europas: Gewaltkriminalität ist minimal und Taschendiebstahl selten, auch in Ljubljana. Der Notruf ist europaweit einheitlich die 112. Mehr dazu: Slowenien von A bis Z.
Ist Tunesien ein sicheres Reiseland?
Tunesien ist für Touristen grundsätzlich sicher: Nach den Anschlägen von 2015 hat das Land massiv in Sicherheit investiert, touristische Gebiete werden polizeilich überwacht. Gewarnt wird vor dem Grenzgebiet zu Libyen und Algerien im tiefen Süden, die aktuellen Hinweise gibt das Auswärtige Amt. Mehr dazu: Tunesien von A bis Z.
Ist Ungarn ein sicheres Reiseland?
Ja, Ungarn ist ein sicheres Reiseland, Gewaltkriminalität gegen Touristen ist sehr selten. In Budapest solltest du in der Metro, auf der Váci utca und auf dem Weihnachtsmarkt auf Taschendiebe achten. Mehr dazu: Ungarn Praktisches A bis Z.
Ist der Oman sicher?
Ja, der Oman gilt als eines der sichersten Länder der Welt: Gewaltkriminalität ist fast nicht existent, Diebstahl selten, und das Auswärtige Amt stuft den Oman als sicheres Reiseland ein. Reale Gefahren sind vor allem Hitze und Sturzfluten in Wadis. Mehr dazu: Praktisches A bis Z für den Oman.
Wie gefährlich ist Kolumbien?
Die touristischen Regionen Kolumbiens sind deutlich sicherer als ihr Ruf, Millionen internationale Touristen reisen jedes Jahr ohne Probleme. Als sicher gelten etwa El Poblado und Laureles in Medellín, die Altstadt von Cartagena und die Kaffeezone, nachts nutzt du in den Städten besser Taxi oder Uber. Mehr dazu: Sicherheit in Kolumbien.
Wie sicher ist Albanien?
Albanien ist sicherer als sein Ruf: Für Touristen ist die Kriminalitätsrate sehr niedrig, Gewaltkriminalität gegen Reisende ist extrem selten. Die größten Risiken sind der chaotische Straßenverkehr und Taschendiebstahl in Tirana. Mehr dazu: Praktisches A bis Z für Albanien.
Wie sicher ist ein Urlaub in Tunesien?
Tunesien ist für Touristen grundsätzlich sicher: Touristische Gebiete werden polizeilich überwacht, Hotels haben Sicherheitskontrollen, und die Lage hat sich seit den Anschlägen von 2015 deutlich stabilisiert. In Touristenzentren wie Tunis, Sousse, Hammamet und Djerba gilt normale Vorsicht wie in Südeuropa, das Grenzgebiet zu Libyen solltest du meiden. Mehr dazu: Praktisches A bis Z für Tunesien.