Weitere Highlights im Hinterland
Lovćen-Nationalpark & Njegoš-Mausoleum
Der Lovćen (1.749 m) ist der Hausberg Montenegros — der „Schwarze Berg", der dem Land seinen Namen gab. Er erhebt sich direkt hinter der Küste und ist per spektakulärer Serpentinenstraße ab Kotor oder Cetinje erreichbar. Auf dem zweithöchsten Gipfel (Jezerski vrh, 1.657 m) thront das Njegoš-Mausoleum — das Grabmal des Nationaldichters und Bischofsfürsten Petar II. Petrović-Njegoš, erbaut vom kroatischen Bildhauer Ivan Meštrović. Der Aufstieg über 461 Stufen durch einen in den Fels gehauenen Tunnel wird mit einem atemberaubenden Panorama belohnt: Bei klarer Sicht siehst du von hier die gesamte montenegrinische Küste, die Bucht von Kotor, den Skutarisee und bis nach Albanien und Italien. Eintritt: 3€.
Kolašin — Ski- und Wanderort
Kolašin (950 m, ca. 2.900 Einwohner) ist Montenegros beliebtester Bergresort-Ort und das Tor zum Bjelasica-Gebirge und zum Biogradska-Gora-Urwald. Im Winter lockt das Skigebiet Kolašin 1450/1600 mit modernen Liftanlagen und Pisten für Anfänger und Fortgeschrittene (Tageskarte: 20–25€). Im Sommer: Wandern, Mountainbiking und Paragliding. Kolašin hat in den letzten Jahren erheblich in seine Infrastruktur investiert — neue Boutique-Hotels, Spa-Resorts und ein wachsendes gastronomisches Angebot machen den Ort zu einer ganzjährigen Destination.
Piva-Schlucht & Pivsko Jezero
Die Piva-Schlucht westlich des Durmitor ist weniger bekannt als die Tara-Schlucht, aber nicht weniger beeindruckend. Der Pivsko Jezero (Piva-Stausee) erstreckt sich über 45 km in einer tiefen Schlucht — das Wasser leuchtet in einem unwirklichen Türkisgrün. Die Straße am Seeufer (P5) ist eine der spektakulärsten Panoramastraßen Montenegros, mit 56 Tunnels, die in den Fels geschlagen wurden. Am Südufer: das Kloster Piva (16. Jh.), das vor dem Bau des Staudamms komplett abgetragen und an höherer Stelle wieder aufgebaut wurde — Stein für Stein, Fresko für Fresko. Ein Meisterwerk der Rettungsarchäologie.
Nevidio-Canyon
Der Nevidio-Canyon bei Žabljak ist einer der letzten Schluchten Europas, die erst 1965 durchquert wurden. Der enge Canyon (an manchen Stellen nur 50 cm breit!) kann nur per Canyoning-Tour erkundet werden — Schwimmen, Klettern, Springen und Abseilen durch kaltes Wasser und enge Felsspalten. Dauer: 3–5 Stunden, Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll. Tour ab Žabljak: 60–90€ inkl. Ausrüstung und Guide. Ein unvergessliches Abenteuer für alle mit guter Kondition und etwas Mut — Schwimmkenntnisse und Fitness sind Pflicht.