Buda — Burgviertel, Fischerbastei & Gellértberg · Abschnitt 1/3

Das Burgviertel (Várnegyed)

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Buda — Burgviertel, Fischerbastei & Gellértberg|
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Das Burgviertel (Várnegyed)

Das Burgviertel auf dem Burgberg (Várhegy) ist Budapests historisches Herz — eine Festung aus dem 13. Jahrhundert, die im Lauf der Jahrhunderte zerstört und wiederaufgebaut wurde (zuletzt nach den verheerenden Kämpfen 1945). Heute ist der gesamte Burgberg UNESCO-Welterbe.

Budaer Burg (Budavári Palota)

Die Budaer Burg war die Residenz der ungarischen Könige und habsburgischen Kaiser. Der heutige neobarocke Bau (nach 1945 wiederaufgebaut) beherbergt zwei wichtige Museen:

  • Ungarische Nationalgalerie (Magyar Nemzeti Galéria): Die größte Sammlung ungarischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Besonders sehenswert: die gotischen Flügelaltäre und die Sammlung des 19. Jahrhunderts. Eintritt: 3.200 HUF (8€).
  • Budapest History Museum (Budapesti Történeti Múzeum): Im Südflügel der Burg — Ausgrabungen des mittelalterlichen Palastes, gotische Kapelle und die Geschichte der Stadt von der Römerzeit bis heute. Eintritt: 2.400 HUF (6€).

Vor der Burg: der Burgpalast-Platz mit dem mythischen Turul-Vogel (einer riesigen Bronzestatue) und einer Aussichtsterrasse mit Blick auf die Kettenbrücke und das Parlament.

Fischerbastei (Halászbástya)

Die Fischerbastei (1895–1902) ist das ikonischste Fotomotiv Budapests — eine neoromanische Festungsanlage mit sieben Türmen (für die sieben magyarischen Stämme), die den besten Blick auf das Parlament und die Donau bietet. Die Fischerbastei war nie eine echte Befestigung — sie wurde als dekorative Aussichtsterrasse gebaut, benannt nach der Fischerzunft, die diesen Mauerabschnitt im Mittelalter verteidigte.

Eintritt: Die unteren Terrassen sind ganzjährig kostenlos. Der obere Turm kostet Mai–Oktober 1.200 HUF (3€). Bester Tipp: Komm vor 8 Uhr morgens — dann hast du die Fischerbastei fast für dich allein, das Morgenlicht auf dem Parlament ist magisch.

Matthiaskirche (Mátyás-templom)

Die Matthiaskirche (offiziell: Liebfrauenkirche, 14. Jahrhundert) ist die prachtvollste Kirche Budapests. Das Dach ist mit bunten Zsolnay-Ziegeln gedeckt (das gleiche Material wie auf der Großen Markthalle), das Innere ein Rausch aus Fresken, Gold und neogotischer Ornamentik. Hier wurden die ungarischen Könige gekrönt — Franz Joseph und Elisabeth (Sisi) 1867, begleitet von Franz Liszts „Krönungsmesse". Eintritt: 2.500 HUF (6€).

Anfahrt zum Burgberg

  • Standseilbahn (Budavári Sikló): Von der Kettenbrücke (Clark Ádám tér) direkt auf den Burgberg. 90 Sekunden, 2.000 HUF (5€) one-way. Touristisch, aber ein Erlebnis.
  • Bus 16: Ab Deák Ferenc tér (Pest, Zentrum) direkt zum Burgberg. Mit ÖPNV-Ticket.
  • Zu Fuß: Von der Kettenbrücke über die Treppen — 10–15 Minuten, kostenlos und empfehlenswert.

💡 Tipp

Der Burgberg ist morgens am schönsten: Die Fischerbastei im Morgenlicht (vor 9 Uhr) ist ein Traum, und die Touristenmassen kommen erst ab 10 Uhr. Abends: Die Beleuchtung der Fischerbastei und Matthiaskirche ist spektakulär — perfekt für einen romantischen Spaziergang.

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