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Kunst & Architektur · Abschnitt 1/3

Tempelarchitektur — Hindu, Jain & Buddhistisch

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Tempelarchitektur — Hindu, Jain & Buddhistisch

Indiens Tempel sind keine bloßen Gebetshäuser — sie sind steingewordene Kosmologien, in denen jedes Element eine symbolische Bedeutung trägt. Die Vielfalt ist enorm:

Nordindischer Stil (Nagara)

Charakteristisch ist der bienenstockförmige Shikhara (Turm), der zum Himmel strebt. Die schönsten Beispiele: die Erotik-Tempel von Khajuraho (UNESCO-Welterbe, 10.–12. Jh.) mit ihren freizügigen Skulpturen, die weniger Pornografie als vielmehr eine Feier des Lebens in all seinen Facetten darstellen. Die Sonnentempel von Konark (Odisha) — ein gigantischer Streitwagen des Sonnengottes mit 24 kunstvoll gemeißelten Rädern.

Südindischer Stil (Dravidisch)

Hier dominieren die Gopurams — pyramidenförmige Tempeltürme, die mit Hunderten bunter Götterfiguren bedeckt sind. Je näher am Allerheiligsten, desto kleiner der Turm (umgekehrt zum Norden!). Die dravidischen Tempel von Tamil Nadu — Meenakshi-Tempel (Madurai), Brihadeeshwara-Tempel (Thanjavur, UNESCO) und der Shore Temple (Mahabalipuram, UNESCO) — gehören zu den gewaltigsten religiösen Bauwerken der Welt.

Buddhistische Höhlentempel

Die Höhlen von Ajanta (2. Jh. v. Chr. – 6. Jh. n. Chr.) enthalten die ältesten erhaltenen indischen Wandmalereien — Szenen aus dem Leben Buddhas in leuchtenden Farben, die 1.500 Jahre überlebt haben. Die Höhlen von Ellora (6.–11. Jh.) vereinen hinduistische, buddhistische und jainistische Höhlentempel — darunter den Kailasa-Tempel, der KOMPLETT aus einem einzigen Felsberg herausgehauen wurde (von oben nach unten!). Beide sind UNESCO-Welterbe.

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