Der Hradschin
Der Hradschin (Hradčany) ist das aristokratische Viertel rund um die Burg — ein Quartier aus Palästen, Klöstern, Gärten und stillen Gassen, das sich kaum verändert hat seit dem 18. Jahrhundert. Während die Massen in die Burg strömen, ist der Hradschin oft überraschend ruhig.
Highlights im Hradschin
- Hradschin-Platz (Hradčanské náměstí): Der monumentale Platz vor dem Burgtor — umgeben vom Erzbischöflichen Palais, dem Schwarzenberg-Palais (Militärmuseum) und dem Sternberg-Palais (Europäische Alte Meister der Nationalgalerie: Dürer, Cranach, El Greco).
- Strahov-Kloster (Strahovský klášter): Das Prämonstratenserkloster von 1143 beherbergt zwei der schönsten Bibliothekssäle der Welt: den Theologischen Saal (barocke Bücherregale bis zur Decke, Stuckdecke) und den Philosophischen Saal (klassizistisch, Deckenfresken). Die Strahov-Brauerei nebenan macht exzellentes Klosterbier. Bibliothek: 120 CZK, Brauerei: Bier ab 55 CZK.
- Loreta: Die Wallfahrtsstätte mit der Nachbildung des Heiligen Hauses von Loreto, einem barocken Kreuzgang und dem Loreta-Schatz — darunter eine Monstranz mit 6.222 Diamanten. Eintritt: 200 CZK.
- Nový Svět (Neue Welt): Eine versteckte Gasse am Rand des Hradschin — winzige Häuschen, Kopfsteinpflaster, Stille. Hier wohnte der Astronom Tycho Brahe. Prags bestgehütetes Geheimnis — kein Tourist verirrt sich hierher.
💡 Tipp
Die beste Burg-Strategie: Nimm die Tram 22 bis „Pohořelec", besichtige zuerst das Strahov-Kloster (Bibliothek + Biergarten), geh dann durch den Hradschin zur Burg und arbeite dich von hinten nach vorne durch. So gehst du gegen den Touristenstrom und hast weniger Gedränge.