Natur & Tierwelt · Abschnitt 4/6

Elefanten — ethisch erleben

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Elefanten — ethisch erleben

Der Elefant ist Thailands Nationaltier und tief in Kultur und Geschichte verwurzelt. Noch vor 100 Jahren gab es über 100.000 Elefanten in Thailand — heute sind es weniger als 7.000 (etwa die Hälfte wild, die Hälfte in Gefangenschaft). Das Thema „Elefantentourismus" ist emotional und komplex.

Was du NICHT tun solltest

  • Elefantenreiten: Der Howdah (Sitz auf dem Rücken) verursacht langfristige Wirbelsäulenschäden. Die „Zähmung" (Phajaan) von Jungtieren ist ein brutaler Prozess, bei dem der Wille des Tieres gebrochen wird. Die meisten seriösen Tierschutzorganisationen lehnen Elefantenreiten kategorisch ab.
  • Elefantenshows: Elefanten, die malen, Fußball spielen oder Kunststücke zeigen, wurden durch Zwang dressiert. Meidet diese Shows.
  • Trekking-Camps: Camps, die Ketten und Haken (Ankus) verwenden, solltest du boykottieren.

Ethische Alternativen

Es gibt in Thailand mittlerweile zahlreiche ethische Schutzzentren, die gerettete Elefanten beherbergen und Touristen verantwortungsvoll einbeziehen:

  • Elephant Nature Park (Chiang Mai): Gegründet von der legendären Tierschützerin Lek Chailert. Keine Ritte, keine Shows — stattdessen beobachtest du Elefanten in ihrer sozialen Gruppe, fütterst sie und gehst mit ihnen zum Fluss. Das Vorbild für alle ethischen Camps. Tagesbesuch ab 2.500 Baht (69 €).
  • Elephant Jungle Sanctuary (Chiang Mai): Kleinere Gruppen, ähnliches Konzept. Mehrere Standorte, auch in Pattaya und Phuket.
  • Boon Lott's Elephant Sanctuary (Sukhothai): Sehr persönlich, maximal 6 Gäste, Mehrtagesaufenthalte. Einer der besten Orte, um Elefanten wirklich kennenzulernen.
  • Wildlife Friends Foundation Thailand (Phetchaburi): Nicht nur Elefanten, sondern auch Bären, Makaken und andere gerettete Tiere.

Woran du ein gutes Camp erkennst

  • Keine Ritte, keine Ketten, keine Haken
  • Elefanten leben in sozialen Gruppen mit Freiraum
  • Transparente Finanzierung (wohin fließt dein Geld?)
  • Kleine Gruppen (max. 10–15 Besucher pro Elefant)
  • Gute Bewertungen auf unabhängigen Plattformen

Achtung

Lass dich nicht von „Sanctuary" oder „Rescue" im Namen täuschen — manche Camps verwenden diese Begriffe als Greenwashing, betreiben aber weiterhin Elefantenreiten und Shows. Recherchiere vorher auf Seiten wie World Animal Protection oder Asian Elephant Projects.

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