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Geschichte & Nordlichter · Abschnitt 1/3

Wikinger, Sagas & die Entstehung Islands

🇮🇸 Reykjavik Reiseführer

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Wikinger, Sagas & die Entstehung Islands

Islands Geschichte beginnt erstaunlich spät — die Insel war eine der letzten größeren Landmassen der Erde, die besiedelt wurden. Vor den Wikingern lebten hier nur irische Mönche (Papar), die die Einsamkeit suchten und bei der Ankunft der Nordmänner verschwanden.

Die Besiedlung (874 n. Chr.)

Der norwegische Häuptling Ingólfur Arnarson gilt als erster permanenter Siedler Islands. Der Legende nach warf er seine Hochsitz-Pfeiler über Bord und ließ sich dort nieder, wo sie an Land gespült wurden — in einer Bucht voller Dampf, die er Reykjavík nannte: „Rauchbucht", nach den geothermischen Dämpfen, die aus der Erde stiegen. Dieser Name ist bis heute geblieben.

Das Althing (930 n. Chr.)

Im Jahr 930 gründeten die isländischen Siedler in Þingvellir das Althing (Alþingi) — die älteste parlamentarische Versammlung der Welt. Einmal im Jahr trafen sich die Goden (Stammeshäuptlinge), um Gesetze zu erlassen, Streitigkeiten zu schlichten und Geschäfte abzuschließen. Das Althing tagte fast 900 Jahre in Þingvellir, bevor es 1845 nach Reykjavik verlegt wurde.

Die Sagas

Islands Sagas — die großen Familiengeschichten des Mittelalters — gehören zu den bedeutendsten literarischen Werken der europäischen Geschichte. Geschrieben im 13. Jahrhundert, erzählen sie von Ehre, Rache, Liebe und Überleben in einer unbarmherzigen Natur. Die Njáls Saga, die Egils Saga und die Laxdæla Saga sind Meisterwerke, die Shakespeare vorwegnahmen. Isländer lesen sie bis heute — und die Handlungsorte sind alle real und begehbar.

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