Die Karlsbrücke
Die Karlův most (Karlsbrücke) ist Prags Wahrzeichen und eine der berühmtesten Brücken der Welt. König Karl IV. legte 1357 den Grundstein — der Legende nach am 9.7.1357 um 5:31 Uhr, weil die Zahlenfolge 1-3-5-7-9-7-5-3-1 ein Palindrom bildet und Glück bringen sollte. Der Architekt Peter Parler (der auch den Veitsdom begann) entwarf die 516 Meter lange Steinbrücke mit 16 Bögen.
Die 30 Barockstatuen
Zwischen 1683 und 1714 wurden 30 Barockstatuen auf der Brücke aufgestellt — die meisten sind heute Kopien, die Originale stehen im Lapidarium des Nationalmuseums. Die berühmteste: der Heilige Nepomuk (Statue Nr. 8 von der Altstadtseite). Die Bronze-Reliefs an seinem Sockel blank zu reiben bringt angeblich Glück und garantiert die Rückkehr nach Prag. Jeden Tag reiben Tausende Hände über die glänzende Stelle.
Die beste Zeit für die Karlsbrücke
Tagsüber ist die Brücke eine einzige Menschenmasse — Straßenmusiker, Karikaturisten, Souvenirverkäufer und Selfie-Sticks. Die magische Zeit ist der Sonnenaufgang (5:30–6:30 Uhr im Sommer): Nebel über der Moldau, goldenes Licht auf den Statuen, die Burg als Silhouette — und fast keine Menschen. Alternativ: nach 22 Uhr, wenn die Brücke beleuchtet ist und die Laternen glühen.
Die Brückentürme
An beiden Enden der Brücke stehen gotische Türme, die man besteigen kann. Der Altstädter Brückenturm gilt als einer der schönsten gotischen Türme Europas — die Aussicht von oben auf die Brücke, die Moldau und die Burg ist die ikonischste Perspektive Prags. Eintritt: 100 CZK (4€).
Achtung
Die Karlsbrücke ist — nach der Prager Tram — der Ort mit den meisten Taschendiebstählen in Prag. Im Gedränge arbeiten professionelle Gruppen. Wertsachen eng am Körper tragen, Handtasche vorne, Rucksack geschlossen. Besonders aufpassen beim Fotografieren — während du aufs Display schaust, greifen sie zu.