Von den Römern bis zu den Osmanen
Die Geschichte Budapests beginnt mit den Römern: Aquincum, die Hauptstadt der Provinz Pannonien, lag im heutigen Óbuda (Alt-Buda). Ruinen des Amphitheaters und der Zivilstadt sind bis heute sichtbar. Nach dem Fall Roms kamen Hunnen, Awaren und Slawen.
Die Magyaren (896)
Im Jahr 896 führte Fürst Árpád die sieben magyarischen Stämme aus der eurasischen Steppe in das Karpatenbecken — die Landnahme (Honfoglalás), das Gründungsereignis des ungarischen Staates. Die Zahl 896 ist allgegenwärtig: Das Parlament ist 96 Meter hoch, die Andrássy-Straße hat die Hausnummer 896. Im Jahr 1000 wurde Stephan I. zum ersten christlichen König gekrönt — die Heilige Stephanskrone, Ungarns heiligstes Relikt, steht heute im Parlament.
Tatarensturm und Blütezeit
1241 verwüstete der Tatarensturm Ungarn. Danach baute König Béla IV. die Budaer Burg als Festung — der Beginn Budas als königliche Residenz. Im 15. Jahrhundert, unter König Matthias Corvinus, erlebte Budapest eine Renaissance-Blüte: Der König war ein Humanist, der eine berühmte Bibliothek (Bibliotheca Corviniana) aufbaute und den Visegráder Palast zu einem der prächtigsten Europas machte.
Osmanische Besatzung (1541–1686)
150 Jahre lang stand Budapest unter osmanischer Herrschaft. Die Türken bauten Moscheen (die meisten sind verschwunden) und — als bleibendes Erbe — die Thermalbäder: Rudas, Király und Veli Bej stammen aus dieser Zeit. Die Rückeroberung Budas 1686 durch die Habsburger war blutig — die Stadt lag in Trümmern.