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Geschichte · Abschnitt 2/4

Die Drei Teilungen & 123 Jahre ohne Staat

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Die Drei Teilungen & 123 Jahre ohne Staat

Das Ende der Adelsrepublik (1772–1795)

Die „Goldene Freiheit" hatte eine Schattenseite: Das Liberum Veto erlaubte jedem einzelnen Adligen, Parlamentsbeschlüsse zu blockieren. Das machte das Land zunehmend handlungsunfähig. Die Nachbarn nutzten die Schwäche:

  • 1. Teilung (1772): Russland, Preußen und Österreich annektierten jeweils Teile Polens
  • 2. Teilung (1793): Russland und Preußen teilten erneut
  • 3. Teilung (1795): Polen verschwand komplett von der Landkarte — für 123 Jahre

Was folgte, war eine der längsten Perioden der Fremdherrschaft in der europäischen Geschichte. Die Teilungsmächte versuchten, polnische Sprache, Kultur und Identität zu unterdrücken. Die Antwort: Dutzende Aufstände (1794, 1830, 1848, 1863 — alle gescheitert), eine blühende Exilkultur (Chopin in Paris, Mickiewicz in Rom) und ein unzerstörbarer Nationalmythos.

1918, nach dem Zusammenbruch aller drei Teilungsmächte im Ersten Weltkrieg, erlangte Polen unter Józef Piłsudski die Unabhängigkeit zurück. Der 11. November (Unabhängigkeitstag) ist bis heute Polens wichtigster Nationalfeiertag.

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