Vientiane entdecken
Vientiane ist eine Hauptstadt, die keine Hauptstadt sein will. Mit rund 950.000 Einwohnern fühlt sie sich an wie eine verschlafene Provinzstadt — und genau das ist ihr Charme. Keine Wolkenkratzer, kein Verkehrschaos (na ja, fast), keine Hektik. Stattdessen: breite Boulevards mit Frangipani-Bäumen, verfallende französische Kolonialvillen, goldene Tempelspitzen und der Mekong, der gemächlich an der Stadt vorbeifließt.
Der Name „Vientiane" (laotisch: ວຽງຈັນ, „Wiangchan") bedeutet „Stadt des Sandelholzes" oder „Stadt des Mondes". Die Stadt wurde mehrfach zerstört — von den Siamesen (1828 völlig dem Erdboden gleichgemacht), dann von den Franzosen wieder aufgebaut, die ihr die Boulevards und Baguettes hinterließen.
Plane 2–3 Tage für Vientiane ein. Die Stadt ist kein Feuerwerk der Sehenswürdigkeiten, sondern ein Ort zum Ankommen, Entschleunigen und das laotische Lebensgefühl aufzusaugen. Mekong-Sonnenuntergänge, BeerLao am Flussufer und die beste französische Bäckerei Südostasiens inklusive.
Orientierung
Vientiane ist überschaubar und lässt sich gut zu Fuß oder per Fahrrad erkunden:
- Mekong-Ufer (Fa Ngum Road): Die Promenade am Mekong ist das Herz der Stadt. Abends verwandelt sie sich in einen riesigen Nachtmarkt. Dahinter liegt Thailand — zum Greifen nah.
- Altstadt (französisches Viertel): Rund um die Rue Setthathirath und Nam Phu-Brunnen. Kolonialarchitektur, Cafés, Boutiquen, Restaurants. Hier liegen die meisten Unterkünfte.
- Pha That Luang: 4 km nordöstlich des Zentrums. Das Nationalsymbol von Laos.
- Buddha Park: 25 km südöstlich, am Mekong Richtung Thailand. Tagesausflug.