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Regionen · Kapitel 4

Der Süden

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RegionenKapitel 4: Der Süden
Regionen · Kapitel 4

Der Süden

Teneriffas sonnenverwöhnter Süden ist das touristische Kraftzentrum der Insel: goldene Strände, spektakuläre Klippen, Europas bester Wasserpark und das pulsierendste Nachtleben der Kanaren. Aber auch abseits der Resorts warten stille Fischerdörfer, dramatische Schluchten und die besten Walbeobachtungstouren Europas.

Den Süden entdecken

Der Süden Teneriffas ist eine Welt für sich. Hier scheint die Sonne an über 300 Tagen im Jahr, der Himmel ist stahlblau und die Temperaturen sinken selbst im Januar selten unter 20°C. Was bis in die 1960er Jahre eine karge, wasserarme Halbwüste war, ist heute das wichtigste Tourismusgebiet der Kanaren — mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.

Die drei großen Orte — Playa de las Américas, Los Cristianos und Costa Adeje — gehen nahtlos ineinander über und bilden eine durchgehende Küstenzone mit einer beeindruckenden touristischen Infrastruktur: Hunderte Hotels, Shopping-Meilen, Restaurants aus aller Welt und ein Nachtleben, das bis zum Morgengrauen pulsiert.

Aber der Süden ist weit mehr als Resorts: Die Klippen von Los Gigantes im Westen gehören zu den dramatischsten Landschaftsformationen Europas, die Masca-Schlucht ist eine der spektakulärsten Wanderungen der Kanaren, und in den Gewässern vor der Küste tummeln sich Pilotwale und Delfine. Wer den Süden nur vom Hotelpool aus kennt, verpasst das Beste.

Orientierung

Der Süden erstreckt sich von Los Cristianos im Osten bis Los Gigantes im Westen:

  • Los Cristianos: Der älteste Ferienort im Süden, einst ein Fischerdorf. Heute: entspannter als Playa de las Américas, mit einem echten Ortskern, Fährhafen (nach La Gomera) und dem schönen Stadtstrand Playa de las Vistas. Beliebt bei Familien und älteren Reisenden.
  • Playa de las Américas: Das pulsierende Zentrum — Hotels, Bars, Clubs, Einkaufszentren. Die Veronicas-Strip ist die Partymeile. Hier konzentriert sich das Nachtleben. Tagsüber: breite Strandpromenaden und Wassersport.
  • Costa Adeje: Der gehobene Nachbar westlich von Playa de las Américas. 5-Sterne-Hotels, Golfplätze, hochwertige Restaurants und die schönsten Strände des Südens (Playa del Duque, Playa Fañabé). Hier liegt auch der Siam Park.
  • Los Gigantes & Puerto de Santiago: Am westlichen Ende, unter den gewaltigen Klippen. Ruhiger, authentischer, mit dem besten Ausgangspunkt für Walbeobachtungstouren.
  • El Médano: Weiter östlich am Flughafen: Teneriffas Surf- und Windsurf-Mekka mit einem der längsten Naturstrände der Insel.

Strände im Süden

Der Süden hat die besten und sonnigsten Strände der Insel — von aufgeschüttetem Goldstrand bis zu wilden schwarzen Buchten:

Playa del Duque

Der Luxusstrand Costa Adejes: 300 Meter goldener Sand (importiert aus der Sahara), kristallklares Wasser, exzellente Infrastruktur. Umgeben von 5-Sterne-Hotels und edlen Restaurants. Liegen und Sonnenschirme ab 8€/Tag. Der schönste Stadtstrand des Südens — gepflegt, sicher und familienfreundlich.

Playa de las Vistas

Der Familienstrand von Los Cristianos: 850 Meter lang, goldener Sand, ruhiges Wasser dank Wellenbrecher. Perfekt für Kinder. Promenade mit Restaurants, kostenlose Duschen und Toiletten. Einer der wenigen Strände im Süden, die nicht künstlich aufgeschüttet wirken.

Playa de El Médano

Teneriffas längster Naturstrand — über 2 Kilometer goldbrauner Sand. Dazu der Kite- und Windsurf-Spot Nummer 1 der Kanaren: Die Passatwinde sorgen für konstanten Wind. Am Fuß der Montaña Roja (roter Vulkankegel), der einen traumhaften Sonnenuntergangsblick bietet. Nicht so geschützt wie die Touristenstrände — hier weht immer eine Brise.

Playa de la Arena

Schwarzer Vulkansand am Fuß der Los-Gigantes-Klippen bei Puerto de Santiago. Klein, aber wunderschön: Das dunkle Sand gegen das türkise Wasser ist fotogen, die Wasserqualität exzellent (Blaue Flagge). Weniger touristisch als die Strände weiter östlich.

Playa de Abama

Versteckter Geheimtipp-Strand am Fuß des Ritz-Carlton Abama Hotels. 300 Treppenstufen führen hinunter zu einer geschützten Bucht mit goldenem Sand und kristallklarem Wasser. Obwohl am Luxushotel gelegen: Der Strand ist öffentlich! Ideal zum Schnorcheln.

Tipp

Alle Strände auf Teneriffa sind per Gesetz öffentlich — auch wenn sie an Privathotels grenzen. Niemand darf dir den Zugang verwehren. Liegen und Schirme kosten Geld, aber dein eigenes Handtuch auf den Sand legen ist kostenlos.

Los Gigantes & Walbeobachtung

Die Klippen von Los Gigantes

Die Acantilados de Los Gigantes (Klippen der Riesen) sind Teneriffas dramatischstes Naturschauspiel: Bis zu 600 Meter stürzen die basaltischen Felswände senkrecht ins Meer. Vom Boot aus betrachtet wirken sie wie das Ende der Welt — besonders bei Sonnenuntergang, wenn sie in goldenes Licht getaucht werden.

Der kleine Hafen von Los Gigantes ist Ausgangspunkt für Bootstouren, Kajak-Ausflüge und die berühmten Walbeobachtungsfahrten. Das Örtchen selbst ist angenehm ruhig — ein Kontrast zum Trubel von Playa de las Américas.

Walbeobachtung

In der Meerenge zwischen Teneriffa und La Gomera lebt eine der weltweit größten residenten Populationen von Kurzflossen-Grindwalen (Pilotwalen). Über 500 Pilotwale und Große Tümmler sind ganzjährig hier — die Sichtungsrate liegt bei über 95%. Daneben wurden über 20 weitere Cetaceen-Arten gesichtet, darunter Pottwale, Blainville-Schnabelwale und mit Glück sogar Blauwale und Orcas.

Die Touren starten ab Los Gigantes, Puerto Colón (Costa Adeje) oder Los Cristianos. Dauer: 2–4 Stunden. Preise: 40–75€ (Katamaranboot) bis 200€+ (private Segeltour). Achte auf das Gelbe Flagge-Siegel: Nur zertifizierte Boote halten die vorgeschriebenen 60 Meter Abstand zu den Tieren ein.

Achtung

Buche nur bei Anbietern mit dem offiziellen „Barco Amarillo" (Gelbe Flagge) Zertifikat! Diese halten die Schutzvorschriften ein: mindestens 60 m Abstand, keine Verfolgung der Tiere, maximal 3 Boote gleichzeitig pro Walgruppe. Billiganbieter, die den Tieren zu nahe kommen, schaden den Walen und verstoßen gegen kanarisches Recht.

Masca-Schlucht

Das Bergdorf Masca

Masca ist eines der spektakulärsten Dörfer der Kanaren: Auf einem schmalen Bergrücken in 650 Metern Höhe klammern sich weiße Häuser an steile Felswände, umgeben von tiefen Schluchten und Palmen. Bis in die 1970er Jahre war Masca nur zu Fuß oder per Esel erreichbar — die Straße, die sich heute in Serpentinen vom Teno-Gebirge herabwindet, ist selbst ein Abenteuer (nichts für schwache Nerven!). Die Aussicht auf dem Weg ist atemberaubend.

Die Wanderung durch den Barranco de Masca

Die Masca-Schlucht ist Teneriffas berühmteste Wanderung: Vom Dorf führt ein schmaler Pfad 4,5 Kilometer durch die enge Schlucht hinunter zum Meer. Dramatische Felswände, die sich bis auf wenige Meter verengen, exotische Vegetation, Wasserfälle nach Regenfällen und am Ende ein kleiner Kieselstrand, von dem ein Boot nach Los Gigantes fährt.

DetailInfo
Strecke4,5 km (nur bergab zum Meer)
Dauer3–4 Stunden
SchwierigkeitMittel bis schwer (festes Schuhwerk Pflicht!)
GenehmigungOnline-Reservierung erforderlich (kostenlos)
Boot zurückAb Masca-Strand nach Los Gigantes (ca. 10€)
Beste ZeitMorgens starten (ab 8 Uhr), nicht in der Mittagshitze

Tipp

Die Genehmigung für die Masca-Schlucht ist seit 2023 Pflicht und kostenlos. Reserviere unter caminobarrancodemasca.com mindestens 1–2 Wochen vorher — die Plätze sind begrenzt (max. 125 Personen/Tag). Ohne Reservierung wirst du nicht reingelassen.

Freizeit & Wasserparks

Siam Park — Der beste Wasserpark der Welt

Der Siam Park in Costa Adeje wird regelmäßig zum besten Wasserpark der Welt gewählt (TripAdvisor, 10 Jahre in Folge). Auf 185.000 m² erwartet dich eine atemberaubende Anlage im Thai-Stil: 30+ Attraktionen, darunter der Tower of Power (28 Meter Freifallrutsche durch ein Haifischbecken!), die weltweit größte künstliche Welle (3,3 Meter) und der Mai Thai River als Lazy River durch tropische Gärten.

Eintritt: 40–44€ Erwachsene, 28–30€ Kinder. Kombiticket mit Loro Parque: 68€. Tipp: Online vorbuchen spart Wartezeit. Schließfächer und Handtücher gibt es vor Ort.

Aqualand

Die günstigere Alternative zum Siam Park, besonders für kleinere Kinder: Aqualand Costa Adeje hat sanftere Rutschen, ein Delfinarium (umstritten) und einen Wellenbad-Bereich. Eintritt: ca. 30€ Erwachsene.

Golf

Der Süden hat mehrere erstklassige Golfplätze mit ganzjährig spielbaren Bedingungen:

  • Golf Costa Adeje: 27-Loch-Anlage, entworfen von Pepe Gancedo, mit Blick auf den Atlantik und La Gomera. Green Fee: ab 85€.
  • Amarilla Golf: 18-Loch-Anlage bei San Miguel mit Meerblick und Walbeobachtungsmöglichkeit vom Fairway. Green Fee: ab 65€.
  • Abama Golf: Luxus-Course am Ritz-Carlton, einer der besten Plätze Spaniens. 18 Loch von Dave Thomas. Green Fee: ab 150€.

Tauchen & Schnorcheln

Die Gewässer des Südens bieten ganzjährig 19–24°C Wassertemperatur und Sichtweiten bis 30 Meter. Beliebteste Tauchspots: die Unterwasserhöhlen von Alcalá, das Wrack des Tabaiba vor Las Galletas und die Felsformationen vor Los Gigantes. Schnorcheln ist überall entlang der Südwestküste hervorragend — Schildkröten sieht man regelmäßig. Tauchschulen ab 35€ pro Tauchgang, Schnuppertauchen ab 60€.

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