Gullfoss — der goldene Wasserfall
Der Gullfoss (Goldener Wasserfall) ist einer der gewaltigsten und schönsten Wasserfälle Europas — und der krönende Abschluss des Golden Circle. Der Fluss Hvítá stürzt in zwei Stufen insgesamt 32 Meter in eine 2,5 Kilometer lange, 70 Meter tiefe Schlucht, mit einer durchschnittlichen Wassermenge von 140 Kubikmetern pro Sekunde im Sommer.
Was Gullfoss besonders macht
Anders als die meisten Wasserfälle fällt Gullfoss um die Ecke — die Schlucht verläuft quer zum Fluss, sodass der Wasserfall aus bestimmten Blickwinkeln scheinbar in der Erde verschwindet. Erst wenn du näher kommst, öffnet sich der Blick in die Tiefe, und die volle Wucht wird sichtbar. Bei Sonnenschein spannen sich Regenbögen über die Gischt — daher der Name „Goldener Wasserfall".
Zwei Aussichtspunkte
- Oberer Weg: Von oben überblickst du beide Kaskaden und die Schlucht — der dramatischere Blick.
- Unterer Weg: Näher am Wasser, direkt am Rand der oberen Stufe. Du spürst die Gischt im Gesicht und das Donnern in der Brust. Im Winter oft gesperrt (Eis).
Die Geschichte
Anfang des 20. Jahrhunderts wollten britische Investoren Gullfoss für ein Wasserkraftwerk aufstauen. Die Bauerntochter Sigríður Tómasdóttir kämpfte jahrelang dagegen — sie drohte, sich in den Wasserfall zu stürzen, wenn er zerstört würde. Sie gewann, und Gullfoss blieb erhalten. Ihre Statue steht am oberen Weg. Island verdankt ihr eines seiner größten Naturwunder.