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Kultur, Gesellschaft & Küche · Abschnitt 1/3

Mehmon — Die usbekische Gastfreundschaft

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Mehmon — Die usbekische Gastfreundschaft

Mehmon (Gastfreundschaft) ist keine leere Floskel in Usbekistan — sie ist ein kultureller Imperativ. In einer Kultur, die von der Seidenstraße und dem Karawanenhandel geprägt wurde, ist der Gast heilig. Das usbekische Sprichwort sagt: „Mehmon otasi — ota" (Der Gast ist wie der Vater).

Was das in der Praxis bedeutet:

  • Einladungen: Du wirst ständig zum Tee, zum Essen, manchmal sogar zum Übernachten eingeladen — von Menschen, die du gerade erst kennengelernt hast. Diese Einladungen sind aufrichtig. Nimm sie an, wenn du kannst — es ist die beste Art, Usbekistan kennenzulernen.
  • Brot ist heilig: Brot (Non) wird in Usbekistan nie weggeworfen, nie mit der Unterseite nach oben gelegt und nie mit dem Messer geschnitten (sondern mit den Händen gebrochen). Wenn du ein Stück Brot auf dem Boden siehst, heb es auf und leg es erhöht ab. Brot hat in der usbekischen Kultur einen fast sakralen Stellenwert.
  • Teekultur: Tee (Choy) wird zu jeder Gelegenheit serviert — grüner Tee im Sommer, schwarzer Tee im Winter. Wenn dir jemand Tee einschenkt, schenke nie selbst nach — das gilt als unhöflich. Warte, bis der Gastgeber nachschenkt (und er wird es tun, sofort).
  • Rechnung: In Restaurants wird um die Rechnung „gekämpft" — jeder will bezahlen. Als Gast wirst du oft freigehalten. Bestehe nicht zu sehr darauf zu zahlen — es könnte als Beleidigung empfunden werden. Revanchiere dich beim nächsten Mal.

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