Andrássy-Straße, Oper & Heldenplatz
Andrássy út
Die Andrássy-Straße (Andrássy út) ist Budapests Prachtboulevard und UNESCO-Welterbe: 2,3 km lang, von der Innenstadt bis zum Heldenplatz, gesäumt von neoklassizistischen Palästen, Designergeschäften, Botschaften und historischen Cafés. Unter der Straße verläuft die M1 (Millenniumi Földalatti) — die älteste U-Bahn-Linie des europäischen Festlands (1896!), deren historische Stationen bis heute im Originalzustand erhalten sind.
Ungarische Staatsoper (Magyar Állami Operaház)
Die Staatsoper (1884) an der Andrássy ist ein neorenaissance Juwel — kleiner als die Wiener Staatsoper, aber viele sagen: schöner. Die Akustik gehört zu den besten der Welt. Führungen zeigen das prachtvolle Innere (Eintritt: 4.500 HUF / 11€). Eine Vorstellung besuchen: Tickets ab 1.500 HUF (4€!) — ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis für Weltklasse-Oper.
Haus des Terrors (Terror Háza)
Das Haus des Terrors (Andrássy út 60) ist eines der eindrücklichsten Museen Europas: Im selben Gebäude hatte erst die faschistische Pfeilkreuzler-Partei (1944–45), dann die kommunistische Geheimpolizei ÁVH (1945–1956) ihr Hauptquartier. Das Museum dokumentiert beide totalitären Regime — von der Deportation der Juden über die stalinistischen Schauprozesse bis zur Revolution von 1956. Die Folterkeller im Keller sind erhalten. Erschütternd und unverzichtbar. Eintritt: 3.600 HUF (9€).
Heldenplatz (Hősök tere) & Stadtwäldchen
Am Ende der Andrássy öffnet sich der Heldenplatz — ein monumentaler Platz mit dem Millenniumsdenkmal (1896): Eine 36-Meter-Säule mit dem Erzengel Gabriel, flankiert von den sieben magyarischen Stammesführern und Königen. Dahinter: die Kunsthalle (Műcsarnok) und das Museum der Bildenden Künste (Szépművészeti Múzeum) mit einer hervorragenden Sammlung europäischer Malerei (El Greco, Goya, Raffael). Eintritt: 3.200 HUF (8€).
Hinter dem Heldenplatz beginnt das Városliget (Stadtwäldchen) — Budapests grüne Lunge: Boote auf dem See (im Winter: Europas größte Freiluft-Eisbahn), die Burg Vajdahunyad (ein eklektisches Architekturdenkmal) und das Széchenyi-Bad.