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Praktisch · Kapitel 10

Praktisches A–Z

Bora Bora Reiseführer

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PraktischKapitel 10: Praktisches A–Z
Praktisch · Kapitel 10

Praktisches A–Z

Alles, was du für die Reisevorbereitung wissen musst — von Einreise und Gesundheit über Strom und Internet bis zu den Besonderheiten des Lebens auf einer abgelegenen Südseeinsel.

Einreise & Visum

EU-Bürger, Schweizer & Österreicher

Französisch-Polynesien gehört zu Frankreich, ist aber kein Teil der EU. Trotzdem: EU-Bürger benötigen kein Visum für Aufenthalte bis 90 Tage. Du benötigst:

  • Reisepass: Noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig.
  • Rückflugticket: Nachweis der Ausreise (wird kontrolliert!).
  • Unterkunftsnachweis: Hotelbuchung oder Einladung.

Achtung bei Transit über die USA: Wenn du über Los Angeles fliegst, benötigst du ein ESTA (Electronic System for Travel Authorization) oder ein US-Visum — auch für den Transit! Das ESTA kostet 21 USD und muss vor Abflug beantragt werden. Bearbeitungszeit: meist Minuten, manchmal bis 72 Stunden.

Zoll

Duty-free-Grenzen: 200 Zigaretten, 1 Liter Spirituosen, Waren bis 30.000 XPF (252€). Streng verboten: Pflanzen, Samen, frische Lebensmittel und tierische Produkte — Französisch-Polynesien hat strenge Biosicherheitsvorschriften zum Schutz des fragilen Ökosystems.

Gesundheit & Sicherheit

Gesundheit

Bora Bora ist gesundheitlich unproblematisch: Kein Malaria-Risiko, keine Pflichtimpfungen, sauberes Trinkwasser in den Hotels. Empfohlene Standard-Impfungen: Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A. Eine Reisekrankenversicherung mit Rücktransport ist dringend empfohlen — das nächste richtige Krankenhaus ist in Tahiti (50 Min. Flug). Auf Bora Bora gibt es einen kleinen Gesundheitsposten für Basisversorgung.

Sonne & Hitze

Das größte Gesundheitsrisiko auf Bora Bora ist die Sonne. Die Nähe zum Äquator und die Reflexion des Wassers in der Lagune verstärken die UV-Strahlung erheblich. LSF 50, Hut und Shirt beim Schnorcheln sind absolut essenziell. Dehydrierung ist häufig — trinke mindestens 3 Liter Wasser pro Tag.

Meereslebewesen

  • Stachelrochen: Trotz ihrer Zutraulichkeit haben sie einen Stachel. Bewege dich langsam und ruhig, tritt nicht auf sie. Die Guides auf den Lagoon-Touren erklären die Verhaltensregeln.
  • Haie: Die Schwarzspitzen- und Zitronenhaie in der Lagune sind ungefährlich, solange du sie nicht provozierst. Keine blinkenden Schmuckstücke im Wasser tragen.
  • Korallen: Lebende Korallen sind scharf und können schmerzhafte Schnittwunden verursachen. Nicht anfassen, nicht darauf stehen. Riffsichere Badeschuhe helfen.
  • Mücken: Auf der Hauptinsel gibt es Mücken, die Dengue-Fieber übertragen können (selten, aber möglich). Insektenspray nutzen, besonders abends. Auf den windigen Motus sind Mücken kaum ein Problem.

Sicherheit

Bora Bora ist extrem sicher. Kriminalität gegen Touristen: praktisch null. Die polynesische Gesellschaft ist friedlich und gastfreundlich. Das einzige „Risiko": die natürliche Umgebung (Sonne, Strömungen, Korallen). Notruf: 17 (Polizei), 15 (Rettungsdienst), 18 (Feuerwehr).

Internet, Strom & Kommunikation

Mobilfunk & Internet

EU-Roaming gilt NICHT in Französisch-Polynesien! Die Mobilfunkkosten sind hoch. Optionen:

  • Vini (Onati): Der lokale Mobilfunkanbieter. SIM-Karten am Flughafen in Tahiti oder in Vaitape erhältlich. Datenpakete: 5 GB ab 3.000 XPF (25€). Die Abdeckung auf der Hauptinsel ist gut, auf den Motus teilweise lückenhaft.
  • Resort-WLAN: Alle Luxusresorts bieten WLAN — meist inklusive, manchmal gegen Aufpreis. Die Geschwindigkeit variiert: für Emails und Social Media reicht es, für Videostreaming oft nicht. Bora Bora ist 7.000 km vom nächsten Kontinent entfernt — die Internet-Anbindung hat Grenzen.

Digital Detox: Nutze die Gelegenheit! Bora Bora ist der perfekte Ort, um das Handy beiseite zu legen und die Lagune zu genießen. Die meisten Gäste stellen nach dem ersten Tag fest, dass sie WLAN gar nicht vermissen.

Strom

Bora Bora verwendet 220V mit einer Mischung aus Steckertypen: Typ A/B (US-amerikanisch, zweipolig flach) und Typ C/E (europäisch, zweipolig rund). Die meisten Hotels haben Universalsteckdosen oder Adapter an der Rezeption. Zur Sicherheit einen Universaladapter mitbringen.

Geld & Bezahlen

  • Währung: CFP-Franc (XPF), fest an den Euro gebunden: 1€ = 119,33 XPF. Umrechnung ist einfach: Preis durch 120 = Preis in Euro.
  • Geldautomaten: Zwei ATMs in Vaitape (Banque de Polynésie, Banque Socredo). Visa und Mastercard akzeptiert. Bargeld abheben, da viele kleine Geschäfte und Roulottes nur Cash nehmen.
  • Kreditkarten: In Hotels und größeren Restaurants akzeptiert. An Marktständen, in Roulottes und kleinen Geschäften: nur Bargeld.
  • Trinkgeld: In Französisch-Polynesien ist Trinkgeld nicht üblich und nicht erwartet — der Service ist im Preis enthalten. Bei außergewöhnlichem Service ist ein kleines Trinkgeld (500–1.000 XPF) natürlich willkommen.

Packliste & praktische Tipps

Kleidung

  • Leichte, luftige Kleidung: Baumwolle oder Leinen, hell und luftig. Auf Bora Bora herrscht tropische Hitze — weniger ist mehr.
  • Badekleidung: Mehrere Sets, da die tropische Feuchtigkeit das Trocknen verlangsamt.
  • Pareo/Sarong: Das polynesische Allzweck-Tuch: Strandkleid, Handtuch, Tischdecke, Sonnenschutz. Auf Bora Bora kaufen — schöne Designs und günstig (ab 1.500 XPF / 12,50€).
  • Rashguard/UV-Shirt: Zum Schnorcheln unverzichtbar — schützt vor Sonne und Korallenrissen besser als Sonnencreme.
  • Leichte Regenjacke: Tropische Schauer sind kurz, aber heftig.
  • Elegante Kleidung: Für Resortrestaurants — „smart casual" reicht, keine Abendgarderobe nötig.

Sonstiges

  • Riffsichere Sonnencreme LSF 50: UNBEDINGT ohne Oxybenzon und Octinoxat — diese Chemikalien zerstören Korallen. Auf Bora Bora teuer — mitbringen!
  • Schnorchelausrüstung: Lohnt sich mitzubringen — Leih-Sets auf den Touren sind oft abgenutzt. Ein guter Schnorchel und eine passende Maske machen den Unterschied.
  • Wasserdichte Handyhülle: Für Fotos in der Lagune unverzichtbar.
  • Insektenspray: DEET-haltig, besonders für die Hauptinsel abends.
  • Reiseapotheke: Durchfallmittel, Ibuprofen, Pflaster, Sonnenbrand-Gel. Die Apotheke in Vaitape hat Basismedikamente, aber importierte Marken sind teuer.
  • Steckdosenadapter: Universal-Adapter empfohlen (US + Euro-Stecker).

Kulturelle Dos & Don'ts

  • Maeva! — Die polynesische Begrüßung (Willkommen) mit einem Lächeln öffnet alle Türen. Die Polynesier sind herzlich und freundlich — erwidere die Freundlichkeit.
  • Schuhe ausziehen: Vor dem Betreten eines polynesischen Hauses oder einer Pension immer die Schuhe ausziehen.
  • Naturschutz: Nichts aus der Lagune mitnehmen — keine Korallen, keine Muscheln, keine Seesterne. Das Ökosystem ist fragil.
  • Fotografieren: Frage immer um Erlaubnis, bevor du Einheimische fotografierst — besonders bei kulturellen Zeremonien.
  • Sonntag: Sonntag ist Ruhetag — viele Geschäfte und Restaurants haben geschlossen. Kirchgang ist wichtig. Respektiere die Ruhe.

Tipp

Das perfekte Souvenir von Bora Bora: eine Tahiti-Perle! Die schwarzen Perlen des Südpazifiks gibt es in Boutiquen auf der Hauptinsel — direkt vom Züchter, deutlich günstiger als im Export. Oder ein handgemachtes Tiki aus Holz, ein Pareo oder Tahiti-Vanille.

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