Die Royal Mile
Die Royal Mile ist Edinburghs historische Hauptachse — eine exakt eine schottische Meile (1,8 km) lange Straße, die vom Edinburgh Castle im Westen zum Palace of Holyroodhouse im Osten führt. Technisch besteht sie aus vier Straßen (Castlehill, Lawnmarket, High Street, Canongate), aber alle sagen einfach „Royal Mile".
Was macht sie besonders?
Die Royal Mile ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Straßen Europas. Im Mittelalter wuchs Edinburgh nur innerhalb seiner Stadtmauer, und da die Stadt auf einem schmalen Vulkanrücken liegt, konnte man nur in die Höhe bauen. Das Ergebnis: Häuser mit bis zu 14 Stockwerken — die ersten „Wolkenkratzer" der Welt. Die Ärmsten wohnten oben, die Reichsten unten. Zwischen den Häusern führen schmale Gassen (Closes) und Treppen in die Tiefe — jede mit ihrer eigenen Geschichte.
Highlights entlang der Royal Mile
- St Giles' Cathedral: Edinburghs Hauptkirche (14. Jh.) mit der berühmten Distelkapelle (Chapel of the Thistle) — so prunkvoll geschnitzt, dass sie den Atem stocken lässt. Eintritt frei, Spende erbeten.
- The Real Mary Kings Close: Eine unterirdische Straße, die im 17. Jahrhundert überbaut wurde und jetzt unter der Royal Mile liegt. Geführte Touren (£18) führen durch die historischen Räume — ein Blick in das Edinburgh des 17. Jahrhunderts. Gruselig und faszinierend.
- John Knox House: Das älteste erhaltene Wohnhaus der Royal Mile (15. Jh.), benannt nach dem Reformator John Knox. Das Fachwerk-Gebäude ragt in die Straße hinein wie ein Relikt aus der Vergangenheit.
- Museum of Edinburgh: Im Huntly House (16. Jh.) an der Canongate — Stadtgeschichte in einem der schönsten historischen Gebäude der Mile. Kostenlos.
- Canongate Kirk: Die Kirche am unteren Ende der Royal Mile, in der sich Adam Smith begraben ließ. Ruhig und friedlich, abseits des Trubels.