Gesundheit & Sicherheit
Kreta ist ein sehr sicheres Reiseziel — Gewaltverbrechen gegen Touristen sind extrem selten, die medizinische Versorgung ist gut und es gibt kaum gefährliche Tiere. Die größten Risiken sind Sonnenbrand, Dehydrierung und übermäßiger Raki-Genuss.
Medizinische Versorgung
- Krankenhäuser: In Heraklion (PAGNI — Universitätsklinikum, das beste der Insel), Chania, Rethymno und Agios Nikolaos gibt es öffentliche Krankenhäuser. Englischsprachige Ärzte sind in den Touristenorten leicht zu finden.
- Apotheken (Farmakeio): Erkennbar am grünen Kreuz. In jeder Stadt und vielen Dörfern vorhanden. Viele Medikamente, die in Deutschland rezeptpflichtig sind, gibt es in Griechenland frei verkäuflich (Antibiotika, starke Schmerzmittel).
- EHIC: Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) wird in öffentlichen Krankenhäusern und bei Vertragsärzten akzeptiert. Eine Reisekrankenversicherung ist trotzdem empfohlen — sie deckt Privatbehandlungen und Rücktransport ab.
Sonne & Hitze
Die größte Gesundheitsgefahr auf Kreta ist die Sonne. Die UV-Strahlung ist im Sommer extrem (UV-Index 9–11, vergleichbar mit Nordafrika). Sonnenschutz mit LSF 50, Hut und Sonnenbrille sind Pflicht. Zwischen 12:00 und 16:00 Uhr raus aus der direkten Sonne — die Kreter halten aus gutem Grund Siesta. Mindestens 2–3 Liter Wasser pro Tag trinken, bei Wanderungen deutlich mehr.
Sicherheit
- Kriminalität: Kreta ist sehr sicher. Taschendiebstahl kommt in Touristenhochburgen (Heraklion, Chania) selten vor, aber übliche Vorsicht ist angebracht.
- Straßenverkehr: Das größte reale Risiko. Kretische Straßen sind teilweise in schlechtem Zustand, die Fahrweise wild, und auf Bergstraßen gibt es selten Leitplanken. Vorsichtig fahren, besonders nachts und auf Nebenstrecken.
- Seeigel: An felsigen Stränden aufpassen — die schwarzen Seeigel (Echinus) sind schmerzhaft, wenn man drauftritt. Badeschuhe empfohlen bei Felsen-Einstieg.
- Strömungen: An offenen Stränden der Nordküste können bei Meltemi-Wind starke Strömungen auftreten. Auf rote Flaggen achten und bei starkem Wind nicht weit rausschwimmen.