Japan
Japan ist faszinierend anders: Jahrtausendealte Tempel neben Neonreklamen, Hightech-Züge durch Kirschblüten-Landschaften, die beste Esskultur der Welt und eine Höflichkeit, die sprachlos macht.
Hauptstadt
Tokio
Sprache
Japanisch
Währung
Yen (¥)
Zeitzone
UTC+9
Flugzeit ab DE
ca. 11–12 Stunden
Einreise
Reisepass, 90 Tage visumfrei
Top 5 Highlights in Japan
Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.
Tokio
Shibuya Crossing, Akihabara, Meiji-Schrein, Tsukiji-Markt – die größte Stadt der Welt.
Kyoto
2.000 Tempel und Schreine, Bambuswälder, Geisha-Viertel Gion und Teezeremonien.
Fuji
Japans heiliger Berg – ob besteigen oder vom Kawaguchiko-See aus bewundern.
Osaka
Japans Streetfood-Hauptstadt: Takoyaki, Okonomiyaki und das lebhafte Dotonbori.
Hiroshima
Friedenspark, Atombomben-Museum und die nahe Insel Miyajima mit dem Torii im Wasser.
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Pauschalreisen & Rundreisen
Berge & Meer – 170 Tage Cookie
Beste Reisezeit für Japan
Empfohlene Reisezeit
März–Mai (Kirschblüte), Sep–Nov (Herbstlaub)
Sommer
25–35°C
Winter
2–10°C
Was kostet ein Urlaub in Japan?
Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)
Budget
60–90€
Hostel, Streetfood, ÖPNV
Mittelklasse
90–160€
Hotel, Restaurant, Ausflüge
Luxus
160–400€
Boutique-Hotel, Fine Dining
5 Reisetipps für Japan
Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.
Japan Rail Pass vor der Reise kaufen – spart hunderte Euro
Bargeld mitnehmen – viele kleine Läden nehmen keine Karten
In der Bahn nicht telefonieren oder laut sprechen
Onsen (heiße Quellen) vorher waschen – nackt ist Pflicht
Konbinis (7-Eleven, Lawson) haben fantastisches Essen
Essen & Trinken in Japan
Diese Gerichte musst du probieren!
Entdecke Japan
30 Regionen, Städte und Highlights in Japan
Inseln
Ishigaki
Ishigaki ist Japans tropisches Paradies — eine subtropische Insel der Yaeyama-Gruppe, die näher an Taiwan liegt als an Tokio. Mit dem drittgrößten Korallenriff der Welt, türkisem Wasser und Mangrovenwäldern bietet Ishigaki eine Karibik-Atmosphäre, die man in Japan nicht erwarten würde. Die Insel ist Ausgangspunkt für die Nachbarinseln Taketomi (traditionelle Ryukyu-Dörfer) und Iriomote (subtropischer Dschungel).
Yakushima
Yakushima ist Japans mystische Urwaldinsel — ein UNESCO-Welterbe südlich von Kyushu, das den Regisseur Hayao Miyazaki zu „Prinzessin Mononoke" inspirierte. Die Insel beherbergt die ältesten Bäume Japans, die Jōmon-Sugi Zeder (über 2.000 Jahre alt), in einem moosbedeckten, nebelverhangenen Wald von überirdischer Schönheit. Yakushima gehört zu den regenreichsten Orten der Welt, was die üppige, fast prähistorisch anmutende Vegetation ermöglicht.
Okinawa
Okinawa, die südlichste Präfektur Japans, ist ein tropisches Inselparadies, das sich in Kultur, Küche und Lebensart deutlich vom japanischen Festland unterscheidet. Die Hauptinsel und ihre über 150 Nebeninseln erstrecken sich über 1.000 Kilometer zwischen Kyushu und Taiwan und waren bis 1879 das eigenständige Königreich Ryukyu — ein Erbe, das bis heute in der einzigartigen Okinawa-Kultur lebendig ist. Das türkisblaü Meer rund um Okinawa beherbergt einige der schönsten Korallenriffe Japans: Die Kerama-Inseln bieten Schnorchel- und Tauchplätze von Weltklasse mit Sichtweiten über 50 Metern, Mantarochen und Meeresschildkröten. Das Churaumi Aquarium auf der Hauptinsel ist eines der größten der Welt und zeigt Walhaie und Mantarochen in einem gigantischen 7.500-Kubikmeter-Becken. Die Burg Shuri (Shuri-jo), UNESCO-Welterbe und einstiger Palast des Ryukyu-Königreichs, vereint japanische und chinesische Architekturelemente und zeugt von der einzigartigen Position Okinawas als kulturelle Brücke zwischen Japan und dem asiatischen Festland. Okinawa ist zudem eine der fünf Blaün Zonen der Welt — Regionen mit überdurchschnittlich hoher Lebenserwartung. Das Geheimnis: Eine pflanzenbetonte Ernährung mit Süsekartoffeln, Goya (Bittermelone) und Tofu, verbunden mit einem starken Gemeinschaftsgefühl (Moai). Die lebhafte Kokusai-Straße in Naha bietet Einkaufsmöglichkeiten, Straßenkünstler und Awamori (Okinawas eigenen Reisschnaps). Die Kultur der Eisa-Tanzfestivals und der Sanshin-Musik (einer dreisaitigen Laute) verleiht Okinawa einen tropischen Charme, der in Japan seinesgleichen sucht.
Naoshima
Naoshima, eine kleine Insel in der japanischen Seto-Binnensee, hat sich von einem verschlafenen Fischerdorf zu einem der aufregendsten Orte für zeitgenössische Kunst weltweit verwandelt. Seit den 1990er-Jahren hat die Benesse Holdings Corporation hier ein einzigartiges Konzept verwirklicht: Weltklasse-Architektur und moderne Kunst in Dialog mit der traditionellen Insellandschaft zu setzen. Das Chichu Art Museum, entworfen von Stararchitekt Tadao Ando und vollständig unterirdisch gebaut, beherbergt nur vier Künstler — darunter Claude Monets Seerosen in einem eigens konzipierten Raum, der das Licht so lenkt, dass die Gemälde fast lebendig wirken. James Turrells Lichträume und Walter De Marias Rauminstallation ergänzen das Erlebnis. Das Benesse House Museum verbindet Hotel und Museum: Gäste schlafen zwischen Werken von Bruce Nauman, Richard Long und Hiroshi Sugimoto. Yayoi Kusamas gelber Kürbis am Pier ist das inoffizielle Wahrzeichen der Insel und eines der meistfotografierten Kunstwerke Japans. Im Art House Project wurden leerstehende Häuser im Dorf Honmura von internationalen Künstlern in begehbare Installationen verwandelt — besonders James Turrells Backside of the Moon und Rei Naitos Kinza sind unvergesslich. Die Nachbarinseln Teshima (mit dem surrealen Teshima Art Museum von Ryü Nishizawa) und Inujima erweitern das Kunsterlebnis. Alle drei Jahre findet das Setouchi Triennale statt, das die gesamte Inselregion in ein riesiges Kunstfestival verwandelt. Naoshima ist ein magischer Ort, an dem Kunst, Natur und japanische Ästhetik eine perfekte Symbiose eingehen.
Städte
Kawasaki
Kawasaki liegt strategisch zwischen Tokio und Yokohama an der Küste der Bucht von Tokio und ist weit mehr als ein Industrievorort. Die Stadt mit über 1,5 Millionen Einwohnern verbindet historische Tempel, skurrile Museen und eines der ungewöhnlichsten Festivals Japans mit einer lebendigen urbanen Kultur. Der Kawasaki Daishi (Heiken-ji Tempel) ist einer der meistbesuchten buddhistischen Tempel der Kanto-Region. Gegründet im Jahr 1128, zieht er allein am Neujahrstag über 3 Millionen Besucher an, die für Glück und Schutz vor Unheil beten. Die Tempelstraße (Nakamise-dori) ist gesäumt von traditionellen Süßwaren- und Souvenirläden. Das Fujiko F. Fujio Museum (Dorämon Museum) in Kawasaki-Tama ist ein Muss für Fans der japanischen Popkultur: Das Museum ehrt den Schöpfer von Dorämon, der berühmten blaün Roboterkatze, mit originalen Manuskripten, interaktiven Ausstellungen und einem charmanten Dachgarten mit lebensgroßen Figuren. Reservierung im Voraus ist Pflicht. Das Kanamara Matsuri (Festival der Stählernen Phallusse) im April ist eines der kuriosesten Feste der Welt: Riesige Phallus-Schreine werden durch die Straßen getragen, und phallusförmige Süßigkeiten werden verkauft. Das Festival hat seinen Ursprung in einem Shinto-Schrein und ist heute auch ein wichtiges Fundraising-Event für HIV/AIDS-Forschung. Die Lazona Kawasaki Plaza, direkt am Bahnhof, ist einer der größten Shoppingkomplexe der Region mit über 300 Geschäften. Die Industriezone von Kawasaki bietet nächtliche Factory-Night-View-Touren — die beleuchteten Raffinerien und Fabriken erzeugen eine surreale, fast science-fiction-artige Atmosphäre, die bei Fotografen aus aller Welt beliebt ist.
Kitakyushu
Kitakyushu liegt an der Nordspitze der japanischen Insel Kyushu und ist eine faszinierende Stadt des Wandels: vom einstigen Industriemoloch zu einer der grünsten Städte Asiens. Die UNESCO zeichnete Kitakyushu als Modellstadt für nachhaltige Entwicklung aus — und gleichzeitig inspirierte die industrielle Silhouette den Anime „Galaxy Express 999". Die Kanmon-Straße — die nur 600 Meter breite Meerenge zwischen Honshu und Kyushu — kann man tatsächlich zu Fuß durch einen Unterwassertunnel überqueren! Der Kokura-Bezirk bietet eine der besterhaltenen Burgstädte Japans mit der weißen Kokura-Burg, traditionellen Gärten und dem belebten Tanga-Markt. Der Kawachi Fuji Garden (30 Minuten entfernt) ist einer der magischsten Orte Japans: ein 110 Meter langer Tunnel aus hängenden Glyzinien in Violett, Rosa und Weiß, der im April/Mai in voller Blüte steht. Die Mojiko-Retro-Zone am alten Hafen zeigt restaurierte Meiji-Ära-Backsteingebäude mit Banananenkonserven und dem berühmten „Yaki Curry" (gebackenes Curry). Der Space World-Themenpark wurde durch den Wakamatsu-Bezirk ersetzt, der heute ein Zentrum für Umwelttechnologie ist. Der Sarakurayama-Berg bietet einen der „Neuen Drei Großen Nachtausblicke" Japans — eine funkelnde Sicht über die Kanmon-Straße.
Nagasaki
Nagasaki ist eine Stadt der Kontraste und der Versöhnung - ein Ort, der durch seine tragische Geschichte weltbekannt wurde, aber mit seiner einzigartigen kulturellen Vielfalt, seiner dramatischen Lage an einer tiefen Bucht und seiner herzlichen Atmosphäre jeden Besucher überrascht. Als einziger japanischer Hafen, der während der über 200-jährigen Abschottung des Landes für den Handel mit Europa geöffnet blieb, hat Nagasaki eine faszinierende Mischung aus japanischer, chinesischer, niederländischer und portugiesischer Kultur entwickelt, die in Japan ihresgleichen sucht. Der Friedenspark und das Atombombenmuseum sind das emotionale Zentrum der Stadt. Die Friedensstatue, die mit einer Hand zum Himmel zeigt und mit der anderen den Frieden beschwört, ist eines der eindringlichsten Denkmäler der Welt. Das Museum dokumentiert die Zerstörung vom 9. August 1945 mit einer Intensität, die tief bewegt. Doch Nagasaki hat aus seiner Tragödie eine Botschaft des Friedens geformt, die in der gesamten Stadt spürbar ist. Dejima, die künstliche Fächerinsel im Hafen, war während der Edo-Zeit der einzige Kontaktpunkt zwischen Japan und dem Westen. Die niederländische Handelsniederlassung wurde aufwendig rekonstruiert und erzählt die Geschichte eines einzigartigen Kulturaustausches. Der Glover Garden mit seinen viktorianischen Herrenhäusern auf dem Hügel über dem Hafen bietet nicht nur Einblick in das Leben der westlichen Händler, sondern auch ein atemberaubendes Panorama über die Bucht. Nagasakis Chinatown, das älteste und authentischste Japans, pulsiert mit bunten Laternen, Tempeln und einer Küche, die japanische und chinesische Traditionen verschmelzen lässt. Champon-Nudeln und Castella-Kuchen sind kulinarische Erfindungen dieser Stadt. Die Insel Hashima (Gunkanjima), ein verlassenes Kohlebergwerk im Meer, zählt seit ihrer Aufnahme ins UNESCO-Welterbe zu den faszinierendsten Lost Places der Welt. Von Deutschland aus fliegt man mit einem Umstieg in Tokyo oder Osaka nach Nagasaki in etwa 14 Stunden. Innerhalb Japans verbindet der Shinkansen Nagasaki seit 2022 mit Fukuoka und dem restlichen Hochgeschwindigkeitsnetz. Die beste Reisezeit ist März bis Mai (Kirschblüte) und Oktober bis November (Herbstlaub). Nagasaki ist weniger überlaufen als Tokyo oder Kyoto und bietet ein authentischeres Japan-Erlebnis.
Niigata
Niigata ist Japans Reishauptstadt und Sake-Paradies — die Präfektur produziert den besten Reis und den meisten Sake des Landes. Die Hafenstadt an der Küste des Japanischen Meeres bietet eine faszinierende Mischung aus kulinarischer Exzellenz, traditioneller Handwerkskunst und einer Schneelandschaft, die im Winter ihresgleichen sucht. Die Furumachi-Geisha-District ist einer der letzten erhaltenen Geisha-Bezirke Japans: Im Gegensatz zu Kyotos überlaufenen Gion kann man hier tatsächlich noch authentische Geisha-Vorführungen in intimen Teehäusern erleben. Niigata war einst eine der fünf offiziellen Geisha-Städte Japans. Der Bandai-Brücken-Bereich am Shinano-Fluss — dem längsten Fluss Japans — ist das historische Zentrum mit der fotogenen Bandai-Brücke. Die Niigata Sake no Jin — das jährliche Sake-Festival im März — bietet Verkostungen von über 500 Sorten aus 90 Brauereien in einem einzigen Raum. Die Sado-Insel — per Fähre erreichbar — bietet Gold-Minen aus der Edo-Zeit (UNESCO-Kandidat), den Toki (Japanischer Ibis, einst fast ausgestorben) und die traditionelle Tarai-Bune (Waschbottich-Boot) Erfahrung. Im Winter verwandelt sich die Region in ein Schneeparadies mit einigen der besten Onsen (heiße Quellen) Japans.
Saitama
Saitama ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur und liegt unmittelbar nördlich von Tokyo. Die Millionenstadt ist weit mehr als ein Vorort der Hauptstadt — sie bietet eine faszinierende Mischung aus modernen Attraktionen, traditionellen Schreinen und einer überraschend grünen Landschaft, die sich vom urbanen Süden bis zu den bewaldeten Hügeln im Westen erstreckt. Das Eisenbahnmuseum (Tetsudo Hakubutsukan) in Omiya ist eines der größten und modernsten Eisenbahnmuseen der Welt. Auf über 28.000 Quadratmetern präsentiert es 41 historische Züge, darunter Shinkansen-Originale, Dampflokomotiven und den legendären Blaün Zug (Blue Train). Fahrsimulatoren für Shinkansen und Dampflok, eine riesige Modelleisenbahnanlage und interaktive Ausstellungen machen es zum Paradies für Eisenbahnfans jeden Alters. Der Hikawa-Schrein in Omiya ist einer der ältesten und bedeutendsten Shinto-Schreine der Kanto-Region, gegründet vor über 2.400 Jahren. Die zwei Kilometer lange Zugangsallee (Sando) durch einen dichten Zelkoven-Wald ist die längste ihrer Art in Japan. Beim Neujahrsbesuch (Hatsumode) versammeln sich über zwei Millionen Gläubige — einer der meistbesuchten Schreine des Landes. Die Saitama Super Arena ist eine der größten Indoor-Veranstaltungshallen der Welt (bis zu 37.000 Plätze) und Austragungsort internationaler Konzerte, Sportveranstaltungen und Anime-Events. Die nahe gelegene Bonsai-Stadt (Omiya Bonsai Village) ist das Zentrum der japanischen Bonsai-Kunst: Mehrere Bonsai-Gärtnereien und das Omiya Bonsai Art Museum zeigen jahrhundertealte Miniaturbaüume von unschätzbarem Wert. Der Chichibu-Tama-Kai-Nationalpark im Westen der Präfektur bietet atemberaubende Berglandschaften mit Wanderwegen, Wasserfällen und Onsen (heißen Quellen). Die Nagatoro-Schlucht am Arakawa-Fluss ist berühmt für Wildwasser-Rafting und Bootsfahrten durch felsige Schluchten — nur eine Zugstunde von der Innenstadt entfernt.
Sendai
Sendai ist die Stadt der Bäume — eine grüne Metropole im Nordosten Japans, die als Tor zur landschaftlich spektakulären Tohoku-Region dient. Mit rund 1,1 Millionen Einwohnern ist Sendai die größte Stadt nördlich von Tokio und verbindet städtische Moderne mit einer tief verwurzelten Samurai-Geschichte: Der legendäre Feudalherr Date Masamune gründete die Stadt im Jahr 1601 und prägte sie mit seiner Vorliebe für Eleganz und Kultur. Die breiten, von Zelkova-Bäumen gesäumten Boulevards haben Sendai den Beinamen Mori no Miyako — Stadt des Waldes — eingebracht. Die Jozenji-dori-Allee im Stadtzentrum bildet im Sommer ein geschlossenes Blätterdach, unter dem Jazzmusiker und Straßenkünstler auftreten. Im Dezember verwandelt sich die Allee beim Sendai Pageant of Starlight in ein Meer aus Millionen LED-Lichtern. Das Tanabata-Fest Anfang August ist Sendais berüehmteste Tradition und eines der drei großen Sommerfeste Japans: Tausende farbenprächtige Papierdekorationen (Kusudama) hängen in den Einkaufsarkaden der Innenstadt, und über zwei Millionen Besucher strömen durch die festlich geschmückten Straßen. Das dreitägige Fest geht auf eine über 400 Jahre alte Legende zurück. Das Zuihoden-Mausoleum, die prachtvolle Grabstätte von Date Masamune, liegt eingebettet in einen dichten Zedernwald auf dem Hügel Kyogamine. Die reich verzierte Architektur im Momoyama-Stil mit Goldornamenten und Schnitzereien wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und originalgetreu wiederaufgebaut. Die Ruinen der Burg Aoba (Aoba-jo) auf dem gleichnamigen Hügel bieten ein Panorama über die gesamte Stadt bis zum Pazifik. Die Matsushima-Bucht, nur 30 Minuten mit dem Zug entfernt, gehört zu den Drei Schönsten Landschaften Japans (Nihon Sankei): Über 260 kiefernbewachsene Inseln ragen aus dem smaragdgrünen Wasser, ein Anblick, der schon den Dichter Matsuo Basho 1689 sprachlos machte.
Tokyo
Tokyo, die Megalopolis am Westufer der Tokyo-Bucht, ist das urbane Epizentrum Japans und eine Stadt, die alle Sinne gleichzeitig überwältigt. Die Metropole, die offiziell aus 23 Sonderbezirken, 26 Städten und weiteren Gemeinden besteht, ist ein endloses Mosaik aus Megastadtvierteln, von denen jedes eine eigene Identität und Atmosphäre besitzt. Die kulinarische Szene ist unübertroffen: Tokyo hält mehr Michelin-Sterne als jede andere Stadt der Welt, doch einige der unvergesslichsten Mahlzeiten erlebt man an einem Stehtresen für umgerechnet zehn Euro. Der Tsukiji Outer Market und der neue Toyosu Market bieten fangfrischsten Sushi-Genuss am frühen Morgen. In den Memory Lane (Omoide Yokocho) und Piss Alley nahe Shinjuku drängen sich winzige Yakitori-Grills unter niedrigen Laternen — authentisches Tokio auf engstem Raum. Akihabara ist das Mekka der Anime-, Manga- und Gaming-Kultur mit mehrstöckigen Elektronikmärkten und Maid-Cafes. In Harajuku und Omotesando kollidieren avantgardistische Streetfashion und Luxusboutiquen. Das teamLab Borderless (umgezogen nach Azabudai Hills) bietet immersive Digitalkunst, die Grenzen zwischen Betrachter und Werk auflöst. Der Kaiserpalast mit seinen Gärten, Ueno mit seinen Museen und der Odaiba-Waterfront mit futuristischer Architektur runden das Bild ab. Abends bieten die Observatorien im Tokyo Skytree (634 Meter) oder im Shibuya Sky ein Lichtermeer bis zum Horizont. Tokyo ist grenzenlos, unerschöpflich und immer eine Überraschung — selbst beim zehnten Besuch entdeckt man Neues.
Yokohama
Yokohama ist mit über 3,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Japans und liegt direkt südlich von Tokio an der Bucht von Tokio. Die Hafenstadt war 1859 einer der ersten japanischen Häfen, die sich nach über 200 Jahren Isolation für den internationalen Handel öffneten — und ist seitdem ein Schmelztiegel japanischer und westlicher Kultur. Der Minato Mirai 21 Bezirk ist das moderne Wahrzeichen: Der 296 Meter hohe Landmark Tower war bis 2014 Japans höchstes Gebäude, das Riesenrad Cosmo Clock 21 gehört mit 112 Metern zu den größten der Welt, und das futuristische Intercontinental Hotel prägt die Skyline. Abends verwandelt sich die gesamte Hafenfront in ein Lichtermeer. Yokohamas Chinatown (Chukagai) ist das größte Chinatown Japans und eines der größten der Welt: Über 600 Geschäfte und Restaurants drängen sich in einem kompakten Viertel. Die Dampfbrötchen (Nikuman) und gebratenen Teigtaschen (Gyoza) hier sind legendär. Das Cup Noodles Museum erzählt die Geschichte der Instant-Nudel, die 1958 vom Yokohama-Bewohner Momofuku Ando erfunden wurde. Besucher können ihre eigenen Cup Noodles kreieren — ein einzigartiges Erlebnis. Der Sankeien-Garten ist eine weitläufige japanische Gartenanlage mit historischen Gebäuden aus ganz Japan, darunter eine dreistöckige Pagode aus Kyoto. Die Ramen-Museum (Shin-Yokohama Raumen Museum) ist ein unterirdisches Themenmuseum im Stil einer japanischen Straße der 1950er-Jahre: Acht regionale Ramen-Restaurants servieren die besten Nudelsuppen des Landes.
Tokio
Tokio, die pulsierende Hauptstadt Japans, ist eine Metropole der Superlative und der Kontraste: Hier stehen jahrhundertealte Shinto-Schreine neben futuristischen Wolkenkratzern, stille Zen-Gärten grenzen an neonbeleuchtete Elektronikmärkte, und im selben Viertel findet man sowohl eine hundert Jahre alte Soba-Nudel-Werkstatt als auch Roboter-Restaurants. Mit über 37 Millionen Menschen im Großraum ist Tokio die bevölkerungsreichste Metropolregion der Welt. Shibuya Crossing, die berühmteste Kreuzung der Welt, ist das Symbol dieses organisierten Chaos: Bei jeder Grüntphase überqueren bis zu 3.000 Menschen gleichzeitig die Straße aus allen Richtungen — und es funktioniert reibungslos. Shinjuku beeindruckt mit dem größten Bahnhof der Welt (3,5 Millionen Passagiere täglich) und dem Rotlichtviertel Kabukicho. Harajuku ist das Epizentrum der japanischen Jugendkultur und Streetfashion. Der Meiji-Schrein, umgeben von einem 70 Hektar großen Wald mitten in der Stadt, bietet Stille und Spiritualität nur Minuten vom Trubel entfernt. Der Senso-ji in Asakusa ist Tokios ältester Tempel, und die Nakamise-Einkaufsstraße davor verkauft seit Jahrhunderten traditionelle Snacks und Souvenirs. Tokio besitzt mehr Michelin-Sterne als jede andere Stadt der Welt, doch auch an den Stehimbissen unter den Bahngleisen (Yurakucho) oder in den winzigen Izakayas der Yokocho-Gassen isst man hervorragend. Akihabara für Anime und Elektronik, Tsukiji für fangfrischen Fisch, Roppongi für Nachtleben, Ginza für Luxus — jedes Viertel ist eine eigene Welt. Tokio ist nicht eine Stadt, sondern Dutzende, die zufällig zusammengewachsen sind.
Kyoto
Kyoto, über 1.000 Jahre lang die kaiserliche Hauptstadt Japans, ist das kulturelle Herz des Landes und bewahrt ein Erbe von solcher Dichte und Schönheit, dass man Wochen braüchte, um es annähernd zu erfassen. Mit 17 UNESCO-Welterbestätten, über 1.600 buddhistischen Tempeln, 400 Shinto-Schreinen und einem lebendigen Geisha-Viertel ist Kyoto ein Ort, an dem die Vergangenheit in jedem Winkel gegenwärtig ist. Der Kinkakuji (Goldene Pavillon) spiegelt sich in einem stillen Teich und ist eines der meistfotografierten Motive Japans. Der Fushimi Inari-Taisha mit seinen rund 10.000 zinnoberroten Torii-Toren, die sich einen Waldberg hinaufziehen, bietet ein fast hypnotisches Erlebnis — besonders in den frühen Morgenstunden, wenn man die Pfade noch fast für sich allein hat. Der Arashiyama-Bambushain, wo mannshohe Bambusstämme im Wind knarren, versetzt Besucher in eine andere Welt. Das Gion-Viertel ist das Herz der Geisha-Kultur: In den abendlichen Gassen der Hanamikoji-Straße kann man mit etwas Glück eine Maiko (Geisha-Lehrling) in traditionellem Kimono vorbeieilen sehen. Der Philosophenweg (Tetsugaku no Michi), ein zwei Kilometer langer Kanalweg unter Kirschbäumen, verbindet den Silbernen Pavillon (Ginkakuji) mit dem Nanzenji-Tempel und ist besonders im Frühling und Herbst von überwältigender Schönheit. Die Nishiki-Markt-Gasse, Kyotos Küche, bietet Yuba (Tofuhaut), Tsukemono (eingelegtes Gemüse) und grünen Tee in jeder Form. Kyoto ist nicht nur ein Reiseziel — es ist eine Pilgerreise zum Wesen Japans.
Osaka
Osaka, Japans drittgrößte Stadt und inoffizielle Küchen-Hauptstadt, pulsiert mit einer bodenständigen Energie, die sich deutlich vom höflichen Understatement Tokios und Kyotos abhebt. Die Osakaner gelten als die herzlichsten und humorvollsten Menschen Japans, und ihr Motto "kuidaore" (sich beim Essen ruinieren) ist Programm: Nirgendwo in Japan isst man besser, günstiger und enthusiastischer als hier. Dotonbori, das neonbeleuchtete Unterhaltungsviertel am gleichnamigen Kanal, ist das kulinarische Epizentrum: Riesige mechanische Krabben, leuchtende Schilder und der ikonische Glico-Läufer prägen die Szenerie, während an den Ständen Takoyaki (knusprige Tintenfischbällchen), Okonomiyaki (herzhafte Pfannkuchen) und Kushikatsu (frittierte Spiesse) frisch zubereitet werden. Die Regel bei Kushikatsu ist legendär: Niemals den Spiess ein zweites Mal in die gemeinschaftliche Sosse tauchen. Die Burg von Osaka, 1583 von Toyotomi Hideyoshi erbaut und von einem weitläufigen Park mit über 600 Kirschbäumen umgeben, ist besonders zur Kirschblüte im April ein unvergesslicher Anblick. Das Viertel Shinsekai (Neue Welt), einst nach New York und Paris modelliert, hat seinen retro-futuristischen Charme bewahrt und beherbergt den markanten Tsutenkaku-Turm sowie die besten Kushikatsu-Restaurants der Stadt. Namba und Shinsaibashi bilden das Shopping-Herz mit endlosen Einkaufsarkaden, während das Viertel Amerikamura (American Village) Vintage-Mode und Jugendkultur vereint. Universal Studios Japan mit der Wizarding World of Harry Potter und dem neuen Super Nintendo World ziehen Familien und Fans aus ganz Asien an. Osaka ist der perfekte Startpunkt für Tagesausflüge nach Kyoto (15 Minuten per Shinkansen), Nara (45 Minuten) und Kobe (20 Minuten) — und verdient trotzdem mindestens drei eigene Tage.
Hiroshima
Hiroshima ist eine Stadt, die sich aus der dunkelsten Stunde der Menschheitsgeschichte erhoben hat und heute als lebendiges Mahnmal für den Frieden und gleichzeitig als moderne, lebensfrohe Großstadt beeindruckt. Am 6. August 1945 fiel hier die erste Atombombe auf eine Stadt — ein Ereignis, das Hiroshima für immer veränderte und der Welt die verheerenden Folgen nuklearer Waffen vor Augen führte. Der Friedensgedenkpark (Peace Memorial Park) im Herzen der Stadt ist ein zutiefst bewegender Ort: Das Atombomben-Kuppeldach (Genbaku Dome), das als einziges Gebäude nahe dem Epizentrum stehen blieb, ist UNESCO-Welterbe und ein eindringliches Symbol der Zerstörung. Das Friedensmuseum präsentiert persönliche Gegenstände, Fotos und Berichte von Überlebenden (Hibakusha), die niemanden unberührt lassen. Das Flamme des Friedens brennt seit 1964 und soll erst erlöschen, wenn die letzte Atomwaffe auf der Welt vernichtet ist. Doch Hiroshima ist weit mehr als seine tragische Geschichte. Die Stadt ist berühmt für Okonomiyaki im Hiroshima-Stil (geschichtete Pfannkuchen mit Nudeln, Kohl und Meeresfrüechten), die in den unzähligen Restaurants des Okonomimura-Gebäudes zubereitet werden. Die Shukkeien-Gärten bieten eine Miniatur-Landschaft aus Brücken, Teichen und Teehäusern. Von Hiroshima aus ist die Insel Miyajima mit dem berühmten schwimmenden Torii nur eine kurze Fährfahrt entfernt. Die Stadt hat sich bewusst dem Frieden verschrieben und ist ein Ort, der demütig macht und gleichzeitig Hoffnung schenkt — ein Pflichtbesuch auf jeder Japan-Reise.
Nara
Nara, Japans erste permanente Hauptstadt (710–784), ist eine Stadt, in der Geschichte buchstäblich lebendig wird: Über 1.200 heilige Sikahirsche streifen frei durch Parks, Tempelanlagen und sogar Einkaufsstraßen, verbeugen sich höflich vor Besuchern, die ihnen die speziellen Shika-Senbei-Cracker anbieten, und sind seit Jahrhunderten als göttliche Boten verehrt. Der Todaiji-Tempel beherbergt den Großen Buddha von Nara (Daibutsu), eine 15 Meter hohe Bronzestatü aus dem 8. Jahrhundert, die in der größten Holzkonstruktion der Welt sitzt — und selbst dieses Gebäude ist nur zwei Drittel so groß wie der Originalbau. Der Kasuga-Taisha-Schrein, eingebettet in den Urwald des Nara-Parks, ist berühmt für seine rund 3.000 Steinlaternen und 1.000 Bronzelaternen, die bei den Laternenfesten im Februar und August alle gleichzeitig entzündet werden — ein mystisches Schauspiel. Das Naramachi-Viertel, die ehemalige Händlerstadt, überrascht mit traditionellen Machiya-Stadthäusern (charakteristisch schmal und tief), charmanten Cafes, Handwerksläden und kleinen Galerien. Der Isuien-Garten bietet eine Oase der Stille mit perfekt komponierten Blicken auf den Todaiji im Hintergrund. Der Nara-Park mit seinen weitläufigen Wiesen, alten Bäumen und den allgegenwärtigen Hirschen gehört zu den atmosphärischsten städtischen Parks Japans. Von Kyoto aus ist Nara in nur 45 Minuten per Zug erreichbar und eignet sich perfekt als Tagesausflug — doch wer über Nacht bleibt, erlebt die Stadt in magischer Stille, wenn die Touristengruppen verschwunden sind.
Kamakura
Kamakura, nur eine Stunde südlich von Tokio gelegen, war im 12. und 13. Jahrhundert die Hauptstadt des ersten Shogunats und strahlt bis heute eine Aura stiller Würde aus, die im hektischen Großraum Tokio ihresgleichen sucht. Die einstige Machtzentrale des Minamoto-Clans beherbergt über 65 Tempel und 19 Schreine, eingebettet in bewaldete Hügel und umgeben von Meer. Der Große Buddha (Daibutsu) von Kamakura ist das Wahrzeichen der Stadt: Die 13 Meter hohe Bronzestatü aus dem Jahr 1252 sitzt seit einem verheerenden Tsunami 1495, der die umgebende Tempelhalle zerstörte, unter freiem Himmel — was ihr eine ergreifende Verletzlichkeit verleiht. Der Hasedera-Tempel begeistert mit einer vergoldeten Kannon-Statue, üppigen Hortensiengärten (Juni ist die beste Zeit) und einem Panoramablick über die Sagami-Bucht. Der Tsurugaoka-Hachimangu-Schrein, Kamakuras bedeutendstes Heiligtum, thront am Ende einer breiten, von Kirschbäumen gesäumten Allee und ist besonders zur Kirschblüte im April ein Traum. Wanderwege durch die umliegenden Hügel verbinden abgelegene Zen-Tempel wie den meditativ-stillen Engakuji oder den von Bambus umgebenen Hokokuji, wo man in einem Teepavillon Matcha unter raschelnden Bambushalmen genießt. Die Enoshima-Insel vor der Küste lockt mit Höhlen, einem Leuchtturm und frischen Meeresfrüechten. Kamakura ist der perfekte Tagesausflug von Tokio — oder ein lohnender Zwischenstopp für alle, die japanische Geschichte und Spiritualität fernab des Großstadtrummels erleben möchten.
Nikko
Nikko, eingebettet in die dicht bewaldeten Berge nördlich von Tokio, ist einer der opulentesten sakralen Orte Japans und ein UNESCO-Welterbe von überwältigender Pracht. Während die meisten japanischen Tempel und Schreine durch schlichte Eleganz bestechen, setzt Nikko auf barocke Farbexplosionen, vergoldete Schnitzereien und überbordenden Detailreichtum. Der Toshogu-Schrein, erbaut als Mausoleum für den Shogun Tokugawa Ieyasu, ist das Meisterwerk: Über 15.000 Künstler und Handwerker arbeiteten zwei Jahre lang an den reich verzierten Gebäuden, die mit Gold, Lack und über 5.000 Schnitzereien bedeckt sind. Hier findet man die berühmten Drei Weisen Affen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen) und die Schlafende Katze (Nemuri-Neko) — zwei der bekanntesten Symbole Japans. Der nahegelegene Rinnoji-Tempel und der Futarasan-Schrein ergänzen das sakrale Ensemble, verbunden durch eine ehrfurchtgebietende Allee aus über 200 Jahre alten Zedernbäumen. Doch Nikko bietet weit mehr als Tempel: Der Chuzenji-See auf 1.269 Metern Höhe, umgeben von farbenprächtigem Herbstlaub (Oktober ist die beste Zeit), der donnernde Kegon-Wasserfall mit 97 Metern Fallhöhe und die schwefligen heißen Quellen von Yumoto machen Nikko auch zu einem Naturparadies. Die Kanmangafuchi-Steinbuddha-Reihe, moosbedeckte Jizo-Statuen entlang eines Flusses, gehört zu den atmosphärischsten Orten der Region. Von Tokio aus ist Nikko in unter zwei Stunden per Zug erreichbar — ein Tagesausflug, den man nicht verpassen sollte.
Kanazawa
Kanazawa an der Japanischen Meer-Küste ist eine der besterhaltenen historischen Städte Japans: Da die Stadt im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen verschont blieb, bewahrt sie ein Ensemble aus Samurai- und Geisha-Vierteln, Teehäusern und Gärten, das seinesgleichen sucht. Die Mäda-Familie regierte hier 300 Jahre lang als zweitreichster Feudalclan Japans und hinterliess ein außergewöhnliches kulturelles Erbe. Der Kenrokün-Garten zählt zu den Drei Großen Gärten Japans und ist ein Meisterwerk der Landschaftsgestaltung: Teiche, Wasserläufe, jahrhundertealte Kiefern und sorgfältig platzierte Steine schaffen zu jeder Jahreszeit ein vollkommenes Bild — ob unter Kirschblüten im Frühling, im satten Grün des Sommers, im flammenden Herbstlaub oder unter einer Schneedecke, die von den berühmten Yukitsuri-Stützen aufgefangen wird. Das Higashi-Chaya-Viertel ist eines der letzten authentischen Geisha-Viertel Japans: Traditionelle Holzhäuser mit Gitter-Fassaden säuumen die Straßen, und in einigen Teehäusern kann man noch heute Geisha-Darbietungen erleben oder Matcha und Gold-Blättchen-Eis genießen — denn Kanazawa produziert 99 Prozent des japanischen Blattgolds. Das Nagamachi-Samurai-Viertel mit seinen Lehmwällen und restaurierten Residenzen versetzt Besucher in die Edo-Zeit zurück. Der Omicho-Markt, seit über 300 Jahren die Küche der Stadt, bietet fangfrische Meeresfrüchte von der Japanischen See, darunter die berühmte Kanazawa-Krabbe. Seit der Hokuriku-Shinkansen Kanazawa 2015 mit Tokio verband (2,5 Stunden), hat die Stadt den ihr gebührenden Platz auf der Japan-Reiseroute gefunden.
Nagoya
Nagoya, Japans viertgrößte Stadt und Zentrum der Chubu-Region, wird von vielen Reisenden übersprungen — zu Unrecht. Die Geburtsstadt der drei großen Reichseiniger Japans (Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu) ist ein faszinierender Mix aus Samurai-Geschichte, Industriekultur und kulinarischen Entdeckungen. Die Burg Nagoya, 1612 von Tokugawa Ieyasu erbaut, zählt mit ihren goldenen Shachihoko-Dachfiguren (Fabelwesen, halb Fisch, halb Tiger) zu den präsentesten Wahrzeichen Japans. Der Honmaru-Palast wurde in jahrzehntelanger Arbeit originalgetreu rekonstruiert und gilt als eines der schönsten Beispiele japanischer Palastarchitektur. Der Atsuta-Schrein, einer der heiligsten Schreine des Landes, soll das legendäre Schwert Kusanagi beherbergen — eines der drei kaiserlichen Regalien Japans. Kulinarisch hat Nagoya eine ganz eigene Identität entwickelt, die als Nagoya-Meshi bekannt ist: Miso-Katsu (Schweineschnitzel mit roter Miso-Sauce), Hitsumabushi (gegrillter Aal, auf drei verschiedene Arten serviert), Tebasaki (würzige Hühnerflügel) und Kishimen (breite, flache Nudeln) sind nur einige der lokalen Spezialitäten, die man anderswo in Japan kaum findet. Das Toyota-Museum im Stadtteil Nagakute bietet eine faszinierende Reise durch die Geschichte der Mobilität. Nagoya ist zudem ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge nach Takayama, ins Kiso-Tal oder nach Ise-Shima. Wer Japan jenseits der üblichen Route Tokio-Kyoto entdecken möchte, findet in Nagoya ein überraschendes Juwel.
Kobe
Kobe, malerisch zwischen den Rokko-Bergen und der Osaka-Bucht gelegen, ist eine kosmopolitische Hafenstadt, die seit der Oeffnung ihres Hafens für den internationalen Handel 1868 westliche Einflüsse absorbiert hat wie kaum eine andere japanische Stadt. Das Ergebnis ist eine einzigartige Atmosphäre, die japanische Tradition mit internationalem Flair verbindet. Das Kobe-Rindfleisch (Wagyu) ist weltweit legendär und ein kulinarisches Erlebnis der Extraklasse: Die extrem marmorierte Fleischstruktur entsteht durch eine spezielle Aufzucht der Tajima-Rinder in der Hyogo-Präfektur. In den Teppanyaki-Restaurants der Stadt wird das Fleisch vor den Augen der Gäste auf heißer Stahlplatte zubereitet — der Geschmack, butterweich und unglaublich intensiv, rechtfertigt den stolzen Preis. Das Kitano-Viertel (Kitano Ijinkan-gai) mit seinen gut erhaltenen viktorianischen Wohnhäusern europäischer Händler aus dem 19. Jahrhundert mutet fast wie eine europäische Altstadt an. Der Meriken Park am Hafen mit dem Port Tower und dem Earthquake Memorial erinnert an das verheerende Erdbeben von 1995, das die Stadt schwer traf und aus dem sie sich eindrucksvoll erholte. Die Seilbahn auf den Rokko-Berg (931 Meter) bietet besonders nachts ein Panorama, das als eine der drei schönsten Nachtansichten Japans gilt. Das Sake-Braüreiviertel Nada ist das Zentrum der japanischen Sake-Produktion mit Verkostungsmöglichkeiten. Kobe lässt sich hervorragend mit Osaka und Kyoto kombinieren — alle drei Städte liegen weniger als 30 Minuten per Shinkansen voneinander entfernt.
Fukuoka
Fukuoka auf der Südinsel Kyushu ist Japans am schnellsten wachsende Großstadt und verbindet urbane Energie mit einer entspannten, fast südländischen Lebensart, die sich deutlich vom hektischen Tokio unterscheidet. Als Japans Tor zu Asien (Seoul ist näher als Tokio) hat Fukuoka seit Jahrhunderten internationale Einflüsse aufgenommen und daraus eine einzigartige lokale Kultur geformt. Fukuoka ist die unbestrittene Hauptstadt des Tonkotsu-Ramen: Die Nudelsuppe mit milchig-weißer Schweineknochen-Brühe wurde hier erfunden und wird an den legendären Yatai (mobilen Garkküchen) am Flussufer des Naka-gawa und rund um die Insel Nakasu serviert. Abends klappen die rund 150 Yatai ihre Planen auf, und Einheimische wie Touristen drängen sich auf den wenigen Plastikstühlen — ein einzigartiges kulinarisches Straßenerlebnis, das es so nur in Fukuoka gibt. Der Dazaifu Tenmangu-Schrein, dem Gott des Lernens gewidmet, zieht Millionen Schüler und Studenten an, die vor Prüfungen um göttlichen Beistand bitten. Die moderne Seite der Stadt zeigt sich im Canal City Hakata, einem futuristischen Einkaufskomplex, und im teamLab Forest, einer immersiven Digitalkunst-Installation. Der Ohori-Park mit seinem See und dem japanischen Garten ist eine grüne Oase im Stadtzentrum. Die Strande von Momochihama bieten Blick auf den Fukuoka Tower. Fukuoka ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Nagasaki, Beppu (heiße Quellen) oder zur Vulkaninsel Yakushima. Mit Direktflügen aus ganz Asien und dem Shinkansen nach Hiroshima und Osaka ist Fukuoka bestens angebunden.
Sapporo
Sapporo, die Hauptstadt der nördlichen Insel Hokkaido, ist eine moderne, großzügig angelegte Stadt, die sich grundlegend vom Rest Japans unterscheidet. Erst 1869 als Planstadt nach amerikanischem Vorbild gegründet, überrascht Sapporo mit breiten Boulevards, einem klaren Straßenraster und einer entspannten Atmosphäre, die eher an skandinavische Städte erinnert als an das enge, hektische Honshu. Das Sapporo Schneefestival (Yuki Matsuri) im Februar ist eines der größten Winterfestivals der Welt: Im Odori-Park und auf dem Susukino-Viertel werden monumentale Eisskulpturen errichtet, manche über 15 Meter hoch, kunstvoll beleuchtet und von Millionen Besuchern bestaunt. Im Sommer verwandelt sich derselbe Park in eine grüne Oase mit Biergärten, in denen das lokale Sapporo-Bier fließt — die älteste Biermarke Japans. Kulinarisch ist Sapporo ein Paradies: Miso-Ramen, eine regionale Spezialität mit reichhaltiger, butteriger Miso-Brühe, gehört zu den besten Nudelsuppen des Landes. Das Viertel Ramen Yokocho (Ramen-Gasse) bietet die Qual der Wahl unter Dutzenden Spezialitätenrestaurants. Jingisukan (Genghis Khan), gegrilltes Lammfleisch auf einem helmförmigen Grill, ist ein weiteres Sapporo-Original. Die Skigebiete Niseko und Furano sind in ein bis zwei Stunden erreichbar und bieten legendären Pulverschnee, der Skifahrer aus aller Welt anzieht. Im Sommer locken Lavendelfelder in Furano, Wanderungen im Daisetsuzan-Nationalpark und die wilde Küste von Shakotan. Sapporo verbindet urbanen Komfort mit unmittelbarer Nähe zu Hokkaidos spektakulärer Natur.
Gebiete
Hakone
Hakone, nur 90 Minuten von Tokio entfernt, ist Japans beliebtestes Naherholungsgebiet und vereint vulkanische Landschaften, natürliche heiße Quellen, Kunstmuseen und — an klaren Tagen — einen postkartenperfekten Blick auf den Fuji zu einem unwiderstehlichen Gesamtpaket. Die Region liegt innerhalb der Caldera eines alten Supervulkans und wird vom malerischen Ashi-See dominiert. Der Hakone Round Course ist die klassische Route durch die Region: Per Bergbahn (Hakone Tozan Railway, die steilste Zahnradbahn Japans), Seilbahn und Piratenschiff-Fähre über den Ashi-See verbindet man die Highlights zu einer Rundtour. Das Owakudani-Tal mit seinen dampfenden Schwefelfumarolen, brodelnden Schlammlöchern und dem Geruch nach faulen Eiern erinnert daran, dass hier ein aktiver Vulkan schlummert — die schwarzen Eier (Kuro-Tamago), in den heißen Quellen gekocht, sollen das Leben um sieben Jahre verlängern. Hakone ist auch ein Paradies für Kunstliebhaber: Das Hakone Open-Air Museum zeigt Skulpturen von Picasso, Moore und Rodin inmitten einer grünen Berglandschaft, und das Pola Museum of Art präsentiert Impressionisten in einem Glaspavillon im Wald. Abends entspannt man in einem Ryokan (traditionelles japanisches Gasthaus) mit eigenem Onsen-Bad, Kaiseki-Mehrgangmenü und Tatami-Schlafzimmern. Der Alte Tokaido-Weg mit seinen moosbedeckten Zedernalleen und historischen Kontrollstellen bietet wunderschöne Wandermöglichkeiten. Das Hakone Free Pass macht die gesamte Region per öffentlichem Nahverkehr kostengünstig erkundbar.
Fuji-Region
Die Fuji-Region rund um Japans heiligen Berg vereint atemberaubende Naturlandschaften, spirituelle Erfahrungen und traditionelle japanische Gastfreundschaft in unmittelbarer Nähe zu Tokio. Der Mount Fuji (3.776 Meter), Japans höchster Gipfel und UNESCO-Welterbe, ist weit mehr als ein Berg — er ist ein nationales Heiligtum, das seit Jahrhunderten als Sitz der Götter verehrt wird und Künstler von Hokusai bis zur Gegenwart inspiriert. Die Fuji Five Lakes (Fujigoko) am Nordfuß des Berges bieten die berühmtesten Panoramen: Kawaguchiko mit seinem Spiegelbild des Fuji, der ruhige Saiko, der tiefe Motosuko (dessen Ansicht die 1.000-Yen-Banknote ziert), Shojiko und Yamanakako. Im Frühling rahmen Kirschblüten den Berg, im Herbst flammt das Laub in Rot und Gold, und im Winter thront der schneebedeckte Kegel über kristallklaren Seen — jede Jahreszeit bietet ein eigenes Meisterwerk. Die Besteigung des Fuji ist zwischen Juli und September möglich und wird von rund 300.000 Menschen jährlich unternommen. Der nächtliche Aufstieg für den Sonnenaufgang (Goraiko) über dem Wolkenmeer gehört zu den spirituellsten Erlebnissen Japans. Doch auch ohne Gipfelbesteigung bietet die Region unzählige Erlebnisse: Die Aokigahara-Waldhöhlen am Fuß des Berges, die Oshino-Hakkai-Quellen mit ihrem kristallklaren Wasser, das Fuji-Q Highland (ein Freizeitpark mit Rekordbrechenden Achterbahnen vor Fuji-Kulisse) und die traditionellen Onsen-Dörfer der Umgebung. Von Tokio aus ist die Region in unter zwei Stunden erreichbar — ob als Tagesausflug oder für ein Wochenende im Ryokan mit privatem Onsen und Fuji-Blick.
Takayama
Takayama, versteckt in den japanischen Alpen der Präfektur Gifu, ist eine der besterhaltenen Edo-zeitlichen Kleinstädte Japans und trägt den liebevollen Beinamen Klein-Kyoto der Berge. Die abgeschiedene Lage in einem von steilen Bergen umgebenen Tal hat Takayama vor Modernisierung und Zerstörung bewahrt — das Ergebnis ist ein Stadtbild von bezaubernder historischer Authentizität. Die Altstadt (Sanmachi Suji) mit ihren dunklen Holzhäusern, Sake-Brauereien, Miso-Geschäften und traditionellen Handwerksläden versetzt Besucher in das Japan des 17. Jahrhunderts zurück. Die Kugeln aus Zedernzweigen (Sugidama) über den Eingängen der Sake-Brauereien zeigen an, dass frischer Sake verfügbar ist — Verkostungen sind fast überall möglich und ein Highlight. Das Takayama-Matsuri, das zweimal jährlich (April und Oktober) stattfindet, zählt zu den drei schönsten Festivals Japans. Prunkvolle, reich geschnitzte Festwagen (Yatai) werden durch die engen Gassen gezogen, begleitet von traditioneller Musik. Auch außerhalb der Festivalzeiten kann man die Wagen im Takayama Yatai Kaikan besichtigen. Die Morgenmärkte (Asa-ichi) am Miyagawa-Fluss und vor dem Takayama Jinya (dem einzigen erhaltenen Amtsgebäude eines Feudalherren) bieten regionale Spezialitäten wie Hoba-Miso (auf einem Magnolienblatt gegrillte Miso-Paste mit Gemüse) und Sarubobo-Puppen. Von Takayama aus erreicht man die legendären strohgedeckten Baürnhäuser von Shirakawa-go (UNESCO-Welterbe) in nur einer Stunde — eine der ikonischsten Landschaften Japans.
Miyajima
Miyajima (offiziell Itsukushima), die Götterinsel in der Hiroshima-Bucht, gehört mit ihrem berühmten schwimmenden Torii-Tor zu den Drei Schönsten Ansichten Japans — ein Titel, der seit dem 17. Jahrhundert vergeben wird und den die Insel vollauf verdient. Das ikonische zinnoberrote Tor des Itsukushima-Schreins steht bei Flut scheinbar auf dem Wasser und wird bei Ebbe vom Meeresboden getragen, auf dem Besucher bis zum Tor spazieren können. Der Itsukushima-Schrein selbst, ein UNESCO-Welterbe aus dem 6. Jahrhundert, ist auf Pfählen über dem Wasser errichtet und scheint bei Flut auf dem Meer zu schweben. Die dramatische Architektur mit ihren roten Korridoren und der Bühne für Noh-Theater vor der Kulisse der bewaldeten Berglandschaft ist von überwältigender Schönheit — besonders bei Sonnenuntergang, wenn Tor und Schrein in goldenes Licht getaucht werden. Die Besteigung des Mount Misen (535 Meter), entweder per Seilbahn oder zu Fuß durch den Urwald, bietet Panoramablicke über die gesamte Seto-Binnensee mit ihren unzähligen Inseln. Auf dem Gipfel brennt seit über 1.200 Jahren ein heiliges Feuer, das der Mönch Kukai entzündet haben soll. Zahme Sikahirsche durchstreifen die Insel, und die Omotesando-Einkaufsstraße verlockt mit frisch gegrillten Austern, Momiji-Manju (ahornblattförmige Kuchen mit süßen Füllungen) und handgefertigtem Löffelholzhandwerk (Shamoji). Miyajima ist von Hiroshima aus in 30 Minuten per Bahn und Fähre erreichbar und ein absolutes Muss — wer über Nacht bleibt, erlebt die Insel in magischer Stille, wenn die Tagestouristen verschwunden sind.
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Japan gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Asien und begeistert mit Kultur, Essen, Stadt und vielem mehr. Die beste Reisezeit für Japan ist März–Mai (Kirschblüte), Sep–Nov (Herbstlaub), wenn das Wetter ideal für Erkundungstouren und Erholung ist. Mit einem Tagesbudget ab 60–90€ (Budget) bis 160–400€ (Luxus) ist Japan für verschiedene Reisebudgets geeignet.
Von der Hauptstadt Tokio aus lässt sich Japan hervorragend erkunden. Die Landessprache ist Japanisch, die Währung Yen (¥). Ab Deutschland erreichst du Japan in ca. 11–12 Stunden. Ob du die kulinarischen Highlights wie Sushi & Sashimi, Ramen, Tempura probieren, die Top-Sehenswürdigkeiten besuchen oder einfach die Atmosphäre genießen möchtest:Japan hat für jeden Reisetyp etwas zu bieten.
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