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Regionen · Kapitel 6

Unterwasserwelt

Bora Bora Reiseführer

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RegionenKapitel 6: Unterwasserwelt
Regionen · Kapitel 6

Unterwasserwelt

Bora Boras Unterwasserwelt ist ein lebendiges Aquarium — zahme Stachelrochen im flachen Wasser, Schwarzspitzenhaie in den Lagunenkanälen, majestätische Mantarochen an den Außenriffen und Hunderte tropische Fischarten zwischen bunten Korallen. Ob Schnorchler oder zertifizierter Taucher: Die Begegnungen hier sind weltklasse.

Schnorcheln in der Lagune

Bora Boras Lagune ist eines der besten Schnorchelreviere der Welt — das flache, warme, kristallklare Wasser und die Vielfalt der Unterwasserwelt machen es zu einem Paradies für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Kein Neopren nötig (26–29°C ganzjährig), Sichtweiten bis 40 Meter, und die Tiere sind an Menschen gewöhnt.

Die besten Schnorchel-Spots

  • Coral Garden — Der berühmteste Schnorchel-Spot Bora Boras: ein flaches, geschütztes Korallenriff im Inneren der Lagune. Hier schwimmen Papageienfische, Doktorfische, Schmetterlingsfische, Drückerfische und Muränen zwischen lebenden Korallen. Tiefe: 1–5 Meter. Am besten morgens besuchen (ruhiges Wasser, beste Sicht). Erreichbar per Lagoon-Tour oder Boot.
  • Matira Beach (Nordende) — Direkt vom Strand zugänglich: am nördlichen Ende des Matira Beach liegt ein kleines Riff mit bunten Fischen. Kostenlos und ideal für spontanes Schnorcheln.
  • Stachelrochen-Spot — In den sandigen Flachwasserbereichen der Lagune leben dutzende Stachelrochen (Pastinachus sephen), die an Menschen gewöhnt sind. Sie gleiten direkt an dir vorbei und lassen sich sogar streicheln. Die Tiere haben ihre Stachel-Spitzen abgekürzt — das Risiko ist minimal, solange du ruhig und respektvoll bist.
  • Resortstrände — Die meisten Luxusresorts haben exzellente Hausriffe direkt vor ihren Overwater-Bungalows. Als Hotelgast schnorchelst du mit Schildkröten und Riffhaien direkt von deinem Deck aus.

Hai-Schwimmen — Sicher und faszinierend

Ein Highlight jeder Lagoon-Tour: Im tieferen Bereich der Lagune leben Schwarzspitzen-Riffhaie und Zitronenhaie. Du schnorchelst neben diesen eleganten Raubtieren in 3–5 Metern Tiefe — ein Adrenalinschub, der sicher ist, da diese Haiarten Menschen nicht als Beute ansehen. Die Tiere sind an die Boote und Schnorchler gewöhnt und zeigen weder Aggression noch Angst. Die Guides kennen die Tiere und sorgen für ein sicheres Erlebnis.

Tipp

Schnorchle immer mit Schwimmweste oder Noodle (werden auf den Touren bereitgestellt) — die Lagune hat stellenweise überraschend starke Strömungen, besonders in der Nähe der Riff-Pässe. Sonnenschutz: riffsichere Sonnencreme ohne Oxybenzon verwenden — die Korallen danken es dir.

Tauchen — Weltklasse unter Wasser

Bora Bora gehört zu den Top-Tauchzielen des Südpazifiks. Die Kombination aus warmer Lagune (für entspannte Tauchgänge) und den strömungsreichen Außenriffen (für Großfisch-Begegnungen) bietet für jedes Level das perfekte Erlebnis. Die Tauchbasen sind erstklassig ausgestattet, die Guides erfahren und die Sicherheitsstandards hoch.

Tauchspots

  • Teavanui Pass — Der Hauptpass der Lagune und der aufregendste Tauchspot: Hier treffen Lagunen- und Ozeanwasser aufeinander, was Großfische anzieht. Mantarochen (Spannweite bis 4 Meter!) gleiten elegant durch das Wasser, begleitet von Barrakudaschwärmen, Makrelen und Napoleonfischen. Strömungstauchen — mittlere bis hohe Erfahrung empfohlen.
  • Manta Point — Der berühmteste Tauchspot Bora Boras: eine Putzstation für Mantarochen an einem Korallenvorsprung in 15–20 Metern Tiefe. Zwischen Mai und November sind Mantas hier fast garantiert. Du schwebst am Riffrand und beobachtest, wie die majestätischen Tiere zur Reinigung an dir vorbeigleiten.
  • Anau — Ein einfacherer, aber wunderschöner Tauchspot an der Ostseite der Lagune: bunte Korallen, Schildkröten, Muränen und gelegentlich Adlerrochen. Ideal für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Tapu — Ein Steilabfall an der Nordseite der Lagune: von 5 auf 60 Meter in einer Wand abfallend. Graue Riffhaie, Weißspitzenhaie und Barrakudas patrouillieren entlang der Wand. Für erfahrene Taucher.
  • White Valley — Ein Sandkanal zwischen Korallenformationen, in dem sich Zitronenhaie und Stachelrochen versammeln. Die „weiße" Sandfläche kontrastiert spektakulär mit dem türkisen Wasser darüber.

Praktisches

  • Tauchbasen: Mehrere zertifizierte Tauchbasen auf der Hauptinsel (Bora Bora Diving Center, Eleuthera Diving, Top Dive). PADI und SSI zertifiziert.
  • Preise: Einzelner Tauchgang: 8.000–12.000 XPF (67–100€). Discovery Dive (Anfänger): ab 12.000 XPF (100€). 5er-Paket: ca. 35.000 XPF (293€).
  • Sicht: 20–40 Meter, beste Sicht in der Trockenzeit (Mai–Oktober).
  • Wassertemperatur: 26–29°C — Shorty oder 3mm Neopren genügt.

Meereslebewesen — Wer lebt hier?

Die Gewässer rund um Bora Bora beherbergen eine reiche und vielfältige Meeresfauna — von winzigen Clownfischen bis zu tonnenschweren Mantarochen. Hier die Stars der Lagune und der Außenriffe:

Die großen Stars

  • Mantarochen — Die Könige der Lagune: Riesenmantarochen mit Spannweiten bis 4 Meter gleiten majestätisch durch den Teavanui Pass. Ihre Eleganz ist atemberaubend. Beste Zeit: Mai–November an den Putzstationen.
  • Schwarzspitzen-Riffhaie — Die häufigsten Haie der Lagune: elegant, scheu und ungefährlich für Menschen. Bis 1,5 Meter lang, erkennbar an den schwarzen Flossenspitzen. Beim Schnorcheln und Tauchen allgegenwärtig.
  • Zitronenhaie — Größer als die Schwarzspitzen (bis 3 Meter), gelblich-braun und ebenfalls friedlich gegenüber Menschen. In der Lagune häufig, besonders in den tieferen Kanälen.
  • Stachelrochen — Die sanften Riesen der Flachwasserbereiche: Flügelspannweiten bis 1,5 Meter, samtige Haut und eine Neugier, die sie direkt an Menschen heranführt. Das Streicheln ist eine Tradition auf Bora Bora — respektvoll und sanft.
  • Meeresschildkröten — Grüne Meeresschildkröten und Echte Karettschildkröten bevölkern die Lagune. Häufig an den Resortriffen zu sehen, wo sie Algen von den Korallen fressen.

Am Riff

  • Papageienfische — In leuchtenden Blau-, Grün- und Pinktönen knabbern sie an Korallen und produzieren dabei den weißen Sand der Motu-Strände — ja, der Sand war einmal Koralle im Bauch eines Papageienfischs.
  • Clownfische — Die berühmten „Nemos" leben in Symbiose mit Seeanemonen. In der Lagune an mehreren Stellen zu finden.
  • Muränen — In Felsspalten und Korallenhöhlen leben verschiedene Muränenarten. Sie sehen bedrohlich aus, sind aber scheu. Nicht in Spalten greifen!
  • Napoleonfisch — Der massive, blaugrüne Lippfisch (bis 2 Meter!) ist einer der beeindruckendsten Riffbewohner. Neugierig und oft erstaunlich zutraulich.

Saisonal

  • Buckelwale (Juli–November) — Durchziehende Buckelwale können von Booten aus beobachtet werden, gelegentlich sogar innerhalb der Lagune. Whale-Watching-Touren werden saisonal angeboten.
  • Delfine — Spinnerdelfine und Große Tümmler spielen regelmäßig vor dem Riff. Am besten vom Boot aus zu beobachten.

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