Fahrradkultur — Kopenhagens DNA
Kopenhagen ist nicht nur fahrradfreundlich — Fahrradfahren ist die Norm. Mehr als 50% aller Kopenhagener fahren täglich mit dem Rad zur Arbeit oder Schule. Es gibt 390 Kilometer Radwege, eigene Fahrrad-Autobahnen (Supercykelstier), Brücken nur für Radfahrer und Ampeln, die auf 20 km/h getaktet sind (die durchschnittliche Radgeschwindigkeit).
Fahrrad leihen
- Donkey Republic: Die beliebteste Leihrad-App. Per Smartphone entsperren, überall abstellen (innerhalb der Zone). Ab 60 DKK/Tag (8€). Solide Räder mit Korb.
- Bycyklen (Stadträder): Die weißen E-Bikes an über 100 Stationen. Per App oder Touchscreen am Lenker. Ab 30 DKK/Stunde (4€). GPS-Navigation im Lenker eingebaut.
- Hotel-Fahrräder: Viele Hotels verleihen kostenlos oder günstig Fahrräder an Gäste — fragen lohnt sich.
Die Regeln
Dänische Radfahrer nehmen ihre Regeln ernst — Verstöße können Bußgelder nach sich ziehen:
- Radweg nutzen: Immer auf dem Radweg fahren (cykelsti), nie auf dem Bürgersteig. Wo kein Radweg ist: auf der Straße.
- Handzeichen geben: Links abbiegen: linker Arm raus. Anhalten: rechter Arm hoch. Wird erwartet!
- Nie auf dem Radweg stehen bleiben: Der Radweg ist eine Straße — wer anhält, blockiert den Verkehr. Zum Kartenlesen: auf den Bürgersteig ausweichen.
- Licht an: Bei Dunkelheit ist Licht Pflicht (vorne weiß, hinten rot). Leihräder haben es eingebaut.
- Kein Alkohol: Betrunken Radfahren kann eine Geldstrafe kosten (500 DKK / 67€).
Die schönsten Radrouten
- Hafenrunde: Von Nyhavn über die Inderhavnsbro nach Christianshavn, Refshaleøen (Reffen), Islands Brygge, Kalvebod Brygge und zurück. 10 km, flach, am Wasser. Perfekt für 2 Stunden.
- Die Seen: Die drei Seen (Søerne) bilden die Grenze zwischen Indre By und Nørrebro/Frederiksberg. Eine Umrundung (6,4 km) mit Blick auf Schwäne, Ruderer und die Skyline ist Kopenhagens beliebteste Radstrecke.
- Cykelslangen: Die Fahrrad-Schlange — eine orangefarbene, erhöhte Fahrradbrücke, die den Hafen überquert. Architektonisch beeindruckend und praktisch.