🇫🇷

Frankreich

La Grande Nation bietet Weltklasse in allem: Küche, Kultur, Mode, Architektur und Landschaften. Von Paris über die Provence bis zur Côte d'Azur – Frankreich ist ein Land der endlosen Entdeckungen.

Hauptstadt

Paris

Sprache

Französisch

Währung

Euro (€)

Zeitzone

UTC+1

Flugzeit ab DE

ca. 1,5 Stunden (Paris)

Einreise

EU-Personalausweis

Top 5 Highlights in Frankreich

Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.

1

Paris

Eiffelturm, Louvre, Montmartre, Seine-Spaziergänge und die weltbeste Pâtisserie.

2

Côte d'Azur

Nizza, Cannes, Monaco – Glamour, Sonne und das azurblaue Mittelmeer.

3

Provence

Lavendelfelder, Weingüter, mittelalterliche Dörfer und Märkte voller Köstlichkeiten.

4

Korsika

Die Insel der Schönheit: Wilde Berge, türkise Buchten und der GR20-Wanderweg.

5

Loire-Tal

Über 300 Schlösser, Weinberge und die idyllische französische Landschaft.

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Beste Reisezeit für Frankreich

Empfohlene Reisezeit

April–Juni, September–Oktober

Sommer

22–32°C

Winter

3–10°C

Was kostet ein Urlaub in Frankreich?

Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)

🎒

Budget

60–90€

Hostel, Streetfood, ÖPNV

🏨

Mittelklasse

90–180€

Hotel, Restaurant, Ausflüge

🌟

Luxus

180–400€

Boutique-Hotel, Fine Dining

5 Reisetipps für Frankreich

Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.

Baguette und Croissant aus der Boulangerie, nicht aus dem Supermarkt

Viele Museen haben am ersten Sonntag freien Eintritt

TGV-Züge sind oft günstiger als Fliegen für Paris

Im Restaurant Leitungswasser (carafe d'eau) ist kostenlos

Provence im Juni zur Lavendelblüte besuchen

Essen & Trinken in Frankreich

Diese Gerichte musst du probieren!

Croissants
Coq au Vin
Ratatouille
Crêpes
Bouillabaisse
Käse und Wein

Entdecke Frankreich

57 Regionen, Städte und Highlights in Frankreich

Städte

Aix-en-Provence

Aix-en-Provence ist die eleganteste Stadt der Provence und das kulturelle Herz Südfrankreichs – ein Ort, an dem das Savoir-vivre keine leere Phrase ist, sondern gelebter Alltag. Paul Cézanne wurde hier 1839 geboren und malte obsessiv den Berg Sainte-Victoire vor den Toren der Stadt, der sich wie ein steinernes Denkmal am Horizont erhebt. Sein Atelier auf dem Hügel Lauves ist heute ein Museum, in dem noch die originalen Stilleben-Objekte stehen, die er in seinen berühmten Gemälden verewigte. Aix ist die Stadt der Brunnen – über 40 Fontänen plätschern auf Plätzen und an Straßenecken, viele davon gespeist von den heißen Thermalquellen, die schon die Römer schätzten und der Stadt ihren Namen gaben (Aquae Sextiae). Der Cours Mirabeau, die prachtvolle Hauptachse der Stadt, ist einer der schönsten Boulevards Europas: Auf der einen Seite elegante Hôtels particuliers aus dem 17. und 18. Jahrhundert, auf der anderen Seite eine durchgehende Reihe von Cafés und Brasseries unter mächtigen Platanen. Hier einen Pastis zu trinken und dem Treiben zuzuschauen, ist der Inbegriff provenzalischer Lebensart. Der Marktplatz vor dem Rathaus verwandelt sich dreimal pro Woche in einen der farbenprächtigsten Märkte der Provence: Berge von Lavendel, Oliven, Ziegenkäse, Tapenade und sonnengereifte Tomaten füllen die Stände. Das internationale Musikfestival Festival d'Aix-en-Provence zieht jeden Sommer Opernfans aus aller Welt an. Für deutsche Urlauber ist Aix-en-Provence ein idealer Städtetrip mit Sonne-Garantie: Direktflüge nach Marseille (30 Minuten entfernt) und TGV-Verbindungen aus Paris machen die Stadt bestens erreichbar. Von Aix aus erkundet man die Lavendelfelder der Haute-Provence, die Calanques bei Marseille und die Dörfer des Luberon.

CézanneProvenceBrunnen

Antibes

Antibes vereint auf einzigartige Weise provenzalischen Charme mit kosmopolitischem Flair und ist ein Geheimtipp unter deutschen Côte-d'Azur-Kennern. Die von mächtigen Festungsmauern umgebene Altstadt beherbergt das Picasso-Museum, lebhafte Märkte und verwinkelte Gassen voller Charakter. Am Kap von Antibes erstreckt sich eine der schönsten Küstenwanderungen der Riviera, vorbei an versteckten Buchten und Millionärsvillen. Der Jachthafen Port Vauban ist der größte Europas und bietet ein faszinierendes Schauspiel aus Megajachten und traditionellen Fischerbooten.

altstadtpicassoküstenwanderung

Arcachon

Arcachon ist Frankreichs elegantester Atlantikbadeort und Heimat eines der spektakulärsten Naturwunder Europas – der Dune du Pilat, der höchsten Wanderdüne des Kontinents. Das Seebad am Bassin d'Arcachon, einer weitläufigen Gezeitenlagune südwestlich von Bordeaux, verbindet Belle-Époque-Architektur mit der rauen Schönheit der Atlantikküste und einer Austernkultur, die in ganz Frankreich ihresgleichen sucht. Für deutsche Urlauber ist Arcachon das perfekte Ziel, um Atlantikstrände, spektakuläre Natur und französische Lebensart auf engstem Raum zu erleben. Die Dune du Pilat erhebt sich über 100 Meter hoch am Südrand des Bassins und bietet einen atemberaubenden Blick über den Atlantik, die Kiefernwälder der Landes und die Sandbank Banc d'Arguin. Der Aufstieg über die Treppe oder direkt durch den Sand ist ein Erlebnis für sich, und oben angekommen versteht man, warum die Düne jährlich über zwei Millionen Besucher anzieht. Besonders bei Sonnenuntergang, wenn der Sand in goldenes Licht getaucht wird und Paraglider durch die Thermik gleiten, ist der Anblick magisch. Das Bassin d'Arcachon selbst ist ein Paradies für Austernliebhaber. Die Austernbänke von Gujan-Mestras und die Cabanes Tchanquées – die berühmten Stelzenhütten mitten in der Lagune – sind Wahrzeichen der Region. In den Austernhütten am Hafen kann man frisch geöffnete Austern mit Brot, Butter und einem Glas Weißwein direkt am Wasser genießen – französischer geht es nicht. Die Stadt Arcachon besteht aus vier Vierteln, die nach Jahreszeiten benannt sind. Die Ville d'Hiver (Winterstadt) auf dem Hügel beeindruckt mit extravaganten Villen aus dem 19. Jahrhundert in einem Labyrinth aus schattigen Alleen. Das Cap Ferret auf der gegenüberliegenden Seite des Bassins ist per Fähre erreichbar und bietet einen ruhigeren, hipperen Gegenpol mit Surfstränden und Pinienwäldern. Von Bordeaux erreicht man Arcachon in nur einer Stunde mit dem Zug.

DüneAusternAtlantik

Arles

Arles ist eine Stadt, in der 2.000 Jahre Geschichte auf lebendige Kreativität treffen – die beeindruckenden römischen Bauwerke gehören zum UNESCO-Welterbe und die Stadt ist untrennbar mit Vincent van Gogh verbunden, der hier über 300 Werke schuf. Das majestätische Amphitheater, in dem noch heute Stierkämpfe und Konzerte stattfinden, und das antike Theater zeugen von der einstigen Bedeutung der Stadt als Hauptstadt Galliens. Deutsche Kulturreisende sind begeistert von der Mischung aus Antike, Van-Gogh-Spuren und der neuen LUMA-Stiftung von Frank Gehry, die Arles zum Hotspot zeitgenössischer Kunst macht. Als Tor zur wilden Camargue liegt die Stadt zudem ideal für Ausflüge zu den Flamingos und weißen Pferden.

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Cannes

Cannes an der französischen Riviera ist weit mehr als nur das berühmte Filmfestival – die elegante Küstenstadt besticht mit ihrer glamourösen Promenade La Croisette, feinsandigen Stränden und einer bezaubernden Altstadt Le Suquet auf dem Hügel. Deutsche Urlauber schätzen die perfekte Mischung aus Luxus-Shopping in der Rue d'Antibes, erstklassiger Gastronomie und entspanntem Strandleben. Die vorgelagerten Lérins-Inseln mit dem geheimnisvollen Gefängnis des Mannes mit der eisernen Maske sind ein lohnenswerter Tagesausflug. Ob Segelregatta im Sommer, kulinarische Entdeckungen auf dem Marché Forville oder ein Spaziergang entlang der Jachthäfen – Cannes verzaubert zu jeder Jahreszeit.

strandluxusfilmfestival

Cassis

Cassis ist das Schmuckstück der provenzalischen Küste – ein bezauberndes Fischerdorf in einer von weißen Kalksteinklippen umrahmten Bucht, nur 20 Kilometer östlich von Marseille gelegen und Tor zu einem der spektakulärsten Naturwunder des Mittelmeers: den Calanques. Diese schmalen, fjordartigen Felsbuchten mit ihrem türkisfarbenen Wasser, die sich zwischen den weißen Kalksteinklippen ins Meer öffnen, gehören zum Nationalpark Parc National des Calanques und zählen zu den eindrucksvollsten Küstenlandschaften Europas. Der Hafen von Cassis ist das Herz des Ortes – ein malerisches Ensemble aus pastellfarbenen Häusern, Fischkuttern, Cafés und Restaurants, die sich um das Hafenbecken gruppieren. Darüber thront das mittelalterliche Château auf einer Klippe, und dahinter ragen die mächtigen Kalksteinfelsen des Cap Canaille auf, die mit 394 Metern die höchsten Meeresklippen Europas bilden. Die Route des Crêtes von Cassis nach La Ciotat, die über diese Klippen führt, ist eine der atemberaubendsten Küstenstraßen Frankreichs. Die Calanques lassen sich auf verschiedene Weise erkunden: Per Boot ab dem Hafen, zu Fuß auf den markierten Wanderwegen oder mit dem Kajak direkt durchs türkisfarbene Wasser. Die bekanntesten – Calanque de Port-Miou, Port-Pin und En-Vau – bieten kristallklares Wasser zum Schwimmen und Schnorcheln, umgeben von bis zu 400 Meter hohen Kalksteinklippen. Besonders die Calanque d'En-Vau mit ihrem schmalen Sandstrand und dem fast unwirklich türkisen Wasser gilt als einer der schönsten Naturstrände des Mittelmeerraums. Cassis ist auch als Weinort bekannt – das winzige Weinanbaugebiet AOC Cassis produziert hervorragende Weißweine und Roséweine, die perfekt zu den lokalen Meeresfrüchten passen. Für deutsche Urlauber ist Cassis über den Flughafen Marseille in 30 Minuten erreichbar und lässt sich ideal mit einem Besuch in Marseille und Aix-en-Provence kombinieren. Die beste Zeit für einen Besuch ist Mai bis Oktober, wobei Juli und August sehr voll sein können.

CalanquesProvenceKüste

Èze

Èze thront wie ein Adlerhorst auf einem 429 Meter hohen Felsen über dem Mittelmeer und gilt als eines der spektakulärsten Bergdörfer der gesamten Côte d'Azur. Das mittelalterliche Dorf mit seinen engen, steingepflasterten Gassen und dem exotischen Kakteengarten auf der Burgruine bietet einen Panoramablick, der bis nach Korsika reicht. Deutsche Besucher sind fasziniert von der perfekten Verbindung aus Geschichte, Natur und provenzalischer Lebensart in dieser autofreien Bilderbuchkulisse. Die berühmte Parfümerie Fragonard und handwerkliche Ateliers laden zum Stöbern ein, bevor man den Friedrich-Nietzsche-Weg hinunter zum Meer wandert.

bergdorfmittelalteraussichtspunkt

Gordes

Gordes, majestätisch auf einem Felssporn im Luberon thronend, wird regelmäßig als eines der schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet und ist ein Sehnsuchtsziel für Provence-Liebhaber aus Deutschland. Die in warmem Ocker und Weiß leuchtenden Steinhäuser staffeln sich dramatisch den Hang hinunter, gekrönt von einer mächtigen Renaissance-Burg. Ringsum erstrecken sich die berühmten Lavendelfelder der Hochprovence, deren violettes Blütenmeer im Juni und Juli ein unvergessliches Fotomotiv bietet. Die nahe gelegene Zisterzienserabtei Sénanque inmitten der Lavendelreihen ist eines der meistfotografierten Motive der gesamten Provence.

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Grasse

Grasse, die Welthauptstadt des Parfüms, liegt malerisch in den Hügeln oberhalb von Cannes und ist für deutsche Besucher ein faszinierender Ausflug in die Welt der Düfte. Seit dem 16. Jahrhundert werden hier die edelsten Parfüms der Welt kreiert, und die UNESCO hat das Parfümhandwerk von Grasse zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. In den historischen Parfümerien Fragonard, Molinard und Galimard können Besucher die Herstellung der Essenzen hautnah erleben und sogar ihr eigenes Parfüm komponieren. Die charmante Altstadt mit der Kathedrale, die ein Rubens-Gemälde beherbergt, und der Panoramablick über Jasmin- und Rosenfelder bis zum Mittelmeer machen Grasse zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Les Baux-de-Provence

Les Baux-de-Provence, dramatisch auf einem Felsplateau der Alpilles thronend, ist eine der eindrucksvollsten Ruinenburgen Europas und ein Muss für jeden Provence-Reisenden aus Deutschland. Das winzige Dorf mit nur 400 Einwohnern empfängt jährlich über 1,5 Millionen Besucher, die von der gigantischen Festungsruine und dem Panoramablick über Olivenhaine bis zum Mittelmeer fasziniert sind. Die Carrières de Lumières in einem ehemaligen Steinbruch bieten eine der spektakulärsten Multimedia-Kunstshows der Welt, bei der Meisterwerke von Klimt, Van Gogh oder Monet auf riesige Steinwände projiziert werden. Das Mineralerz Bauxit, das hier 1821 entdeckt wurde, erhielt seinen Namen von diesem Ort – ein Stück Wissenschaftsgeschichte inmitten provenzalischer Romantik.

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Menton

Menton ist die Perle der Côte d'Azur – eine zauberhafte Küstenstadt an der französisch-italienischen Grenze, die mit dem mildesten Klima Frankreichs, barocken Pastellfassaden und einer Zitronen-Tradition gesegnet ist, die ihr den Beinamen Zitronenstadt eingebracht hat. Während das benachbarte Monaco auf Glamour und Nizza auf Trubel setzt, besticht Menton durch eine authentische, fast italienisch anmutende Gelassenheit, die deutsche Urlauber sofort in ihren Bann zieht. Die Altstadt von Menton ist ein Meisterwerk barocker Architektur: Eng gestaffelte Häuser in warmen Ocker-, Terrakotta- und Pastelltönen klettern den Hügel zur Basilique Saint-Michel hinauf und bilden eine der fotogensten Stadtansichten der gesamten Riviera. Die Treppen und Gassen der Altstadt führen vorbei an kleinen Plätzen mit Orangenbäumen, versteckten Kapellen und Aussichtspunkten, von denen man über die rostfarbenen Dächer auf das azurblaue Mittelmeer blickt. Der Friedhof du Vieux-Château ganz oben bietet einen der schönsten Ausblicke der Côte d'Azur. Mentons klimatische Sonderstellung – geschützt durch die Seealpen vor kalten Nordwinden – ermöglicht den Anbau tropischer und subtropischer Pflanzen, die sonst nur viel weiter südlich gedeihen. Die Gärten von Menton sind legendär: Der Jardin Botanique du Val Rahmeh, der Jardin Serre de la Madone und der Jardin de Maria Serena beherbergen exotische Sammlungen, die Botaniker aus aller Welt anziehen. Im Februar verwandelt sich die Stadt während der Fête du Citron in ein Zitrus-Spektakel mit riesigen Skulpturen aus Orangen und Zitronen. Für deutsche Urlauber ist Menton ideal als ruhige Alternative zu Nizza und Monaco – alle drei Orte sind per Zug in wenigen Minuten erreichbar. Die Nähe zu Italien macht sich kulinarisch bemerkbar: Die Mentonaise-Küche verbindet provenzalische und ligurische Einflüsse auf einzigartige Weise. Die Strände sind kleiner und beschaulicher als in Nizza, und die Preise sind deutlich niedriger als in Monaco.

Côte d'AzurZitronenAltstadt

Nantes

Nantes ist die vielleicht kreativste Stadt Frankreichs und ein Geheimtipp, den die meisten deutschen Reisenden noch nicht auf dem Schirm haben. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Grand Éléphant – ein zwölf Meter hoher mechanischer Elefant aus Stahl und Holz, der bis zu 50 Passagiere durch die ehemaligen Werfthallen spazieren trägt. Diese Machines de l'Île, erdacht von den Schöpfern der Straßentheaterkompanie Royal de Luxe, sind ein weltweit einzigartiges Kunstprojekt zwischen Jules Verne, Leonardo da Vinci und Steampunk, das jährlich Hunderttausende Besucher in Staunen versetzt. Jules Verne wurde 1828 in Nantes geboren, und die Stadt hat seinen Geist der fantastischen Erfindungen zum Leitmotiv ihrer Stadtentwicklung gemacht. Das Jules-Verne-Museum an der Loire erzählt das Leben des Visionärs, und überall in der Stadt finden sich Referenzen auf seine Werke. Die ehemaligen Werftgelände auf der Île de Nantes wurden in einen riesigen Kreativbezirk umgewandelt, in dem Kunst, Technologie und urbanes Leben verschmelzen. Abseits der Maschinen bietet Nantes eine bezaubernde historische Altstadt mit dem Château des Ducs de Bretagne, einer mächtigen Festungsanlage, die kostenlos zugänglich ist und ein hervorragendes Stadtmuseum beherbergt. Die Passage Pommeraye, eine dreistöckige überdachte Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert mit neoklassischen Skulpturen und schmiedeeisernen Geländern, ist ein architektonisches Juwel. Nantes liegt an der Loire-Mündung und ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in die Weinregion Muscadet, an die bretonische Küste und nach La Baule, einem der elegantesten Seebäder Frankreichs. Von Deutschland aus erreicht man Nantes per Direktflug oder über den TGV ab Paris in nur 2 Stunden.

Mechanischer ElefantJules VerneKreativ

Rouen

Rouen ist die gotische Hauptstadt der Normandie und eine Stadt, die Kunstgeschichte geschrieben hat. Claude Monet malte die Kathedrale Notre-Dame de Rouen über 30 Mal zu verschiedenen Tageszeiten und Lichtverhältnissen – diese legendäre Gemäldeserie begründete den Impressionismus mit und machte die Fassade der Kathedrale zu einem der meistdargestellten Bauwerke der Kunstgeschichte. Noch heute, wenn die Abendsonne die filigrane gotische Fassade in Gold taucht, versteht man sofort, was Monet so faszinierte. Die Altstadt von Rouen ist ein lebendiges Museum mittelalterlicher Architektur. Über 2.000 Fachwerkhäuser aus dem 14. bis 19. Jahrhundert säumen die engen Gassen, angeführt von der Rue du Gros-Horloge mit ihrer prachtvollen astronomischen Uhr aus dem 16. Jahrhundert, die über einem gotischen Torbogen thront. Auf dem Place du Vieux-Marché wurde 1431 Jeanne d'Arc verbrannt – heute steht dort eine moderne Kirche, die an die Nationalheldin erinnert, und der Platz ist von Restaurants und Cafés umgeben. Die Aître Saint-Maclou, ein mittelalterlicher Pestfriedhof mit geschnitzten Totentanz-Reliefs an den Fachwerkbalken, ist einer der unheimlichsten und faszinierendsten Orte Frankreichs. Für deutsche Besucher ist Rouen eine ideale Ergänzung zu einem Paris-Trip: Die Stadt liegt nur 90 Minuten mit dem Zug von Paris entfernt und lässt sich perfekt als Tagesausflug oder als Zwischenstopp auf dem Weg zu den normannischen Küsten einplanen. Wer die D-Day-Strände, den Mont-Saint-Michel oder die Kreidefelsen von Étretat besuchen möchte, findet in Rouen eine hervorragende Basis. Die Restaurants der Stadt pflegen die normannische Küche mit Butter, Sahne, Äpfeln und Calvados – Rouen isst reichhaltiger und bodenständiger als das schicke Paris und das zu deutlich günstigeren Preisen.

GotikMonetJeanne d'Arc

Roussillon

Roussillon im Herzen des Luberon ist ein geologisches und ästhetisches Wunder – das Dorf leuchtet in allen Schattierungen von Ocker, Rot und Orange und hebt sich wie ein Gemälde von der grünen Provence-Landschaft ab. Die spektakulären Ockerfelsen, die zu den größten Vorkommen der Welt gehören, verwandeln die Umgebung in eine surreale Landschaft, die an den amerikanischen Südwesten erinnert. Auf dem Sentier des Ocres wandern Besucher durch eine Farbenwelt, die Maler seit Jahrhunderten inspiriert. Das kleine Dorf mit seinen ockerfarbenen Häusern, Galerien und Cafés auf dem Dorfplatz versprüht eine kreative, entspannte Atmosphäre, die deutsche Besucher sofort in ihren Bann zieht.

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Saint-Paul-de-Vence

Saint-Paul-de-Vence ist das berühmteste Künstlerdorf der Côte d'Azur und ein magischer Ort, an dem Kunst, Geschichte und provenzalische Schönheit verschmelzen. Seit den 1920er Jahren zog das auf einem Hügel thronende mittelalterliche Dorf Künstler wie Chagall, Matisse, Picasso und Prévert an, und noch heute reihen sich über 70 Galerien und Ateliers entlang der schmalen Gassen. Die mächtigen Festungsmauern aus dem 16. Jahrhundert umschließen ein perfekt erhaltenes Ensemble aus Steinhäusern, und die Fondation Maeght oberhalb des Dorfs zählt zu den bedeutendsten Museen moderner Kunst in Europa. Deutsche Kunstliebhaber sind begeistert von der einzigartigen Atmosphäre, in der man auf Schritt und Tritt der Kunstgeschichte begegnet.

kunstgalerienmittelalter

Straßburg

Straßburg ist die faszinierende Hauptstadt des Elsass und ein lebendiges Symbol der deutsch-französischen Freundschaft. Die Stadt am Rhein vereint auf einzigartige Weise das Beste beider Kulturen: französische Lebensart trifft auf alemannische Gemütlichkeit, Flammkuchen auf Foie Gras, Fachwerk auf Belle Epoque. Das historische Zentrum auf der Grande Ile ist UNESCO-Weltkulturerbe und wird von den Armen der Ill umflossen, was Straßburg den Beinamen "Venedig des Nordens" eingebracht hat. Das Straßburger Münster ist das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt. Die gotische Kathedrale mit ihrer asymmetrischen Silhouette – nur ein Turm wurde vollendet – ragt 142 Meter in den Himmel und war jahrhundertelang das höchste Gebäude der Welt. Die astronomische Uhr im Inneren ist ein Meisterwerk der Renaissance-Technik, und der Aufstieg zur Aussichtsplattform belohnt mit einem Panorama über die Vogesen, den Schwarzwald und die Rheinebene. Das Viertel Petite France ist das romantische Herz Straßburgs. Entlang der Kanäle reihen sich perfekt erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert aneinander, mit blumengeschmückten Balkonen und Spiegelungen im ruhigen Wasser. Die gedeckten Brücken und der Barrage Vauban bieten atemberaubende Fotomotive. Abends verwandeln sich die Weinstuben in gesellige Treffpunkte, wo elsässischer Riesling und Gewürztraminer fließen. Als Sitz des Europäischen Parlaments hat Straßburg auch eine moderne, kosmopolitische Seite. Das futuristische Europaviertel mit seinen Glasfassaden kontrastiert reizvoll mit der mittelalterlichen Altstadt. Für deutsche Urlauber ist Straßburg ein Traumziel: Die Stadt liegt direkt an der Grenze, ist von Freiburg in 80 Minuten, von Stuttgart in zwei Stunden erreichbar. Besonders magisch wird es in der Adventszeit, wenn der berühmte Christkindelsmärik – der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs seit 1570 – die gesamte Innenstadt in ein Lichtermeer verwandelt.

ElsassFachwerkMünster

Villefranche-sur-Mer

Villefranche-sur-Mer besitzt eine der schönsten natürlichen Buchten der Welt und verzaubert mit seinem authentischen Fischerdorf-Charme, der an der sonst oft glamourösen Côte d'Azur selten geworden ist. Die pastellfarbenen Häuser staffeln sich den steilen Hang hinunter zum tiefblauen Meer, und die mittelalterliche Rue Obscure – eine überdachte Straße aus dem 13. Jahrhundert – gehört zu den faszinierendsten Gassen der Riviera. Deutsche Urlauber lieben den entspannten Kontrast zum nahen Nizza und Monaco: Der Sandstrand Plage des Marinières ist einer der besten frei zugänglichen Strände der Küste. Die von Jean Cocteau ausgemalte Chapelle Saint-Pierre am Hafen verbindet Fischereitradition mit moderner Kunst.

buchtfischerdorfstrand

Paris

Paris, die „Stadt des Lichts“, ist das meistbesuchte Reiseziel der Welt und ein kulturelles Universum für sich. Der Eiffelturm, 1889 erbaut und mit 330 Metern jahrzehntelang das höchste Bauwerk der Welt, empfängt jährlich sieben Millionen Besucher — doch Paris ist so viel mehr als sein berühmtestes Wahrzeichen. Der Louvre beherbergt über 380.000 Kunstwerke, darunter die Mona Lisa und die Venus von Milo. Das Musée d’Orsay präsentiert die größte Impressionisten-Sammlung der Welt in einem umgebauten Bahnhof. Notre-Dame, nach dem verheerenden Brand von 2019 aufwendig restauriert, öffnete im Dezember 2024 wieder ihre Tore. Der Arc de Triomphe am Ende der Champs-Élysées bietet von seiner Dachterrasse einen ikonischen Blick über die zwölf Boulevards, die sternförmig vom Place Charles de Gaulle ausgehen. Jedes der 20 Arrondissements hat seinen eigenen Charakter: Montmartre mit dem Sacré-Cœur und seinen Künstlerateliers, das Marais mit seinen jüdischen Bäckereien und LGBTQ-Szene, Saint-Germain-des-Prés mit seinen legendären Cafes (Café de Flore, Les Deux Magots) und das Quartier Latin mit der Sorbonne und den Bouquinisten an der Seine. Die Metro bringt Besucher in wenigen Minuten von den Haute-Couture-Boutiquen der Rue du Faubourg Saint-Honoré zu den lebhaften Märkten der Rue Mouffetard. Croissants, Bagütte, Macarons und natürlich die Bistro-Küche — Paris ist auch kulinarisch unerreicht. Von Versailles (20 Minuten) bis Giverny (1 Stunde) liegen zahlreiche Ausflügsziele in Reichweite.

EiffelturmKunstMode

Nizza

Nizza, die Hauptstadt der Cote d’Azur, verbindet mediterranes Strandleben mit dem kulturellen Reichtum einer 400.000-Einwohner-Metropole. Die legendäre Promenade des Anglais erstreckt sich sieben Kilometer entlang der geschwungenen Baie des Anges — ein Boulevard, auf dem sich seit dem 18. Jahrhundert Aristokraten, Künstler und Jetset-Gäste die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Die Altstadt Vieux Nice ist ein Labyrinth aus engen Gassen mit ockergelben und terrakottaroten Fassaden, wo der Duft von Socca (Kichererbsen-Pfannkuchen) und Pissaladière aus den Bäckereien strömt. Der Cours Saleya beherbergt täglich einen der schönsten Blumen- und Lebensmittelmärkte Frankreichs. Der Schlossberg (Colline du Château) bietet einen spektakulären Panoramablick über die Stadt, den Hafen und die Bucht. Nizza beherbergt über 20 Museen, darunter das Musée Matisse mit dem Nachlass des Künstlers, das Musée Marc Chagall mit der weltweit größten Sammlung seiner Werke und das MAMAC für zeitgenössische Kunst. Die Stadt ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Monaco (20 Minuten), Èze, Saint-Paul-de-Vence oder Antibes. Der Flughafen Nice Côte d’Azur ist der drittgrößte Frankreichs und liegt nur sechs Kilometer vom Zentrum entfernt. Mit 300 Sonnentagen, einer erstklassigen Gastronomie und dem Charme einer Stadt, die seit 2021 UNESCO-Welterbe ist, gehört Nizza zu den faszinierendsten Städten am Mittelmeer.

RivieraStrandKunst

Lyon

Lyon, Frankreichs drittgrößte Stadt, gilt als Gastronomie-Hauptstadt des Landes — nicht weniger als Paul Bocuse, der berüehmteste Koch des 20. Jahrhunderts, machte die Stadt am Zusammenfluss von Rhone und Saône zum Mekka der französischen Küche. Die historische Altstadt mit dem Viertel Vieux Lyon und den Hängen von Croix-Rousse ist UNESCO-Welterbe und beherbergt Europas größtes Renaissance-Ensemble nach Venedig. Die Traboules, geheime Durchgänge durch Innenhhofe und Treppenhäuser, durchziehen das Viertel Vieux Lyon und den Hügel Croix-Rousse wie ein verborgenes Netzwerk — über 400 dieser Passagen verbinden die engen Gassen und dienten einst den Seidenwebern zum geschützten Transport ihrer kostbaren Stoffe. Die Basilika Notre-Dame de Fourvière thront über der Stadt und bietet von ihrer Terrasse einen atemberaubenden Blick über die Dächer bis zu den Alpen. Die Bouchons Lyonnais, traditionelle Wirtshäuser mit rot-weiß karierten Tischdecken, servieren Quenelles de Brochet (Hechtkleösschen), Andouillette, Tablier de Sapeur und Praline Rose — deftig, authentisch und unvergleichlich. Die Markthalle Paul Bocuse vereint die besten Produkte der Region unter einem Dach. Lyon ist auch eine Stadt des Lichts: Die Fête des Lumières im Dezember verwandelt die Fassaden in leuchtende Kunstwerke und zieht vier Millionen Besucher an. Das Musée des Conflünces, ein futuristischer Bau am Zusammenfluss der beiden Flüsse, verbindet Naturwissenschaft mit Völkerkunde. Lyon ist per TGV nur zwei Stunden von Paris entfernt.

GastronomieUNESCOLichterfest

Marseille

Marseille, gegründet um 600 v. Chr. von griechischen Seefahrern, ist die älteste Stadt Frankreichs und nach Paris die zweitgrößte. Die Hafenmetropole an der Mittelmeerküste vereint 2.600 Jahre Geschichte mit einer lebendigen, multikulturellen Energie, die in Frankreich ihresgleichen sucht. Der Vieux Port, das historische Herz der Stadt, wird heute von Fischrestaurants und dem futuristischen Sonnensegel-Pavillon von Norman Foster geprägt. Die Basilika Notre-Dame de la Garde thront auf dem höchsten Hügel der Stadt und bietet einen atemberaubenden 360-Grad-Blick über die Dächer, den Hafen und die vorgelagerten Frioul-Inseln. Dort liegt auch das Chateau d’If, die Festungsinsel, die Alexandre Dumas zum Schauplatz seines Romans „Der Graf von Monte Christo“ machte. Das MuCEM (Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers) am alten Hafen ist ein architektonisches Meisterwerk mit einer filigranen Betonfassade. Das Viertel Le Panier, Marseilles ältestes Quartier, bezaubert mit engen Gassen, Street Art und kleinen Ateliers. Die Calanques — fjordartige Felsbuchten südöstlich der Stadt — gehören zum Nationalpark und bieten türkisblaüs Wasser zwischen weißen Kalksteinklippen, ideal zum Wandern, Klettern und Schwimmen. Die Bouillabaisse, Marseilles legendärer Fischeintopf, schmeckt nirgendwo besser als in den Restaurants am Vieux Port. Mit 300 Sonnentagen im Jahr und einer pulsierenden Kulturszene ist Marseille ein unterschätztes Juwel.

HafenMultikultiCalanques

Bordeaux

Bordeaux, die Weinhauptstadt der Welt, hat sich vom verschlafenen „Dornröschen“ zur pulsierenden Kulturmetropole gewandelt, die 2007 als UNESCO-Welterbe geadelt wurde. Die halbmondförmige Hafenfront am linken Garonne-Ufer, das „Port de la Lune“, beeindruckt mit einer geschlossenen Fassade aus Kalkstein-Stadthäusern des 18. Jahrhunderts, die im Abendlicht golden leuchten. Der Miroir d’Eau, der größte Wasserspiegel der Welt, reflektiert die Place de la Bourse und ist zum Wahrzeichen des neuen Bordeaux geworden. Die Stadt hat ihre Quais in Flaniermeilen verwandelt, eine futuristische Straßenbahnlinie ohne Oberleitungen gebaut und mit der Cité du Vin — einem spektakulären Weinmuseum in einem avantgardistischen Glas- und Metallbau — ein neues Wahrzeichen geschaffen. Das Viertel Saint-Pierre bietet verwinkelte Gassen mit Tapas-Bars und Weinbistros, während Chartrons, das ehemalige Händlerviertel, mit Antiquitätenläden und Concept Stores aufwartet. Die umliegenden Weinregionen sind weltweit einzigartig: Saint-Émilion (UNESCO-Welterbe) mit seinen unterirdischen Katakomben, das Médoc mit den berühmten Châteaux Margaux, Latour und Mouton Rothschild sowie Graves, Pomerol und Sauternes liegen alle weniger als eine Stunde entfernt. Die Atlantikküste mit der höchsten Wanderdüne Europas (Dune du Pilat, 110 Meter) und den Surfstränden von Lacanau ist in 45 Minuten erreichbar. Die Küche bietet Canelees, Entrecote Bordelaise und frische Austern aus dem Bassin d’Arcachon.

WeinUNESCOArchitektur

Straßburg

Strassburg, Sitz des Europaparlaments und Hauptstadt des Elsass, ist eine Stadt, die französische Eleganz und germanische Tradition auf einzigartige Weise verbindet. Die Grande Île, die historische Altstadt auf einer Flussinsel der Ill, wurde 1988 als erstes komplettes Stadtzentrum Frankreichs zum UNESCO-Welterbe erklärt. Das Strassburger Münster ist ein Meisterwerk der Gotik: Mit 142 Metern war es bis 1874 das höchste Gebäude der Welt. Die astronomische Uhr im Inneren, ein Wunderwerk der Renaissance-Mechanik, führt täglich um 12:30 Uhr ihre figurenreiche Parade auf. Victor Hugo nannte das Münster ein „Wunder des Riesigen und des Zarten“. Das Viertel La Petite France mit seinen Fachwerkhäusern, den überdachten Brücken (Ponts Couverts) und den Kanälen der Ill gehört zu den romantischsten Stadvierteln Europas. Das Europaviertel mit Europaparlament, Europarat und Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte verleiht der Stadt eine internationale Dimension. Das Musée d’Art Moderne et Contemporain, das Historische Museum und die Universität (gegründet 1538) bereichern das kulturelle Leben. Die elsässische Küche bietet Flammkuchen (Tarte Flambée), Choucroute, Bäckeoffe und hervorragende Weine. Im Dezember findet der Christkindelsmärik statt, Frankreichs ältester Weihnachtsmarkt (seit 1570), der die gesamte Altstadt in ein Lichtermeer verwandelt und jährlich zwei Millionen Besucher anzieht. Strassburg ist per TGV in 1:46 Stunden von Paris erreichbar.

EuropaMünsterFachwerk

Toulouse

Toulouse, die „Rosa Stadt“ (La Ville Rose), verdankt ihren Beinamen den unzähligen Backsteinfassaden, die im Abendlicht in warmen Rosa- und Orangetönen leuchten. Als viertgrößte Stadt Frankreichs und Zentrum der europäischen Luft- und Raumfahrt (Airbus, CNES, Ariane) verbindet Toulouse High-Tech-Innovation mit südländischem Lebensgefühl und einer 2.000-jährigen Geschichte. Die Basilika Saint-Sernin, die größte romanische Kirche Europas und UNESCO-Welterbe als Teil des Jakobswegs, beeindruckt mit ihrem achteckigen Glockenturm und einem Reliquienschatz von europäischem Rang. Die Place du Capitole mit dem monumentalen Rathaus aus dem 18. Jahrhundert ist das Herz der Stadt — Straßencafés, Straßenkünstler und das imposante Kreuz von Okzitanien auf dem Pflaster prägen den Platz. Der Jakobinerkonvent mit seiner berühmten „Palme“ — einem Säulengewölbe, das sich wie ein Palmenfächer entfaltet — ist ein Meisterwerk der Gotik. Der Canal du Midi, UNESCO-Welterbe und technisches Wunderwerk des 17. Jahrhunderts, beginnt in Toulouse und führt auf 240 Kilometern bis zum Mittelmeer. Am Ufer lässt es sich wunderbar radeln oder flanieren. Das Viertel Saint-Cyprien am linken Garonne-Ufer hat sich zum kreativen Hotspot entwickelt, und die Les Abattoirs beherbergen ein Museum für moderne Kunst. Toulouse ist Studentenstadt (über 130.000 Studierende) mit entsprechend lebendigem Nachtleben. Kulinarisch dominiert das Cassoulet, doch auch die Markthälle Victor Hugo bietet eine köstliche Vielfalt der südwestfranzösischen Küche.

Rosa StadtRaumfahrtCanal du Midi

Montpellier

Montpellier, die Hauptstadt der Region Okzitanien, ist eine der dynamischsten Städte Südfrankreichs: Jung, kosmopolitisch und sonnenverwöht, mit einer der ältesten Universitäten Europas (gegründet 1289, unter den Studenten einst Rabelais und Nostradamus) und einer Bevölkerung, deren Durchschnittsalter zu den niedrigsten aller französischen Großstädte zählt. Die Place de la Comédie, liebevoll „Das Ei“ (l’Œuf) genannt wegen ihrer ovalen Form, ist das pulsierende Herz der Stadt — ein weiter Platz mit dem Brunnen der Drei Grazien, der Oper und endlosen Straßencafes. Die mittelalterliche Altstadt (Écusson) dahinter überrascht mit verwinkelten Gassen, prächtigen Hôtels Particuliers aus dem 17. Jahrhundert, versteckten Innenhöfen und der Kathedrale Saint-Pierre mit ihrem mächtigen Vorbau. Antigone, ein monumentaler Stadtteil im neoklassischen Stil, wurde vom katalanischen Architekten Ricardo Bofill entworfen und erstreckt sich als beeindruckende Achse bis zum Fluss Lez. Das Musée Fabre zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen Frankreichs mit Werken von Courbet, Delacroix und Soulages. Die Tramway mit ihrem avantgardistischen Design prägt das Stadtbild. Montpellier liegt nur 11 Kilometer vom Mittelmeer entfernt — die Strände von Palavas-les-Flots und Carnon sind per Tram und Bus in 30 Minuten erreichbar. Die Stadt bietet eine erstklassige Gastronomie, ein lebhaftes Nachtleben und mit rund 300 Sonnentagen im Jahr ein Klima, das wenig zu wünschen übrig lässt.

UniversitätArchitekturNachtleben

Avignon

Avignon, die „Stadt der Päpste“, war im 14. Jahrhundert für sieben Jahrzehnte Sitz des Papsttums und hat aus dieser glanzvollen Epoche ein monumentales Erbe bewahrt. Der Palais des Papes, der größte gotische Palast der Welt, thront majestätisch über der Altstadt und zählt gemeinsam mit der berümhten Brücke Saint-Bénézet („Sur le Pont d’Avignon“) zum UNESCO-Welterbe. Die vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer umschliesst eine lebendige Altstadt mit schattigen Plätzen, Straßencafés und eleganten Stadthäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Place de l’Horloge ist das pulsierende Zentrum, während die engen Gassen der Rue des Teinturiers mit ihren Wasserrädern und Platanen eine romantische Atmosphäre ausstrahlen. Der Rocher des Doms, der Felsen über dem Papstpalast, bietet einen herrlichen Blick über die Rhone und den Mont Ventoux. Jeden Juli verwandelt das Festival d’Avignon die Stadt in die größte Theaterbühne der Welt: Über 1.500 Aufführungen an hunderten Spielstätten machen das 1947 von Jean Vilar gegründete Festival zum bedeutendsten Theaterfestival Europas. Avignon ist auch idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Provence — der Pont du Gard (30 Minuten), die Weinberge von Châteauneuf-du-Pape (15 Minuten) und die Lavendelfelder des Luberon liegen in unmittelbarer Nähe. Die provenzalische Küche mit Ratatouille, Tapenade und Rosé-Weinen rundet das Erlebnis ab.

PapstpalastUNESCOTheater

Annecy

Annecy in Haute-Savoie trägt zu Recht den Beinamen „Venedig der Alpen“: Glasklare Kanäle durchziehen eine malerische Altstadt mit bunten Häusern, Arkadengängen und mittelalterlichen Brücken. Der Palais de l’Isle, ein steinernes Inselgebäude mitten im Thiou-Kanal, ist das Wahrzeichen der Stadt und eines der meistfotografierten Motive der französischen Alpen. Die Altstadt (Vieille Ville) lädtmit verwinkelten Gassen, Boutiquen, Chocolaterien und gemühtlichen Bistros zum Flanieren ein. Der Markt am Dienstag und Freitag auf dem Place Sainte-Claire zählt zu den stimmungsvollsten der Region — Reblochon-Käse, Savoyer Würstle, Berghonog und frische Alpenblumen locken Einheimische und Besucher gleichermassen. Das Chateau d’Annecy, eine mittelalterliche Festung oberhalb der Altstadt, beherbergt heute ein Museum und bietet fantastische Blicke über die Dächer und den See. Der Lac d’Annecy beginnt direkt am Stadtrand und ist mit seinem kristallklaren Wasser eines der beliebtesten Badeziele der Alpen. Die Jardins de l’Europe, ein englischer Landschaftspark am Seeufer, verbinden Stadt und See über die Pont des Amours (Liebesbrücke). Im Juni findet das Internationale Trickfilm-Festival statt, im August der Fete du Lac mit spektakulärem Feuerwerk über dem See. Annecy verbindet alpinen Charme, historische Substanz und eine ausgezeichnete Lebensqualität — kein Wunder, dass die Stadt regelmäßig zu den lebenswertesten Frankreichs gewählt wird.

SeeAlpenAltstadt

Colmar

Colmar im Herzen des Elsass ist eine Stadt, die aussieht wie eine lebendige Illustration aus einem Märchenbuch. Das Viertel „Klein-Venedig“ (Petite Venise) mit seinen pastellfarbenen Fachwerkhäusern am Ufer der Lauch, den blumengeschmückten Brücken und den kleinen Booten zählt zu den fotogensten Orten Frankreichs — und soll angeblich sogar Walt Disney zu seinem Dorf in „Die Schöne und das Biest“ inspiriert haben. Die Altstadt ist ein architektonisches Juwel mit Gebäuden vom 13. bis 18. Jahrhundert: Das Maison Pfister mit seiner bemalten Fassade, das Maison des Têtes mit 106 Gesichtern an der Front und das Koifhus (altes Zollhaus) zählen zu den Höhepunkten. Das Unterlinden-Museum beherbergt Matthias Grünewalds Isenheimer Altar, eines der bedeutendsten Werke der spätmittelalterlichen Kunst, sowie eine Sammlung von Schongaür bis Picasso. Colmar liegt strategisch günstig an der Elsässischen Weinstraße und ist von Weinbergen umgeben. Die Grand-Cru-Lagen Rangen, Brand und Hengst produzieren einige der besten Weine des Elsass. Im Dezember verwandeln sich die Plätze der Altstadt in einen der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte Frankreichs mit sechs verschiedenen Märkten, Glühwein und handgefertigtem Schmuck. Colmar ist die trockenste Stadt Frankreichs (weniger als 600 mm Niederschlag) und genießt ein außergewöhnlich mildes Klima, das sogar Feigenbäume gedeihen lässt. Die Stadt ist per Zug bestens an Strassburg (30 Minuten) und Basel (45 Minuten) angebunden.

FachwerkKlein-VenedigWein

Carcassonne

Carcassonne besitzt die größte und am besten erhaltene mittelalterliche Festungsstadt Europas. Die Cité de Carcassonne, seit 1997 UNESCO-Welterbe, erhebt sich mit 52 Türmen und einer doppelten Ringmauer über dem Fluss Aude und wirkt wie eine Zeitmaschine ins 13. Jahrhundert. Schon von der Autobahn aus bietet der Anblick der beleuchteten Festung bei Nacht ein unvergessliches Bild. Die Geschichte der Befestigung reicht bis zu den Römern zurück, doch ihren heutigen Charakter erhielt die Cité im 13. Jahrhundert während der Albigenserkreuzzüge gegen die Katharer. Im 19. Jahrhundert rettete der Architekt Viollet-le-Duc die zerfallende Anlage durch eine umfassende Restaurierung. Heute führt ein Rundgang auf den Lices — dem Zwischenraum der beiden Maürringe — um die gesamte Festung und bietet Panoramablicke über die Pyrenäen und das Weinland des Minervois. Innerhalb der Mauern erwarten den Besucher verwinkelte Gassen, die Basilika Saint-Nazaire mit ihren leuchtenden Glasfenstern, das Chateau Comtal und zahlreiche Restaurants, die Cassoulet servieren — den deftigen Bohneneintopf mit Entenfleisch und Würsten, der hier seine Heimat hat. Die Bastide Saint-Louis, die Unterstadt am gegenüberliegenden Flussufer, bietet mit Märkten, Boutiquen und Cafes ein entspannteres Erlebnis abseits der Touristenströme. Der Canal du Midi fließt durch Carcassonne und lässt sich per Hausboot oder zu Fuß erkunden.

FestungUNESCOMittelalter

Chamonix-Mont-Blanc

Chamonix-Mont-Blanc liegt zu Füssen des höchsten Bergs der Alpen (4.808 Meter) und gilt als Wiege des modernen Alpinismus. Hier fanden 1924 die ersten Olympischen Winterspiele statt, und bis heute ist der Ort ein Mekka für Bergsteiger, Skifahrer und Outdoor-Enthusiasten aus aller Welt. Die Aiguille du Midi-Seilbahn beföerdert Besucher in nur 20 Minuten auf 3.842 Meter Höhe — der Panoramablick über das Mont-Blanc-Massiv, die Grandes Jorasses und bei klarer Sicht bis zum Matterhorn ist schlicht überwätigend. Das Skigebiet umfasst fünf Teilgebiete mit über 150 Pistenkilometern, darunter die legendäre Vallée Blanche — eine 20 Kilometer lange Tiefschneeabfahrt vom Gipfel der Aiguille du Midi durch ein Meer aus Gletscherspalten und Seracs, die zu den spektakulärsten Skiabfahrten der Welt zählt. Im Sommer verwandeln sich die Berge in ein Paradies für Wanderer und Trailrunner: Der Tour du Mont Blanc, ein 170 Kilometer langer Fernwanderweg durch drei Länder, startet und endet in Chamonix. Die Montenvers-Zahnradbahn fährt zum Mer de Glace, dem größten Gletscher Frankreichs, wo eine Eisgrotte jährlich neu in den Gletscher geschlagen wird. Das Stadtzentrum bietet eine überraschend kosmopolitische Atmosphäre mit erstklassigen Restaurants, Handwerksbraüreien und Boutiquen. Chamonix ist ganzjährig attraktiv und perfekt erreichbar — Genf liegt nur eine Autostunde entfernt.

Mont BlancSkiWandern

Regionen

Côte d'Azur

Die Côte d'Azur — die „Azurblaue Küste" — ist der glamouröseste Küstenabschnitt Europas und seit über 150 Jahren der Spielplatz der Schönen und Reichen. Von Monaco über Cannes bis Saint-Tropez erstreckt sich eine Küste, die mit ihrem unvergleichlichen Licht, ihren pastellfarbenen Dörfern und dem tiefblauen Mittelmeer Generationen von Künstlern inspirierte. Nizza — die „Hauptstadt" der Côte d'Azur — bietet mit der Promenade des Anglais den berühmtesten Strandspaziergang der Welt, die Altstadt Vieux Nice mit dem Cours Saleya Blumenmarkt und das atemberaubende MAMAC (Museum für moderne Kunst). Monaco — der zweitkleinste Staat der Welt — fasziniert mit dem Casino Monte-Carlo, dem Grand-Prix-Kurs und dem Ozeanographischen Museum. Cannes ist bekannt für sein Filmfestival (Mai), die elegante Croisette-Promenade und die vorgelagerten Lérins-Inseln mit dem mysteriösen Gefängnis des „Mannes mit der eisernen Maske". Saint-Tropez bewahrt trotz Jet-Set-Image seinen Charme als ehemaliges Fischerdorf mit dem Place des Lices und seinen legendären Beach Clubs. Die Dörfer im Hinterland — Èze, Grasse (Welthauptstadt des Parfüms), Saint-Paul-de-Vence (Künstlerdorf) und Gorges du Verdon (der „Grand Canyon Europas") — sind mindestens so bezaubernd wie die Küste selbst.

StrandGlamourFilmfestival

Côtes d'Armor

Die Côtes d'Armor sind das Juwel der nördlichen Bretagne – ein Département an der bretonischen Nordküste, das vor allem für die legendäre Côte de Granit Rose, eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Europas, bekannt ist. Hier hat die Erosion über Jahrmillionen riesige Granitblöcke in surreale Formen geschliffen und ihnen durch den Eisengehalt im Gestein eine warme, rosafarbene Tönung verliehen, die bei Sonnenuntergang fast unwirklich leuchtet. Für deutsche Urlauber, die das wilde, authentische Frankreich abseits der Mittelmeerstrände suchen, sind die Côtes d'Armor eine Offenbarung. Der Sentier des Douaniers, der alte Zöllnerpfad, schlängelt sich zwischen Perros-Guirec und Ploumanach entlang der rosa Granitklippen und bietet auf nur drei Kilometern eine derart konzentrierte Dosis an Naturschönheit, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt. Jeder Felsblock scheint eine eigene Skulptur zu sein – manche erinnern an Tiere, andere an fantastische Figuren. Der Leuchtturm von Ploumanach, eingekeilt zwischen den rosa Felsen und dem türkisen Meer, ist eines der meistfotografierten Motive der gesamten Bretagne. Abseits der Küste beeindruckt das Hinterland mit mittelalterlichen Städtchen wie Dinan, das mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer, den Fachwerkhäusern und dem malerischen Hafen am Rance-Fluss wie ein Bilderbuch des mittelalterlichen Frankreichs wirkt. Die Île de Bréhat, ein autofreies Inselarchipel vor der Küste, überrascht mit einer fast mediterranen Vegetation aus Agaven, Hortensien und Palmen, obwohl man sich an der Nordküste der Bretagne befindet. Für Familien aus Deutschland sind die Côtes d'Armor ideal: Die Anreise mit dem Auto ist in einem langen Reisetag möglich, Ferienhäuser sind zahlreich und deutlich günstiger als an der Côte d'Azur. Die Gezeiten schaffen bei Ebbe riesige Sandflächen zum Muschelsammeln und Wattwandern, und die bretonische Küche mit Crêpes, Cidre und Meeresfrüchten begeistert die ganze Familie.

BretagneGranit RoseKüste

Mont Blanc / Chamonix

Chamonix-Mont-Blanc ist die Wiege des Alpinismus und Heimat des höchsten Berges Europas — eine Stadt, in der extreme Bergsportarten, französische Lebensart und eine der dramatischsten Alpenkulissen der Welt aufeinandertreffen. Der Mont Blanc erhebt sich 4.808 Meter über dem Meeresspiegel und dominiert das Chamonix-Tal wie ein weißer Thron. Seit der Erstbesteigung 1786 durch Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard zieht der Berg Alpinisten, Skifahrer und Naturliebhaber aus aller Welt an. Die Aiguille du Midi (3.842 m) ist per Seilbahn in nur 20 Minuten ab Chamonix erreichbar und bietet das vielleicht spektakulärste Bergpanorama der Alpen: Ein gläserner Skywalk (Step into the Void) ragt über dem 1.000-Meter-Abgrund, und der Blick reicht über die Gipfel des Mont-Blanc-Massivs, die Matterhorn-Silhouette und an klaren Tagen bis zum Jura. Von hier startet auch der Vallee Blanche — eine 20 km lange Gletscherabfahrt durch das Eismeer, die anspruchsvollste und schönste Off-Piste-Abfahrt der Alpen. Die Mer de Glace (Eismeer) ist mit 7 km Länge der größte Gletscher Frankreichs: Die historische Montenvers-Zahnradbahn (seit 1909) bringt Besucher auf 1.913 m Höhe, von wo eine Gondel und Treppen zur Eisgrotte im Inneren des Gletschers führen. Der dramatische Gletscherrückgang — über 2 km seit 1850 — macht die Klimaveränderung hier greifbar sichtbar. Der Tour du Mont Blanc (TMB), einer der berühmtesten Fernwanderwege der Welt, umrundet das gesamte Mont-Blanc-Massiv in 170 km durch drei Länder (Frankreich, Italien, Schweiz) und überquert dabei sieben Pässe über 2.000 m. Die 10-12 Tagesetappen führen durch Alpenwiesen, Gletschermoränen und pittoreske Bergdörfer mit Übernachtung in Berghüetten und Refuges. Chamonix selbst ist eine lebendige Alpenstadt mit französischem Flair: Bäeckereien mit frischen Croissants, Fromageries mit Reblochon und Beaufort, Craft-Beer-Bars und eine internationale Extremsport-Community. Im Winter bieten die vier Skigebiete (Les Grands Montets, Brévent-Flégère, Les Houches, Balme) über 150 km Pisten, dazu Freeride-Gelände von Weltklasse.

Mont BlancAlpinismusSkifahren

Périgord

Das Périgord ist Frankreichs kulinarisches Herzstück und eine der geschichtsträchtigsten Regionen Europas – ein sanft hügeliges Land im Département Dordogne, das mit mittelalterlichen Burgen, prähistorischen Höhlenmalereien, Trüffelwäldern und einer Küche berühmt ist, die selbst verwöhnte französische Feinschmecker ins Schwärmen bringt. Für deutsche Urlauber, die das authentische, ländliche Frankreich abseits der Touristenströme erleben möchten, ist das Périgord ein Traumziel. Die Region gliedert sich traditionell in vier Farben: das Périgord Noir (schwarz) rund um Sarlat mit seinen Trüffeln und dunklen Eichenwäldern, das Périgord Blanc (weiß) um Périgueux mit seinen Kalksteinfelsen, das Périgord Vert (grün) im waldreichen Norden und das Périgord Pourpre (purpur) im Weinanbaugebiet rund um Bergerac. Jede Farbe steht für einen eigenen Charakter und eigene kulinarische Spezialitäten. Sarlat-la-Canéda ist das Juwel des Périgord – eine perfekt erhaltene mittelalterliche Stadt mit goldenen Sandsteinhäusern, gotischen Kirchen und einem der schönsten Wochenmärkte Frankreichs. Jeden Samstag verwandelt sich die Altstadt in ein Schlemmerparadies mit Foie Gras, Trüffeln, Walnüssen, Confit de Canard und lokalen Weinen. Die Lascaux-Höhle, deren prähistorische Malereien zu den bedeutendsten Kunstwerken der Menschheitsgeschichte zählen, liegt nur wenige Kilometer entfernt – die originalgetreue Nachbildung Lascaux IV ist ein technologisches Meisterwerk. Das Dordogne-Tal mit seinen Kanufahrten, Burgen auf den Klippen und malerischen Dörfern wie La Roque-Gageac, Domme und Beynac gehört zu den schönsten Flusslandschaften Europas. Die Region ist per Auto von Deutschland gut erreichbar und eignet sich hervorragend für einen zweiwöchigen Ferienhaus-Urlaub mit Familie – Ferienhäuser mit Pool sind hier erschwinglich und zahlreich.

KulinarikTrüffelBurgen

Provence

Die Provence ist der Inbegriff südfranzösischer Lebensart: endlose Lavendelfelder, die im Juni und Juli in violetten Wellen bis zum Horizont wogen, silbriggrüne Olivenhaine, mittelalterliche Bergdörfer und ein Licht, das schon Cézanne, Van Gogh und Picasso in seinen Bann zog. Das Plateau von Valensole bietet die ikonischsten Lavendelpanoramen, während die Abtei Sénanque bei Gordes mit ihrem Lavendelfeld vor romanischer Architektur das meistfotografierte Motiv der Region ist. Avignon, die Stadt der Päpste, beeindruckt mit dem gewaltigen Papstpalast, dem größten gotischen Palast der Welt, und der legendären Brücke Pont Saint-Bénézet. Gordes, auf einem Felsvorsprung im Luberon thronend, gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Roussillon fasziniert mit seinen leuchtend roten und orangefarbenen Ockerfelsen, durch die ein Wanderweg führt, der wie eine Marslandschaft anmutet. Aix-en-Provence, die elegante Universitätsstadt, bezaubert mit ihren platanengesäumten Boulevards, plätschernden Brunnen und dem Atelier Cézannes am Hang des Mont Sainte-Victoire. Die Camargü im Süden überrascht mit weißen Wildpferden, rosa Flamingos und Stierzüchtern in einer einzigartigen Sumpflandschaft. Die Dörfer des Luberon — Bonnieux, Ménerbes, Lourmarin — sind provenzalische Bilderbuchidyllen. Auf den Märkten duftet es nach Lavendelhonig, Ziegenkäse, Oliven und frischen Kräuter der Garrigü.

LavendelWeinRömer

Bretagne

Die Bretagne, Frankreichs nordwestlichste Region, ragt wie ein trutziger Felsen in den Atlantik und begeistert mit einer wildromantischen Küste, keltischem Erbe und einer unvergleichlichen kulinarischen Tradition. Die zerknüftete Granitmündung, sturmumtoste Leuchttürme und von Gezeiten geformte Küstenabschnitte machen die Bretagne zu einer der landschaftlich dramatischsten Regionen Europas. Die Cote de Granit Rose bei Ploumanac’h besticht mit ihren bizarr geformten, rosafarbenen Granitfelsen, die bei Sonnenuntergang in warmen Tönen leuchten. Saint-Malo, die historische Korsarenstadt, erhebt sich mit ihren mächtigen Festungsmauern direkt über dem Meer. Bei Ebbe kann man zu Fuß zur Insel Grand Be wandern, wo der Schriftsteller Chateaubriand begraben liegt. Die vollständig begehbare Stadtmauer bietet atemberaubende Ausblicke über die Smaragdküste. Die Pointe du Raz an der äußersten Westspitze, wo die Brandung mit enormer Wucht gegen die Klippen donnert, zählt zu den wildesten Küpunkten Frankreichs. In Carnac stehen über 3.000 prahistorische Menhire in rätselhaften Reihen — die größte Megalith-Anlage der Welt, deren Ursprung und Zweck bis heute nicht vollständig geklärt sind. Diese geheimnisvollen Steinreihen stammen aus der Jungsteinzeit und sind älter als Stonehenge. Der bretonische Golf von Morbihan, ein Binnenmeer mit über 40 Inseln, ist ein Paradies für Segler und Vogelbeobachter. Die keltische Identität der Bretagne lebt in Musik, Sprache und Festen weiter: Bretonische Fest-Noz-Tanzfeste, Dudelsackmusik und die Regionalsprache Bretonisch präegen die Kultur. Kulinarisch ist die Region ein Genuss: Die Galette (Buchweizen-Crepe) mit Schinken, Käse und Ei, begleitet von herbem Cidre aus der Tonschale, ist ein Klassiker. Austern aus Cancale, Hummer, Coquilles Saint-Jacques und gesalzene Karamellbonbons aus Quiberon runden das gastronomische Erlebnis ab. Die Bretagne ist Frankreich in seiner urraüsten, authentischsten Form.

KüsteKeltischMenhire

Elsass

Das Elsass an der Grenze zu Deutschland und der Schweiz ist eine Region, die französische Lebensart mit germanischer Gemütlichkeit verbindet. Fachwerkhäuser in Bonbonfarben, blumengeschmückte Fensterbänke, Storchennester auf Kirchtürmen und die Weinberge der Vogesen bilden eine Kulisse, die wie aus einem Märchenbuch wirkt. Die Elsässische Weinstraße (Route des Vins d’Alsace) schläangelt sich über 170 Kilometer von Marlenheim bis Thann durch 73 Winzerorte und zählt zu den schönsten Weinrouten Europas. Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris und Crémant d’Alsace gedeihen an den sonnenverwöhenten Osthangen der Vogesen. Riquewihr, Eguisheim und Kaysersberg gehören zu den „Plus Beaux Villages de France“ und bieten mittelalterliches Flair mit Weinstuben und Delikatessenläden. Strassburg, die Europahauptstadt, beeindruckt mit dem gotischen Münster (142 Meter, einst höchstes Gebäude der Welt), dem malerischen Viertel La Petite France mit seinen Gerberhäeusern und dem Europaparlament. Colmar bezaubert mit seinem „Klein-Venedig“ und dem Unterlinden-Museum mit Grünewalds Isenheimer Altar. Die Haut-Königsbourg, eine mächtige Hohenstaufenburg auf 757 Metern Höhe, bietet Panoramablicke bis zum Schwarzwald. Im Winter verwandeln sich die Städtchen in magische Weihnachtsmärkte — der Strassburger „Christkindelsmärik“ ist der älteste Frankreichs (seit 1570). Flammkuchen, Bäckeoffe, Choucroute und Kougelhopf machen die elsässische Küche zu einem eigenständigen kulinarischen Erlebnis.

FachwerkWeinWeihnachtsmärkte

Burgund

Burgund (Bourgogne) im Herzen Frankreichs ist ein Land der Genießer: Weltberühmte Weinberge, mittelalterliche Abteien, majestätische Kanäle und eine Küche, die zu den besten des Landes zählt, machen die Region zu einem Traumziel für Feinschmecker und Kulturreisende. Die Climats, die parzellierten Weinbergslagen der Cote d’Or zwischen Dijon und Beaune, sind seit 2015 UNESCO-Welterbe. Die Route des Grands Crus führt auf 60 Kilometern durch die berühmtesten Weinlagen der Welt: Gevrey-Chambertin, Vougeot, Vosne-Romanée, Nuits-Saint-Georges und Meursault — Namen, die Weinkenner zum Träumen bringen. Beaune, die Weinhauptstadt Burgunds, beeindruckt mit dem Hospices de Beaune, einem gotischen Hospital aus dem 15. Jahrhundert mit seinem ikonischen bunten Ziegeldach, das jedes Jahr im November die berühmteste Weinversteigerung der Welt ausrichtet. Dijon, die Regionalhauptstadt, überrascht mit einer lebendigen Altstadt, dem Herzogspalast und den berühmten Markthallen. Vezelay mit seiner romanischen Basilika ist ein UNESCO-Welterbe und historischer Ausgangspunkt des Jakobswegs. Die Abtei von Fontenay, gegründet 1118, ist das älteste erhaltene Zisterzienserkloster Europas. Burgund lässt sich hervorragend per Hausboot auf den Kanälen erkunden — der Canal de Bourgogne und der Canal du Nivernais führen durch sanfte Hügel, Schleusen und verschlafene Dörfer. Böuf Bourguignon, Coq au Vin, Escargots und Époisses-Käse machen jede Mahlzeit zum Erlebnis.

WeinKulinarikRomanik

Normandie

Die Normandie im Nordwesten Frankreichs vereint bewegende Weltgeschichte, dramatische Küstenlandschaften und kulinarische Genüsse zu einer der facettenreichsten Regionen Europas. An den D-Day-Stränden — Omaha Beach, Utah Beach, Juno Beach, Gold Beach und Sword Beach — landeten am 6. Juni 1944 über 150.000 alliierte Soldaten und leiteten die Befreiung Europas ein. Der amerikanische Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer mit seinen 9.387 weißen Kreuzen über den Klippen von Omaha Beach ist ein Ort von erschütternder Würde. Das Cän Memorial, eines der bedeutendsten Kriegsmuseen Europas, ordnet die Ereignisse historisch ein. Der Mont Saint-Michel, auf einem Granitfelsen in der Bucht zwischen Normandie und Bretagne thronend, zählt zu den meistfotografierten Bauwerken Frankreichs. Bei Flut wird die mittelalterliche Abtei zur Insel — ein Anblick, der seit über 1.000 Jahren Pilger und Reisende in seinen Bann zieht. Die Alabasterküste bei Etretat beeindruckt mit ihren spektakulären Kreidefelsen und natürlichen Felsbögen, die schon Claude Monet und Guy de Maupassant inspirierten. In Giverny, nur eine Autostunde von Paris entfernt, schuf Monet seinen berühmten Seerosenteich und den blühenden Garten, die Vorlage für seine impressionistischen Meisterwerke wurden. Der Teppich von Bayeux, ein 70 Meter langes besticktes Leinentuch aus dem 11. Jahrhundert, erzählt die normannische Eroberung Englands in faszinierender Detailtreü. Kulinarisch ist die Normandie ein Paradies: Camembert, Livarot und Pont-l’Eveque zählen zu den besten Käsesorten Frankreichs. Cidre und Calvados (Apfelbranntwein) werden in malerischen Gutshöfen verkostet, und an der Küste servieren Restaurants fangfrische Austern, Muscheln und Hummer. Die Normandie verbindet Erinnerungskultur mit landschaftlicher Schönheit und gastronomischem Hochgenuss.

D-DayGeschichteImpressionismus

Loire-Tal

Das Loire-Tal, oft als „Garten Frankreichs“ bezeichnet, erstreckt sich über 280 Kilometer entlang der längsten Flusslaufes des Landes und ist seit dem Jahr 2000 UNESCO-Welterbe. Nirgendwo sonst auf der Welt konzentrieren sich so viele Renaissance-Schlösser auf so engem Raum — über 300 Châteaux zeugen von der Zeit, als französische Könige und Adelige hier um die Wette bauten. Das Chateau de Chambord mit seinen 440 Räumen und der legendären Doppelhelixtreppe, die Leonardo da Vinci zugeschrieben wird, ist das größte und spektakulärste der Loire-Schlösser. Chenonceau, elegant über den Fluss Cher gebaut, gilt als das romantischste. Amboise war Residenz französischer Könige, und das benachbarte Clos Lucé war Leonardo da Vincis letzte Wohnstätte, wo er 1519 starb. Villandry beeindruckt mit den schönsten Renaissance-Gärten Frankreichs. Das Loire-Tal ist auch eine erstklassige Weinregion: Sancerre, Vouvray, Chinon und Muscadet gehören zu den bekanntesten Appellationen. Die Loire-Radwege („Loire à Vélo“) erstrecken sich über 900 Kilometer und führen durch Weinberge, an Schlossparks vorbei und durch charmante Dörfer mit Tuffsteinarchitektur. Die Troglodyten-Höhlen von Saumur beherbergen Pilzzuchten und Weinkeller, die in den weichen Kalkstein gegraben wurden. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei die Gartenfestivals von Chaumont im Sommer ein besonderes Highlight sind.

SchlösserUNESCORenaissance

Languedoc

Das Langüdoc erstreckt sich von der spanischen Grenze bis zur Rhone und ist die größte Weinbauregion Frankreichs — ein sonnendurchfluteter Landstrich, der mit römischen Ruinen, mittelalterlichen Festungen, endlosen Weinbergen und über 200 Kilometern Mittelmeerküste aufwartet. Hier findet man das authentische Südfrankreich ohne den Glamour der benachbarten Cote d’Azur, dafür mit deutlich günstigeren Preisen und weniger Touristenmassen. Der Pont du Gard, das besterhaltene römische Aquädukt der Welt, zählt zu den beeindruckendsten Bauwerken der Antike — drei Etagen, 49 Meter hoch, erbaut ohne Mörtel. Die Arena von Nîmes, die am besten erhaltene römische Arena überhaupt, fasst 24.000 Zuschauer und wird heute für Konzerte und Stierspiele genutzt. Montpellier überrascht als dynamische Universitätsstadt mit futuristischer Architektur und mittelalterlichem Kern. Das Langüdoc produziert mehr Wein als jede andere Region Frankreichs, und die Qualität hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugelegt. Appellationen wie Pic Saint-Loup, Faugeres und Minervois bieten hervorragende Rotweine zu fairen Preisen. Der Canal du Midi durchzieht die Region auf Hunderten von Kilometern und lässt sich per Hausboot, Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Die Strände zwischen La Grande-Motte und Collioure sind breit, sandig und familienfreundlich. Das Hinterland überrascht mit den Gorges de l’Hérault, den schwarzen Bergen und den Causses-Hochebenen — ideal für Wanderer und Naturfreunde.

Canal du MidiKatharerWein

Okzitanien

Okzitanien, die südlichste Festlandregion Frankreichs, erstreckt sich von den Pyrenäen bis ans Mittelmeer und von der Dordogne bis zur Rhone-Mündung. Die 2016 aus den ehemaligen Regionen Langüdoc-Roussillon und Midi-Pyrénées gebildete Großregion vereint eine beeindruckende Vielfalt: mittelalterliche Katharerfestungen, römische Monumente, wilde Schluchten, endlose Weinberge und über 200 Kilometer Mittelmeerküste. Toulouse, die Regionalhauptstadt, besticht mit ihren rosafarbenen Backsteinfassaden und einer lebhaften Studentenszene. Carcassonne beeindruckt mit der größten erhaltenen mittelalterlichen Festungsstadt Europas, während der Pont du Gard als besterhaltenes römisches Aquädukt zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Gorges du Tarn bieten Wildwasser-Kajaking zwischen 500 Meter hohen Kalksteinwänden, und der Canal du Midi, ebenfalls UNESCO-Welterbe, durchzieht die Region auf 240 Kilometern von Toulouse bis zum Mittelmeer. Okzitanien ist Frankreichs größte Weinregion — hier gedeihen Malbec, Tannat und Carignan in Appellationen wie Cahors, Madiran und Corbières. Die Küche bietet Cassoulet aus Castelnaudary, Roquefort-Käse aus den Causses und frische Meeresfrüchtaus Sète. Im Winter locken die Pyrenäen-Skigebiete (Cauterets, Font-Romeu, Ax-les-Thermes), im Sommer die Strände zwischen Collioure und La Grande-Motte. Für Reisende, die das authentische Frankreich abseits von Paris suchen, ist Okzitanien ein Volltreffer.

PyrenäenToulouseUNESCO

Inseln

La Réunion

La Réunion, das französische Überseedépartement im Indischen Ozean, ist die vielleicht dramatischste Insel der Welt. Ein aktiver Vulkan (Piton de la Fournaise, einer der aktivsten weltweit), drei gigantische Talkessel (Cirques) und eine Biodiversität, die UNESCO-Welterbe ist, machen die Insel zum Wanderparadies schlechthin. Der Piton des Neiges (3.070m) ist der höchste Berg im Indischen Ozean. Die drei Cirques — Mafate (nur zu Fuß erreichbar!), Cilaos und Salazie — bieten Trekking durch Canyons, Wasserfälle und tropische Vegetation von surrealer Schönheit. Gleichzeitig ist La Réunion französisch: Bagütte und Croissants am Morgen, kreolische Küche am Abend, und die Euros in der Tasche ersparen Währungsumrechnungen. Die Insel liegt direkt neben Mauritius, bietet aber ein komplett anderes Erlebnis — Natur statt Strand, Abenteuer statt Resort.

VulkanWandernCirques

Korsika

Korsika, die französische Mittelmeerinsel mit dem Beinamen "Ile de Beauté", vereint auf engstem Raum schroffe Gebirgsketten, türkisfarbene Buchten und eine wilde, ungezähmte Natur, die ihresgleichen sucht. Das Gebirge erhebt sich bis auf über 2.700 Meter (Monte Cinto) und fällt an vielen Stellen fast senkrecht ins Meer ab — eine Kulisse, die Korsika deutlich von den anderen Mittelmeerinseln unterscheidet. Die Calanche von Porto, ein UNESCO-Welterbe aus roten Granitfelsen, bilden eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Europas. Der GR20 gilt als anspruchsvollster Fernwanderweg Europas und durchquert Korsika in 16 Etappen von Nord nach Süd. Erfahrene Bergwanderer bewältigen ihn in zwei Wochen, doch auch einzelne Tagesetappen bieten atemberaubende Alpinlandschaften mit Gletscherseen und Granitwüsten. Bonifacio thront auf steilen Kreideklippen hoch über dem Meer — die Altstadt mit ihren genüsischen Häusern scheint über dem Abgrund zu schweben, und die Treppen des Roi d’Aragon führen 187 Stufen hinab zum Wasser. Calvi an der Nordwestküste bezaubert mit seiner genüsischen Zitadelle, feinem Sandstrand und dem legendären Nachtleben. Im Hinterland pflegen Hirten und Bauern Traditionen, die Jahrhunderte alt sind: Kastanienmehl ist die Basis zahlreicher korsischer Gerichte, und die Charcuterie aus halbwilden Schweinen (Lonzu, Coppa, Figatellu) zählt zu den besten im gesamten Mittelmeerraum. Ajaccio, Geburtsstadt Napoleons, überrascht mit dem Maison Bonaparte und mediterranem Flair. Korsikas Strände reichen von den weißen Sandbuchten bei Palombaggia und Santa Giulia im Süden bis zu versteckten Kiesbuchten wie Saleccia, die nur per Boot oder Geländewagen erreichbar sind. Taucher finden vor der Küste versunkene Wracks und eine artenreiche Unterwasserwelt. Ob Bergabenteür, Badetraum oder kulinarische Entdeckungsreise — Korsika ist die wildeste und vielfältigste Insel des Mittelmeers.

InselWandernGR20

Île de Ré

Die Île de Ré, über eine elegante drei Kilometer lange Brücke mit La Rochelle verbunden, ist die Lieblingsinsel der Pariser und verkörpert französische Lebensart in Vollendung. Nur 30 Kilometer lang und fünf Kilometer breit, bietet das flache Eiland im Atlantik weiße Sandstrände, grüne Salzwiesen, duftende Stockrosenalleen und weißgekalkte Dörfer mit grünen Fensterläden. Saint-Martin-de-Ré, der Hauptort mit seinem von Vauban befestigten Hafen (UNESCO-Welterbe), bezaubert mit Kopfsteinpflastergassen, Künstlerateliers und lebhaften Cafés rund um den Fischerhafen. Ars-en-Ré mit seinem schwarz-weißen Kirchturm zählt zu den „Plus Beaux Villages de France“. La Flotte bietet den schönsten mittelalterlichen Markt der Insel unter hundertjährigen Platanen. Die Ile de Ré ist ein Fahrradparadies: Über 100 Kilometer Radwege durchziehen die Insel und verbinden Dörfer, Strände und die berühmten Salinen, in denen noch heute Fleur de Sel von Hand geerntet wird. Die Salzarbeiter (Sauniers) kann man bei der Arbeit beobachten und das kostbare Salz direkt kaufen. Der Phare des Baleines, ein 57 Meter hoher Leuchtturm an der Nordspitze, bietet nach 257 Stufen einen Rundblick über die gesamte Insel und den Atlantik. Austernzucht, Kartoffelanbau (die berümhte „Primeur“) und Fischfang prägen den Charakter. Die Ile de Ré ist ein Ort der Entschleunigung — elegant, authentisch und unaufgeregt.

InselRadfahrenSalz

Mont-Saint-Michel

Der Mont-Saint-Michel erhebt sich wie eine Vision aus den Wattflächen der Normandie: Eine gotische Abtei auf einem 80 Meter hohen Granitfelsen, umgeben von den gewaltigsten Gezeiten Europas, die den Tidenhub auf bis zu 15 Meter treiben. Die Klosterinsel, seit 1979 UNESCO-Welterbe, ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen Frankreichs und empfängt jährlich über 2,5 Millionen Besucher. Die Abtei auf dem Gipfel ist ein architektonisches Wunder aus 1.000 Jahren Baugeschichte: Von der vorromanischen Krypta über den romanischen Chor bis zur gotischen „Merveille“ (dem Wunderwerk) mit ihrem schwebenden Kreuzgang übereinander geschichtet. Bei Flut wird der Mont zur Insel und scheint über dem Wasser zu schweben — ein Anblick, der seit dem 8. Jahrhundert Pilger aus ganz Europa anzog. Die Grande Rue, die einzige Straße des winzigen Dorfes am Fuß der Abtei, führt durch enge Gassen mit Souvenirlläden, Creperies und dem Restaurant La Mère Poulard, berühmt für sein legendäres Omelett seit 1888. Die 2014 fertiggestellte Steg-Brücke ersetzte den alten Damm und gibt den Gezeiten wieder freien Lauf — heute kann man die Flut regelmäßig um den Felsen branden sehen. Wattwanderungen mit einem Guide durch die Bucht sind ein Abenteuer, bei dem man die Treibsand-Gefahren und das Naturschauspiel der einlaufenden Flut hautnah erlebt. Der Mont-Saint-Michel ist ein Ort, der religiose Ehrfurcht, architektonische Brillanz und Naturgewalt vereint wie kein zweiter.

UNESCOKlosterGezeiten

Gebiete

Côte d'Azur

Die Cote d’Azur, legendäre Riviera Frankreichs, erstreckt sich von Saint-Tropez bis zur italienischen Grenze und vereint azurblaüs Mittelmeer, glamouröse Städte und provenzalischen Charme zu einem der begehrtesten Küstenstriche Europas. Seit dem 19. Jahrhundert zieht dieser Landstrich Künstler, Aristokraten und Jetset-Publikum gleichermassen an — und hat dabei nichts von seiner Faszination verloren. Nizza, die heimliche Hauptstadt der Riviera, begeistert mit der palmengesäumten Promenade des Anglais, der farbenfrohen Altstadt mit dem Cours Saleya-Blumenmarkt und Museen für Matisse und Chagall. Cannes glänzt nicht nur während der Filmfestspiele im Mai, sondern das ganze Jahr über mit elegantem Boulevard de la Croisette und feinen Restaurants. Monaco, der zweitkleinste Staat der Welt, protzt mit seinem Casino Monte-Carlo, dem Formel-1-Kurs durch die Straßen und dem ozeanografischen Museum hoch über dem Meer. Saint-Tropez hat sich trotz des Jetset-Rufs seinen provenzalischen Dorfcharakter bewahrt, während das Bergdorf Eze hoch über dem Meer einen atemberaubenden Panoramablick bietet. Antibes lockt mit dem Picasso-Museum in der mittelalterlichen Festung und dem größten Yachthafen Europas. Die Küste bietet kristallklares Wasser, versteckte Buchten und über 300 Sonnentage im Jahr. Die provenzalische Küche mit Ratatouille, Socca (Kichererbsenfladen) und frischem Fisch rundet das Erlebnis ab.

RivieraGlamourStrand

Camargue

Die Camargü, das größte Flussdelta Westeuropas, erstreckt sich südlich von Arles bis ans Mittelmeer und ist eine Landschaft von urtüemlicher Wildheit: Endlose Salzwiesen, flache Lagunen, Reisfelder und schilfreiche Sümpfe bilden ein einzigartiges Oekosystem, das als Regionaler Naturpark geschützt ist. Berühmt ist die Camargü für ihre drei Symboltiere: Die weißen Camargü-Pferde, die halbwild durch die Sümpfe galoppieren, die schwarzen Stiere, die für die traditionellen Stierspiele (Course Camarguaise) gezüchtet werden, und die rosafarbenen Flamingos, die zu Tausenden in den Salzlagunen waten. Der Parc Ornithologique de Pont de Gau ermölgicht Nahbeobachtungen der Flamingos und über 300 weiterer Vogelarten. Saintes-Maries-de-la-Mer, der Hauptort an der Küste, ist ein lebhaftes Fischerdorf mit breitem Sandstrand und dem jährlichen Zigeunerfest im Mai, wenn Roma aus ganz Europa ihre Schutzheilige Sara feiern. Die mittelalterliche Wehrkirche mit ihrem begehbaren Dach bietet Rundblicke über das Delta bis zum Mittelmeer. Die Saline de Giraud produziert Fleur de Sel in riesigen, rosa schimmernden Verdunstungsbecken. Aigüs-Mortes, die vollständig erhaltene mittelalterliche Festungsstadt am Nordrand der Camargü, war einst Ausgangspunkt der Kreuzzüge Ludwigs IX. Ausritte durch die Salzwiesen bei Sonnenuntergang, Bootstouren durch die Kanäle oder Fahrradtouren entlang der Deiche — die Camargü ist wild, ursprünglich und wunderbar anders.

FlamingosPferdeNatur

Gorges du Verdon

Die Gorges du Verdon in der Provence sind mit bis zu 700 Metern Tiefe die größte Schlucht Europas und werden oft als „Grand Canyon Frankreichs“ bezeichnet. Über Jahrmillionen hat der smaragdgrüne Verdon-Fluss diese spektakuläre Klamm in die weißen Kalksteinfelsen der Haute-Provence gegraben — das Ergebnis ist eine Naturlandschaft von atemberaubender Schönheit. Zwei Panoramastraßen erschließen die Schlucht: Die Route des Crêtes am Nordufer und die Corniche Sublime am Südufer bieten spektakuläre Aussichtspunkte, von denen der Blick hunderte Meter in die Tiefe auf das türkisfarbene Band des Flusses fällt. Der Point Sublime und der Balcons de la Mescla zählen zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten, während der Col d’Illoire ein Panorama über die gesamte Schluchtöffnung bietet. Der Lac de Sainte-Croix am westlichen Ende der Schlucht ladt zum Baden, Kajakfahren und Tretbootfahren ein — die Einfahrt in die enge Schlucht per Kanu gehört zu den unvergesslichsten Erlebnissen der Provence. Der Sentier Martel, ein legendärer Wanderweg auf dem Grund der Schlucht, führt über 15 Kilometer durch Tunnel, über Leitern und entlang des Flussufers. Kletterer finden an den senkrechten Wänden über 1.500 Routen aller Schwierigkeitsgrade. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei die Hochsaison im Juli und August durchaus überlaufen sein kann.

SchluchtKajakWandern

Dordogne

Die Dordogne im Südwesten Frankreichs ist ein Landstrich, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Mittelalterliche Dörfer klammern sich an Felsklippen über dem träge dahinfließenden Fluss, goldgelbe Kalksteinhäuser leuchten in der Nachmittagssonne, und Gänseleberpastete, Trüffel und Walnüsse bestimmen die köstliche Küche der Region. Das Tal des Flusses Dordogne ist übersät mit einigen der schönsten Dörfer Frankreichs: Beynac-et-Cazenac mit seiner Festung hoch über dem Fluss, La Roque-Gageac, das sich zwischen Fels und Wasser schmiegt, und Domme mit seinem Panoramablick über das gesamte Tal. Sarlat-la-Canéda, die heimliche Hauptstadt des Périgord Noir, begeistert mit einer komplett erhaltenen mittelalterlichen Altstadt und einem der besten Wochenmärkte Frankreichs, auf dem Truffeln, Foie Gras, Steinpilze und lokaler Bergerac-Wein angeboten werden. Die prähistorischen Höhlen der Dordogne sind weltberühmt: Lascaux, die „Sixtinische Kapelle der Urzeit“, zeigt 17.000 Jahre alte Höhlenmalereien (die originalgetreü Nachbildung Lascaux IV ist ein Meisterwerk moderner Museumstechnik). In Font-de-Gaume kann man noch echte Originalmalereien besichtigen. Kanufahrten auf der Dordogne von Vitrac nach Beynac gehören zu den entspanntesten Erlebnissen der Region, vorbei an Schlössern, Steilufern und schattigen Badestellen. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei der Herbst mit Trüffelsaison und Laubfärbung besonders reizvoll ist.

PrähistorieSchlösserKulinarik

Luberon

Der Luberon in der Haute-Provence ist eine hügelige Landschaft aus Lavendelfeldern, Olivenhainen, Weinbergen und honigfarbenen Steindörfern, die wie Schwalbennester an Felsklippen kleben. Der Regionale Naturpark Luberon, seit 1997 UNESCO-Biosphärrenreservat, erstreckt sich über die Bergkette zwischen Cavaillon und Manosque und verköpert die Provence, wie man sie sich erträumt. Gordes, mit seinen Steinterrassen über dem Tal, zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs und diente als Kulisse für Ridley Scotts „Ein gutes Jahr“. Roussillon leuchtet in allen Ockertönnen — die ehemaligen Steinbrüche des Sentier des Ocres bieten einen surrealen Spaziergang durch rote, orange und gelbe Felsformationen. Bonnieux, Ménerbes und Lacoste (mit dem Schloss des Marquis de Sade) reihen sich wie Perlen an der Nordseite des Gebirges auf. Der Luberon ist die Hochburg der provenzalischen Lebensart: Wochenmärkte in Apt (Samstag), Lourmarin (Freitag) und Coustellet bieten Lavendelhonig, Ziegenkäse, Calissons und lokale Weine der Appellation Luberon. Peter Mayles Bestseller „Mein Jahr in der Provence“ machte die Region bei internationalen Lesern berühmt. Die Lavendelblüte im Juni und Juli verwandelt die Hochebene von Valensole und die Abteien Sénanque und Silvacane in violette Meere. Im Herbst lockt die Trüffelsaison. Der Luberon ist Entschleunigung in Reinform — ein Ort, an dem die Uhren langsamer zu gehen scheinen.

BergdörferLavendelProvence

Champagne

Die Champagne, rund 150 Kilometer östlich von Paris gelegen, ist die Heimat des berühmtesten Schaumweins der Welt. Nur hier, in diesem streng geschützten Anbaugebiet mit seinen kalkhaltigen Böden und dem kühlen Klima, darf Champagner seinen Namen tragen. Über 34.000 Hektar Rebfläche, aufgeteilt auf rund 16.000 Winzer, produzieren jährlich über 300 Millionen Flaschen des edlen Getränks. Reims und Épernay sind die beiden Hauptstädte der Region. In Reims, wo über 30 französische Könige in der gotischen Kathedrale gekrönt wurden, laden große Häuser wie Veuve Clicquot, Taittinger und Pommery zur Kellerführung durch kilometerlange Kreidekeller ein, die in ehemalige römische Kalksteinbrüche gegraben wurden. Épernay beeindruckt mit der Avenue de Champagne, die das Magazin Forbes als „teuerste Straße der Welt“ bezeichnete — unter dem Pflaster lagern über 200 Millionen Flaschen. Die sanft gewellte Hüglellandschaft der Champagne, seit 2015 UNESCO-Welterbe, lässt sich am besten per Auto oder Fahrrad erkunden. Die Montagne de Reims, die Côte des Blancs und das Marne-Tal bilden die drei wichtigsten Teilregionen mit ihren Grand-Cru-Lagen. Kleine Familienwinzer öffnen ihre Türen für Verkostungen, die oft persönlicher und authentischer sind als bei den großen Marken. Das Culinarium reicht von Chaource-Käse über Boudin Blanc bis zu Biscuits roses de Reims. Die beste Reisezeit ist September zur Weinlese, wenn die Dörfer vor Aktivität summen.

ChampagnerWeinUNESCO

Strände

Biarritz

Biarritz an der französischen Atlantikküste vereint die Eleganz eines Seebads der Belle Époque mit der läassigen Coolness einer internationalen Surf-Metropole. Die Stadt im französischen Baskenland wurde im 19. Jahrhundert durch Kaiserin Eugénie, Gemahlin Napoleons III., zum mondänen Badeort des europäischen Adels — der Hôtel du Palais, heute ein Luxushotel, war ursprünglich ihre kaiserliche Sommerresidenz. Die Grande Plage, der Hauptstrand im Herzen der Stadt, wird flankiert vom Casino und dem Art-déco-Bau des Hotels. Doch der eigentliche Magnet für internationale Besucher ist die Cote des Basques südlich des Stadtzentrums — hier begann 1957 die europäische Surfgeschichte, als der amerikanische Drehbuchautor Peter Viertel die ersten Wellen ritt. Heute ist Biarritz die Surfhauptstadt Europas mit dutzenden Surfschulen, Board-Shapers und einem jährlichen Surf-Festival. Der Rocher de la Vierge, ein Felsen im Meer, der über eine von Gustave Eiffels Werkstatt erbaute Metallbrücke erreichbar ist, bietet spektakuläre Ausblicke auf die Küste, die Pyrenäen und bei klarer Sicht bis zur spanischen Küste. Das Musée de la Mer (Aquarium) und die lebhaften Markthallen (Les Halles) mit baskischen Spezialitäten wie Jambon de Bayonne, Piment d’Espelette und Gateau Basque bereichern jeden Besuch. Die Nähe zum spanischen San Sebastián (50 Minuten), die baskischen Dörfer im Hinterland und die Weinregion Jurançon machen Biarritz zum idealen Ausgangspunkt für die Erkundung des französisch-baskischen Grenzlandes.

SurfenStrandBaskenland

Saint-Tropez

Saint-Tropez, das kleine Fischerdorf an der Cote d’Azur, wurde in den 1950er-Jahren durch Brigitte Bardot und den Film „Und immer lockt das Weib“ zum Inbegriff von Glamour und mediterraner Lebensfreude. Trotz seines Weltruhms zählt der Ort nur rund 4.500 Einwohner — ein Dorf mit der Ausstrahlung einer Weltbühne. Der alte Fischerhafen ist heute eine Schaubühne der Superyachten, an der Millionäere neben Künstlern und Touristen ihren Aperitif genießen. Die pastellfarbenen Häuser am Quai Jean Jaurès und die lebhaften Cafés (das Café Sénéquier mit seinen roten Stühlen ist legendär) bilden eine unwiderstehliche Kulisse. Die Zitadelle auf dem Hügel über der Stadt beherbergt ein Marinemuseum und bietet Panoramablicke über die Bucht und das Massif des Maures. Die Plage de Pampelonne, fünf Kilometer südlich, erstreckt sich über 4,5 Kilometer und beherbergt die berühmtesten Strandclubs der Welt — vom legendären Club 55 bis zum Nikki Beach. Doch auch ruhigere Abschnitte und öffentliche Zugänge bieten türkisblaüs Wasser und feinen Sand. Jeden Dienstag und Samstag findet der provenzalische Markt auf der Place des Lices statt, wo Einheimische Pétanque spielen und Lavendelhonig, Tapenade und Socca verkauft werden. Das Musée de l’Annonciade zeigt Werke von Signac, Matisse und Bonnard, die hier das Licht der Provence einfingen. Die beste Reisezeit ist Mai bis Juni und September, wenn Saint-Tropez seinen Charme ohne die Menschenmassen des Hochsommers entfaltet.

GlamourStrandJet-Set

Étretat

Étretat an der normannischen Alabasterküste besitzt die wohl dramatischsten Kreidefelsen Frankreichs: Die Falaise d’Aval mit ihrem gewaltigen natürlichen Felsbogen und der vorgelagerten Felsnadel Aiguille („Nadel“) wurden von Monet, Courbet und Boudin gemalt und von Maurice Leblanc zum Versteck seines Meisterdiebs Arsène Lupin gemacht. Der Kieselstrand liegt eingerahmt zwischen zwei monumentalen Klippen: Im Südwesten die Falaise d’Aval mit ihrem 70 Meter hohen Bogen, der an einen Elefantenrüssel erinnert, und der freistehenden 55 Meter hohen Aiguille. Im Nordosten erhebt sich die Falaise d’Amont mit einer kleinen Kapelle und einem Denkmal für die Flieger Nungesser und Coli, die 1927 bei ihrem Transatlantikflug verschwanden. Klippenwanderungen entlang des GR21-Fernwanderwegs bieten atemberaubende Ausblicke auf die Felsformationen und das offene Meer. Bei Ebbe kann man durch den Felsbogen der Falaise d’Aval wandern und die Manneporte erreichen — einen noch größeren, weniger bekannten Bogen. Die Jardins d’Étretat, ein moderner Skulpturengarten auf den Klippen, verbinden Land Art mit Meerblick. Das Ortszentrum bietet Fischrestaurants, Creperies und den Clos Arsene Lupin, ein interaktives Museum im Haus von Maurice Leblanc. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, doch auch stürmsiche Wintertage haben ihren raün Charme. Étretat liegt nur 2,5 Stunden von Paris entfernt und ist ein perfekter Tagesausflug aus der Hauptstadt.

KreidefelsenKüsteMonet

Seen

Lac d'Annecy

Der Lac d’Annecy gilt als sauberster See Europas und verzaubert Besucher mit seinem leuchtend türkisfarbenen Wasser vor der Kulisse schneebedeckter Alpengipfel. Der 14,6 Kilometer lange Gletschersee in Haute-Savoie wird seit den 1960er-Jahren durch strenge Umweltschutzgesetze geschützt, was ihm eine außergewöhnliche Wasserqualität beschert — Sichtweiten von über zehn Metern sind keine Seltenheit. Annecy selbst, oft als „Venedig der Alpen“ bezeichnet, begeistert mit pastellfarbenen Häusern entlang des Thiou-Kanals, einer mittelalterlichen Altstadt mit Arkadengängen und dem ikonischen Palais de l’Isle, das wie ein steinernes Schiff mitten im Fluss thront. Die Uferpromenade und die Jardins de l’Europe laden zum Flanieren ein, während Straßenmusiker und Eisdielen mediterranes Flair verbreiten. Der 42 Kilometer lange Radweg rund um den See gehört zu den schönsten Radtouren der Alpen und führt vorbei an Badestränden, mittelalterlichen Dörfern und dem imposanten Chateau de Duingt. Im Sommer springen Mutige vom Roc de Chere in den See, Stand-Up-Paddler gleiten über das spiegelglatte Wasser, und Gleitschirmflieger starten vom Col de la Forclaz mit Blick auf das gesamte Seepanorama. Im Oktober feiert Annecy das Fest der Alpkäse-Rückkehr. Die Region bietet auch Zugang zum Naturpark Bauges und zum Semnoz-Skigebiet — der Lac d’Annecy ist ein ganzjähriges Traumziel.

SeeRadfahrenBaden

Lac du Bourget

Der Lac du Bourget in den französischen Alpen ist mit 18 Kilometern Länge und bis zu 145 Metern Tiefe der größte natürliche See Frankreichs. Eingebettet zwischen den Kalksteinfelsen des Mont du Chat im Westen und dem Bauges-Massiv im Osten, bietet er eine dramatische Kulisse, die schon den Romantiker Alphonse de Lamartine zu seinem berühemten Gedicht „Le Lac“ inspirierte. Das türkisblaü Wasser erreicht im Sommer angenehme 24 bis 26 Grad und macht den See zu einem beliebten Badeziel. Die Strände von Aix-les-Bains an der Ostufer-Seite — darunter der Grand Port und die Plage du Rowing — bieten Sandstrände mit Alpenpanorama. Segler, Windsurfer und Kajakfahrer schätzen die zuverlässigen Thermikwinde, während Taucher im kristallklaren Wasser versunkene gallo-römische Siedlungsreste erkunden können. Aix-les-Bains, das elegante Thermalbad am Ostufer, blickt auf eine 2.000-jährige Badekultur zurück — schon die Römer nutzten die heißen Quellen. Die Abtei von Hautecombe am Westufer, Grablege des Hauses Savoyen, ist per Ausflugsschiff erreichbar und ein architektonisches Juwel. Radfahrer lieben die 35 Kilometer lange Seerundfahrt, Wanderer den Aufstieg zur Dent du Chat mit spektakulärem Seeblick. Der Lac du Bourget verbindet alpinen Charme mit mediterranem Flair — ein Geheimtipp abseits der überlaufenen Mittelmeerstrände.

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