Bagamoyo
★★ Bagamoyo — Wo die Geschichte lebt
Bagamoyo, 65 km nördlich von Dar es Salaam, ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Ostafrikas und UNESCO-Welterbe-Kandidat. Der Name bedeutet im Swahili „Lege dein Herz nieder" (bwaga moyo) — der letzte Gedanke der Sklaven, die hier auf die Boote nach Sansibar und in die Welt verschifft wurden.
Im 19. Jahrhundert war Bagamoyo das wichtigste Handels- und Missionszentrum Ostafrikas. Hier endeten die Karawanenwege aus dem Landesinneren, hier starteten die Expeditionen von Burton, Speke, Stanley und Livingstone. Die Deutschen machten Bagamoyo zur ersten Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas (1887–1891), bevor sie die Verwaltung nach Dar es Salaam verlegten.
Heute ist Bagamoyo ein verschlafenes Küstenstädtchen mit bröckelndem Kolonialcharme:
- Historische Altstadt: Deutsche und arabische Gebäude, alte Karawansereien, das Zollhaus am Hafen.
- Katholische Mission (1868): Eine der ältesten Missionsstationen Ostafrikas. Hier wurde David Livingstone nach seinem Tod aufgebahrt, bevor sein Leichnam nach England überführt wurde.
- Kaole Ruins: Ruinen einer Swahili-Siedlung aus dem 13. Jahrhundert, 5 km südlich. Moschee und Gräber.
- Strände: Wenige Kilometer nördlich gibt es ruhige, schöne Strände mit einfachen Unterkünften.
Tagesausflug ab Dar es Salaam (1,5–2h Fahrt) oder Übernachtung. Kombination mit einem Strandtag ideal.