Finikia, Leuchtturm & der stille Norden
Finikia (Φοινικιά) liegt nur 10 Gehminuten von Oia entfernt — und ist doch eine andere Welt. Dieses verschlafene, authentische Dorf mit seinen gewölbten Höhlenhäusern, kleinen Kapellen und engen Gassen hat sich den Charme eines echten kykladischen Dorfes bewahrt, den Oia längst an den Tourismus verloren hat. Hier wohnen noch Einheimische zwischen Weinreben und Tomatenstauden, Katzen dösen auf Treppenstufen, und die Tavernen servieren ehrliches griechisches Essen zu Preisen, die in Oia undenkbar wären.
Finikia ist gleichzeitig ein hervorragender Übernachtungstipp: Die wenigen Boutique-Hotels und Apartments hier bieten Ruhe und Authentizität — du bist in 10 Minuten zu Fuß in Oia, aber abends in einer Oase der Stille. Besonders schön ist die restaurierte Panagia-Kirche mit ihrem Innenhof.
Weiter nördlich lohnt sich ein Ausflug zum Leuchtturm von Akrotiri Faros an der Nordspitze Santorins (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Leuchtturm im Süden) — von dort hast du einen weiten Blick auf die Nachbarinsel Thirassia und den Vulkankomplex. Die Landschaft hier ist karg, windgepeitscht und wunderschön einsam — das Gegenteil von Oias Glamour.
Von Oia starten auch Boote nach Thirassia (Θηρασία), der kleinen Schwesterinsel auf der gegenüberliegenden Seite der Caldera. Thirassia hat 250 Einwohner, ein Dorf (Manolas), eine Handvoll Tavernen und null Tourismus-Infrastruktur — ein Tagesausflug für alle, die das Santorin von vor 40 Jahren erleben wollen. Fähre ab Ammoudi (ca. 5€, 15 Minuten).