Budapest entdecken
Budapest entstand 1873 aus der Vereinigung dreier Städte: Buda (das hügelige Westufer mit Burg und Altstadt), Pest (das flache Ostufer mit Parlament, Shoppingmeilen und Nachtleben) und Óbuda (das „alte Buda" mit römischen Ruinen im Norden). Dazwischen fließt die Donau, überspannt von neun Brücken, die zwei Welten verbinden.
Was Budapest besonders macht: Die Stadt vereint die imperiale Pracht Wiens mit der kreativen Energie Berlins — zu einem Bruchteil der Kosten. Die Architektur ist überwältigend: das neugotische Parlament (drittgrößtes der Welt), die neobarocken Thermalbäder, der Jugendstil der Andrássy út, die gespenstische Schönheit verfallener Palais, die als Ruinenbars wiedergeboren wurden. Und unter allem sprudeln die heißen Quellen, die Budapest zur einzigen Kurhauptstadt der Welt machen.
Plane mindestens 3–4 Tage für Budapest. Ein Tag für Buda (Burg, Fischerbastei, Matthiaskirche), ein Tag für Pest (Parlament, Basilika, Andrássy út), ein Tag für Thermalbäder und die Ruinenbar-Szene, und ein Tag für Tagesausflüge oder tieferes Eintauchen. Wer eine Woche bleibt, langweilt sich nicht.
Orientierung
Budapest ist klar in zwei Hälften geteilt — westlich der Donau liegt Buda, östlich Pest. Die wichtigsten Viertel:
- Budaer Burgviertel (I. Bezirk): Auf dem Burghügel thronend — Königspalast, Matthiaskirche, Fischerbastei. Kopfsteinpflaster, verwinkelte Gassen, spektakuläre Ausblicke. Per Standseilbahn (Sikló) oder Bus erreichbar.
- Gellértberg: Südlich des Burgviertels, mit der Zitadelle und der Freiheitsstatue auf dem Gipfel. Zu Füßen: das legendäre Gellért-Bad im Jugendstil.
- Belváros (V. Bezirk / Innere Stadt): Das Herz von Pest — Parlament, Basilika, Vörösmarty-Platz (Gerbeaud!), Donauufer-Promenade, Große Markthalle. Hier konzentriert sich das touristische Budapest.
- Jüdisches Viertel / Erzsébetváros (VII. Bezirk): Die Ruinenbar-Szene von Szimpla Kert bis Instant-Fogas, die Große Synagoge (größte Europas), hippe Cafés und Streetfood. Das kreativste Viertel der Stadt.
- Andrássy út & Stadtwäldchen (VI./XIV. Bezirk): Budapests Prachtboulevard (UNESCO), die Staatsoper, der Heldenplatz und das Széchenyi-Thermalbad im Stadtpark. Erreichbar per ältester U-Bahn-Linie Kontinentaleuropas (M1, von 1896!).
- Óbuda (III. Bezirk): Im Norden gelegen, mit römischen Ruinen (Aquincum), Gasthäusern und der Margareteninsel — Budapests grüne Oase in der Donau.