Norwegen
Norwegen bietet die dramatischste Natur Europas: Fjorde, die sich wie Messer ins Land schneiden, die Mitternachtssonne im Sommer und Nordlichter im Winter. Das Land ist ein Paradies für Wanderer, Fotografen und Naturliebhaber.
Hauptstadt
Oslo
Sprache
Norwegisch
Währung
Norwegische Krone (NOK)
Zeitzone
UTC+1
Flugzeit ab DE
ca. 2 Stunden (Oslo)
Einreise
Personalausweis (Schengen)
Top 5 Highlights in Norwegen
Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.
Geirangerfjord
UNESCO-Welterbe: Steile Felswände, Wasserfälle und tiefblaues Fjordwasser.
Lofoten
Fischerdörfer, spitze Berge und die schönsten Strände nördlich des Polarkreises.
Trolltunga
Die "Trollzunge" – einer der spektakulärsten Aussichtspunkte der Welt.
Bergen
Bunte Holzhäuser in Bryggen, Fischmarkt und Tor zu den Fjorden.
Nordkap
Der nördlichste Punkt des europäischen Festlands – Mitternachtssonne im Sommer.
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Beste Reisezeit für Norwegen
Empfohlene Reisezeit
Juni–August
Sommer
15–25°C
Winter
-5–3°C
Was kostet ein Urlaub in Norwegen?
Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)
Budget
90–130€
Hostel, Streetfood, ÖPNV
Mittelklasse
130–220€
Hotel, Restaurant, Ausflüge
Luxus
220–400€
Boutique-Hotel, Fine Dining
5 Reisetipps für Norwegen
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Norwegen ist teuer – Lebensmittel im Supermarkt kaufen
Hurtigruten-Schiffe sind eine tolle Alternative zum Fliegen
Jedermannsrecht (Allemannsretten): Wildcamping ist erlaubt!
Mautstraßen werden automatisch per Kennzeichen abgebucht
Trolltunga-Wanderung braucht 8-12 Stunden – gute Ausrüstung nötig
Essen & Trinken in Norwegen
Diese Gerichte musst du probieren!
Entdecke Norwegen
14 Regionen, Städte und Highlights in Norwegen
Städte
Ålesund
Ålesund ist Norwegens Jugendstil-Perle — eine malerische Hafenstadt, die nach einem verheerenden Stadtbrand 1904 komplett im Jugendstil wiederaufgebaut wurde. Die pastellfarbenen Gebäude mit ihren Türmchen, Erkern und fantasievollen Ornamenten machen Ålesund zu einer der architektonisch einheitlichsten und schönsten Städte Skandinaviens. Die 418 Stufen zum Aksla-Aussichtspunkt sind Ålesunds berühmtester Aufstieg — von der Spitze bietet sich ein Panorama über die Stadt, die Inseln, die Fjorde und bei klarem Wetter bis zum offenen Atlantik. Der Jugendstilzentrum (Art Nouveau Centre) erzählt die faszinierende Geschichte des Brandes und des Wiederaufbaus. Ålesund ist das Tor zu den Sunnmøre-Alpen und dem Geirangerfjord, einem der spektakulärsten UNESCO-Fjorde Norwegens. Die Atlanterhavsveien (Atlantikstraße), eine der schönsten Küstenstraßen der Welt, beginnt südlich der Stadt. Das Atlanterhavsparken, eines der größten Salzwasseraquarien Nordeuropas, ist ein Highlight für Familien. Die Stadt liegt an der Hurtigruten-Route und ist von Bergen oder Trondheim per Inlandsflug schnell erreichbar.
Bergen
Bergen, Norwegens zweitgrößte Stadt und das „Tor zu den Fjorden", ist eine der charmantesten Hafenstädte Europas. Eingebettet zwischen sieben Bergen und dem Meer, vereint die ehemalige Hansestadt mittelalterliches Erbe mit lebhafter Kulturszene und spektakulärer Natur direkt vor der Haustür. Bryggen, das UNESCO-Welterbe-Hanseviertel am Hafen, ist das Wahrzeichen Bergens. Die bunten, schiefen Holzhäuser aus dem 14.-16. Jahrhundert standen einst im Zentrum des Handels zwischen den Hansestädten und Norwegen. Heute beherbergen sie Boutiquen, Galerien und Restaurants, und die schmalen Gassen dahinter — die Passasjen — führen zu versteckten Innenhöfen und Werkstätten. Der Fischmarkt (Fisketorget) am Hafen ist eine Bergens Institution. Frischer Lachs, Königskrabbe, Garnelen und Walfleisch werden neben fertigen Gerichten angeboten. Ein Teller frisch geschälter Garnelen mit Brot und Zitrone, direkt am Kai gegessen, gehört zu den einfachsten und besten kulinarischen Erlebnissen Norwegens. Die Fløibahn, eine Standseilbahn, bringt Besucher in acht Minuten auf den 320 Meter hohen Fløyen, von wo sich ein atemberaubender Blick über Stadt, Hafen und die umgebende Fjord- und Berglandschaft bietet. Oben warten Wanderwege durch dichte Wälder und zu Seen — Wildnis mitten in der Stadt. Bergen ist auch Norwegens Kulturhauptstadt. Das KODE-Museum beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Skandinaviens (darunter Werke von Edvard Munch), Troldhaugen — das Wohnhaus des Komponisten Edvard Grieg — liegt malerisch an einem Waldsee, und das alljährliche Bergen International Festival ist das größte Kulturereignis des Landes. Bergen ist berüchtigt für seinen Regen — bis zu 240 Regentage im Jahr. Aber statt sich davon abschrecken zu lassen, haben die Bergenser den Regen zur Identität gemacht. Und wenn die Sonne doch durchbricht, erstrahlt die Stadt in einem Licht von solcher Klarheit, dass jedes einzelne Sonnenmotiv die Wartezeit wert war.
Oslo
Oslo, Norwegens Hauptstadt, liegt eingebettet zwischen dem Oslofjord und bewaldeten Hügeln und vereint Weltklasse-Museen mit direktem Zugang zur Natur. Die Stadt hat sich mit dem neuen Munch-Museum, dem Operahaus — dessen begehbares Dach an einen Eisberg erinnert — und dem Stadtteil Bjørvika zu einer Metropole der modernen Architektur gewandelt. Der Vigeland-Skulpturenpark mit 200 Werken Gustav Vigelands ist der weltweit größte einem einzigen Künstler gewidmete Skulpturenpark. Oslo ist die teuerste Stadt der Welt, aber auch eine der nachhaltigsten: 2019 war sie European Green Capital. Die Holmenkollen-Skisprungschanze bietet einen atemberaubenden Blick über Stadt und Fjord. Im Sommer kann man morgens durch Wälder wandern, mittags im Fjord schwimmen und abends auf der Aker Brygge Garnelen mit Blick aufs Wasser essen. Die Mischung aus urbanem Leben und wilder Natur macht Oslo einzigartig unter Europas Hauptstädten.
Stavanger
Stavanger ist Norwegens Abenteuer-Hauptstadt – eine lebendige Hafenstadt an der Südwestküste, die als Ausgangspunkt für zwei der spektakulärsten Wanderungen Europas dient und gleichzeitig mit der besterhaltenen Holzhaussiedlung Skandinaviens, einer aufstrebenden Gastronomieszene und der rauen Schönheit der Fjordlandschaft begeistert. Für deutsche Urlauber ist Stavanger per Direktflug in nur zwei Stunden erreichbar und bietet damit den schnellsten Zugang zu Norwegens dramatischster Natur. Der Preikestolen (Prekestolen), die legendäre Felskanzel 604 Meter über dem Lysefjord, ist das Aushängeschild der Region und eine der meistfotografierten Naturattraktionen der Welt. Die Wanderung zum Preikestolen dauert etwa 4 Stunden hin und zurück und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Moorgebieten, Kiefernwäldern und über Felsplatten – am Ende steht man auf einer flachen Felsterrasse direkt über dem türkisfarbenen Fjord und der Anblick ist schier unglaublich. Noch spektakulärer ist der Kjeragbolten, ein zwischen zwei Felswänden eingeklemmter Felsblock 1.000 Meter über dem Lysefjord, auf dem Mutige für ein unvergessliches Foto posieren können. Die Altstadt von Stavanger, bekannt als Gamle Stavanger, ist ein Traum aus 173 weiß gestrichenen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die sich an den kopfsteingepflasterten Gassen oberhalb des Hafens aneinanderreihen. Es ist die am besten erhaltene Holzhaussiedlung Nordeuropas und ein wunderbarer Kontrast zur modernen Ölhauptstadt Norwegens, die Stavanger seit den 1970er Jahren ist. Das Norwegische Ölmuseum am Hafen dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte der Ölindustrie, die Stavanger von einer verschlafenen Fischerei- und Konservenstadt zur reichsten Stadt Norwegens machte. Der Hafen Vågen ist das gesellschaftliche Zentrum der Stadt mit Restaurants, Cafés und dem Fischmarkt Fisketorget, wo fangfrische Meeresfrüchte serviert werden. Die Street-Art-Szene Stavangers ist überraschend lebendig – das jährliche NuArt-Festival hat die Stadt zu einer der besten Street-Art-Destinationen Europas gemacht. Per Fjordboot erreicht man den Lysefjord für eine Fahrt zwischen 1.000 Meter hohen Felswänden, die vom Boot aus noch beeindruckender wirken als von oben.
Tromsø
Tromsø, das „Tor zur Arktis", ist eine der nördlichsten Universitätsstädte der Welt und der perfekte Ausgangspunkt für einige der spektakulärsten Naturphänomene unseres Planeten. Auf 69° nördlicher Breite gelegen, bietet diese lebhafte norwegische Stadt das Beste aus zwei Welten: arktische Wildnis und urbane Kultur. Die Stadt ist vor allem als einer der besten Orte weltweit bekannt, um Nordlichter zu beobachten. Von September bis März tanzen die Aurora Borealis in grünen, violetten und roten Schleiern über den dunklen Himmel — ein Erlebnis, das einem den Atem raubt. Zahlreiche Tourenanbieter führen Besucher zu den besten Beobachtungspunkten abseits der Stadtlichter. Doch Tromsø hat weit mehr zu bieten als Polarlichter. Die Eismeerkathedrale, ein architektonisches Meisterwerk aus den 1960er-Jahren, erhebt sich mit ihrer markanten dreieckigen Fassade und dem riesigen Glasmosaik wie ein stilisierter Eisberg am Ufer des Tromsøsunds. Die Fjellheisen-Seilbahn bringt Besucher auf den Storsteinen, von wo sich ein atemberaubender 360-Grad-Blick über die Stadt, die umliegenden Fjorde und die schneebedeckten Berge der Lyngen-Alpen bietet. Im Sommer hingegen geht die Sonne zwei Monate lang nicht unter. Die Mitternachtssonne taucht die arktische Landschaft in ein unwirkliches goldenes Licht und ermöglicht Wanderungen, Kajaktouren und Walbeobachtungen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die umgebenden Inseln und Fjorde sind ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten. Das Polaria-Erlebniszentrum und das Polarmuseum erzählen von den großen arktischen Expeditionen und dem Leben in der Polarregion. Die Mack-Brauerei, die nördlichste der Welt, lädt zu Verkostungen ein, während die überraschend lebendige Gastro-Szene mit arktischen Spezialitäten wie Rentierfleisch, Königskrabbe und Stockfisch begeistert. Die kompakte Innenstadt mit ihren bunten Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert verleiht Tromsø einen fast südländischen Charme — ein faszinierender Kontrast zur raün arktischen Umgebung. Tromsø beweist, dass das Leben hoch im Norden alles andere als karg und eintönig ist.
Trondheim
Trondheim ist Norwegens Krönungsstadt und geistliches Zentrum – ein Ort, an dem sich tausendjährige Geschichte und lebendige Studentenkultur auf einzigartige Weise verbinden. Der Nidarosdom, Skandinaviens größte mittelalterliche Kathedrale und nördlichste gotische Kathedrale der Welt, ist seit dem Mittelalter das Ziel von Pilgern und der Ort, an dem bis heute die norwegischen Könige gesegnet werden. Die prachtvolle Westfassade mit ihren Skulpturen und Rosettenfenstern erinnert an die großen Kathedralen Frankreichs und ist ein architektonisches Wunder am Rande der Arktis. Die bunten Speicherhäuser auf Holzpfählen am Fluss Nidelva, die Bryggen von Trondheim, sind das Fotomotiv der Stadt. Diese historischen Lagerhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, einst Umschlagplätze für Stockfisch und Getreide, beherbergen heute Restaurants, Boutiquen und Ateliers. Der Anblick der bunten Fassaden, die sich im ruhigen Flusswasser spiegeln, ist besonders in der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang magisch. Trondheim ist mit 30.000 Studenten eine der jüngsten Städte Norwegens. Die NTNU (Norwegens technische Universität) prägt die lebendige Café- und Bar-Szene, besonders im Viertel Bakklandet, einem charmanten Holzhausviertel mit Kopfsteinpflastergassen, unabhängigen Geschäften und der berühmten Trampe – dem einzigen Fahrradlift der Welt, der Radler den steilen Hügel hinaufschiebt. Im Sommer erlebt Trondheim die Mitternachtssonne, während im Winter die Nordlichter am Himmel tanzen können. Für deutsche Reisende gibt es Direktflüge von mehreren deutschen Flughäfen, und die Stadt eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für die spektakuläre Küstenfahrt mit der Hurtigruten oder Roadtrips entlang der Atlantikstraße.
Gebiete
Flåm
Flåm ist ein winziges Dorf am Ende des Aurlandsfjords — und dennoch eines der meistbesuchten Reiseziele Norwegens. Der Grund dafür ist die Flåmsbana, eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt, die sich 20 Kilometer durch eine dramatische Fjordlandschaft aus Wasserfällen, steilen Berghängen und engen Tälern windet. Die Fahrt gilt als eine der schönsten Bahnstrecken überhaupt. Das Dorf selbst liegt malerisch am smaragdgrünen Fjordwasser, eingerahmt von bis zu 1.800 Meter hohen Bergen. Kreuzfahrtschiffe und Hurtigruten machen hier Station, Wanderer starten Touren zum Stegastein-Aussichtspunkt oder durch das Flåmsdalen-Tal. Die Nærøyfjord-Bootstour, ein UNESCO-geschützter Seitenarm des Sognefjords, führt durch eine der engsten und dramatischsten Fjordlandschaften der Welt. Im Sommer bietet Flåm Kajaktouren auf dem Fjord, Zipline-Abenteuer, Radtouren entlang der Rallarvegen-Route und Wanderungen zu Almen mit Panoramablick. Im Winter verwandelt sich die Landschaft in ein Schneemärchen mit Langlaufloipen und der magischen Winterversion der Flåmsbana. Flåm ist am besten als Teil der legendären Norway in a Nutshell Tour erlebbar — einer Rundreise, die Zug, Bus und Fähre kombiniert und die spektakulärsten Landschaften Westnorwegens verbindet.
Nordkap
Das Nordkap ist der nördlichste per Straße erreichbare Punkt Europas – ein 307 Meter hoher Felsvorsprung auf der Insel Magerøya, der sich dramatisch über das Eismeer erhebt und seit Jahrhunderten Reisende aus aller Welt in seinen Bann zieht. Für deutsche Urlauber ist die Fahrt zum Nordkap mehr als nur ein Ziel – sie ist eine epische Reise durch die wildeste und einsamste Landschaft Europas, vorbei an Fjorden, Hochebenen und Fischerdörfern, die am Ende der Welt zu liegen scheinen. Von Mai bis Juli steht die Mitternachtssonne 24 Stunden am Himmel und taucht die arktische Landschaft in ein unwirkliches, goldenes Dauerlicht. Der Moment, wenn man um Mitternacht am Nordkap-Plateau steht und die Sonne über dem Eismeer nicht untergeht, ist eines der intensivsten Naturerlebnisse, die Europa zu bieten hat. Die Nordkaphalle bietet eine Ausstellung zur Geschichte des Kaps, ein Panoramakino und die legendäre Champagnerbar mit dem möglicherweise spektakulärsten Ausblick aller Bars weltweit. Der Weg zum Nordkap ist Teil des Abenteuers: Die E69 von Honningsvåg zum Nordkap schlängelt sich durch eine mondähnliche Tundralandschaft, in der im Winter Rentierherden die Straße kreuzen. Honningsvåg, die nächstgelegene Stadt, ist ein charmantes Fischerdorf mit bunten Holzhäusern und dem arktischen Eismeermuseum. Die Insel Magerøya selbst ist über den spektakulären Nordkaptunnel erreichbar, der 212 Meter unter dem Meeresgrund verläuft. Für deutsche Reisende gibt es mehrere Anreisemöglichkeiten: Fliegen nach Honningsvåg oder Hammerfest, die legendäre Hurtigruten-Postschifffahrt entlang der norwegischen Küste oder die große Nordkap-Autoroute durch Skandinavien, die allein schon eine unvergessliche Reise ist. Die Region ist von November bis Januar in Polarnacht gehüllt, was die Nordlicht-Chancen maximiert.
Regionen
Geirangerfjord
Der Geirangerfjord ist das Kronjuwel der norwegischen Fjordlandschaft und eines der beeindruckendsten Naturwunder Europas. Der UNESCO-Welterbe-Fjord erstreckt sich über 15 Kilometer ins Landesinnere, umgeben von fast senkrechten, bis zu 1.700 Meter hohen Felswänden, an denen Wasserfälle in die Tiefe stürzen und verlassene Baürnhöfe auf unmöglich steilen Hängen kleben. Die Anfahrt nach Geiranger ist selbst schon ein Erlebnis. Ob über die berühmte Trollstigen-Serpentinenstraße, die Adlerstraße (Ørnesvingen) mit ihren elf Haarnadelkurven oder per Fjordfähre von Hellesylt — jeder Zugang bietet ein Panorama, das den Atem raubt. Die Adlerstraße mündet in einen Aussichtspunkt, von dem aus der gesamte Fjord wie eine gigantische Miniaturlandschaft zu Füßen liegt. Die Wasserfälle des Geirangerfjords sind weltberühmt. Die „Sieben Schwestern" (De Syv Søstrene) — sieben parallele Wasserfälle, die gemeinsam von einer 250 Meter hohen Klippe stürzen — befinden sich direkt gegenüber dem „Freier" (Friaren), einem einzelnen Wasserfall, der angeblich den Schwestern eine Flasche Braut-Schnaps anbietet. Das „Brautschleier" (Brudesløret) rundet das Trio der berühmtesten Wasserfälle ab. Die Fjordkreuzfahrt von Geiranger nach Hellesylt (oder umgekehrt) gehört zu den ikonischsten Bootsfahrten Skandinaviens. Kreuzfahrtschiffe und kleine Fähren gleiten durch das stille, tiefgrüne Wasser, während sich die Felswände hoch über den Passagieren auftürmen — ein Gefühl, als befände man sich in einer Kathedrale der Natur. Wanderer finden rund um den Fjord erstklassige Routen. Die Wanderung zum verlassenen Bauernhof Skageflå, der auf einem schmalen Felsband 250 Meter über dem Fjord klebt, bietet eines der dramatischsten Panoramen Norwegens. Der Aussichtspunkt Flydalsjuvet, direkt über Geiranger, ist der berühmteste Fotospot des Fjords. Das Norwegische Fjordcenter in Geiranger erklärt die geologische Entstehung und kulturelle Bedeutung der Fjorde und wurde für seine architektonische Einbettung in die Landschaft ausgezeichnet.
Lofoten
Die Lofoten sind ein Archipel von atemberaubender Schönheit nördlich des Polarkreises — eine Inselkette, die wie von Riesenhand aus dem Nordmeer emporgehoben zu sein scheint. Schroffe, bis zu 1.000 Meter hohe Granitgipfel erheben sich direkt aus türkisfarbenem Wasser, umgeben von weißen Sandstränden, die an die Karibik erinnern, aber in einer komplett anderen Welt liegen. Die Lofoten sind der Inbegriff dramatischer norwegischer Landschaft. Schmale Straßen winden sich über Brücken und durch Tunnel von Insel zu Insel, und hinter jeder Kurve wartet ein neues postkartenwürdiges Panorama. Die traditionellen roten Fischerhütten, die Rorbür, stehen auf Stelzen über dem Wasser und bilden einen ikonischen Kontrast zu den dunklen Bergen — ein Motiv, das Fotografen aus aller Welt anzieht. Das Fischerdorf Reine, oft als schönstes Dorf Norwegens bezeichnet, ist das meistfotografierte Motiv der Lofoten. Von hier führen Wanderwege zum Reinebringen, dessen Aussichtspunkt einen der berühmtesten Blicke Skandinaviens bietet. Henningsvær, das „Venedig der Lofoten", beeindruckt mit seinem Fußballplatz zwischen Felsen und seinem wachsenden Angebot an Galerien und Cafés. Die Strände der Lofoten gehören zu den spektakulärsten Europas. Haukland Beach, Uttakleiv Beach und Kvalvika Beach bieten türkises Wasser und feinen weißen Sand — bei einer Wassertemperatur, die selten über 15°C steigt. Surfer trotzen dem kalten Wasser und reiten die arktischen Wellen, was Unstad Beach zu einem der nördlichsten Surfspots der Welt macht. Von Ende Mai bis Mitte Juli taucht die Mitternachtssonne die Landschaft in goldenes Daürlicht, während im Winter Nordlichter über den Bergen tanzen. Das Wikingermuseum in Borg zeigt das längste je entdeckte Wikingerhaus und entführt Besucher in die Welt der Nordmänner. Die Lofoten sind auch ein kulinarisches Highlight: Der Skrei, der arktische Winterkabeljau, der jedes Jahr von Januar bis April in die Gewässer der Lofoten zieht, gilt als einer der edelsten Speisefische der Welt. Überall auf den Inseln trocknet Stockfisch auf traditionellen Holzgerüsten — ein Anblick, der die Lofoten seit Jahrhunderten prägt.
Norwegische Fjorde
Die norwegischen Fjorde gehören zu den spektakulärsten Naturlandschaften Europas und wurden von National Geographic wiederholt als bestes Reiseziel der Welt ausgezeichnet. Diese von Gletschern geformten Meeresarme schneiden sich bis zu 200 Kilometer tief in die norwegische Küste und werden von bis zu 1.500 Meter hohen, steil aufragenden Felswanden eingerahmt, an denen Wasserfälle in die Tiefe stürzen. Der Geirangerfjord und der Näroyfjord sind UNESCO-Weltnaturerbe und Norwegens beruhmteste Fjorde. Der Geirangerfjord beeindruckt mit den Sieben Schwestern, einer Reihe von Wasserfällen, die über 300 Meter in die Tiefe stürzen, während der nur 250 Meter schmale Näroyfjord eine fast klaustrophobische Intensität entfaltet. Der Sognefjord, mit 204 Kilometern Länge und 1.308 Metern Tiefe der größte Fjord Norwegens, bietet besonders vielfältige Erlebnisse. Die Aussichtskanzel Preikestolen (Trolltunga ist die abenteürlichere Alternative) ragt 604 Meter über dem Lysefjord empor und bietet einen der dramatischsten Aussichtspunkte Europas. Die Postschiffroute der Hurtigruten entlang der Küste ist eine der schönsten Schiffsreisen der Welt. Wanderungen, Kajaktouren und die Flam-Eisenbahn, eine der steilsten Bahnstrecken weltweit, erschließen die Fjordlandschaft. Mai bis September bietet die längsten Tage und bestes Wetter.
Spitzbergen (Svalbard)
Spitzbergen, auf Norwegisch Svalbard, ist einer der nördlichsten bewohnten Orte der Erde und ein Ort, der die Vorstellungskraft sprengt. Auf halbem Weg zwischen dem norwegischen Festland und dem Nordpol gelegen, ist dieser Archipel eine Welt aus Gletschern, Eisfjorden und arktischer Wildnis, in der Eisbären die Bevölkerung der Menschen übersteigen. Longyearbyen, die Hauptstadt und nördlichste Stadt der Welt, ist ein skurriler Ort voller Kontraste. Bunte Holzhäuser auf Stelzen über dem Permafrostboden, ein überraschend gutes Restaurant-Angebot und strenge Regeln: Wer die Stadtgrenze verlässt, muss eine Waffe gegen Eisbären mitführen. Die Siedlung hat eine erstaunlich internationale Bevölkerung aus über 40 Nationen. Die Natur Spitzbergens ist von einer Schönheit, die fast unwirklich erscheint. Massive Gletscher kalben vor den Augen der Besucher ins Meer, die türkisfarbenen Eisformationen des Nordenskjöld-Gletschers leuchten in einem überirdischen Blau. Bootstouren durch den Isfjorden und den Billefjorden führen vorbei an Kolonien von Papageitauchern, Walrossen auf Eisschollen und mit etwas Glück an Eisbären auf Nahrungssuche. Die Polarnacht von Ende Oktober bis Mitte Februar hüllt die Insel in völlige Dunkelheit — und schafft gleichzeitig ideale Bedingungen für das Nordlicht, das hier in seiner intensivsten Form erscheint. Im Gegensatz dazu steht die Mitternachtssonne von Mitte April bis Ende August, wenn die Sonne nicht untergeht und die arktische Tundra in 24 Stunden Daürlicht taucht. Der Svalbard Global Seed Vault, das „Doomsday Vault", liegt in einem Bergstollen bei Longyearbyen und bewahrt Saatgutproben aus der ganzen Welt als Sicherheitskopie für die Menschheit. Obwohl der Tresorraum selbst nicht zugänglich ist, ist das futuristische Eingangsportal ein beliebtes Fotomotiv. Dogsledding, Schneemobiltouren und Gletscherwanderungen gehören zu den Hauptaktivitäten im Winter und Frühling. Im Sommer bieten Kajaktouren zwischen Eisbergen und Wanderungen durch die blühende arktische Tundra ein kontrastreiches Programm. Die Tierwelt ist überwältigend: Polarfüchse, Svalbard-Rentiere, Belugawale und natürlich der König der Arktis — der Eisbär.
Westnorwegen
Westnorwegen ist die Essenz des norwegischen Fjordlandes – eine Landschaft von überwältigender Dramatik, in der smaragdgrüne Fjorde kilometertief ins Land schneiden, Wasserfälle hunderte Meter in die Tiefe stürzen und schneebedeckte Gipfel direkt aus dem Meeresniveau aufsteigen. Für deutsche Urlauber ist Westnorwegen das ultimative Naturziel Europas, ein Ort, der selbst die kühnsten Erwartungen an Landschaft und Abenteuer übertrifft. Der Sognefjord, mit 204 Kilometern Länge und bis zu 1.308 Metern Tiefe der längste und tiefste Fjord Europas, ist das Herzstück der Region. Seine Nebenarme – der Nærøyfjord (UNESCO-Welterbe) und der Aurlandsfjord – verengen sich auf nur 250 Meter Breite und bieten von den Ausflugsbooten aus einen Anblick, der den Atem stocken lässt: senkrechte Felswände, die über 1.000 Meter aufragen, Wasserfälle, die wie Silberfäden an den Klippen herabfallen, und winzige Bergbauernhöfe, die an unmöglich steilen Hängen kleben. Der Hardangerfjord, Norwegens zweitlängster Fjord, ist für seine Obstgärten bekannt, die im Mai in voller Blüte stehen und den Fjord in ein rosa-weißes Blütenmeer verwandeln. Die Trolltunga, eine über den Abgrund ragende Felszunge in 1.100 Metern Höhe über dem See Ringedalsvatnet, ist eine der spektakulärsten Wanderungen Europas geworden – die 22 Kilometer lange Tour ist anspruchsvoll, aber der Blick von der Felsnase ist unbeschreiblich. Bergen, das Tor zu den Fjorden, ist eine der schönsten Städte Norwegens mit dem UNESCO-Welterbe Bryggen, den bunten Holzhäusern am Hafen, dem Fischmarkt und einer lebendigen Kulturszene. Die berühmte Flåmbahn schlängelt sich von Myrdal durch 20 Tunnel und über spektakuläre Brücken hinab ins Aurlandstal und gilt als eine der steilsten Normalspurbahnen der Welt. Die Anreise für deutsche Urlauber ist per Flug nach Bergen oder per Fähre von Kiel nach Oslo und dann über die Landschaftsrouten nach Westen möglich. Ein Mietwagen ist empfehlenswert, um die vielen Panoramastraßen und versteckten Fjordarme zu erkunden.
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