Uptown Manhattan
Central Park
Der Central Park (1858, 341 Hektar) ist das grüne Herz Manhattans — ein Meisterwerk der Landschaftsarchitektur von Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux, das eine der teuersten Immobilienlagen der Welt von einer der teuersten Immobilienlagen der Welt trennt. Der Park ist 4 km lang und 800 Meter breit und beherbergt Seen, Wälder, Wiesen, Brücken, ein Schloss, einen Zoo und über 18.000 Bäume.
Die Highlights
- Bethesda Fountain & Terrace: Der ikonischste Ort des Parks — die Brunnenanlage am See (The Lake) ist aus Dutzenden Filmen bekannt. Die Terrasse mit den Bogengängen und den Kachelmosaiken ist architektonisch wunderschön. Straßenmusiker spielen fast immer.
- Bow Bridge: Die fotogenste Brücke des Parks — eine gusseiserne Bogenbrücke über dem Lake, mit Blick auf die San Remo Apartment Towers. Im Herbst, wenn die Bäume in Gold und Rot leuchten, ist dies einer der schönsten Orte der Welt.
- Strawberry Fields: Das John-Lennon-Memorial — ein kreisförmiges Mosaik mit dem Wort „Imagine" am Eingang zum Park an der 72nd Street (West Side), direkt gegenüber dem Dakota Building, wo Lennon lebte und am 8. Dezember 1980 erschossen wurde. Fans legen hier Blumen und spielen Beatles-Songs.
- Belvedere Castle: Ein viktorianisches Miniatur-Schloss auf einem Felsen — der höchste Punkt des Parks mit Panoramablick über den Turtle Pond und die Great Lawn. Kostenlos.
- The Great Lawn: Die große Wiese im Herzen des Parks — hier picknicken New Yorker, spielen Softball und genießen den Blick auf die Skyline. Im Sommer: kostenlose Konzerte und Events.
- Central Park Zoo: Ein kleiner, aber feiner Zoo am südöstlichen Eingang (5th Avenue / 64th Street). Die Seelöwen-Fütterung ist das Highlight. Eintritt: 19,95$. Für Kinder: der Tisch Zoo nebenan (8,95$).
- Boating: Ruderboote auf dem Lake mieten (ab 20$/Stunde) oder die gondoliere venezianische Gondel (ab 45$). Im Winter: Eislaufen auf dem Wollman Rink (Oktober–April, ab 15$) — mit der Skyline als Kulisse.
Shakespeare in the Park: Im Sommer (Juni–August) führt das Public Theater kostenlose Shakespeare-Aufführungen im Delacorte Theater im Central Park auf. Tickets sind gratis, aber begehrt — Schlange stehen ab 6 Uhr morgens oder Glück in der Online-Lottery haben.
Tipp
Der Central Park ist riesig — versuche nicht, alles an einem Tag zu sehen. Für Erstbesucher: Bethesda Fountain, Bow Bridge, Strawberry Fields und Belvedere Castle als Rundweg (ca. 2 Stunden). Im Herbst (Mitte Oktober bis Anfang November) ist der Park am schönsten — das Laub in Gold, Orange und Rot ist atemberaubend.
Metropolitan Museum of Art
Das Metropolitan Museum of Art (kurz: „The Met") ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt — über 2 Millionen Objekte aus 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte, in einem Gebäude, das allein von außen beeindruckt (die Treppe an der Fifth Avenue ist ein beliebter Treffpunkt und Instagram-Spot, bekannt aus „Gossip Girl").
Die Highlights (man könnte Wochen hier verbringen)
- Ägyptische Abteilung: Der Temple of Dendur — ein kompletter ägyptischer Tempel (15 v. Chr.!), rekonstruiert in einem gläsernen Saal mit Blick auf den Central Park. Eines der beeindruckendsten Museumsdisplays der Welt.
- European Paintings: Rembrandt, Vermeer, Van Gogh, Monet, Renoir, Degas — eine der besten europäischen Gemäldesammlungen außerhalb Europas.
- Medieval Art & The Cloisters: Mittelalterliche Kunst, Rüstungen und Waffen. Das Met Cloisters (eine Filiale in Fort Tryon Park, Uptown) ist ein rekonstruiertes mittelalterliches Kloster mit Kreuzgängen, Gärten und einer Sammlung, die einen in das 12. Jahrhundert versetzt.
- American Wing: Von der Kolonialzeit bis zur Moderne — mit dem ikonischen Washington Crossing the Delaware (Emanuel Leutze, 1851) und Tiffany-Glasfenstern.
- Rooftop Garden: Von Mai bis Oktober: eine wechselnde Kunstinstallation auf dem Dach — mit einem Panoramablick über den Central Park und die Skyline. Bar mit Drinks. Eintritt im Museumticket inklusive.
Praktisches: Eintritt: 30$ (empfohlen — für Bewohner von New York State: Pay-What-You-Wish). Öffnungszeiten: So–Di, Do 10–17 Uhr, Fr/Sa 10–21 Uhr. Mittwochs geschlossen. Das Museum ist riesig — plane mindestens 3–4 Stunden ein. Kunstliebhaber: einen ganzen Tag.
Museum Mile & Guggenheim
Die Museum Mile ist der Abschnitt der Fifth Avenue zwischen 82nd und 110th Street — eine Konzentration von Weltklasse-Museen, die ihresgleichen sucht:
Solomon R. Guggenheim Museum
Frank Lloyd Wrights architektonisches Meisterwerk (1959) — das spiralförmige Gebäude ist selbst ein Kunstwerk. Die Besucher fahren mit dem Aufzug nach oben und gehen die Rampe spiralförmig nach unten, vorbei an modernen Meisterwerken (Kandinsky, Picasso, Chagall, Pollock). Das Gebäude ist ikonischer als die Sammlung — aber beides zusammen ist ein Must-See. Eintritt: 25$. Samstags 17–20 Uhr: Pay-What-You-Wish.
Weitere Museen der Museum Mile
- Neue Galerie: Österreichische und deutsche Kunst des frühen 20. Jahrhunderts — hier hängt Gustav Klimts „Adele Bloch-Bauer I" (Die goldene Adele), das für 135 Millionen Dollar gekauft wurde. Klein, exquisit, wenig besucht. Eintritt: 25$. Das Café Sabarsky im Erdgeschoss serviert hervorragenden Wiener Kaffee und Sachertorte.
- Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum: Design von der Renaissance bis heute, in Andrew Carnegies ehemaligem Herrenhaus. Eintritt: 18$.
- Museum of the City of New York: Die Geschichte der Stadt von der Kolonialzeit bis heute. Eintritt: 20$ (Pay-What-You-Wish).
- El Museo del Barrio: Lateinamerikanische und karibische Kunst. Am Rand von Harlem. Eintritt: 9$ (Pay-What-You-Wish).
American Museum of Natural History
Auf der West Side des Central Park (also nicht auf der Museum Mile, aber nahe genug): eines der größten Naturkundemuseen der Welt — Dinosaurier-Skelette (der T-Rex!), der 563-Karat-Star-of-India-Saphir, das Hayden Planetarium, das 29-Meter-Modell des Blauwals und 33 Millionen Objekte. Bekannt aus dem Film „Nachts im Museum". Eintritt: 28$ (empfohlen, Pay-What-You-Wish für NY-Bewohner).
Harlem
Harlem ist das kulturelle Herz des schwarzen Amerikas — der Geburtsort des Jazz, der Harlem Renaissance (die künstlerische und literarische Blüte der 1920er und 30er), des Hip-Hop und einer afroamerikanischen Kultur, die die Welt verändert hat. Duke Ellington spielte im Cotton Club, Langston Hughes schrieb seine Gedichte hier, und Malcolm X predigte auf der 125th Street.
Highlights
- Apollo Theater: Die legendäre Bühne auf der 125th Street, auf der Ella Fitzgerald, James Brown, Michael Jackson und Lauryn Hill ihre Karriere begannen. Die Amateur Night (mittwochs, 19:30 Uhr, ab 22$) ist das älteste Talent-Show-Format der Welt — das Publikum bestimmt, wer bleibt und wer gebuht wird.
- Sonntagsgottesdienst: Ein Gospel-Gottesdienst in einer der großen Harlem-Kirchen ist ein unvergessliches Erlebnis: kraftvoller Gospel-Gesang, enthusiastische Gemeinde und eine Energie, die dich mitreißt. Wichtig: Komme respektvoll und angemessen gekleidet (keine Shorts, keine Tanktops), bleibe für den gesamten Gottesdienst und fotografiere nur, wenn erlaubt. Empfohlene Kirchen: Abyssinian Baptist Church, First Corinthian Baptist Church.
- Sylvia's: Das berühmteste Soul-Food-Restaurant New Yorks (seit 1962): Fried Chicken, Waffles, Collard Greens, Mac and Cheese — Southern Comfort Food in einem historischen Lokal. 328 Malcolm X Boulevard.
- Brownstones: Die wunderschönen Brownstone-Reihenhäuser in den Seitenstraßen (Strivers' Row, Hamilton Heights, Sugar Hill) sind architektonische Juwelen — die gleiche Bausubstanz, die in Brooklyn Millionen kostet, hat hier noch ihren authentischen Charakter.
Tipp
Harlem hat seinen schlechten Ruf der 1970er/80er Jahre lange abgelegt — die 125th Street und die Seitenstraßen sind tagsüber sicher und lebendig. Für den Sonntagsgottesdienst: Komme 30–45 Minuten vor Beginn (meist 10:30 oder 11:00 Uhr), um einen Platz zu bekommen. Buche KEINE kommerziellen „Gospel-Touren" — geh selbst hin, respektvoll und als Gast.
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