Valle de Uco, Aconcagua & Alta Montaña
★★★ Valle de Uco — Die neue Weinfront
Das Valle de Uco, 80 km südlich von Mendoza, ist das aufregendste Weinanbaugebiet Argentiniens — und vielleicht der Welt. Auf 1.000–1.500 m Höhe, direkt am Fuß der Anden, entstehen hier die konzentriertesten und elegantesten Malbecs des Landes. Die Weingüter sind architektonisch atemberaubend, die Landschaft surreal schön: Weinberge vor schneebedeckten 5.000ern, dazwischen trockene Flussbetten und Kakteen.
Das Valle de Uco umfasst drei Sub-Regionen, jede mit eigenem Charakter:
- Tupungato: Die bekannteste — hier stehen Salentein und The Vines of Mendoza
- Tunuyán: Die aufstrebende — Zuccardi und dutzende kleine Boutique-Weingüter
- San Carlos: Die wildeste — weniger entwickelt, aber mit Potenzial für die spannendsten Terroir-Weine
★★★ Alta Montaña Route — Die Andenüberquerung
Die Ruta 7 von Mendoza nach Chile über den Paso Los Libertadores (3.832 m) ist eine der spektakulärsten Bergstraßen der Welt — und die Route, auf der General San Martín 1817 mit seiner Armee die Anden überquerte, um Chile zu befreien. Auch ohne nach Chile zu fahren, ist die Strecke als Tagestour ein Highlight:
- Potrerillos: Stausee am Eingang der Berge, Rafting auf dem Río Mendoza (Klasse III–IV)
- Uspallata: Kleines Andendorf, Drehort von „Sieben Jahre in Tibet" (Brad Pitt)
- Puente del Inca: Eine natürliche Steinbrücke über dem Río Las Cuevas, orange-gelb verfärbt durch Mineralien. Daneben: die Ruinen eines alten Thermalbads. Mystisch und fotogen
- Mirador del Aconcagua: Vom Parkeingang (Laguna Horcones) siehst du an klaren Tagen den Aconcagua (6.962 m) — den höchsten Berg Amerikas. Kurze Wanderung (2 km, 30 Min.) zum Aussichtspunkt. Eintritt: ca. 10.000 ARS
- Las Cuevas: Das letzte argentinische Dorf vor der chilenischen Grenze. Von hier führt eine Stichstraße zum Cristo Redentor — einer 7 m hohen Christusstatue auf dem Grenzpass (3.832 m), die den Frieden zwischen Argentinien und Chile symbolisiert (aufgestellt 1904 nach einem fast-Krieg). Nur im Sommer (Dez–März) erreichbar, wenn die Straße schneefrei ist
Alta Montaña als Tagestour ab Mendoza: ca. 30.000–50.000 ARS organisiert, oder per Mietwagen (Ruta 7, asphaltiert, 200 km bis Las Cuevas). Dauer: ganzer Tag (8–10h). Warme Kleidung mitnehmen — auf dem Pass kann es auch im Sommer unter 0°C sein!
★★ Aconcagua — Der höchste Berg Amerikas
Der Cerro Aconcagua (6.962 m) ist nicht nur der höchste Berg Südamerikas, sondern des gesamten amerikanischen Doppelkontinents — und der höchste Berg außerhalb Asiens. Seine massive Südwand (3.000 m vertikal!) ist eine der beeindruckendsten Felswände der Erde. Den Gipfel zu besteigen dauert 15–20 Tage und erfordert Hochgebirgserfahrung, aber es gibt kürzere Optionen:
- Mirador (Laguna Horcones): 2 km Wanderung (30 Min.), leicht. Blick auf den Aconcagua an klaren Tagen. Eintritt zum Parque Provincial: ca. 10.000 ARS (Tages-Permit)
- Trekking zum Basislager (Plaza de Mulas, 4.350 m): Ein 2–3-tägiges Trekking durch das Horcones-Tal. Permit nötig (ca. 100 USD für Trekking-Permit, online über aconcagua.mendoza.gov.ar). Nur Nov–März
- Besteigung: 15–20 Tage, Gipfel-Permit: ca. 800–1.000 USD (Hochsaison). Nicht technisch, aber durch die Höhe extrem anspruchsvoll. Erfolgsquote: ca. 30–40%
★★ Abenteuer rund um Mendoza
- ★★★ Rafting auf dem Río Mendoza: Klasse III–IV Stromschnellen in einer spektakulären Schlucht mit Andenblick. Halbtagestouren ab 30.000 ARS (30€). Anbieter: Argentina Rafting, Ríos Andinos. Saison: Okt–März
- ★★ Reitausflüge: Mehrstündige bis mehrtägige Ausritte durch die Voranden, teils auf den historischen Pfaden San Martíns. Ab 20.000 ARS (halber Tag)
- ★★ Termas de Cacheuta: Natürliche heiße Quellen in einer Schlucht des Río Mendoza, 40 km von Mendoza. Pools mit verschiedenen Temperaturen (30–45°C), umgeben von Felsen. Perfekte Entspannung nach einem Trekking- oder Weintag. Eintritt: ca. 15.000 ARS. Shuttle ab Mendoza buchbar
- ★ Canopy/Zipline: Über die Schlucht des Río Mendoza — nicht für Höhenangst-Geplagte! Ab 15.000 ARS
★ San Juan & Valle de la Luna
Die Nachbarprovinz im Norden bietet den Parque Nacional Ischigualasto (auch „Valle de la Luna" / Mondtal genannt) — bizarre Felsformationen in einer mondähnlichen Landschaft und einer der wichtigsten Dinosaurier-Fundorte der Welt. Hier wurden 230 Millionen Jahre alte Triassic-Dinosaurier gefunden! UNESCO-Welterbe. Kombinierbar mit dem benachbarten Parque Provincial Talampaya (rote Sandsteinschluchten mit Petroglyphen). 330 km ab Mendoza — als 2-Tagestour machbar.