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Geschichte · Abschnitt 1/3

Frühe Geschichte & Schwedische Zeit

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Frühe Geschichte & Schwedische Zeit

Finnland wurde nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren besiedelt. Die ersten Bewohner waren Jäger und Sammler, die der schmelzenden Eisfront folgten. Die Sami (Lappen), Finnlands Ureinwohner, leben seit mindestens 4.000 Jahren im Norden.

Die finnischen Stämme

Im 1. Jahrtausend n. Chr. existierten drei große finnische Stämme: die Suomalaiset (Finnen) im Südwesten, die Hämäläiset (Häme) im Landesinneren und die Karjalaiset (Karelier) im Osten. Sie hatten keine staatliche Organisation, sprachen finnisch-ugrische Sprachen und pflegten eine animistische Religion — Kulte um Bären, Wälder und Gewässer.

Schwedische Herrschaft (1155–1809)

Um 1155 begann König Erik IX. von Schweden den Ersten Kreuzzug nach Finnland — der Beginn von über 650 Jahren schwedischer Herrschaft. Finnland wurde ein integraler Teil des schwedischen Königreichs:

  • Turku wurde zur Hauptstadt (Sitz des Bischofs seit 1229, Universität seit 1640).
  • Die Burg Turku (ab 1280) und die Burg Hämeenlinna (ab 1260) sicherten die schwedische Kontrolle.
  • Das schwedische Rechtssystem, die lutherische Reformation und westeuropäische Kultur prägten Finnland nachhaltig.
  • Schwedisch wurde die Sprache der Oberschicht, Finnisch blieb die Sprache des Volkes. Diese Zweisprachigkeit prägt Finnland bis heute.

Die schwedische Zeit endete abrupt: Im Finnischen Krieg (1808–1809) eroberte das Russische Reich Finnland von Schweden.

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