Sehenswürdigkeiten in Tana
Rova von Antananarivo (Königspalast)
Der Rova thront auf dem höchsten Hügel der Stadt und war Jahrhunderte lang Sitz der Merina-Könige und -Königinnen. Der Komplex wurde 1995 durch ein verheerendes Feuer zerstört und befindet sich seitdem im Wiederaufbau. Die Außenanlage kann besichtigt werden und bietet einen spektakulären 360-Grad-Blick über die Stadt und die Reisfelder des Umlands. Die Geschichte des Rova — von Königin Ranavalona I. bis zur französischen Kolonisierung — ist fesselnd.
Ambohimanga — UNESCO-Welterbe
Der Königshügel von Ambohimanga, 21 km nördlich von Tana, ist die wichtigste historische Stätte Madagaskars und seit 2001 UNESCO-Welterbe. Hier residierte König Andrianampoinimerina (1787–1810), der Madagaskar vereinte. Die Holzpaläste, die Befestigungsanlagen und der heilige Wald sind bemerkenswert gut erhalten. Für viele Madagassen ist Ambohimanga noch heute ein Pilgerort — bitte zeige Respekt und befolge die Fady (Tabus). Eintritt: ca. 5€, Guide empfohlen.
Andafiavaratra-Palast
Der ehemalige Premierministerpalast in der Haute Ville beherbergt ein Museum mit Artefakten der Merina-Monarchie: Thronsessel, königliche Gewänder, historische Fotografien. Der rosafarbene Bau selbst ist ein architektonisches Highlight. Eintritt: ca. 3€.
Zoma-Markt & Analakely
Der Zoma war einst der größte Freiluftmarkt der Welt — heute ist er kleiner, aber immer noch überwältigend. Gewürze, Vanille, Raffia-Körbe, Holzschnitzereien, Halbedelsteine und alles, was Madagaskar produziert, findest du hier. Freitag ist der größte Markttag. Achtung: Taschendiebe sind aktiv — Wertsachen sicher verstauen.
Lac Anosy & Jardin Botanique
Der Lac Anosy im Süden der Stadt ist ein künstlicher See mit einer Gedenksäule für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. In der Mitte nisten Kuhreiher und manchmal sind Schildkröten zu sehen. Der nahe Parc de Tsimbazaza (Zoo und Botanischer Garten) zeigt endemische Tiere wie Lemuren, Fossas und Krokodile — in einfachen Verhältnissen, aber lehrreich.
💡 Tipp
Besuche Ambohimanga morgens früh, bevor die Touristenbusse kommen. Die heilige Stätte hat dann eine meditative Ruhe, die am Nachmittag verloren geht. Kombiniere den Besuch mit einer Fahrt durch die Reisfelder nördlich von Tana.