Essaouira — Die Stadt am Wind
Essaouira (ehemals Mogador) ist das perfekte Gegengewicht zu Marrakech: eine entspannte, windige Küstenstadt am Atlantik, 175 km westlich (2,5 Stunden Fahrt). Die von portugiesischen Festungsmauern umgebene Medina (UNESCO-Welterbe) ist ein Labyrinth aus blauen und weißen Gassen, Kunstgalerien, Fischrestaurants und einem langen Sandstrand.
Was erleben?
- Hafen & Fischmarkt: Der bunte Fischerhafen ist Essaouiras Herzstück — blaue Boote, Möwen, Fischer beim Netzeflicken. Am Fischmarkt kaufst du frischen Fisch und lässt ihn direkt an den Grillständen nebenan zubereiten — die frischeste Mahlzeit Marokkos.
- Medina: Kleiner und entspannter als Marrakechs Medina — Kunstgalerien (Essaouira ist Marokkos Künstlerstadt), Gnaoua-Musik-Läden, Thuya-Holzwerkstätten und Boutiquen. Feilschen ja, aber deutlich weniger aggressiv als in Marrakech.
- Strand: Ein endloser Sandstrand mit konstantem Wind — Essaouira ist Marokkos Surfmekka und Kitesurfspot Nr. 1. Für Schwimmer: nur im Sommer angenehm (Atlantik ist kalt). Kamelreiten am Strand bei Sonnenuntergang ist ein Klassiker.
- Sqala de la Ville: Die portugiesische Festungsmauer mit Kanonen und Panoramablick über den Atlantik. Hier wurde die Sklavenszene in „Game of Thrones" (Astapor) gedreht.
- Gnaoua-Festival: Jedes Jahr im Juni — eines der größten Musikfestivals Afrikas: Gnaoua-Trance-Musik, Jazz, World Music. Vier Tage Live-Musik in der Medina. Eintritt frei.
💡 Tipp
Essaouira als Tagesausflug ist machbar (2,5 Stunden pro Richtung), aber eine Übernachtung lohnt sich — die Stadt entfaltet ihren Charme abends, wenn die Tagestouristen weg sind und der Sonnenuntergang über dem Atlantik die Medina golden färbt. Riads in Essaouira: 25–80€.