El Raval — Das multikulturelle Viertel
Das Raval ist Barcelonas rauestes, multikulturellstes und am meisten unterschätztes Viertel. Einst als „Barrio Chino" (Chinatown) berüchtigt — obwohl hier nie Chinesen lebten, sondern Prostituierte, Seeleute und Bohemiens —, hat sich das Raval in den letzten 20 Jahren zu einem kreativen Schmelztiegel gewandelt. Neben dem MACBA (Museum für Zeitgenössische Kunst) und dem CCCB (Kulturzentrum) findest du hier die besten internationalen Restaurants, Underground-Bars und eine Street-Art-Szene, die an Berlin erinnert.
MACBA — Museum für Zeitgenössische Kunst
Das MACBA (1995, Architekt: Richard Meier) ist das Zentrum der zeitgenössischen Kunstszene Barcelonas. Der weiße Bau auf der Plaça dels Àngels ist tagsüber ein Skateboard-Mekka — die glatte Fläche vor dem Museum zieht Skater aus aller Welt an. Im Museum: wechselnde Ausstellungen katalanischer und internationaler Gegenwartskunst. Eintritt: 11€, samstags ab 16 Uhr: 4€.
Palau Güell
Das Palau Güell (1886–1890) ist Gaudís frühes Meisterwerk — ein Stadtpalast für seinen Mäzen Eusebi Güell, versteckt in einer engen Gasse des Raval. Von außen streng, von innen eine Explosion aus Raum, Licht und Material. Die Dachterrasse mit ihren bunten Schornsteinen ist ein Vorgeschmack auf Gaudís spätere Werke. UNESCO-Welterbe. Eintritt: 12€. Deutlich weniger besucht als Casa Batlló oder La Pedrera — Geheimtipp für Gaudí-Fans.
Essen im Raval
Das Raval ist Barcelonas kulinarischstes Viertel für internationales Essen: pakistanische Restaurants (die besten Samosas der Stadt für 1€), mexikanische Taquerias, libanesischer Hummus und japanisches Ramen — alles zu Preisen, die im Born oder Eixample undenkbar wären. Dazwischen: traditionelle katalanische Bars und die trendige Cocktailszene rund um die Carrer de Joaquín Costa.