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Regionen · Kapitel 4

Eiffelturm, Champ de Mars & Musée d'Orsay

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RegionenKapitel 4: Eiffelturm, Champ de Mars & Musée d'Orsay
Regionen · Kapitel 4

Eiffelturm, Champ de Mars & Musée d'Orsay

Das ikonischste Wahrzeichen der Welt, die Impressionisten-Kathedrale Musée d'Orsay und Monets Seerosen in der Orangerie — das 7. Arrondissement vereint Pariser Grandeur mit Weltklasse-Kunst.

Der Eiffelturm (Tour Eiffel)

Der Eiffelturm (1889, Gustave Eiffel) ist das meistbesuchte kostenpflichtige Monument der Welt — 7 Millionen Besucher pro Jahr. 330 Meter hoch, 10.100 Tonnen Eisen, 2,5 Millionen Nieten und eine Silhouette, die zum Symbol nicht nur von Paris, sondern von ganz Frankreich geworden ist. Bei seiner Erbauung für die Weltausstellung zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution war er das höchste Bauwerk der Welt — und sollte eigentlich nach 20 Jahren wieder abgerissen werden.

Die drei Etagen

  • 1. Etage (57m): Glasboden (Nervenkitzel!), Restaurant „Madame Brasserie", Geschichtsausstellung. Seit 2014 neu gestaltet. Erreichbar per Aufzug oder Treppe (328 Stufen).
  • 2. Etage (115m): Der beste Fotospot — nah genug für Details, hoch genug für Panorama. Restaurant „Le Jules Verne" (1 Michelin-Stern, Menü ab 105€). Erreichbar per Aufzug oder Treppe (weitere 340 Stufen).
  • Spitze (276m): Das höchste zugängliche Stockwerk — nur per Aufzug ab der 2. Etage. Eiffels restauriertes Büro (mit Wachsfiguren von Eiffel und Edison), Champagner-Bar und ein Panorama, das bei klarem Wetter bis 80 km reicht.

Praktisches

DetailInfo
EintrittTreppe: 11,30€ (2. Etage). Aufzug: 18,10€ (2. Etage), 28,30€ (Spitze)
ÖffnungszeitenTäglich 9:00–23:45 (Sommer), 9:30–22:45 (Winter). Treppenaufstieg bis 18:00 (Winter)
Wartezeit1–3 Stunden ohne Voranmeldung. Online-Buchung dringend empfohlen!
Dauer1,5–2,5 Stunden
MetroBir-Hakeim (Linie 6) oder Trocadéro (Linie 6, 9)

Die besten Blicke auf den Eiffelturm

  • Trocadéro: Der klassische Fotospot — der Turm spiegelt sich im Brunnen. Besonders bei Sonnenuntergang.
  • Champ de Mars: Picknick auf der Wiese mit dem Turm im Hintergrund. Abends, wenn er funkelt, magisch.
  • Pont d'Iéna: Die Brücke direkt am Fuß — für dramatische Perspektiven von unten.
  • Pont Alexandre III: Die schönste Brücke von Paris mit dem Turm im Hintergrund.

Tipp

Die Treppen sind besser als der Aufzug: kürzer anstehen, günstiger, sportlich und der Aufstieg selbst ist ein Erlebnis (die Eisenstruktur aus nächster Nähe!). Nimm die Treppe bis zur 2. Etage und dann den Aufzug zur Spitze. Buche dein Ticket IMMER online — idealerweise 2 Monate vorher.

Musée d'Orsay — Die Impressionisten

Das Musée d'Orsay ist das schönste Kunstmuseum der Welt — und das ist keine Übertreibung. Untergebracht in einem ehemaligen Bahnhof (Gare d'Orsay, 1900), beherbergt es die weltgrößte Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Kunst: Monet, Renoir, Degas, Cézanne, Van Gogh, Gauguin, Manet, Toulouse-Lautrec und viele mehr.

Die Highlights

  • Impressionismus (5. Etage): Monets Kathedrale von Rouen (in verschiedenem Licht), Renoirs Bal du Moulin de la Galette, Degas' Balletttänzerinnen, Manets Olympia und Das Frühstück im Grünen.
  • Postimpressionismus: Van Goghs Sternennacht über der Rhône und Selbstporträt, Cézannes Stillleben, Gauguins Tahiti-Bilder, Seurats Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte (Pointillismus).
  • Skulpturen: Rodin, Degas (die kleine Tänzerin), Camille Claudel.
  • Die große Uhr: Die berühmte Bahnhofsuhr aus Glas bietet einen ikonischen Blick auf die Seine und den Louvre — eines der beliebtesten Fotomotive in Paris.

Praktisches

DetailInfo
Eintritt16€, kostenlos für EU-Bürger unter 26. Kostenlos am 1. Sonntag im Monat (Okt–Mär).
ÖffnungszeitenDi–So 9:30–18:00, Do bis 21:45. Montags geschlossen.
Wartezeit30–90 Min. ohne Vorausbuchung
Dauer2–4 Stunden
MetroSolférino (Linie 12) oder Musée d'Orsay (RER C)

Tipp

Donnerstagabend ist der Geheimtipp: Das Museum ist bis 21:45 Uhr geöffnet, und ab 18 Uhr leert es sich deutlich. Die Impressionisten-Säle auf der 5. Etage im Abendlicht — ein Traum. Und: Starte oben (5. Etage, Impressionisten) und arbeite dich nach unten — die meisten Besucher tun das Gegenteil.

Musée de l'Orangerie & Musée Rodin

Musée de l'Orangerie — Monets Seerosen

Das Musée de l'Orangerie im Jardin des Tuileries beherbergt eines der intimsten und überwältigendsten Kunsterlebnisse der Welt: Claude Monets Nymphéas (Seerosen) — acht riesige Gemälde in zwei ovalen Räumen, genau so präsentiert, wie Monet es sich gewünscht hat. Natürliches Licht von oben, keine Ablenkung, keine Rahmen — nur du und die Seerosen. Die Bilder umgeben dich wie ein Panorama: Wasser, Licht, Reflexionen, Natur. Es ist unmöglich, diesen Raum zu betreten und nicht berührt zu werden.

Im Untergeschoss: die Sammlung Walter-Guillaume — ein hervorragender Querschnitt der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts: Renoir, Cézanne, Picasso, Modigliani, Matisse, Rousseau.

Eintritt: 12,50€, kostenlos für EU-Bürger unter 26. Öffnungszeiten: Mi–Mo 9–18 Uhr, dienstags geschlossen. Deutlich weniger besucht als Louvre und Orsay — selten mehr als 15 Minuten Wartezeit.

Musée Rodin — Skulpturen im Garten

Das Musée Rodin ist eines der charmantesten Museen von Paris: Die Werke des Bildhauers Auguste Rodin (1840–1917) werden im Hôtel Biron (einem eleganten Stadtpalast aus dem 18. Jh.) und im zugehörigen Garten gezeigt. Der Denker, der Kuss und das Höllentor stehen im Garten zwischen Rosenbüschen — Kunst und Natur verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen.

  • Der Garten: Allein für den Garten lohnt sich der Besuch — Rosengarten, Skulpturen unter freiem Himmel, ein Café mit Blick auf den Invalidendom. Gartenbesuch: 4€, Museum + Garten: 13€.
  • Im Museum: Rodins Werke in chronologischer Reihenfolge, dazu Gemälde von Renoir, Van Gogh und Monet aus Rodins persönlicher Sammlung.

Metro: Varenne (Linie 13) oder Invalides (Linie 8, 13). Öffnungszeiten: Di–So 10–18:30 Uhr.

Invalidendom, Rue Cler & Seine-Ufer

Hôtel des Invalides & Napoleons Grab

Das Hôtel des Invalides (1670, Ludwig XIV.) war ursprünglich ein Veteranenheim für verwundete Soldaten — heute beherbergt es das Musée de l'Armée (Militärmuseum, eines der größten der Welt) und das Grab Napoleons. Der kleine Kaiser liegt in einem monumentalen Sarkophag aus rotem Porphyr unter der vergoldeten Kuppel des Dôme des Invalides — sechs ineinandergeschachtelte Särge, die letzte Ruhestätte eines Mannes, der Europa neu ordnete.

Eintritt: 15€ (Museum + Grab). Öffnungszeiten: Täglich 10–18 Uhr (Sommer bis 19 Uhr). Metro: Invalides oder La Tour-Maubourg.

Rue Cler — Pariser Marktleben

Die Rue Cler im 7. Arrondissement ist die quintessentielle Pariser Marktstraße: Boulangeries, Fromageries (Käseläden), Charcuterien, Fischgeschäfte und Blumenläden auf einer verkehrsberuhigten Straße. Hier kaufen die Pariser des Viertels ein — kein Touristenmarkt, sondern gelebter Alltag. Perfekt für ein Picknick-Einkauf vor dem Champ de Mars.

Seine-Ufer — UNESCO-Welterbe

Die Seine-Ufer gehören seit 1991 zum UNESCO-Welterbe — und sie sind das Herz des Pariser Lebens. Ein Spaziergang am Quai ist kostenlos, unvergesslich und zu jeder Tageszeit schön:

  • Bouquinistes: Die grünen Buchkästen der Seine-Buchhändler (seit dem 16. Jh.) sind UNESCO-Immaterielles Kulturerbe. Stöbern in alten Büchern, Postkarten und Drucken.
  • Picknick: Auf den Steintreppen am Quai de la Tournelle (5. Arr.) mit Blick auf Notre-Dame, oder am Quai d'Orsay mit Blick auf den Louvre — Pariser Tradition pur.
  • Seine-Bootsfahrt (Bateaux Mouches): Touristisch, aber lohnend — besonders abends, wenn die Monumente beleuchtet sind. Ab 15€, Dauer: 1 Stunde. Abfahrt: Pont de l'Alma.

Tipp

Die Rue Cler ist perfekt für ein Picknick-Einkauf: Baguette bei der Boulangerie, Käse beim Fromager, Schinken beim Charcutier, Obst beim Primeur und eine Flasche Wein — dann ab zum Champ de Mars, unter den Eiffelturm setzen und genießen. Das authentischste Paris-Erlebnis überhaupt.

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