Christianshavn — Kanäle & Bohème
Christianshavn liegt auf einer künstlichen Insel östlich der Altstadt und ist Kopenhagens Amsterdamer Ecke: Kanäle, Hausboote, bunte Häuser und eine entspannte, bohème Atmosphäre. Das Viertel wurde im 17. Jahrhundert von Christian IV. als Handels- und Militärhafen angelegt und hat seinen Charakter als eigenständiges, etwas rebellisches Quartier bewahrt.
Die Kanäle
Die Christianshavns Kanal ist einer der malerischsten Orte Kopenhagens: Hausboote, Weiden am Ufer, Entenfamilien, Cafés am Wasser. Der Kanal ist umrundet von einem Spazierweg, der an einem sonnigen Nachmittag zum Verweilen einlädt. Die Kanalrundfahrten (ab 80 DKK / 11€) starten in Nyhavn und führen durch die Kanäle von Christianshavn — eine der schönsten Möglichkeiten, Kopenhagen zu sehen.
Vor Frelsers Kirke — Der Spiralturm
Die Erlöserkirche (Vor Frelsers Kirke) hat den berühmtesten Kirchturm Skandinaviens: eine äußere Wendeltreppe, die sich 90 Meter in die Höhe schraubt — 400 Stufen, die letzten draußen an der Turmspitze, immer enger werdend, bis man auf einer winzigen Plattform steht mit Blick über ganz Kopenhagen, den Öresund und bis nach Schweden. Nichts für Höhenangst! Eintritt: 65 DKK (9€). Im Sommer lange Warteschlangen — früh kommen oder online buchen.
Hafenbäder
Kopenhagens Hafen ist so sauber, dass man darin schwimmen kann — und die Dänen tun es mit Begeisterung. Die wichtigsten Hafenbäder:
- Islands Brygge Havnebad: Das beliebteste Hafenbad mit fünf Becken (davon ein Sprungbecken mit 5-Meter-Turm). Kostenlos. Im Sommer voll — Atmosphäre wie am Strand.
- Kalvebod Bølge: Architektonische Wellenformation (Bølge = Welle) mit Sprungbrettern, Kajakverleih und Sonnenterrassen. Gratis.
- Sandkaj Havnebad: Im neuen Viertel Nordhavn, modernes Design, weniger überlaufen.