Budget & Kosten
Was kosten die Kapverden?
Die Kapverden liegen preislich im unteren Mittelfeld für europäische Reisende — vergleichbar mit Portugal oder Marokko. Die Touristeninseln Sal und Boa Vista sind teurer als Santiago oder Santo Antão. Generell gilt: Einheimische Restaurants und Märkte sind günstig, touristische Einrichtungen und Importwaren teurer. Da fast alles importiert werden muss (die Inseln produzieren wenig selbst), sind Supermarktpreise höher als erwartet.
Typische Preise (Richtwerte 2025/2026)
| Posten | Preis |
|---|---|
| Kaffee (Galão) im Café | 0,80–1,50€ |
| Mittagessen in lokaler Kneipe | 4–8€ |
| Abendessen im Restaurant | 8–20€ |
| Bier (0,5l im Restaurant) | 1,50–3€ |
| Bier (0,5l im Supermarkt) | 0,80–1,20€ |
| Supermarkt-Einkauf (1 Tag) | 8–15€ |
| Pension/Guesthouse (DZ) | 25–50€ |
| Hotel (Mittelklasse, DZ) | 50–100€ |
| All-inclusive-Resort (Sal/Boa Vista) | 80–200€ |
| Aluguer (Sammeltaxi, lokal) | 1–3€ |
| Inlandsflug (z.B. Sal–Santiago) | 60–120€ one-way |
| Fähre (São Vicente–Santo Antão) | 5–10€ |
| Geführte Vulkantour Fogo | 40–70€ |
| Kitesurfkurs (1 Tag) | 80–120€ |
Budget-Stufen
Backpacker / Budget (30–50€ pro Tag)
Pensionen und Guesthouses (15–30€ für ein Doppelzimmer), Essen in lokalen Kneipen und Mercados (Mittagsteller für 4–6€), Aluguers (Sammeltaxis) statt Mietwagen, Wandern auf eigene Faust statt organisierte Touren. Die Kapverden sind backpacker-freundlich: Die Menschen sind hilfsbereit, es gibt keine Sicherheitsprobleme, und die besten Erlebnisse — Strände, Wanderungen, Live-Musik — kosten nichts oder fast nichts.
Mittelklasse (60–100€ pro Tag)
Hotels oder charmante Pensionen (40–70€), Mix aus lokalen Restaurants und gehobener Küche, gelegentlich geführte Touren (Vulkanbesteigung, Schnorcheltour), Inlandsflüge oder Fähren zum Inselhopping. Die komfortabelste Art, die Kapverden wirklich kennenzulernen — man hat die Freiheit, mehrere Inseln zu besuchen, und genießt lokale Küche und gelegentlichen Luxus.
Komfort / All-Inclusive (120–250€+ pro Tag)
All-inclusive-Resorts auf Sal oder Boa Vista (80–200€), Boutique-Hotels in Mindelo oder São Filipe (100–180€), private Bootstouren, Tauchkurse und Gourmet-Restaurants. Die Kapverden bieten noch keinen Luxus auf Malediven-Niveau, aber die gehobene Infrastruktur wächst. Besonders die neuen Boutique-Hotels auf Santiago und São Vicente bieten ein exzellentes Preis-Genuss-Verhältnis.
Tipp
Der größte Spar-Hack auf den Kapverden: Essen gehen, wo die Einheimischen essen. In den lokalen Kneipen (oft ohne Schild, nur „Comida" an der Tür) bekommst du einen vollen Teller Cachupa oder gegrillten Fisch mit Reis für 4–6€. Das ist gleichzeitig das authentischste und leckerste Essen.
Spar-Tipps
Die Kapverden müssen nicht teuer sein. Hier die besten Strategien für preisbewusste Reisende:
- Escudos nutzen: Bezahle in Kapverdischen Escudos (CVE) statt in Euro. Zwar wird der Euro akzeptiert, aber der Umrechnungskurs ist in Restaurants und Geschäften oft schlechter als der offizielle Kurs. Am Automaten (Multibanco/Caixa) abheben ist am günstigsten.
- Aluguers statt Taxis: Sammeltaxis (Aluguers) sind das Haupttransportmittel der Einheimischen. Sie fahren feste Routen für 1–3€ — deutlich günstiger als private Taxis. Einfach am Straßenrand winken.
- Inlandsflüge frühbuchen: Bestway (früher TICV) und Cabo Verde Airlines bieten Inlandsflüge ab 40–60€, wenn du 2–4 Wochen im Voraus buchst. Last-minute werden sie teurer.
- Auf Märkten einkaufen: Frisches Obst, Gemüse und Fisch auf den Mercados (Sucupira in Praia, Mercado Municipal in Mindelo) sind spottbillig: Bananen, Papayas und Mangos kosten Cent-Beträge.
- Wasser in großen Flaschen: Statt kleine 0,5l-Flaschen kaufe 5l-Kanister im Supermarkt — deutlich günstiger pro Liter.
- Fähren statt Flüge: Die Fähre São Vicente–Santo Antão (CV Interilhas) kostet nur 5–10€ pro Strecke und ist selbst ein Erlebnis. Zwischen Fogo und Santiago verkehrt ebenfalls eine Fähre.
- Wandern kostet nichts: Die besten Erlebnisse auf den Kapverden — Wandern auf Santo Antão, Vulkantrekking auf Fogo, Strandtage auf Boa Vista — kosten keinen oder nur wenig Eintritt. Ein lokaler Guide für Wanderungen kostet 20–30€ pro Tag und ist oft Gold wert.
- Regenzeit = Sparzeit: Von Juli bis Oktober sind die Preise für Flüge und Unterkünfte 20–40% niedriger als in der Hochsaison.
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