Jordaan
Der Jordaan ist Amsterdams charmantestes Viertel — und fragt man Einheimische, sagen die meisten: „Hier würde ich am liebsten wohnen." Was als Arbeiterviertel im 17. Jahrhundert begann (der Name kommt wahrscheinlich vom französischen „jardin" — Garten), ist heute ein Labyrinth aus schmalen Grachten, versteckten Innenhöfen, Vintage-Läden und gemütlichen Cafés.
Highlights
- Hofjes: Amsterdams bestgehütetes Geheimnis sind die Hofjes — historische Innenhöfe, ursprünglich als Almshouses (Armenhäuser) für alleinstehende Frauen oder Witwen gebaut. Im Jordaan gibt es über ein Dutzend, die meisten sind kostenlos zugänglich (Stille respektieren!). Die schönsten: Karthuizerhof (Karthuizerstraat 21–131), Sint Andrieshofje (Egelantiersgracht 107) und Claes Claeszhofje (1. Egelantiersdwarsstraat).
- Lindengracht-Markt: Jeden Samstag von 9–16 Uhr: Amsterdams bester Wochenmarkt — Obst, Gemüse, Käse, Blumen, Kleidung, Vintage und Street Food. Weniger touristisch als der Albert Cuyp.
- Noordermarkt: Samstags Bauernmarkt (Bio-Produkte) und montags Antiquitätenmarkt auf dem Platz vor der Noorderkerk (1623). Der beste Ort für ein Bio-Frühstück.
- Westerkerk: Die höchste Kirche Amsterdams (85 m Turm, besteigbar für Panoramablick!). Rembrandt ist hier begraben (irgendwo — das genaue Grab ist unbekannt). Direkt neben dem Anne Frank Haus.
- Grachten-Spaziergänge: Die Egelantiersgracht, Bloemgracht und Brouwersgracht gehören zu den schönsten Grachten der Stadt — kleiner, ruhiger und fotogener als die großen drei.
💡 Tipp
Der Jordaan ist am schönsten am Samstagmorgen: Lindengracht-Markt, Noordermarkt, Kaffee in einem der Cafés und dann durch die Hofjes spazieren. Unter der Woche ist es ruhiger und ebenso schön. Abends: Brown Cafés! Café 't Smalle (Egelantiersgracht 12) ist eines der ältesten und schönsten der Stadt.