Saadier-Gräber
Die Tombeaux Saadiens sind Marrakechs faszinierendste historische Entdeckung: prächtige Mausoleen aus dem 16. Jahrhundert, die nach dem Sturz der Saadier-Dynastie 200 Jahre lang zugemauert und erst 1917 von den Franzosen wiederentdeckt wurden. Hinter einer engen Gasse neben der Kasbah-Moschee verbergen sich zwei Mausoleen und ein Garten mit über 60 Gräbern.
Die Highlights
- Saal der zwölf Säulen: Der prächtigste Raum — zwölf Carrara-Marmorsäulen tragen eine kunstvoll geschnitzte Zedernholzdecke mit Muqarnas (Stalaktitengewölbe). Im Zentrum: das Grab von Sultan Ahmad al-Mansur, dem mächtigsten Saadier-Herrscher.
- Saal der drei Nischen: Zellige-Mosaiken, Stuck und Marmor in perfekter Harmonie. Hier liegen Mitglieder der königlichen Familie.
- Der Garten: Zwischen Rosenbeeten und Orangenbäumen liegen die Gräber der Diener und Soldaten — einfacher, aber friedlich und schön.
💡 Tipp
Komm zur Öffnung um 9 Uhr — die Saadier-Gräber sind winzig und werden schnell überfüllt. Mittags stehst du 30–45 Minuten in der Schlange. Morgens hast du den Saal der zwölf Säulen fast für dich allein.