Vesterbro — Vom Rotlicht zum Hotspot
Vesterbro ist Kopenhagens faszinierendste Verwandlung: Noch in den 1990er Jahren war es ein Rotlichtviertel mit Drogenszene und heruntergekommenen Fassaden. Heute ist es das trendigste Viertel der Stadt — und das, ohne seine Ecken und Kanten verloren zu haben. Hier koexistieren Craft-Beer-Bars neben Secondhand-Shops, Michelin-Restaurants neben Imbissbuden und Design-Studios neben Tattoo-Studios.
Kødbyen — Der Meatpacking District
Das Kødbyen (Fleischstadt) ist Kopenhagens Version des New Yorker Meatpacking District: ein ehemaliges Schlachthofviertel aus den 1930er Jahren, in dem noch aktive Fleischbetriebe neben Restaurants, Bars, Galerien und Clubs operieren. Die weißen Industriegebäude beherbergen einige der besten Restaurants der Stadt:
- Kødbyens Fiskebar: Eines der besten Fischrestaurants Kopenhagens — frischer Fang, nordische Zubereitungen, industrieller Charme.
- Gorilla: Fusion-Küche zum Teilen, lebhafte Atmosphäre, vernünftige Preise für Kopenhagener Verhältnisse.
- BioMio: Bio-Restaurant mit Fokus auf Nachhaltigkeit — die Speisekarte wechselt mit den Jahreszeiten.
- Jolene: Bar, Bäckerei und Restaurant in einem — tagsüber Sauerteigbrot und Zimtschnecken, abends Cocktails und DJs.
- Bakken: Bar mit Kopenhagens bester Cocktailkarte in einer ehemaligen Bäckerei. Freitags und samstags wird getanzt.
Im Sommer verwandelt sich Kødbyen abends in eine riesige Open-Air-Party: Die Leute stehen mit Drinks in der Hand zwischen den Restaurants, Musik dröhnt aus offenen Türen, und die Atmosphäre erinnert an Berlin-Kreuzberg oder Londons Shoreditch.
Istedgade — Die Hauptstraße
Die Istedgade ist Vesterbros Lebensader: eine lange Straße, die von Kitsch bis Klasse alles bietet. Am Bahnhofsende noch etwas rau (Sexshops, Billigläden), weiter westlich zunehmend gentrifiziert mit Cafés, Boutiquen und Bäckereien. Die besten Adressen:
- Granola: Café im 50er-Jahre-Stil — das beste Frühstück in Vesterbro. Reservieren am Wochenende!
- Mikkeller Bar: Der weltberühmte dänische Craft-Beer-Brauer Mikkel Borg Bjergsø hat hier seine Flaggschiff-Bar: 40 Zapfhähne mit wechselnden Bieren. Ein Mekka für Bierliebhaber.
- Værnedamsvej: Die Seitenstraße der Istedgade, die „kleine Paris" genannt wird — französische Cafés, Käseläden, Blumengeschäfte und eine Atmosphäre, die an das Marais erinnert.