Cartagena entdecken
Cartagena de Indias ist die schönste Kolonialstadt Amerikas — und das ist keine Übertreibung. Gegründet 1533 als Spaniens wichtigster Hafen in der Neuen Welt, war die Stadt das Tor, durch das das Gold und Silber der Neuen Welt nach Europa verschifft wurde. Genau deshalb wurde sie unzählige Male von Piraten angegriffen — und genau deshalb errichteten die Spanier die gewaltigsten Festungsanlagen der Karibik.
Heute ist die Ciudad Amurallada (ummauerte Stadt) ein UNESCO-Welterbe und Kolumbiens meistbesuchtes Reiseziel. Koloniale Paläste mit blumengeschmückten Holzbalkonen, Plätze mit alten Bäumen und Springbrunnen, barocke Kirchen und eine Stadtmauer, auf der man bei Sonnenuntergang flanieren kann — Cartagena ist pures karibisches Dolce Vita.
Plane mindestens 3 Tage für Cartagena ein: einen Tag für die Altstadt, einen für den Strand (Rosario-Inseln) und einen für Getsemaní, Castillo San Felipe und Nightlife. Für Tayrona und Ciudad Perdida brauchst du zusätzliche Zeit.
Orientierung
Cartagena hat mehrere klar voneinander getrennte Viertel:
- Ciudad Amurallada (Altstadt): Das UNESCO-geschützte Herz. Innerhalb der Festungsmauern. Koloniale Pracht, Boutique-Hotels, Restaurants, Museen. Teuer, aber unverzichtbar.
- Getsemaní: Direkt südlich der Altstadt, ehemaliges Arbeiterviertel, heute das hippe Ausgehviertel. Street Art, Hostels, Salsa-Bars, lokale Restaurants. Preiswerter und authentischer als die Altstadt.
- Bocagrande: Die Hochhaus-Halbinsel südwestlich der Altstadt. Strandhotels, Casinos, Fast-Food-Ketten. Eher wie Miami als wie Cartagena — für Kolonialflair nicht empfehlenswert.
- Islas del Rosario: Inselgruppe vor der Küste (1h per Boot). Türkisfarbenes Wasser, Schnorcheln, Tagesausflüge.
- La Boquilla: Fischerdorf nördlich der Stadt. Authentischer Afro-kolumbianischer Charakter, Kanufahrten durch Mangroven.
💡 Tipp
Schlafe in Getsemaní statt in der Altstadt — die Preise sind halb so hoch, die Atmosphäre lebendiger und die Salsa-Bars direkt vor der Tür. Die Altstadt ist in 5 Minuten zu Fuß erreichbar.