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Praktisch · Kapitel 11

Praktische Infos A–Z

Südkorea Reiseführer

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PraktischKapitel 11: Praktische Infos A–Z
Praktisch · Kapitel 11

Praktische Infos A–Z

Alles, was du für deinen Südkorea-Urlaub wissen musst — alphabetisch sortiert, von Einreise über Jjimjilbang-Etikette bis zur T-money-Karte. Ausdrucken, abspeichern, mitnehmen.

Einreise & K-ETA

Deutsche Staatsbürger können visumfrei für bis zu 90 Tage nach Südkorea einreisen. Du brauchst:

  • Reisepass: Mindestens 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig.
  • K-ETA (Korea Electronic Travel Authorization): Seit 2021 müssen visumfreie Reisende vor der Einreise eine elektronische Reisegenehmigung beantragen. Online unter k-eta.go.kr, kostet ₩10.000 (~7 €), ist 2 Jahre gültig. Bearbeitungszeit: meist innerhalb von 24 Stunden, oft schneller. Hinweis: Die K-ETA-Pflicht wird regelmäßig ausgesetzt und wieder eingeführt — prüfe den aktuellen Status vor der Reise.
  • Rückflugticket: Nachweis eines Weiter- oder Rückflugs kann verlangt werden.

Am Flughafen Incheon

Die Einreise ist schnell und effizient — Automated Immigration Gates für registrierte Reisende, ansonsten normale Passkontrolle. Fingerabdrücke und Foto werden genommen. Zoll: Bis zu 1 Liter Alkohol, 200 Zigaretten und Waren bis $800 USD zollfrei.

Tipp

Beantrage K-ETA mindestens 72 Stunden vor Abflug — die Genehmigung kommt meist in 1–24 Stunden, aber es kann in Einzelfällen länger dauern. Drucke die Bestätigung aus oder speichere sie auf dem Handy. Prüfe vor der Reise auf der offiziellen Website, ob K-ETA aktuell erforderlich ist — die Regelung ändert sich gelegentlich.

Geld & Währung

Die Währung ist der Südkoreanische Won (₩ / KRW). Wechselkurs (Stand 2026): ca. 1 € ≈ 1.420 ₩.

Bezahlen

Südkorea ist deutlich kartenfreundlicher als Japan — Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden fast überall akzeptiert: Restaurants, Convenience Stores, Taxis, Märkte. Kontaktloses Bezahlen (NFC) funktioniert weitgehend. Bargeld brauchst du noch für:

  • Kleine Straßenstände und Pojangmacha
  • Manche traditionelle Märkte
  • Tempel-Eintritt (manchmal)
  • Automaten ohne Kartenleser

Geld abheben

  • Internationale ATMs: In Convenience Stores (CU, GS25, 7-Eleven), Banken und am Flughafen. Suche nach ATMs mit „Global" oder „International"-Markierung.
  • Gebühren: Je nach Bank ₩1.000–3.000 pro Abhebung + deine Bankgebühren.
  • Empfehlung: Am Flughafen Incheon Geld wechseln (gute Kurse) oder am Automaten abheben. In Seoul bieten die Wechselstuben in Myeongdong die besten Kurse.

Trinkgeld

Kein Trinkgeld! Wie in Japan ist Trinkgeld in Korea unüblich und kann sogar verwirrend wirken. Service ist selbstverständlich.

T-money-Karte — dein Alltagstool

Die T-money-Karte ist dein wichtigstes Alltagstool in Korea — eine aufladbare Prepaid-Karte für Metro, Bus, Taxi und Convenience Stores.

Kaufen & Aufladen

  • Kaufen: An jedem Convenience Store (CU, GS25, 7-Eleven) oder am Flughafen für ₩2.500 (~1,75 €). Auch als „Korea Tour Card" speziell für Touristen erhältlich (mit Rabatten an Sehenswürdigkeiten).
  • Aufladen: Am Metro-Automaten (englisches Menü), in Convenience Stores, oder per App.
  • Rückgabe: Restguthaben unter ₩20.000 wird in Convenience Stores bar ausbezahlt.

Vorteile

  • ₩100 Rabatt pro Metro-Fahrt gegenüber Einwegtickets
  • Kostenloser Umstieg Metro ↔ Bus innerhalb 30 Minuten
  • Bezahlen in Convenience Stores, Bäckereien, manchen Restaurants
  • Taxi: T-money an den Kartenleser halten

Tipp

Lade die T-money-Karte immer mit mindestens ₩10.000 auf — so musst du nicht ständig nachladen. Am Ende der Reise: Restguthaben im Convenience Store auszahlen lassen. Alternativ: Die App „Cashbee" oder „T-money" auf dem Smartphone (NFC-fähig).

Jjimjilbang — Koreas Badehaus-Kultur

Ein Jjimjilbang (찜질방) ist weit mehr als ein Badehaus — es ist Koreas sozialer Treffpunkt, Wellness-Center, Übernachtungsmöglichkeit und kulturelles Erlebnis in einem. Mehrstöckige Einrichtungen mit heißen Pools, Saunen, Dampfbädern, Schlafräumen, Restaurants, Karaoke und manchmal sogar Kinos.

Wie es funktioniert

  1. Eintritt: Am Empfang bezahlen (₩10.000–20.000, inkl. Handtücher, Schlafanzug und Schließfach). Schuhe in den Schuh-Locker, Schlüssel mitnehmen.
  2. Badebereich (geschlechtergetrennt, nackt): Zuerst gründlich duschen (sitzend, mit Seife). Dann in die heißen Pools, kalten Becken und Saunen. Komplett nackt — Badekleidung ist nicht erlaubt. Keine Scheu: Alle sind nackt, niemand schaut hin.
  3. Gemeinschaftsbereich (gemischt, im Schlafanzug): Nach dem Bad den bereitgestellten Schlafanzug anziehen. Hier gibt es Saunen unterschiedlicher Temperaturen (Eis, Holzkohle, Salz, Jade), Ruheräume mit beheiztem Boden (Ondol), TV-Räume, Restaurants und Massagen.
  4. Übernachten: Viele Jjimjilbangs sind 24 Stunden geöffnet — du kannst einfach auf dem beheizten Boden oder in einem Schlafraum schlafen. Die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Korea!

Die besten Jjimjilbangs

  • Dragon Hill Spa (Seoul): Das berühmteste Jjimjilbang Koreas — 8 Stockwerke, Außenpools, Kino, Restaurant. ₩15.000 (Wochenende ₩18.000). 24h geöffnet. Neben Yongsan Station.
  • Siloam Sauna (Seoul): Bei Backpackern beliebt, günstig (₩10.000), nahe Seoul Station.
  • Spaland (Busan): Luxuriöses Spa im Shinsegae Centum City (größtes Kaufhaus der Welt). ₩18.000.

Tipp

Ein Jjimjilbang-Besuch gehört zu den unvergesslichsten Korea-Erlebnissen. Keine Angst vor der Nacktheit im Badebereich — nach 2 Minuten merkst du, dass es völlig normal ist. Pro-Tipp: Bestelle im Gemeinschaftsbereich Sikhye (süßen Reispunch) und Gyeran (im Ofen gebackene Eier mit brauner Schale) — die klassische Jjimjilbang-Kombination.

Schuhe ausziehen — die No-Shoe-Kultur

In Korea zieht man die Schuhe aus beim Betreten von:

  • Privathäusern: Immer — die Wohnung wird als sauberer Raum behandelt.
  • Tempel: In allen Gebäuden (nicht auf dem Außengelände).
  • Traditionellen Restaurants: Wenn du auf dem Boden (Ondol) sitzt — erkennbar am erhöhten Eingangsbereich mit Schuhregal.
  • Hanok-Guesthouses: Immer.
  • Jjimjilbangs: Am Eingang — Schuhe in den Spind.
  • Anprobierenden in Geschäften: Manchmal.

Achte auf den erhöhten Bereich oder ein Schuhregal am Eingang — das sind die Zeichen. Trage Socken ohne Löcher und Schuhe, die sich leicht an- und ausziehen lassen (Slip-on statt Schnürschuhe).

Trink-Etikette

Die koreanische Trinkkultur hat klare Regeln — sie zu kennen, öffnet Türen und Herzen:

  • Nie selbst einschenken: Schenke immer den anderen ein. Wenn dein Glas leer ist, wird dir jemand einschenken.
  • Beidhändig: Beim Einschenken die Flasche mit beiden Händen halten (oder mit einer Hand und der anderen am Ellbogen/Unterarm).
  • Vom Älteren abwenden: Wenn ein Älterer oder Ranghöherer dir einschenkt, drehe dich leicht zur Seite und verdecke das Glas mit der Hand beim Trinken.
  • Erstes Glas nicht ablehnen: Das erste angebotene Glas Soju abzulehnen ist unhöflich.
  • Leeres Glas: Ein leeres Glas ist eine Einladung zum Nachschenken — lass dein Glas halb voll, wenn du eine Pause brauchst.
  • Anju: Zum Trinken wird immer Essen bestellt (Anju) — Trinken ohne Essen gilt als unkultiviert.

Internet & WiFi — das schnellste der Welt

Südkorea hat das schnellste Internet der Welt — 5G flächendeckend, kostenloses WLAN in jeder Metro-Station, jedem Bus, jedem Café, und selbst in Wanderhütten auf 1.500 Metern Höhe. Für Reisende gibt es drei Optionen:

Optionen für mobiles Internet

  • eSIM (empfohlen): Vorab online kaufen (z. B. über Airalo, Holafly oder KT Roaming). Aktivieren bei Ankunft — sofort Internet, kein physisches Tauschen nötig. Ab ₩10.000 (~7 €) für 5 GB/7 Tage.
  • SIM-Karte: Am Flughafen Incheon bei KT, SK Telecom oder LG U+ kaufen. Prepaid-SIM mit Daten ab ₩20.000 (~14 €) für 5–30 Tage mit unlimitierten Daten.
  • Pocket WiFi: Kleines Gerät zum Mieten, mehrere Geräte verbinden. Am Flughafen abholen/abgeben. Ab ₩3.000/Tag (~2 €). Anbieter: WiFi Dosirak, Korea WiFi.

Kostenloses WLAN

Du findest kostenloses WLAN (0 „Free WiFi", „PublicWiFi@Korea" oder „KT_Free") an fast allen öffentlichen Orten: Metro-Stationen, Busse, Cafés, Einkaufszentren, Parks, Touristeninformationen.

Tipp

Eine eSIM ist die bequemste Lösung — kauf sie vor der Abreise online und aktiviere sie bei der Landung. Wenn dein Handy keine eSIM unterstützt: SIM-Karte am Flughafen Incheon kaufen (Schalter direkt nach der Gepäckausgabe). Pocket WiFi lohnt sich nur für Gruppen.

Sicherheit — eines der sichersten Länder der Welt

Südkorea ist eines der sichersten Reiseländer der Welt — die Kriminalitätsrate ist extrem niedrig, und gewaltsame Übergriffe auf Touristen sind praktisch unbekannt. Du kannst nachts durch jede Straße in Seoul laufen, ohne Angst haben zu müssen.

Sicherheitstipps

  • Diebstahl: Selten — Koreaner lassen ihre Laptops und Handys im Café liegen, während sie zur Toilette gehen. Trotzdem in touristischen Gebieten (Myeongdong, Itaewon) auf Wertsachen achten.
  • Taxis: Sicher und reguliert. Nutze Kakao Taxi (App) für zusätzliche Sicherheit und Preistransparenz.
  • Naturgefahren: Taifune (August–September), starker Monsunregen (Juni–Juli). Erdbebenrisiko minimal.
  • Nordkorea: Trotz der politischen Spannung ist die Sicherheitslage für Touristen in Südkorea zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Das Auswärtige Amt stuft Südkorea als sicheres Reiseland ein.
  • Notruf: 112 (Polizei) / 119 (Feuerwehr/Ambulanz) / 1330 (Touristen-Hotline, Englisch, 24h)

Wichtige Apps

Diese Apps machen deine Korea-Reise deutlich einfacher:

  • Kakao Map: DIE Navigations-App für Korea (Google Maps funktioniert nicht richtig!). Bus, Metro, Auto, Fußweg — alles perfekt.
  • Naver Map: Alternative zu Kakao Map, ebenfalls exzellent. Beide auf Englisch verfügbar.
  • Kakao Taxi: Koreas Uber. Taxi bestellen per GPS — keine Sprachkenntnisse nötig.
  • Papago: Koreas beste Übersetzungs-App (von Naver). Besser als Google Translate für Koreanisch — mit Kamera-Übersetzung für Speisekarten.
  • Korail: KTX-Tickets buchen.
  • MangoPlate: Koreas Yelp — Restaurant-Bewertungen auf Englisch.
  • Coupang: Koreas Amazon — für Last-Minute-Einkäufe mit Same-Day-Delivery.

Tipp

Lade Kakao Map und Papago unbedingt vor der Reise herunter — du wirst sie jeden Tag nutzen. Papagos Kamera-Funktion ist ein Lebensretter: Einfach die Kamera auf eine koreanische Speisekarte halten und sofort die Übersetzung sehen.

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