Veitsdom (Katedrála sv. Víta)
Der Veitsdom ist Prags überragendes Bauwerk — im wörtlichen Sinn: Die gotische Kathedrale ragt mit ihrem 99 Meter hohen Südturm weit über die Burgmauern hinaus und ist das erste, was man von Prag sieht. Der Bau begann 1344 unter Kaiser Karl IV. und wurde erst 1929 vollendet — fast 600 Jahre Bauzeit.
Was gibt es zu sehen?
- Das Kirchenschiff: Allein die Dimensionen nehmen den Atem: 124 Meter lang, 60 Meter breit, 33 Meter hohes Gewölbe. Gotische Pfeiler, die wie Bäume in den Himmel wachsen. Das Kirchenschiff ist kostenlos zugänglich.
- Alfons Muchas Jugendstil-Fenster: Das berühmte Buntglasfenster im nördlichen Seitenschiff, gestaltet vom Jugendstil-Meister Alfons Mucha — eine Explosion aus Farben und Licht, die die Geschichte der Slawenapostel Kyrill und Method erzählt. Muchas einziges Kirchenfenster.
- Wenzelskapelle: Die prächtigste Kapelle des Doms — mit über 1.300 Halbedelsteinen (Amethyste, Jaspis, Karneol) in den Wänden, Goldverzierungen und Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Hier ruhen die böhmischen Kronjuwelen hinter sieben Schlössern, zu denen sieben verschiedene Personen die Schlüssel haben.
- Königliche Krypta: In der Krypta unter dem Dom liegen Karl IV., Wenzel IV. und Rudolf II. begraben — drei der bedeutendsten böhmischen Herrscher.
- Südturm: 287 Stufen nach oben (kein Aufzug!) — die Belohnung ist ein 360°-Panorama über ganz Prag. 150 CZK extra.
💡 Tipp
Der Veitsdom ist am schönsten im Morgenlicht (9–10 Uhr), wenn die Sonne durch die Ostfenster fällt und Muchas Fenster leuchtet. Nachmittags ist das Licht flacher und die Farben weniger intensiv.