Monaco — Der Stadtstaat der Superlative
Monaco ist absurd, faszinierend und einzigartig. Das zweitkleinste Land der Welt (nach dem Vatikan) hat nur 38.000 Einwohner auf 2,02 Quadratkilometern — aber die höchste Millionärsdichte der Welt, kein Einkommensteuer, einen Grand Prix mitten durch die Straßen und ein Casino, das zum UNESCO-Welterbe der Architektur gehören sollte.
Monte-Carlo & das Casino
Das Casino de Monte-Carlo, entworfen von Charles Garnier (dem Architekten der Pariser Oper), eröffnet 1863, ist das berühmteste Spielcasino der Welt. Die Fassade ist ein Meisterwerk der Belle Époque: Marmor, Stuck, vergoldete Ornamente. Die Lobby (Atrium) ist kostenlos zugänglich — und allein die Kronleuchter, Fresken und Marmorsäulen sind den Besuch wert. Für die Spielsäle zahlt man 17€ Eintritt (ab 18 Jahre, Ausweis mitbringen, Dresscode: keine Shorts, keine Flip-Flops). James Bond hat hier gespielt — du auch?
Vor dem Casino liegt der Place du Casino — einer der berühmtesten Plätze der Welt. Hier parken die Ferraris, Bentleys und Bugattis in Reih und Glied (absichtlich — Monaco ist ein Schaufenster). Das Hôtel de Paris nebenan beherbergt Alain Ducasses Drei-Sterne-Restaurant Le Louis XV.
Der Fürstenpalast (Palais Princier)
Auf dem Felsen Le Rocher thront der Palais Princier — Residenz der Grimaldis seit 1297. Die Wachablösung (Relève de la Garde) findet täglich um 11:55 Uhr statt und ist kostenlos. Im Sommer sind die Prunkräume zugänglich (10€). Die Altstadt auf dem Felsen (Monaco-Ville) ist ein Labyrinth aus engen Gassen mit Souvenirläden und Restaurants — touristisch, aber charmant.
Ozeanographisches Museum
Das Musée Océanographique, 1910 von Fürst Albert I. gegründet und am Rand des Felsens spektakulär über dem Meer gelegen, ist eines der besten Meeresmuseen der Welt. 6.000 Arten in 100 Aquarien, darunter ein Haifischbecken, eine Korallenwelt und eine Lagune mit Meeresschildkröten. Jacques Cousteau leitete das Museum 31 Jahre lang. Eintritt: 18€.
Der Grand-Prix-Kurs
Der Grand Prix de Monaco (Mai/Juni) ist das legendärste Rennen der Formel 1 — und einzigartig, weil er auf normalen Stadtstraßen stattfindet. Die berühmte Haarnadelkurve am Fairmont, der Tunnel, die Schikane an der Schwimmbadsektion — du kannst die komplette Strecke zu Fuß ablaufen (ca. 3,3 km). Am Renntag kosten Tribünentickets ab 120€, aber vom Felsen aus sieht man Teile der Strecke kostenlos.
💡 Tipp
Monaco ist überraschend erschwinglich, wenn man weiß wie: Die meisten Sehenswürdigkeiten auf dem Rocher kosten wenig oder nichts. Essen ist teuer in Monte-Carlo, aber im Condamine-Markt (Marché de la Condamine) gibt es Socca, Pizza und Pasta zu normalen Preisen. Der öffentliche Aufzug vom Hafen zum Rocher ist kostenlos.