Rotlichtviertel (De Wallen)
Das Rotlichtviertel (De Wallen) ist eines der ältesten Viertel Amsterdams — und zugleich das kontroverseste. Die beleuchteten Fenster mit Sexarbeiterinnen, Coffee Shops und Peepshows sind weltbekannt. Aber De Wallen ist mehr als sein Ruf: Es ist auch ein Wohnviertel, ein Restaurantviertel und eines der ältesten Viertel der Stadt mit der Oude Kerk (älteste Kirche Amsterdams, 1306), hübschen Grachten und historischen Fassaden.
Was du wissen solltest
- Prostitution ist legal in den Niederlanden — Sexarbeit ist reguliert, besteuert und die Arbeiterinnen haben Rechte und Gewerkschaften. Die Fenster sind ein sichtbarer Teil davon.
- Fotografieren ist verboten: Fotografiere niemals die Frauen in den Fenstern — das ist respektlos und kann zu Konfrontationen führen. Kameras und Handys in den engen Gassen nach unten halten.
- Sicherheit: De Wallen ist sicherer, als es aussieht — Polizei und Kameras sind allgegenwärtig. Normale Vorsicht genügt (Taschendiebe!), aber nachts allein in dunklen Seitengassen nicht sorglos sein.
- Sehenswürdigkeiten: Die Oude Kerk (Eintritt: 13,50€, wechselnde Kunstausstellungen), das Red Light Secrets Museum (Einblick in die Welt hinter den Fenstern, 14,50€) und das Hash Marihuana & Hemp Museum (9€) liegen alle im Viertel.
Perspektive: Die Stadt Amsterdam arbeitet aktiv daran, das Rotlichtviertel zu verändern — touristische Touren durch die Gassen wurden eingeschränkt, und es gibt Pläne, Fenster zu verlagern. Das Viertel wird sich in den kommenden Jahren verändern. Genieße es respektvoll und mit offenen Augen.
Achtung
Kaufe niemals Drogen von Straßendealern in oder um das Rotlichtviertel! Was dort angeboten wird, ist oft gefälscht, gestreckt oder gefährlich. Legale Cannabis-Produkte gibt es nur in lizenzierten Coffee Shops.