Gesellschaft & Kultur · Abschnitt 3/4

Die Himba — letzte Halbnomaden

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Die Himba — letzte Halbnomaden

Die Himba im abgelegenen Kaokoland sind eine der faszinierendsten und am besten dokumentierten traditionellen Kulturen Afrikas. Etwa 50.000 Himba leben heute noch überwiegend traditionell — als Halbnomaden, die mit ihren Rinderherden durch die karge Landschaft des Nordwestens ziehen.

Was die Himba so besonders macht:

  • Otjize-Paste: Himba-Frauen reiben sich täglich mit einer Paste aus Ockerpigment und Butterfett ein — sie verleiht der Haut den typischen rotbraunen Glanz, schützt vor Sonne, Insekten und Austrocknung. Himba-Frauen waschen sich nie mit Wasser (sie nutzen Rauch-Dampfbäder) und riechen nach einer Mischung aus Erde und Kräutern
  • Frisuren als Lebenszeichen: Die Frisur einer Himba-Frau zeigt ihren Status — junge Mädchen tragen zwei nach vorn hängende Zöpfe, verheiratete Frauen aufwendige Ockerlöckchen und eine Leder-Krone (Erembe)
  • Heiliges Feuer: In jedem Kraal (Gehöft) brennt ein heiliges Feuer (Okuruwo), das die Verbindung zu den Ahnen symbolisiert. Zwischen dem Feuer und dem Haupthaus darf nur der Häuptling gehen
  • Bilateral Descent: Jeder Himba gehört sowohl zum Clan des Vaters (Oruzo) als auch zum Clan der Mutter (Eanda) — ein seltenes Verwandtschaftssystem

Die Himba stehen vor der Herausforderung der Modernisierung: Handys, Schulpflicht und der geplante Baynes-Staudamm am Kunene-Fluss bedrohen ihre Lebensweise. Viele jüngere Himba pendeln zwischen traditionellem Leben und der Moderne — morgens Ockerpaste, nachmittags Jeans und Smartphone.

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