Gesetze, Regeln & Kulturelles
Singapur ist streng reguliert — und stolz darauf. Die Regeln mögen für Europäer übertrieben wirken, aber sie sind der Grund, warum die Stadt so sauber, sicher und effizient funktioniert. Hier sind die wichtigsten:
Die berühmten Verbote
- Kaugummi: Der Verkauf von Kaugummi ist seit 1992 verboten (therapeutisches Kaugummi vom Zahnarzt ist erlaubt). Der Besitz ist nicht strafbar, aber auf der Straße spucken oder kleben: bis zu 1.000 SGD Strafe.
- Littering: Müll auf die Straße werfen kostet 300 SGD beim ersten Vergehen, bis zu 1.000 SGD beim zweiten. Kein Witz — es wird durchgesetzt.
- Rauchen: Nur in gekennzeichneten Raucherbereichen. In Restaurants, Bars, öffentlichen Gebäuden, Bushaltestellen und Parks: absolutes Rauchverbot. Strafe: 300 SGD.
- Durian-Verbot: Die stinkende Tropenfrucht ist in der MRT, in Bussen und in den meisten Hotels verboten — erkennbar am „No Durian"-Schild mit durchgestrichener Frucht. Der Geruch ist so intensiv, dass er Türen durchdringt.
- Drogen: Singapur hat eine der strengsten Drogengesetzgebungen der Welt. Der Besitz von mehr als 15g Cannabis oder 30g Kokain kann die Todesstrafe bedeuten. Kein Scherz, kein Spielraum. Schon der Besitz kleiner Mengen führt zu langen Haftstrafen. Am Flughafen wird kontrolliert.
- Jaywalking: Die Straße außerhalb eines Zebrastreifens überqueren: 50 SGD Strafe (innerhalb von 50 m eines Zebrastreifens).
Kulturelle Hinweise
- Schuhe ausziehen: In Tempeln und Moscheen immer Schuhe ausziehen. In privaten Wohnungen: fragen, aber meistens wird es erwartet.
- Rechte Hand: In malaiischen und indischen Kontexten: Essen, Geben und Empfangen mit der rechten Hand. Die linke Hand gilt als unrein.
- Trinkgeld: Nicht üblich und nicht erwartet. In Restaurants ist oft ein 10% Service Charge und 9% GST bereits im Preis enthalten (auf Menüs als „++ " nach dem Preis markiert).
- Anrede: „Uncle" und „Auntie" sind respektvolle Anreden für ältere Singapurer — im Hawker Center, im Taxi, überall. Es ist liebenswert, nicht herablassend.
Achtung
Nimm die Drogengesetze in Singapur todernst. Am Einreiseformular steht: „Death for drug traffickers under Singapore law." Das ist keine leere Drohung — die Todesstrafe wird regelmäßig vollstreckt. Selbst Spuren von Drogen im Blut können bei der Einreise Probleme verursachen.