Seidenstraße & Geschichte · Abschnitt 3/4

Timur & die Timuriden-Dynastie

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Timur & die Timuriden-Dynastie

Amir Timur (Tamerlan) — 1336–1405

Timur (im Westen als „Tamerlan" bekannt, von „Timur-i lang" = Timur der Lahme) ist die zentrale Figur der usbekischen Geschichte — und der Grund, warum Samarkand so aussieht, wie es aussieht. Geboren 1336 in Shakhrisabz (90 km südlich von Samarkand), wurde er vom lokalen Stammesführer zum Herrscher eines Reiches, das von der Türkei bis Indien reichte.

Timur war ein brutaler Eroberer — seine Feldzüge kosteten Millionen Menschen das Leben. Aber er war auch ein leidenschaftlicher Bauherr: Nach jeder Eroberung schickte er die besten Architekten, Handwerker, Künstler und Gelehrten nach Samarkand. Das Ergebnis: eine Stadt, die in ihrer architektonischen Pracht alles übertraf, was die islamische Welt je gesehen hatte.

Timurs Erbe in Usbekistan

  • Registan-Platz (Samarkand): Von Timur als Handelsplatz angelegt, unter seinen Nachfolgern mit den drei Medresen bebaut.
  • Gur-Emir-Mausoleum (Samarkand): Timurs Grabstätte — architektonisches Vorbild für das Taj Mahal.
  • Bibi-Khanum-Moschee (Samarkand): Eine der größten Moscheen der damaligen Welt.
  • Ak-Saray-Palast (Shakhrisabz): Timurs gigantischer Sommerpalast, von dem nur das Eingangsportal erhalten ist.

Ulugh Beg (1394–1449)

Timurs Enkel Ulugh Beg machte Samarkand zum wissenschaftlichen Zentrum der Welt. Sein Observatorium berechnete die Positionen von über 1.000 Sternen mit einer Genauigkeit, die erst 200 Jahre später übertroffen wurde. Er war ein Herrscher, der die Wissenschaft über die Religion stellte — was ihm schließlich das Leben kostete: 1449 wurde er auf Betreiben seines eigenen Sohnes und konservativer Kleriker ermordet.

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